Frank Ocean läuft…

Dolphins

Es ist alles leicht und dreht sich. Manchmal eiert diese Welt, da hat sie eine Unwucht, weil sie schräg im Raum steht, um das Lächeln des Mondes besser zu sehen.

Der Adler ist gelandet, bin hier und dort, zwischen den Zeiten und Räumen in diesen Murakami-Etagen, die zwischen zwei Stockwerken liegen. Die Welt lächelt, die Sonne strahlt, die Legoklötzchen fügen sich, mein Herz tanzt, dreht sich, freut sich auf die Schritte tipp, tapp. Es geht schnell, es ist unerwartet, es ist groß, aufregend und enorm sexy.

Noch 3x schlafen:)

Leeres Zimmer

Ja:)

Es geht voran und es geht aufwärts. Hinter mir liegen Tage, die sich das Prädikat außerordentlich tatsächlich verdient haben. Von Wochen könnte ich sprechen, von Monaten reden. Also dieses Jahr 2016 hatte ich mir ganz anders vorgestellt.

Nun, ich zitiere meinen geliebten Papa Rolf: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. So in etwa ist das gelaufen. Überraschung. Nun finde ich mich also an einem 3. August 2016 wieder und tatsächlich kann ich kaum sagen, weshalb es plötzlich August ist. Und weshalb ist mein Zimmer leer? Nur noch Werkzeug, Leiter, Matratze?

Was ist Heimat?

Borner 16

Gestern habe ich diesen Beitrag geschrieben. Über das, was mein Innerstes gerade auf links dreht. Puff, Peng. Zuspruch, Verständnis, Mitgefühl. Danke.

Seit zwei Wochen ist Viveka hier. Wir testen ein wenig das Leben, wie es sein könnte, wenn wir tatsächlich einmal zusammenwohnen. Es ist spannend. Wir teilen den Alltag. Viveka bewegt sich durchs Dorf. Trifft die Nachbarn, unterhält sich, nimmt Kontakt auf. Es ist schön.

An allen Ecken warten Gespräche. Dieses wunderbare kleine Leben. Fernab.

Es tut weh. Punkt.

Jens 93 Dennis Durant

Vor diesem Beitrag drücke ich mich nun seit Wochen, Monaten. Ich war ein Maschinenmensch, der das Notwendige getan hat. Es kam alles so schnell. Das Haus, die Heimat, verkauft. Weg. Es kommen neue, nette Menschen, die übernehmen. Ich kämpfe mit den Tränen. Mein Herz weiß, ich will nicht gehen. Es haben 100.000 € gefehlt, die ich in meinem Leben mit Arbeit nicht mehr aufbringen. Der Zug ist abgefahren.

Bye, bye Little Britain

Little Britain II

No you walk alone.

Ihr habt euch abgewendet, weggedreht, uns den Rücken zugekehrt. Und manche von euch haben uns den Stinkefinger gezeigt. Es ist ein Desaster. Eine Trennung nach so vielen Jahren. Gestern plötzlich habe ich es gewusst: Der BREXIT wird kommen. Sie gehen, die Briten. Und plötzlich war ich ein wenig wütend. Weil nun auch sie sich einreihen.

Ein Mond, der lächelt

Zu Zeiten Jesu Christus
oder um 3067
hab ich vergessen

Von einem Planeten
hab ich mich gestürzt
in diesem Anzug
Supermann

Der war mit Alufolie beklebt
und Liebe und Glitzer

Von einem Einmeterbrett
als Abschussrampe
bin ich gesprungen
in den freien Fall

Ich weiß noch
das Gefühl war Porno

Den Leuchtring
am Finger
die Schweißerbrille
für alle Fälle
das Butterbrot
die Apfelsine und Tee

Erst war es glühend heiß
am Bauch
dann luftleer

Zum Hass verführt, zur Gewalt bereit

Rattengift

Alles ganz einfach!

Der Lügenpresse das Maul stopfen. Die Bürger bewaffnen, damit sie Attentäter erschießen können. Zäune bauen, um Europa abzuschotten. Denen, die nicht zum Islam gehören, die Köpfe abschneiden. Die Krim annektieren. Die Kurden bombardieren. Auf Flüchtlinge schießen. Den Fans der gegnerischen Mannschaft die Kiefer brechen. Die Schwarzen im eigenen Land diffamieren. Bürgerwehren bilden.

