Die kleine Welt geht

Selfie

Wisst ihr, manchmal ist es anders. Es fühlt sich nicht mehr so an.

Winter 2010. Kirschblütenblättersehnsucht. Vor 6 Jahren. Ich glaube, es lag Schnee. Die Zeiten waren für Freie nicht gerade rosig. Manchmal dachte ich, mein Telefon ist kaputt. Spielball der Zeiten. Kein Netz, kein doppelter Boden. Ich hatte keine Kohle, ein Jahr lang, mir neue Joggingschuhe zu kaufen. Hei. Kein wahres Problem,...

Weiterlesen „Die kleine Welt geht“

SCHACHTEN & ACKERN im Kölner Maison Belge

Barbara 2

Eine Performance. Eine performative Ausstellung. Heute Abend in Köln im Belgischen Haus. Es geht, das Haus. Belgien gibt auf. Früher waren Belgier in Köln stationiert. Kasernen, Soldaten. Heute. Au revoir. Da braucht es dann auch kein Haus mehr, in dem die Kultur des Landes wohnt. Umnutzung. Es wird ein Restaurant kommen, und anderes. Mitten in Köln, direkt neben dem Neumarkt. Ein Sahnestückchen...

Weiterlesen „SCHACHTEN & ACKERN im Kölner Maison Belge“

Im Rausch der Kunst

Fanta

Für Viveka!
(Die meint, ich würde zu wenig bloggen.)

Manchmal finden Dinge zusammen. Kulminieren. Manchmal ist es fast zu viel. Für einen Moment, eine Stunde, einen Tag. In diesem Fall eine Nacht.

Es ist einige Zeit her. Tatsächlich mag ich nicht nachdenken, wann. Vor einer Woche? Vor zwei Wochen? Egal. Köln. Viveka, Zoe und ich waren auf dem Weg zu meinem Bruder und meiner Mutter in die Ei...

Weiterlesen „Im Rausch der Kunst“

Privacy!

Sideboard

Paris!

Nun. Die Welt fliegt umher wie ein Hühnerhaufen. ALARM! Durchsuchen, kontrollieren, jagen, reagieren. Das Primat der schnellen Reaktion. Stärke zeigen, handeln, antworten. Vergeltung.

Ich habe die Nachrichten ignoriert. Fast. Der Sog war groß. Hinschauen. Wie viele Tote? Wie? Wo?

Nicht weit von dort, wo Viveka und ich für Silvester eine Wohnung gemietet haben. In Paris. Wir werden f...

Weiterlesen „Privacy!“

Kein Ort wie Ruhrort

Endstation

„Das Schönste, was einem im Leben geschehen kann, ist neben Liebe der wichtigen Menschen der Zugang zum künstlerischen Schaffen der Welt.“

Glück, pur.

Das Leben leben. Diesem Normalen auf der Spur. Märklin-Format. Der Pflicht ergeben, den Rahmenbedingungen, den Anforderungen. Dem Geld. Ihr kennt das: Am Monatsanfang kommen die Abbuchungen. Die Versicherungen, die versichern, dass alles siche...

Weiterlesen „Kein Ort wie Ruhrort“

Am Ende ankommen

Anleger

Je höher man fliegt, desto länger dauert die Landung. Runter kommen sie alle. Auf die ein oder andere Art und Weise.

Eine Kur. Sieben Tage Meer atmen, Frieden finden.

Wie oft muss man die Insel umrunden? Wie viele Kilometer muss man am Strand laufen? Wie viel Meerluft muss man atmen?

Ich habe den Vögeln die Luft weggeatmet, den Pflanzen das Licht genommen, dem Meer den Wind. Ein wenig egoi...

Weiterlesen „Am Ende ankommen“

Konkret vs. gefühlt

Adler

Urlaub.

Ein Zustand. Eine Zahl in Tagen. Lande mal.

Seit Tagen laufe und radle ich um die Insel. Suche meine Lieblingsorte auf. Schaue aufs Meer. Fotografiere. Denke nach.

Es ist ein Luxus, den Kopf für sich zu haben. Sich Gedanken zu erlauben, die in nichts einzahlen. Es ist Freiheit. Diese wahre.

Nichts ist wesentlicher als die Freiheit des eigenen Denkens. Wenn das aufhört, wenn sich...

Weiterlesen „Konkret vs. gefühlt“

Dem Meer so nah auf Schiermonnikoog

Gras 2

Den ganzen Tag unterwegs. Mit Herrn Cooper, sofern er kann. Er wird alt, will nicht mehr so weit. Heute ist er stehengeblieben, hat mich angesehen, wollte umkehren, der alte Junge. Nicht mehr an der Leine am Fahrrad. O.K. Habe ihn gelassen, trotz Leinenpflicht und entsprechender Blicke.

Er geht seinen Weg, in seinem Tempo. Manchmal bricht er mir das Herz.

Das Meer. Wie ein großer Bruder. Ber...

Weiterlesen „Dem Meer so nah auf Schiermonnikoog“

Über Land

Im leichten Schritt enthoben
die weiche Seele in ein Tuch gehüllt
am Gürtel

Füße gleiten über frisch gewaschene Gefühle

Den Mantel abgelegt
das Zepter eingeschmolzen
das Pferd dem Ackerer geschenkt

Mit den Vögeln ziehen
eine Weile
im Bussardkreis
aufgenommen in die Krähenbande
an der Seite des Milans

Von oben
Küsse liegen sehen
deinen Zuckerwattemund

Ist Sehnsucht Flügel
oder...

Weiterlesen „Über Land“

„… dann ist das nicht mein Land.“

wertheim8\_red
(Installation Sebastian Linnerz, Köln)

Respekt.

Natürlich war ich als Kind der Seventies immer für die Revolution. Nichtsdestotrotz habe ich bei der Bundeswehr als Scharfschütze gedient. Und anschließend für immer verweigert. Schizophren, könnte man meinen, denken, sagen. Nun. So ist dieses Land. Es gibt Freiheiten, Irrwege, Richtungsänderungen, Meinungen, Umdenken.

Eine Frau als Kanzlerin....

Weiterlesen „„… dann ist das nicht mein Land.““