Der Sehnsucht folgen…

Italien ruft, das Meer stimmt ein, die helle Stimme der Sonne, der dumpfe Bass der Berge, der ziehenden Wolken. Ich gebe mich dem Verlangen hin, die Seele baumeln zu lassen und die Füße ins süße Warm des Mittelmeeres zu strecken.

Levanto Monterosso 2013

Manarola 2013

Portovenere 2013

Salvataggio_red

Surfboard_red

Karussell_red

Und los geht die Fahrt:)

Würde und Exzellenz

Turm

Ich weiß nicht, wie es euch so geht mit Sprache. Passiert es euch manchmal, dass ihr ein Wort hört, das trifft, passt, bewegt?

Jeden Tag schiebe ich viel Worte hin und her. Schaue nach den guten, bewegenden, versuche den vagen, verschlissenen, eingebrannten aus dem Weg zu gehen. Was passt, was ist durch, was neu, wieder neu…

Done!

Holz 3_red

Yes! Fertig!

So mit allem. Mit diesem riesigen Holzstapel und auch ansonsten ein wenig fix und foxy, aber glücklich. Ab und an macht es ziemlichen Spaß, so richtig Hand anzulegen und auszupowern. Das Foto oben zeigt den Hang, von dem herunter ich am Freitag das Holz geholt habe. Am Eingang des Maikäfertals. Unten fließt die kleine Wiehl, die in die Wiehltalsperre mündet, in der die Krombacher-Insel, umgeben von unserem Trinkwasser, liegt.

Schmerz, lass nach…

Holz_red2

Boah, ey. Heldenstory.

Wahrscheinlich heizen die meisten von euch nicht mit Holz. Wir machen das, weil wir a) auf dem Land wohnen. In einer Gemeinde, deren Flächen zu über 90% aus Wäldern und Wiesen bestehen. b) weil wir in einem großen alten Haus wohnen, in dem es im Winter schön kuschelig sein soll. Ist einfach schön, wenn der Ofen an ist und wärmt. Herr Cooper spielt dann Kater und legt sich direkt vor den Ofen. Dort heizt er auf ca. 400 Grad auf, um sich dann in eine kühle Zimmerecke zu fläzen, wo er langsam wieder auf Normaltemperatur kommt.

Liebesservice Schönlau & Co. – Ihre Lieferung

Liebste Frau Beckmann

aller herzlichst freuen wir uns über Ihre
außerordentliche Bestellung
der wir gerne und unverzüglich nachkommen

Als Premium-Member
mit VIP-Goldcard
haben Sie die Königinnen-Suite
in unserem Dienstleistungspaket
gebucht

Darüber hinaus
werte Liebste
haben Sie im Handumdrehen
die Herzen unserer
einpersonigen Belegschaft erobert
so dass diese Mail keinen
Service im eigentlichen Sinne darstellt
sondern eher Ausdruck
einer tiefen Begeisterung ist

Vi
wie ich Sie in der Kundenkartei
unter dem Reiter Königin, Kaiserin, Prinzessin, Retterin
Schönste
führe

“Mehr Punk, weniger Hölle!”

Landschaft_Wolken

Von Island, von Reykjavik lernen!

Gerade waren Europawahlen. Die Konservativen haben gewonnen, wenn man das so sagen kann, weil Angst in Zeiten der Sicherheit der größte Antrieb ist. Wenn Griechen sich in Suppenküchen tummeln, wenn Spanier ihr Land verlassen, wenn Briten und Franzosen europafeindlich rechtsradikal wählen, wenn in Deutschland Problemparteien wie AFD 7% erwirtschaften, dann zeigt das: Die Leute haben den Mut verloren, setzen auf Discount-Lösungen und glauben an die Stärke der Sprechblasen. Diese Europawahl war nach all dem Mist der letzten Jahre das Peinlichste und Kleinkarierteste, was Geschehen konnte. Nun haben wir für die nächsten Jahre eine politische Lösung der Sorte begeisterungslos. Horrido! Macht mal.

Der Sommer, in dem ich das alte Fahrrad meines Großvaters reparierte

Junge mit Fahrrad_red

Der Sommer kommt.

