Hi, hi. Sorry, hat ein wenig gedauert, mal wieder zu schreiben. Ist gerade viel los. Und dunkel, draußen. Und fies kalt. Sitze im Ofenzimmer und harre der Dinge. Der Ofen böllert, Herr Cooper spielt wieder Schlosshund, Viveka ist in Essen, Ela in Köln, Zoe schaut Serien, Jim Youtube-Videos und der Herr Schönlau hängt bloggend ab. Im Hängesessel.
Feierabend. Puh. Momentan ist High-Speed-Working angesagt. Die Finger fliegen, der Kopf raucht. Konzepte, Konzepte, Konzepte und zwischendurch Interviews und ein paar Texte. In meinem Kopf treffen Auslandsstudien, Outdoor-Equipment, Zaunsysteme, Gebäudeelektronik, Altenpflege, Recyclinglizenzen, Massagen, Bohrsysteme, Vakuumpumpen, Elektromobilität und einige andere Dinge aufeinander. Wahrscheinlich gibt es im Hirn Schranken und Mauern, die dafür sorgen, dass aus allem nicht ein Brei wird. Meine Berufsunfähigkeitsversicherung hatte damals für mich als Texter Nervenleiden als Schadensfall ausgeschlossen. Ich denke, die glauben, wir seien dem Wahnsinn nahe. Und irgendwie…
Morgen ist wieder viel los, weshalb ich eben vorgekocht habe. Tofubällchen in Tomatensauce. Mit Salbei, Oregano, Knoblauch, Petersilie, Pinienkernen, Parmesan… Duftet gut. Ich könnte jetzt schon, Jim auch. Aber! NO! Für morgen. Ich muss die Finger fliegen lassen und am späten Nachmittag Zoe zum Tanzen fahren. Da müssen die Jobs durch sein, weshalb nicht so viel Zeit zum Kochen bleibt. Einfach zwischendurch hochgehen, Reis aufstellen und ein paar Möhren in den Dampfgarer. Zoe mit Ihrer Freundin und Jim vom Bus holen und Essen und weiter schreiben, denken, konzipieren und dann zum Tanzen. Alles eng getaktet.
Irgendwie ist das ein ganz schönes Mixed-Leben. Advent wie oben. Italienisches Essen. Auf meinen Ohren das neue Eminem-Album. Serien von links, Youtube-Videos von rechts. Jim hat mir eben eins gezeigt. SOFLES – LIMITLES. Ist wohl eigentlich ein Musikvideo, in dem die Musik aufgrund der Bildgewalt in den Hintergrund tritt. Zeitraffer. Passt. Eine komplette Industriehalle in Farbe getaucht. Sprayer. Welche, die es drauf haben. Kunst. Kunsträume. Viel, viel Farbe.
Und dann ist da noch der Advent und da sind die Gedanken an Paris und Italien. Sehnsüchte. Diesen Winter überstehen. Mit Erinnerungen. Mit Ausblicken. Schiermonnikoog im April. Italien im Sommer. Fernweh. Vielleicht zwischendurch doch noch woanders hin? Eine Städtereise? Neu denken? Eine Tour nach Madrid würde mich noch interessieren:) Ich bin einmal im Kopf quer durch Spanien gereist, als ich einen Reisekatalog getextet habe. Durch alle Regionen. Die Küsten entlang, durch die Berge bis in die Hauptstadt. Da waren Madrid und die Alhambra hängen geblieben. Und…
Da wären noch die Weihnachtsgeschenke. Und Sylvester. Und die freien Tage zwischen den Jahren. Am Samstag war meine Mutter hier. Leben ist ganz schön intensiv. Heute Abend, denke ich, werde ich früh ins Bett gehen und die Bettdecke über den Kopf ziehen und mich ein wenig erholsam wegträumen. In die schönen Sphären, dorthin, wo es ruhig ist, wo der Lebensfluss das sanft Angenehme transportiert. Texterfantasien, das Leben auf der zweiten Ebene. Nach Murakami in den Aufzug steigen und in der Etage siebeneinhalb aussteigen. Male ich einfach mal eine Welt für mich, erzähle mir die schönen Geschichten. Und Abflug. Ciao:)














