Kaffeetrinken in Cabutima mit Wolfgang Cziesla

Cabutima

In letzter Zeit habe ich es nicht so mit Büchern. Keine Zeit, keine Ruhe, keine Muße. Andere Dinge stehen im Vordergrund.

Nun ist mir aber ein Buch auf eine Art und Weise begegnet, die mir so am besten gefällt. Es ist mir vor de Füße gefallen, es ist in meinem Leben aufgetaucht. Um es vorweg zu nehmen: Es ist ein gutes Buch. Eines, das eine Geschichte mit feinen Worten stringent erzählt. Ein u...

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Vier Beaufort – Wind hebt Staub und loses Papier…

Weiden

Unter dem Weihnachtsbaum lag für mich ein Buch. Die Sprache des Windes – Francis Beaufort und seine Definitionen einer Naturgewalt von Scott Huler. Erschienen im mare Verlag.

Es ist ein verrücktes Buch. Nicht, weil die Geschichte wirr, wahnsinnig oder abstrus ist, nein, weil sich ein Autor auf den Weg gemacht hat, der Beaufortschen Windstärkeskala auf den Grund zu gehen. Anfangs dachte ich:...

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Mit Maupassant auf See

Auf See

Ich segle gerade. An der französischen Mittelmeerküste entlang. Eben haben wir in St. Raffael abgelegt und sind auf dem Weg nach St. Tropez. Mein Kapitän ist kein Geringerer als Guy de Maupassant, der ständig was zu berichten hat. Mal sieht er ein Liebespaar im Mondenschein, dann macht er sich Gedanken darüber, wie sich Menschen verhalten, wenn sie in Massen auftreten. Er hasst das. Geht auf kei...

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Der Tag, als der Krieg begann

„Die ersten Limousinen hielten neben kahlen Bäumen und einem Wald aus Fahnenmasten in Flushing Meadow am Stadtrand von New York und entließen ihre Fahrgäste in ein graues Gebäude, das einmal eine Eisenbahn beherbergt hatte. Draußen hatte sich trotz der kühlen Luft eine Menschenmenge versammelt. Im Innern war ein Saal mit Zuschauern und Delegierten gefüllt. Es war der 29. November 1947, ein Samst...

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Die Frau im Mond von Milena Agus

Manchmal kommen die guten Nachrichten per Post. Ganz konventionell. Da ist eine Freundin, die schreibt. Wenn sie etwas zu sagen hat, kommt ein Brief. Kein Facebook, keine Mail.

Das ist ist nicht modern, aber sehr schön. Die Freude, den Briefkasten zu öffnen und dort etwas vorzufinden, die ist enorm. Herz hüpft. Aufregung. Das haptische Vergnügen, ein Couvert aus Papier zu öffnen. Letzte Woche...

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Leute, lest Böll!

Lesebefehl. Leute, wie Jim und seine Jungs immer sagen. Leute, Leute. Annegret hatte mich im Forum darauf gebracht, als sie Bölls Irisches Tagebuch empfahl. Habe ich mir bestellt. Dazu die Ansichten eines Clowns. Texte, die aus der Nachkriegszeit stammen. Fünfziger, sechziger Jahre.

Ich habe es bislang weder geschafft Grass, noch Lenz, noch Böll zu lesen. Meine literaturgeschichtlichen Studien...

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Was ich gerade lese…

… oder gelesen habe. Wie ihr wahrscheinlich schon mitbekommen habt, lese ich. Eingentlich alles, von der Zahnpastatubenaufschrift über das Wochenblatt bis zu den verschiedenen schönen Romanen dieser Welt. Wahrscheinlich tanke ich dabei mein Buchstabenreservoir auf, das jeden Tag berufsbedingt Verluste hinnehmen muss. Aktuell habe ich zwei Bücher gelesen und in einem bin ich mittendrin.

Unterm Sc...

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JA! Ein Lyriker. Nobelpreis für Literatur geht an Tomas Tranströmer.

Ja! Ja! Ja! Seit 1996 der erste Nobelpreis für Literatur, der an einen Lyriker geht. Ich freue mich. Für die Lyrik und für Tomas Tranströmer, von dem ich bislang nie gehört habe. Ich wusste nicht, dass es diesen schwedischen Gedichteschreiber gibt, der nun 80 jahre alt ist und es geschafft hat, in den Literatenolymp aufzusteigen. Komme gerade von den Seiten der deutschen Kulturpresse. Die wissen s...

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Jan Brandt: „Gegen die Welt.“ Die Plutonier sind überall…

Die Zeit spricht von einem beeindruckenden Buch, die FAZ von einem beeindruckenden Roman. Blogs dürfen da schon etwas weiter gehen und die vornehme Zurückhaltung aufgeben. Wahnsinn! So ein Buch kommt hier in Deutschland nicht alle Tage in die Läden. Kein Wunder: Neun Jahre hat sich Jan Brandt Zeit genommen, sein Debüt zu schreiben. Zu verdichten, Ideen zu finden, Figuren anzureichern.

Es ist ein...

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