JETZT GEHT’S LOS…

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Meine sehr verehrten Damen und Herren an den heimischen Empfangsgeräten, wir dürfen Ihnen heute proudly presenten das Wetter von morgen. 22 Grad. Und: Das ist noch lange nicht alles, jawoll, schubidubiduh, es kommt noch besser. Die Tage of the rising sun. Freitag: 26 Grad. Ich hoffe, die Info bezieht sich nicht auf irgendein Mikrowellen-Innenleben.

Kurzer Check. Jetzt ganz einfach, mit einem dreifingrigen Fingerwisch über das Touchpad nach links. Stimmt nicht. Da steht im Wetterfenster nur was von 19 und 17 Grad. Aber, ich bin ja nicht Schweinchen-Doof und lass mich digital austricksen. Fingerwisch nach rechts und mal im Masterweb nachsehen. wetter.com oder so. Also im Radio hieß es, dass es so kommt, wie oben beschrieben. Von wegen April, April, der macht, was er will… Diese unkontrollierten Medien nutzen ihre Pressefreiheit zur wettertechnischen Desorientierung des werten Publikums reichlich aus.

Hä? 1live faselt jetzt was von 10 Grad. Hab ichs an den Ohren? Bin ich ins falsche Jahr gerutscht? Ist das Comedy oder einfach nur Verarsche? Sach ma, wat isn da los? Jetzt aber wetter.com. Kleinen Augenblick Geduld, bitte. Tapps, Tapps nach neben an. Wisch. Wusch. Ah ja. Die gute Prognose. Also, alles richtig gemacht. Das schöne Wetter kommt, die Temperaturen sind auf dem aufsteigenden Ast. Bis nächste Woche Montag auf 25 Grad. Passt doch. Kann ich mich langsam dran gewöhnen und länger drauf freuen. Vorfreude ist ja bekanntlich… O.K. – 50 Cent ins Phrasenschwein.

Auf jeden Fall fangen die Bauern schon an, die Wiesen aufs Wachstum vorzubereiten. Die werden schön abgezogen. Wie drüberfegen, nur mit Stahlringen. So wie der Unimog oben, der mich irgendwie an „spielen“ erinnert hat. Der Junge darin stand mit der Karre ganz schön schräg am Hang. Ui, ui, ui.

Übrigens: Das mit den langsam steigenden Temperaturen hat noch einen Vorteil. Es macht dann durchaus Sinn, meine neue Feuerschale (Geburtstagsgeschenk von meinen geliebten Freunden – die sind wirklich nett und besonders) weiterhin auszuprobieren. In der Geburtstagsfeiernacht haben wir damit bis halb Fünf für die nötige Wärme gesorgt. Hatte was von Bronx. Und drauf gegrillt haben Jim und ich auch schon. Leben mit Feuerschalen ist schön. Hat so was archaisch Olympisches.

Bis denne. Bin mal wieder draußen am Feuer:)

Mit der neuen Familie im Café Sehnsucht

Nun habe ich gar kein Foto, nur Bilder im Kopf.

Gestern hatte ich Geburtstag und durfte mit meiner Familie feiern. In der neuen Konstellation. Ich schreibe kurz darüber, weil ich gerne mitteilen möchte, dass das geht. Es gab ja so manche Zweifel im letzten Jahr, ob das alles so seine Richtigkeit hat mit diesem Zusammenleben in diesem, sagen wir mal, eher unkonventionellen Kontext. Hund, Kind, Kind, Papa, Mama und Mamas Freund und Papas…

Was soll ich sagen? Einige werden es eh nicht glauben. Ich hätte es auch nicht geglaubt, aber es funktioniert nicht nur, nein, es ist auch schön und bereichernd. Gestern Abend also habe ich diese komplette Familie inklusive Herrn Cooper ins Café Sehnsucht in Köln Ehrenfeld eingeladen. Dort waren wir früher öfter und der Laden gehört zu meinen Lieblingsplätzen aus Köln, weil da viele Erinnerungen dran hängen. Dort wollte ich feiern. Ich habe einen Tisch reserviert, wir sind hingefahren – zu fünft im Kombi mit Hund hintendrin – und hatten viel Spaß. Miteinander und am leckeren Essen. Viel gelacht, von Tellern probiert, erzählt. Ach, so, wie es sein soll.

Mittlerweile ist die neue Konstellation ja gar nicht mehr so neu. Über ein Jahr hatten wir jetzt Zeit, auszuprobieren und uns aneinander zu gewöhnen. In der Zeit waren wir drei mal zusammen im Urlaub und haben auch sonst so einiges unternommen. Zum Beispiel am letzten Wochenende den Garten bearbeitet. Und im Sommer werden wir wieder gemeinsam nach Italien fahren. Annegret meinte kürzlich in einem Kommentar: Alles eine Frage der Perspektive. Stimmt. Wenn man nah dran ist, wirkt es nicht fremd. Gestern Nacht haben wir dann alle bei Jens in Köln gepennt. Das Ende meines Geburtstages haben Jens und ich in der Küche mit einem Bier verbracht.

Wir haben jetzt als Familie eine Dependance in Köln. Auch nicht schlecht. Möglichkeiten. Wenn man das alles mal genau bedenkt, spricht sehr viel dafür. Und die Gefühle? Die Emotionen? Manchmal sticht es ein wenig. Das ist die Gewohnheit. Diese lange gemeinsame Vergangenheit als Paar, die sich ab und an zeigt. Alte Rituale. Momente, die eigentlich anders ablaufen würden. Denkt iregndetwas im Körper und im Geist, das sich erinnert. Da war doch was. Mittlerweile kann ich da gut lächeln und sagen: So ist es.