Bald werden wir wie Hannibal mit unseren bepackten Blech-Elefanten über die Alpen ziehen. Mit allem, was man braucht. Diesem kompletten Gerödel für launige Tage. Fahrräder, Surfbrett, Espressokannen. Gen Süden über den Autoput. Mit Dachgepäckträgern und Hörspielen. Wir werden durch die Nacht fahren, den Gotthard überwinden oder durchwinden. Die Sonne wird in Italien aufgehen, das Meer wird rufen, die Blicke werden sich nach dem Blau sehnen, dem ersten Blick. Hinter Mailand, noch auf der Autobahn, die eine Geschwindigkeitsbegrenzung kennt, an die sich kein Schwein hält, den ersten Kaffee trinken. Wir werden das Rennen durch die Serpentinen fahren auf dem Weg runter nach Genua. Chancenlos mit unseren Elefanten gebenüber den geübten Reitern mit ihren Araberlieferwagen voller Geschwindigkeit und Geschicklichkeit. Es sind Italiener, die uns mit ihrem Glück und Stolz um die Ohren fliegen werden. Diese Leute, die Berlusconi wählen und dennoch am besten wissen, wie man lebt.

Imperfect memories – zu Besuch bei Trash/Treasure in Köln

© Trash/Treasure 2014

© Trash/Treasure 2014

Trash/Treasure. Köln. Tel Aviv.

Am Sonntag habe ich ihr Atelier in Köln Ehrenfeld besucht. Es war wieder der Tag, an dem sich die Ateliers in Köln öffnen. Man kann hereinspazieren in die kleinen Museen. Ist ganz nah dran.

Seit zwei Jahren freue ich mich über die Arbeiten, die Trash/Treasure auf Facebook präsentiert. Zweimal habe ich über sie und ihre Kunst geschrieben: Abriss ART mit Trash Treasure (2012) und Ateliergespräch mit Ina T. von Trash/Treasure (2012).

Skelettierte Türme, Musiknervensäge und ein echter Impala

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Wenn einer eine Reise tut…

Man. Das Wochenende zog sich hin. Am ersten Mai, war ich allein unterwegs, nachdem niemand Lust hatte, mich zu begleiten. Selbst Herr Cooper hatte keine Zeit. Freitag habe ich gearbeitet. Mehr oder weniger. Und Samstag bei Freunden im Garten Steine geschleppt, arrangiert, zu Mauer aufgeschichtet. danch traf mich ein Gefühl. Sehnsucht. Ich wollte, ja, nach Essen. Also habe ich mit Ela alles abgesprochen, habe meine sieben Sachen gepackt und bin abgeflogen. Viveka von der Arbeit abholen. Spät am Abend.

Und wie die Bäume ausschlagen…

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1. Mai. Tag der Arbeit. Frei. Dann mal ein Hoch auf die Arbeit. Ich habe sie auf einer kleinen Wanderung durch die Landschaften der Umgebung gefeiert. Allein unterwegs. Viveka musste arbeiten. Herr Cooper war heute Morgen bereits familienintern anderweitig gebucht. Zu spät gekommen. Die Nacht war lang, in den Mai getanzt im Dorf unten. Zu Fuß durch die Nacht zurück.

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Mein neues Revier im Revier

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Maikäfertal. Das ist seit Jahren mein Heimatrevier. Herr Cooper und ich. Ab und an ein Reiter, einmal im Jahr ein Jäger, der Revieransprüche stellt, sein Wild vor mir und Herrn Cooper schützen will. Ansonsten: Jeden Tag anders. Wolken, Sonne, Schnee, Grüntöne, Brauntöne, Vogelstimmen, mal ein Storch, Rehe, kürzlich ein wunderschöner Feldhase, die Wiesen mal so, mal so. Immer im anderen Look. Ein Tal, 1.000 Gesichter. Jeden Tag neu, faszinierend.

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Und nun?

