Shigeru Takato berührt mich mit seinen Bildern im plus Raum für Bilder von Sebastian Linnerz

Shigeru Takato war einmal Bauingenieur. Das ist dieser Beruf, der aus Zahlen und Beton Brücken entstehen lässt. Heute ist Shigeru Takato Fotograf und lebt in Köln.

Wie der Name verrät, ist er in Japan geboren. Von dort ist er über Neuseeland irgendwann in Deutschland gelandet. Im Gepäck hatte er eine Idee, einen Wunsch, ein Gefühl, ein Projekt. Der Mond war ihm begegnet.

Schlussverkauf

In Fingerspitzen das Gefühl Zerreißen
wenn schon Gewalt Gewalten
weshalb nicht jetzt?

Auf Zehenspitzen leicht verkrampft
hoffend tanzen
Sehnsucht bunt

Die Reihen schließen
Schafe treiben
pferchen

Die Mauern
Jericho

Der Turm
Babylon

Bildungsbürger
Arschlochscheiß

Das Muster
Bourgois Paisley
hakenkreuzliniert

Kreuze nageln
unter Flügel

Brüllen, scheißen, lügen

Bewerben
für die Marsmission

februar 2016

Fucking awesome

The Tree 1

Es ist spät. Fast mitten in der Nacht, so kurz davor. Zeit, zu schlafen. In dieser grauen Soße da draußen kommt gerade alles durcheinander. Es macht keinen Spaß, aus dem Fenster zu sehen. Es macht keinen Spaß, die ersten fünf Posts auf Spiegel online zu lesen. Es ist Februar, es liegt Schneematsch, der morgens gefroren ist und sich mittags mit Matsche paart. Ekelhaft.

Anmut

Rosen

Nun, was sind das für Zeiten.

Ein Leben im emotionalem Schleudergang. Dieses Land, diese Leute. Ein wenig diese Bert Brecht Tonality, Was sind das für Zeiten, in denen…“ So einiges abhanden kommt. Die Liebe, wie ein Stock oder Schirm. Meine Liebe nicht, sie ist das Feuer, das mein Herz warm hält und meine Seele rein. Die Wärme, die in feinen Linien alles durchzieht, gibt dieses schöne Gefühl von Geborgenheit. In Wert, Wichtigkeit, Normalität, Menschlichkeit, Sinn, Ausrichtung, Ziel und letztlich auch Verstand. Den Verstand einschalten, den schönen, wahren, tiefen Menschenverstand. Dieses Gefühl, die Liebste, das Kind, einen Bruder, einen Freund, einen guten Bekannten von Herzen zu umarmen. Und ein wenig die ganze schöne Welt.

Die Lyrik starb in der Mayerschen, Woody schenkte uns Marvin

Wiehltalsperre_Wald

Diese Welt würde mich taumeln lassen, ständen die mir gewachsenen Füße nicht auf einem Boden, der die Sterne zu Griffen macht, die Bäume zu Halt, die Sonne zur Mutter Theresa des Gewissens, das Tagwerk zum Steigbügel mutigen Weitergehens. Atmen nicht vergessen.

Das Wochenende liegt hinter mir. Es begann mit einem Tumult. Es hätte von Anfang an so schön sein können, war es aber nicht. Menschen sind ein fürchterlich unberechenbarer Faktor. Irgendetwas fällt ihnen immer ein.

One night in Paris

Peace

Als wir Paris gebucht hatten, hatten auch schon Menschen Karten für das Bataclan gekauft. Eagles of Death Metal. Ich habe Sophie gemailt, deren Wohnung wir über Silvester gemietet haben. Ich wollte wissen, ob es ihr gut geht. Und wollte ihr sagen, dass wir kommen. Trotzdem. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Schwesterlichkeit. Sie war an dem Abend mit ihrem Freund bei ihrem Vater außerhalb von Paris. In der Nacht herrschte Ausnahmezustand. Sie schliefen vor den Toren der Stadt, alle hatten Angst.

2016

Kinderschuh_red

2016. Eine überaus freundliche Zahl. Zwischen 20 und 16 liegt die Quersumme 18. Alles durch 2 teilbar sowie 20 und 16 durch 4. In der Summe der 20 und 16 ergibt sich die 36, die durch 2 geteilt 18 ergibt und durch 4 geteilt 9. Die 18 und die 9 harmonieren mit der 3, die zwischen der 2 und der 4 liegt. Das ist eine durchaus kuschelige Konstellation, würde ich mal fernab von Mathematik als Mann des Wortes behaupten. Da ich ungekrönter Optimisten-Weltmeister sein mag, stelle ich die These auf, dass die Zahl 2016 ein gutes Omen ist. Für die Welt.