Ja, das passiert. Das verbuche ich unter normal. Und ansonsten ist da jemand, den ich sehr mag. Jemand, der mich ganz neu und anders lächeln lässt. Die Welt ist verrückt. Allerdings nicht halb so verrückt wie wir Menschen, die diese Welt permanent auf den Kopf stellen und versuchen, sie aus den Angeln zu heben. Da hilft nur eins: Ruhe bewahren.

Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende. Bei mir kommt Besuch. Sie und Freunde. Zum Essen. Morgen werde ich kochen. Drückt mir die Daumen, dass es mir so gelingt, wie ich es mir vorstelle. Ciao.

Coca-Colas neues Storytelling…

Ihr Lieben, heute mal was Berufliches. Coca-Cola. Kennt ihr, klar. Groß, rot, süß. America. Die haben sich entschlossen, ihre Werbung komplett auf Storytelling umzustellen. Das heißt, die erzählen jetzt Geschichten, die Spaß machen oder bewegen oder beides. Der Vorteil: Die Menschen sehen sich die erzählende Werbung gerne an und nehmen die Botschaft beiläufig auf. Ich finde, das hat was. Eine klassische Win-Win-Situation. Geben und nehmen. Auf jeden Fall allemal besser als dauernd zu schreiben: „Oh, teste jetzt die neue Coke. Cool, fresh und irre tasty. Probier jetzt auch Coke-Waldmeister-Limone im Historienflschen-Testset…“

Dann doch viel lieber so Spots wie oben. Denn die machen einfach mehr Spaß und haben noch eine gute, positive Botschaft. Ein Spot, in dem ein Sprayer Peace tagged. Is eigentlich verboten. Aber doch sehr sympathisch. Mir jedenfalls. Werde morgens wach und einer hat PEACE an unser Haus geschrieben. Würde ich sagen: Korrekt. In meinem Job versuchen wir den Kunden zunehmend zu sagen, erzählt Geschichten. Öffnet euch, macht euch erlebbar. geht über Produktvorteile hinaus. Bewegt. Geht in die Emotion. Der Prozess läuft, Coke ist ein schönes Beispiel, wie man es machen kann…

So, Ihr Lieben, viel Spaß mit Coke, die mir den Spot freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Danke auch. Da mache ich mal gerne Werbung, weil ich dann eine kleine Story über Storytelling habe:) Die ganze Welt voller Geschichten… Süß und intensiv.

Lasst uns die Welt mit anderen Augen sehen… Prost. Hicks.

little sorry:)

Tja, was war das denn? Der Blog war offline an meinem Geburtstag, als sollte ich eine Auszeit nehmen. Die Firma 1&1 aus Montabaur, die so nett ist, all die Texte und Bilder für mich in einem Datenregal zu lagern, hatte problems. In der Tat. Ich kam nicht rein und konnte ihn auch nur sporadisch aufrufen.

Die freundlichen Mitarbeiter der Hotline (alle mit russischem Namen und entsprechendem Akzent, wo mögen die sitzen?) sprachen von einer Attacke auf WordPress-Blogs, die seit Tagen laufen würde. Verrückt. Ich meine, wer greift denn einen fiftyfiftyblog an und was wollen die von mir und Herrn Cooper? Klauen die Hunde, oder was? Hundebilder? Gedichte? Landschaftsaufnahmen? Komisch, komisch, dieser Cyberspace.

Nun scheint alles ausgestanden und wir sind wieder da. Yippie! Ich begrüße sie recht herzlich zur Wiederaufnahme unseres kleinen Unterhaltungsprogramms. Viel Spaassss:)

WOODKID – Live Music Hall Köln

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Wir waren da. Er auch, Yoann Lemoine. Das war gut, so konnten wir ihm zuhören. Jim und ich. Und ja, was soll ich sagen. Ein wunderbares Konzert, wie eigentlich nicht anders zu erwarten. Woodkid nennt seine Musik selbst Epic-Pop. Episch, groß, kolossal, gewaltig.

Zwei Schlagzeuge mit dicken Trommeln. Was haben die Jungs reingehauen. Und dann noch drei Bläser, ein Keyboarder und einer an den machines, was immer das ist. Kommt auf jeden Fall mächtig Wumms raus. „Crazy noises“, wie Yoann bei der Vorstellung seiner Mitstreiter meinte.

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Der Abend war ziemlich gut durchgestylt – immerhin hat der junge Mann mit dem Rauschebart, der fetten Silberkette und der Basecap schon für Katy Perry gedreht (das schreiben und sagen alle, heute auch wieder auf 1LIVE – der Griff in die kleine Klischeekiste, wissen, was zieht und groß macht).

Aber, soll ich euch sagen, was das Schönste war? Neben dem fantastischen Licht, der beeindruckenden Stimme, der guten Musik, des stimmigen Sounds und der mitreißenden Stimmung? Jim. Konzert mit Sohn. Mensch, war ich stolz und froh. Wir standen in der zweiten Reihe direkt vorne vorm Mikrofon. Nebeneinander. Party. Das war wirklich besonders.

Die Fotos sind natürlich shitty. Kleine Kamera, die echt gearbeitet hat, der aber einfach die Möglichkeiten fehlen. Vorne im Orchestergraben turnten die Profis mit fettem Gerät rum. Bei der Lightshow waren da sicher super Motive dabei. Ich hätte eh keine Zeit gehabt. Jim. Ach wie schön… Und damit ihr einen kleinen Eindruck bekommt, hier zwei Mitschnitte von gestern Abend, die eine Zuschauerin auf Youtube hochgeladen hat. IRON und BROOKLYN.

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