Die Schönheit der Trostlosigkeit im Januar

Trauerweide

Es ist Januar, was, hey, soll man da sagen. Die Zugvögel sind weit weg und denken noch lange, lange nicht daran, zurückzukommen. Wer schlau ist, kehrt Deutschland den Rücken und bucht ein Sonnenleben irgendwo all-inclusive.

Bleiben die Trostfaktoren. Seit Dezember geht es lichttechnisch steil aufwärts. Dieser point of no return ist überschritten. Liegt der erst hinter einem, läuft die Zeit in die richtige Richtung. Aber, es dauert. verdammt Scheiße lang. Unmenschlich lang, denn der Mensch braucht Licht zu leben, sonst fehlt alles – Vitamin D und gute Laune und der Schwung des Sommers.

Große Deals, kleine Deals, die 18 und andere Wahnsinnigkeiten

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Leute, Leute, Leute, Leute! Ich sage euch…

Manchmal, aber nur manchmal, aber letztlich eigentlich immer ist dieses Leben nichts anderes als der nackte Wahnsinn am Rande der Katastrophe. Der Wecker geht, du verfluchst das unsichtbare Vorbeirauschen der nächtlichen Stunden. Weg. Am Abend beim Einschlafen, beim Einkuscheln ins Kissen, beim Aufkommen dieses seligen Gefühls unbändiger Gemütlichkeit, wenn die Gedanken und Augen schwer werden, die Füße warm und der letzte Atemzug sagt: Hey, wie grenzenlos schön ist Panama. Brrrrrrrrr…..

Wie zart ist zart

Essen_Haus mit Baum

Mögt ihr Zartheit? Dieses unbeschreibliche Gefühl, wenn das Leben einen Augenblick lang kein Gewicht hat, wenn nichts drückt, schwer ist, zwingt, will.

Ich mag dieses Gefühl. Es macht Momente weich, nimmt ihnen die Schwerkraft, die Krallen.

Der zarteste Moment der Zartheit ist ein weiches Küssen, das fliegt. Wenn sich Lippen berühren, fast ohne sich zu berühren, wenn es ist, als würde ein Strom fließen, als würden einzelne Atome sich lösen, um leicht umeinander zu schweben.

Unterwegs in wenig sternenklaren Nächten

Nacht 8_Januar 2015

Nacht2_Januar 2015

Nacht 10_Januar 2015

Nacht 11_Januar 2015

Abgetaucht.

Die Nacht hat mich geschluckt. Es ist Winter, die Tage gehören der Arbeit, den Menschen, die ich liebe. Die Nacht gehört mir. Die Zeit ist rar geworden in diesem neuen Konzept Leben. Ich habe mir das nicht ausgedacht. Ich denke, niemand denkt es sich aus. Es geschieht, als sei es ein geheimer Plan, eine Strategie des Über-Ichs.

Wünsche euch ein fettes 2015:)

Himmelstreppe1_red

Ihr Lieben, danke erst einmal für die Treue und Aufmerksamkeit 2014. Ich freue mich. Ich sitze hier gerade im Bett und scrolle durch die Beiträge des Jahres. Herrje, vieles einfach vergessen – aber der Blog vergisst nicht. Ein wirklich schönes Tagebuch für mich. Was er wohl für euch ist? Keine Ahnung. Die andere Perspektive, eure.