Willkommen in der oberbergischen Provence – in der wunderschönen Gemeinde Reichshof

Isolator

Kennt ihr die Gemeinde Reichshof? Die A4 von Köln Richtung Olpe und dann die beiden letzten Ausfahrten? Kommt mal vorbei. Schnell. Denn jetzt gerade blüht der Löwenzahn. Noch. Denn: Der erste Schnitt, der gute Schnitt ist fällig. Silage. Bis Mitte Mai ist es hier wie in der Provence, nur anders. Aber irgendwie. Also es gibt da Stellen, da sind die Wiesen in die Landschaft geschwungen. Rundungen, Hügel in Täler abfallend, in die kleinen Bachläufe. Und alles in sattem Löwenzahngelb. Dazu Grüntöne ohne Ende in allen Nuancen. Birkengrün, Eichengrün, Buchengrün, Tannengrün, Lärchengrün, Grasgrün. Ganz hell, die jungen Triebe, das frische Gras.

Dem Glück auf Ewigkeit ausgeliefert

Jens_Paul

Nicht zwingen, nicht wollen, nicht erzürnen, nicht ergeben sein, nicht, nicht, nicht.

Cohen läuft. Dieses Mal nicht in Paris, in Köln. Ich habe mir erlaubt, die CD reinzuziehen. In iTunes. Und mitzunehmen. Geschenke des Lebens. Emotionen transportieren, mitnehmen, konservieren, erhalten wie die Mumie Tut Ench Amuns.

Das Foto?

Die Liebe in Paris erlebt wie an keinem Ort nirgends

Braut

Ein Klischee. Sicherlich. Paris, die Stadt der Liebe. Doisneau, der Kuss.

Herrje. Ich habe sie erlebt.

Mit ihr durch die Nacht. Die Nächte. Nicht schlafen gehen wollen, einander an die Hand nehmen. Stundenlang. Vom Tour Eiffel die Seine entlang. Die letzte Metro ist weg, die Wohnung am Montmatre weit weg. Viveka und ich fahren kein Taxi. Keine Option.

Hier sitze ich, durchstreife die Fotos. 800. 200 habe ich durchleuchtet, einige ausgewählt, leicht bearbeitet. Alle vom ersten Tag, aus der ersten Nacht.

Exzessiv in Pärissss

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Wenn man von Dingen nicht lassen kann. Wenn es einen zieht, drückt, wirbelt. Wenn das Atmen schwerfällt, weil die Luft der Wünsche dünn wird, der Boden der Gewohnheit sich auflöst, man fällt und steigt, glaubt und verzweifelt in einem Moment. Wenn alles da ist, sich vereint und schon wieder entschwindet.

Paris.

Liebe Nazis, geht endlich heim und zieht die bescheuerten Stiefel aus

Konstruktion_red

Schon wieder.

Ich meine, diese Welt hat genügend Probleme. Echte Probleme. Menschen, die um ihr Leben fürchten. Die fliehen müssen. Weil sie sonst einfach und ganz banal: NICHT ÜBERLEBEN.

Das war in Deutschland auch so. Menschen mussten sehen, dass sie Land gewinnen. Bis 45. Irgendwie rauskommen. Nicht wissen, wen man zurücklässt, verliert. Ob man es selber schafft.