Ach, wie schön ist Wochenende…

Wie schön es ist, wenn der Geist zur Ruhe kommt und die Seele in kleinen Schritten gemütlich auf der Stelle trippelt. Wochenende. Verwöhnt werden, verwöhnen. Zeit haben, Raum. Eben habe ich Frühstück bekommen. Ans Bett. Cappuccino in der weißen Schale, Saft, Stuten mit Marmelade.

Es ist diese Frage, wie wir leben wollen. Und es gib eine wunderbare Antwort. Miteinander. Einander haltend, tragend, beflügelnd. Das Schönste am Leben als Mensch ist der Mensch. Freude miteinander, Lachen, Austausch. Einander ein wenig necken. Ansehen. Verstehen. Lieben. Küssen.

Wir haben vom Klimawandel nichts gewusst?

Hey, Leute?

Der Ölpreis sinkt, die Spritpreise nicht. Der Rhein hat nicht genügend Wasser. Kürzlich brach eine kleine Panik aus, weil die Info, dass eine Tankstelle in Bergneustadt keinen Sprit mehr hatte, die Runde machte. Panikkäufe, lange Schlange an der Tanke.

Herr Cooper hat uns heute verlassen

11.11.2018

Heute ist Cooper gestorben – er ist nun nicht mehr unter uns. Viele von euch kennen ihn live oder zumindest von Bildern oder aus Texten, die hier erschienen sind. Gestern Abend ist er plötzlich zusammengebrochen. Wir waren unterwegs und ich musste ihn nach Hause tragen. Er konnte sich kaum rühren und lag auf seinem Kissen. Heute Morgen bin ich dann mit ihm zum Tierarzt, der nichts mehr für ihn tun konnte. Er ist im Kreise seiner Liebsten eingeschlafen. Sanft und freundlich und ruhig.

Shigeru Takato berührt mich mit seinen Bildern im plus Raum für Bilder von Sebastian Linnerz

Shigeru Takato war einmal Bauingenieur. Das ist dieser Beruf, der aus Zahlen und Beton Brücken entstehen lässt. Heute ist Shigeru Takato Fotograf und lebt in Köln.

Wie der Name verrät, ist er in Japan geboren. Von dort ist er über Neuseeland irgendwann in Deutschland gelandet. Im Gepäck hatte er eine Idee, einen Wunsch, ein Gefühl, ein Projekt. Der Mond war ihm begegnet.

Gespräch mit einem Löwen und einem Berg an der Ruhr

An diesem Wochenende haben Viveka und ich, immer, wenn wir Zeit hatten, an der Ruhr gesessen. In Mülheim an der Ruhr, in Essen-Werden und heute in Bochum. Also zwischen Essen und Bochum nicht weit von Burgallendorf. Hat sich so ergeben.

Wir haben vor einer Pontonbrücke geparkt, die gesperrt war. Keine Autos. Wir standen auf der Brücke und schauten aufs Wasser, als wir plötzliche „Danke“ hörten. Ein Herr mit Dame, dem wir auf der Brücke, die gesperrt ist für Verkehr, zu viel Platz einnahmen. Graue Haare, Funktionsweste, drei Schritt vor seiner Frau. Kein Blick, nur eine verbale Anmerkung. Konnotation: „Warum steht ihr Pisser mir im Weg?“

Gott ist tot, dieser Blog ist tot. Oder auch nicht:)

Um Gotteswillen, wir wollen ja mal nicht gleich den Teufel an die Wand malen und die Kirche im Dorf lassen.

Wir müssen uns wieder so ganz allmählich annähern. An alles. An vertraute Positionen, schöne Begebenheiten (ein schönes Wort), eine sich auftuende Welt und Sichtweise.

AUSSER SICH von Sasha Marianna Salzmann

Lange habe ich kein Buch gelesen. War beschäftigt. Hat mich nicht interessiert. War ohne Belang.

Dann habe ich den Radiosender gewechselt, weil die Welt ständig in Bewegung ist und die Dinge ändert. Wie kann man eigentlich in dieser Welt konservativ sein und nicht verrückt werden? Klebt man sich die Augen mit Sekundenkleber zu?

Was man noch lernen kann

Zunächst: Die Welt ist immer viel größer als man selbst.

Banal, klar. Aber vielleicht dann doch zu oft vergessen. Oder?

Nach einem langen schönen Osterwochenende mit plötzlichem Besuch meines kleinen Bruders mit seiner Freundin liege ich nun wieder in meinem Bett. In meinem kleinen Dorf mit den 35 Einwohnern. Die Seele des Indianers, die noch unterwegs ist. Das Fliegen durch die Zeiten und Orte.

Heros

Wenn ich es finden würde
würde ich es hergeben?

Den Liebsten schenken
aus Liebe

Oder es
den Armen geben
die
ich gar nicht kenne

Elster im Blut
das Glitzernde
glitzernd Schöne

Haben wollen
jetzt
hier

Bestochen
durch einen sanften Kuss

Vielleicht
vielleicht

Ich weiß nicht

Wenn sich die Hand schließt
um das verzückend süße Materielle

Ach was
leckt mich

Das Gegenteil nehme ich

jANUAR 2018

In Love with Marvin, Woody & Stevie

Tatsächlich bringe ich es ein wenig durcheinander. Habe ich euch hier erzählt, dass mir Max, also Jim-Fx, mein Sohn, Kollege und Mitbewohner, mir zu Weihnachten erst drei Schallplatten und dann einen Schallplattenspieler geschenkt hat? Marvin Gaye, Miles Davis und Gil Scott-Heron.

Nachdem mein 1989 gekaufter CD-Player letztes Jahr den Umzug nicht verkraftet hatte, er wollte keine neue Location, hatte ich zwei Versuche gestartet, Ersatz zu ersteigern. Zwei Vollnieten. Geld zurück und behalt den Schrott und schönen Tag noch. Kürzlich habe ich einen weiteren plus schickem Verstärker auf dem Elektromüll gefunden. Zwei weitere Blender.

Die Adaption des Ichs in Helga Mols Malerei

Wo kommen die Dinge her, wo gehen sie hin? Was passiert zwischendurch und was passiert überhaupt. Der Vorteil des Älterwerdens ist der Gewinn an Demut. Zu oft haben die voreiligen Schlüsse nicht nachhaltig gegriffen. Meinungen sind weggebröckelt, Argumente haben sich aufgelöst, die Zeit hat ihre Spielchen gespielt und die Regeln haben ihre Antiregeln provoziert.

Letzte Woche. Freitag. Eine Einladung in Helga & Davids Atelierhaus in Cyriax, Overath. Ein rotes Holzhaus an der Agger. Ein wenig schwedisch, ein wenig wie bei Findus & Petterson (kennt man, wenn man Kinder hat, die um 2000 geboren sind).