Paris:)

Gare du Nord

Salut.

Wer hätte das gedacht, noch ein Beitrag 2015. Und wieder Paris.

Alles ist wie am Schnürchen gelaufen. Wecker: 5 Uhr. Abfahrt: 5 Uhr 34. Geplante Ankunft: Spätestens 12 Uhr 45. Um kurz nach 10 hatten wir bereits die mit Maschinenpistolen bewaffneten französischen Zöllner passiert. Kein Stau. Kein Aufhebens. Alles easy. Der Terror ist bereits in den Alltag eingepreist (Ramadi ist von irakischen Schiiten und Sunniten befreit worden, auf Twitter sagen Muslime dem IS ab, weil sie Netflix gucken wollen. Es bewegt sich etwas in eine gute Richtung. Es scheint, der IS beginnt die Welt zu langweilen, nun muss er nur noch abgewickelt werden. Bitte.).

fiftyfifty durch fifteen

00_Projektor

Jahresrückblick

2015. Nun. Weltweit kein ganz einfaches Jahr. Für den fiftyfiftyblog ein ruhiges Jahr. Aus den verschiedensten Gründen habe ich mich zurückgehalten. Weniger geschrieben, weniger kommentiert. Wegen Arbeit, wegen Konzentration auf andere Dinge, oft wegen Sprachlosigkeit. Geht in der Welt draußen ab, was gerade in der Welt draußen abgeht, ist es schwierig über die kleinen, schönen Dinge zu schreiben. Und es gibt schon so viele Meinungen und Kontroversen und Auseinandersetzungen. Ich hatte keine Lust, das Facebook-Polit-Geplapper hier rüber zu ziehen und mir komische Leute in den Blog zu holen. Manches auf Facebook hat mich wirklich irritiert.

7 minutes MrJimfx-Old-School-Christmas-Video

Ihr Lieben, was für ein schöner heiliger Abend.

Ganz anders. Viveka ist nicht da. Zoe und Ela auch nicht, die sind in Neuseeland. Wenn ihr mal Bilder eines schönen Lebens sehen wollt, dann klickt mal hier bei toseenewland.com. Jim hat den beiden vor dem Abflug einen Blog eingerichtet. Also Viveka in Essen, Zoe und Ela in Raglan, Jens in Köln und Jim, Herr Dr. Cooper und ich hier.

Würde hat dann ja auch was mit guter Laune zu tun, nö?

Kleines Glück

Ey Leute, es weihnachtet. Und ja, endlich ist frei. Mir geht es schon den ganzen Tag so, dass ich was schreiben will. Selbstverständlich so etwas Bedeutendes, Großes. Präsidentenhaftes, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger und Neubürgerinnen und Neubürger und Cheeseburger/innen. So eine Weihnachtsansprache mit Format und Karacho. Hasta la vista, baby. Die Massen bewegen, die Botschaft rüberbringen.

Die kleine Welt geht

Selfie

Wisst ihr, manchmal ist es anders. Es fühlt sich nicht mehr so an.

Winter 2010. Kirschblütenblättersehnsucht. Vor 6 Jahren. Ich glaube, es lag Schnee. Die Zeiten waren für Freie nicht gerade rosig. Manchmal dachte ich, mein Telefon ist kaputt. Spielball der Zeiten. Kein Netz, kein doppelter Boden. Ich hatte keine Kohle, ein Jahr lang, mir neue Joggingschuhe zu kaufen. Hei. Kein wahres Problem, kein Hunger. Nun, schön war es trotzdem nicht.

SCHACHTEN & ACKERN im Kölner Maison Belge

Barbara 2

Eine Performance. Eine performative Ausstellung. Heute Abend in Köln im Belgischen Haus. Es geht, das Haus. Belgien gibt auf. Früher waren Belgier in Köln stationiert. Kasernen, Soldaten. Heute. Au revoir. Da braucht es dann auch kein Haus mehr, in dem die Kultur des Landes wohnt. Umnutzung. Es wird ein Restaurant kommen, und anderes. Mitten in Köln, direkt neben dem Neumarkt. Ein Sahnestückchen.