Le soir rouge

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Es gibt so kulminierende Zeiten. Manchmal, da passiert nichts. Man könnte von Ruhe oder Langeweile sprechen. Es sind Millimeter, die den Unterschied machen. Gefühle fallen von Klippen, Stimmungen fliegen, landen, steigen, erobern. Nichts ist fest, alles ist in Bewegung. Man würde gerne. Zementieren. Betonieren. Festhalten. Aber genau dann, wenn man glaubt, man könne greifen, nun, in diesem Moment, hätte man es, dann: Puff. Ciao. Aufgelöst, weggebeamt, schön hinterher winken. Bis bald, liebes Glück, Schöngefühl.

Lodernde Feuer & mysteriöse Federn

Feder_red

Ostern auf dem Land ist schlichtweg schön. Vor allem, wenn das Wetter mitspielt. Das hat es in diesem Jahr getan. Wunderbares Auferstehungswetter. Mein Geburtstag fiel auf den Karfreitag, nachdem ich 1965 am Ostersonntag geboren bin. 1976 hatte ich auch am Ostersonntag Geburtstag, was das nächste Mal erst wieder im Jahr 2049 der Fall sein wird. Das ist so das Lebensalter, wo ich auch an Auferstehung denken werde.

Liebeserklärung

Fein schimmernd
am Grund tiefer Wasser
gesunkene Schätze in Teak, Mahagoni
gepackt
zu sagende Worte
in Samt gehüllt
von Ammen genährt
durch Zeiten getragen
die Silben gerundet
geküsst
der einzige Tag
sie zu bergen
dem Atem zu weihen
den Lippen
anheim zu geben
der Tiefe
Weite
deines grünen Blicks

april 2014

Mission Impossible auf dem Weg ans Ende der Welt

Schier18_Strand_red

Draußen schreit eine Möwe und die Welt ist eine Scheibe.

Zwei Tage hintereinander habe ich, haben wir es versucht. Ich wollte bis ans Ende der Welt vordringen. Also bis zum Ende der Insel. Das sind einige Kilometer immer am Strand lang. Meine Vorstellung war, das Ende der Insel, dieser kleinen Welt mit weit auslaufendem Horizont zu fotografieren. Rechts das Meer, links das Meer und dazwischen der letzte Sand unter den Füßen bis es tief abfällt. Bis zum Mariannengraben oder der letzten Ruhestätte der MH 370.

Freies Freiraumleben

Schier15_Hunde_red

Tja.

Hm. Also.

Ihr merkt, hier herrscht Urlaub, aber die Finger schaffen es nicht, die Tastatur links liegen zu lassen. Man könnte von Schreibsucht reden. Der Kopf. Das Sprachzentrum. Es kommen das eine und das andere zusammen. Die Themen, die in der Luft liegen, mich anfliegen, in Worte gepackt werden möchten. Oder auch nicht.

Schier15_Jens_red

Heute war ein besonderer Tag. Punkt.

Urlaub, klar. Erst Montag. Noch eine Woche. Zwischendurch habe ich Geburtstag, werde zum Fourtyniner. Mein liebes Tagebuch, es gibt so viel zu schreiben. Überbordend.

Am Nachbartisch im van der Werff

Leopardenrock
ihr gegenüber
wattiert, tailliert
Rosen in Rot und Pink
die Kladde
Mappe
zwischen ihnen
ergrautes Haar
Strähnen
lebensvolles Lächeln
ihre Hand
zart
über die Kladde
als wäre sie gemeint
im Rot
Leopardenblick
voll Liebe
Die gleichen Ringe
in Silber
in Gold
drei Kreise, aneinander geschmiegt
am kleinen Finger
und gleich daneben
Jede Geste
das Streichen der Strähne
aus dem Gesicht
das Fassen des Glases
ein Fühlen
ihr Leben
trägt und hält
in ihren nahen Körpern
eins
schön
ein letzter Blick
und aufgelöst
in Wolken

Brandzeichen

Vollmondspiegelndes Licht
Hafenbecken
roter Schuh
im Engelsreich
liebestaumelnd
pralinégefüllt
den Kopf im Maul des Löwen
vom Eckzahn leicht gedrückt
der Puls
ein Zucken nur
die Halsschlagader
Abgrundtanzen
lippenverschlungen
rauschfliegend
gezeitenstürmende Wellenkämme
Tatzen im Stein
geritzt
drehen, wiegen, zerreißen
Hand im Fell
geschrien
vergangen

april 2014

Gute Zeiten, erfüllende Zeiten:)