Ey.

Mir ist so…

… ein wenig vorfreudig kitschig zumute. Thank god, it’s friday:)

Bin aufgeregt
dich zu sehen
das ist immer ein wenig
als würde die Liebste
nach langer Zeit
mit einem
von einer Dampflok gezogenen Zug
langsam in den Bahnhof einfahren
und hinter einem der Fenster
an einer Tür
da wird sie stehen
und genauso aufgeregt sein

Schachtner/van Ackeren – Peripherie IV – Kunst ist es, wenn es Position bezieht

TATE Frau gelb

SCHACHTEN & ACKERN. Zurück an den Anfang. Köln, Duisburg, Mannheim und jetzt wieder Köln. Labor Ebertplatz. PERIPHERIE IV Daimäxion/Sturz. Eine Raum-Klang-Performasphäre. Barbara und Norbert werden das Labor bespielen. Letzte Woche habe ich sie dort getroffen. In dem Raum hinten ohne Fenster, in dem ich Norbert und seine Bilder 2012 kennengelernt habe.

Wir haben gesprochen. Es ging um Kunst, es ging ums Schreiben. Die beiden wünschten sich zum Abschluss der Peripherie-Reihe diesen Text. Die Reihe abschließen. Jens Schönlau schreibt zu Peripherie IV, ohne etwas zu wissen. Wir haben nicht darüber gesprochen, was passieren wird. Es wird etwas passieren.

Von der Schule hoch zu den Weidenwolken und zurück über den Hof

Ohne Worte:)

Ortseingang

Wiese Jochen 2

Wiese Jochen 3

Wiese Jochen 4

Wiese Jochen

Michaels Werkzeug

Tage

In sich tragen
die Kette
aufgereihter

Nimm die Finger
von der Perle
bitte

Zerschlagene
gehaucht noch
leicht
beschlagen

Schlinge

Die Sanften
die Liebsten
wie Rausch

Worte
auf die Haut
Babyhände
Niveaduft

Die liebsten Sätze
aus allen Zeiten
Allheilmittel

Küsse
knapp unter dem Ohr

Du weißt
noch
ich weiß
wir wissen

Blicke
Fingerkuppenberühren

Zurücklehnen
Augen schließen
verdammtes Lächeln

Auf dem Behindertenklo
unter der Dusche
im Licht
gebadet

Fuß vor Fuß

Taumelnd
einen Moment
nur
dieses Drahtseil
schwankt

Warmer Wind
aus Süden

Der Gedanke
ans Fallen
Gehen lassen
Im letzten Moment
das Leben
ein Film

Sagt man

Was man
nicht alles
sagt

Die Rufe
von unten
Wenn du fällst
mit Salti
und Pirouetten

Vielleicht noch
ein wenig
Konfetti
und Feuerwerk
und Naschzeugs
in Pink
mit Mandeln

Die Wünsche
bitte
aufschreiben
gesammelt
an die
Rezeption

Tatsächlich
trägt das Seil
die Vorstellung
nicht

Schachten & Ackern, III. Teil – von der Begegnung

Barbara 5

Von der Begegnung mit der Kunst. Klar, die Kunst. Du nimmst das Wort oder lässt es. Wenn du das Wort jetzt hier liest, was bedeutet sie dir dann? Mal ehrlich. Wie viel Kunst steckt in deinem Herzen, in deiner Seele? Wie viel Kunst brauchst du, um zu leben? Würdest du für eine Verdoppelung deines Gehaltes für immer auf die Begegnung mit der Kunst verzichten? Wie sehr bist du Kunst?

Empathy

Proud in bewegenden Zeiten.

Ich war lange nicht hier. Mir war nicht nach schreiben. Das ist selten und hat mich überrascht. Nun kann ich sagen, dass ich gerade viel arbeite. Demnächst ist eine Messe und in der Agentur rocken wir mit einem Team. Zum ersten Mal bin ich neben Konzeption und Text im Projektmanagement gelandet und maile mir die Finger wund. Führe Listen, erinnere, antworte.

Es ist: Anstrengend.