Schier8_Schatten_red

Es ist so, das habe ich in Recherchen der letzten Zeit gelesen, dass insbesondere junge Menschen im Rahmen ihrer beruflichen Entwicklung nach Sinn suchen. Arbeitgeber müssen sich anstrengen, um die Generation Y (WHY) für sich zu gewinnen. Sie wollen nicht für Geld arbeiten, nicht für Sicherheit, sondern einer Tätigkeit nachgehen, die im Tun Wichtigkeit und Bedeutung hat.

Was hat Sinn? Was macht Sinn? Was hat Bedeutung?

Schier8_Sand-Ufo_red

Die große Flatter No. 8

schier_strand_dämmerung_red

Eigentlich.

Genau. Kommt es immer anders, als man denkt. Normalerweise. Im Kopf kommt jetzt: Was ist schon normal? Läge ich jetzt in meinem Bett. In der Alten Schule oben. Mit Blick auf den Mühlenberg und durch das Dachfenster über meinem Bett in den Himmel.

Aber nun liege ich hier. Schiermonnigkoog. Noch ein Zimmer für mich alleine. Ich kann laut und schnell tippen. So, wie ich es mag. Zack, zack. Wir sind am Morgen gefahren. 24 h früher. Wir haben das Haus ab heute gemietet, ich wollte keinen Tag verschenken. Urlaub. Friede, Freiheit.

MAC OSX erkennt externe Festplatte nicht

iPAD

Ihr habt dieses Problem? Hier kommt ein Lösungsansatz, der bei einigen geklappt hat. Es liegt oft am USB-Stecker. Ihr müsst weder formatieren noch irgendwelche Notsysteme nutzen.

Hat man eine externe Festplatte am Mac, reicht manchmal die Stromversorgung über den USB-Port nicht. Generell würde sie reichen, aber nach und nach greifen die USB-Stecker nicht mehr so richtig. Die sitzen lockerer in der Aufnahme und dann ist der Kontakt unterbrochen bzw. es fließt nicht genügend Strom, um die Festplatte zum Laufen zu bringen. Läuft sie nicht, ist sie für den Rechner nicht vorhanden. Das Ergebnis: MAC OSX erkennt die externe Festplatte nicht.

Landleben, Stadtleben, Sterne gucken, Schafe sehen…

Bank_Modellflugplatz_red

Seit geraumer Zeit verwandelt sich unser vergessenes Landschaftseckchen an der Grenze der Gemeinde, des Landkreises und des Bundeslandes (Rheinland-Pfalz beginnt oben gleich auf der Höhe) in ein von Touristenattraktionen reich gesegnetes Feriengebiet. Plötzlich stehen überall Schilder und verraten einem einiges über Land, Leute, Historie, Flora und Fauna. Aktuellste und für mich wohl auch positivste Maßnahme ist eine hölzerne Liegebank in ergonomischer Ausprägung für mehrere Menschen und mit traumhaftem Weitblick über die Dinge.

Boah, ey – die Next Top-Models…

Steinbruch_red

Leute! MANN!

Ich meine, das alles so komplett ohne Ausbildung. Wenn du Mofa fahren willst, musst du. Ihr wisst schon. Anträge, Prüfung, Versicherung. Der ganze Kladderadatsch.

Aber Kinder, nö, die kriegste einfach so mit. Entbindung, ab in den Arm und Tschüss und schönen Tach noch. Und dann? Kannste dich daran erinnern, wie Mama und Papa das gemacht haben, probierst rum, liest womöglich total verklemmte Elternratgeber und bist am Ende des Tages auch nicht schlauer. Weil gerade in dem Augenblick, in dem du glaubst, erziehungs- und entwicklungstechnisch die Oberhand zu gewinnen, da sind die schon wieder ganz woanders und du kannst praktisch neu anfangen. Wie bei Mensch-ärgere-dich-nicht. Kurz vorm Häuschen rausgekickt.