Das letzte Schokocroissant seiner Art

Croissant_red

Traurig. Punkt.

Also wirklich. Ich meine, verändert sich denn alles? Bleibt kein Stein auf dem anderen? Dreht sich die Welt so schnell, dass sich viele einfach nicht mehr festhalten können und davonfliegen? Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind tatsächlich rau geworden. Überall zählt jeder Cent und es wird optimiert und flexibilisiert und neu durchdacht und die Kostenschraube weiter gezogen. Würg.

Augen und Ohren auf für den #Aufschrei

Mann_Hemd

Wahrscheinlich bin ich Deutschlands letzter Blogger, der sich dem Thema widmet. Dabei ist es eines der ursächlichen Themen dieses Blogs. fifty-fifty. Was so viel heißt wie Hand in Hand, nicht Hand am Po.

Wir haben also eine von Herrn Brüderle initiierte und vom Stern losgetretene Sexismusdebatte. Holla. Wer hätte das gedacht. Ich war der Überzeugung, der Feminismus in Deutschland sei weitestgehend erledigt und der Begriff würde nur noch als Schimpfwort benutzt. Manches hatte mich gewundert. Ich dachte: Sind wir wirklich schon so weit? Ist Gleichberechtigung so zufriedenstellend umgesetzt, dass wir darüber kein Wort mehr verlieren müssen?

Jens will Meer

Nicola

Mehr Meer. Deutlich mehr. Oben seht ihr Nicola aus Levanto, der den ganzen Sommer dort sitzt. An den musste ich eben denken, weil er noch Fotos von mir bekommt. Er sitzt den ganzen Sommer dort auf seinem Stuhl und schaut aufs Meer. Und ich schaue auf ihn, weil er so ruhig aufs Meer schaut. Dann denke ich immer: Das möchte ich auch können. Eine solche Ruhe möchte ich auch haben.

Wir müssen reden…

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Freunde der Nacht, es kommt der Tag, da werden wir Rechenschaft ablegen müssen. Ob vor einem Himmelstor oder den Priestern und Priesterinnen der Vereinigung Armageddon, ich kann es euch nicht sagen. In jedem Fall wird es besser sein, dann mit einem Rucksack voller guter Eindrücke zu erscheinen und den Controllern etwas von guter Absicht und „ich wollte nur das Beste“ zu erzählen. Weil die natürlich nicht bescheuert sind und wahrscheinlich vorher bei den Akteuren der deutschen Vereinigung für den Psychologischen Test im Rahmen der Wiedererlangung einer Berechtigung-zur-Führung-eines-Fahrzeuges-auf-germanischen-Straßen gearbeitet haben, kann man denen kein X für ’nen U vormachen. Heißt das so? Sagt man das so? Sprichwörter sind mir ein Graus, weil die so Standard sind und immer gleich eingesetzt werden wollen. Sprache von der Stange. Igitt. (Ich meine, ich kann sie mir einfach nicht merken.)

Django Unchained – großes Kino mit Tarantino, Waltz, Foxx

Kreise im Schnee_red

Lange angekündigt, jetzt getan. Ich wollte ein wenig Zeit und Muße haben. Den Kopf frei, kein großes Projekt zwischen den Ohren. Gestern Abend nun habe ich „Django Unchained“ gesehen. Vorher habe ich mir Augen und Ohren zugehalten, um nichts mitzubekommen, was nicht ganz einfach war, weil Tarantino, Waltz und Django hypen. Abflug zu den Sternen – auf dem Sunset-Boulevard. Also habe ich zum Beispiel dieses Interview mit Quentin erst heute Morgen gelesen.

My own big apple.

Big Apple_red

Sie wollten es. Haben mir gesagt, ich solle es tun. Ich wusste nicht, wollte nicht. War nich mein Ding. Ich habe immer gesagt: Brauch ich nich. Wenn ich es mal ausprobieren würde, dann, ja dann. Was denn? Wäre ich dann verloren oder was? Für immer? Kein Schritt zurück mehr? Den Rubikon überschritten? Was glaubt ihr denn?

Einer sagte: Herr Schönlau, das kann nicht ihr ernst sein. Ich lächelte ins Telefon und hauchte: Doch. Tatsächlich. Das sind und Bits und Bytes, Handwerkszeug, die keinen Gedanken besser oder tiefer machen. Statussymbole, fast hätte ich gesagt Schwanzverlängerungen.

Mal ein wenig zurückblicken und zurückklicken

waiting for

Ihr Lieben, heute gibt es mal ein paar Zahlen. Meine andere Seite. Wisst ihr, dass ich Abi mit Mathe-Leistungskurs gemacht und später zwei Semester Bauingenieurwesen an der RWTH Aachen studiert habe? Zahlen finde ich gut, weshalb ich ab und an in die Statistik schaue.

Seit es den fiftyfiftyblog gibt, also seit dem 13. September 201o, wurde die Seite 70.000 mal aus rund 102 Ländern aufgerufen. Die Besucher/innen schauten sich durchschnittlich zwei Seiten an und blieben 2:28 Minuten. Da wurde also schon eine ganze Menge Zeit investiert, um hier zu gucken und zu lesen.

Schwert, sanft. NEW YORK.

Den verdammten Nebel
verpiss dich
mit Woodkid durch Brooklyn
„fühlt euch wie Helden“

Schwert verpackt
gesagt ein letztes Mal
Sporen in die Flanken
Zügel rangerissen
Leder in die Hand geschnitten
gefletscht

Blut
Schreie
Ruhe

Totes Gesicht nach dem Unfall
kurz zum Sarg
für die Mutter
in deren Armen ich

Das Fotoalbum
kein wahres Bild

Das Schwert
Blut befreit
geschärfte Klinge
geölt
Griff
geputzt, poliert
wie schön es ist
die Kraft
ins Versagen getränkt

Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber 2

Nebel_Schweiz3_red

Peter Greenaway. Ein Film nach Drowning bei Number. Damals. Wie ich darauf komme? Zwar sitze ich jetzt am Freitagabend im Hängesitz vorm Ofen, aber ich bin noch in der Schweiz. Die Sache mit der Seele und dem Indianer. Der Indianer, der sich nach der Zugfahrt auf den Boden setzt und wartet, bis sie kommt. Wir nennen das Jetlag oder Übergang oder so, aber ich glaube, die Indianer hatten gar nicht so unrecht.

Night on Earth in Switzerland

all you need

Kuckuck? Wo bin ich? Ja. Preisfrage. Wer es sagt. Keine Antworten? Ihr wollt nicht? Kann ich verstehen. Dann verrate ich es euch. In bin in der Schweiz. In einem Hotel. Direkt am Rhein. Von meinem Zimmer aus sehe ich eine Holzbrücke, die die Grenze ist. Auf der einen Seite die Fahne der Schweiz, auf der anderen unsere. Also diese mit den Querbalken. Bratsch, bratsch, bratsch. 1848 und so. Junge Wilde, Paulskirche, Friede den Hütten…

Night on Earth 2

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Jim Jarmusch. Ihr erinnert euch? Mit Winona Ryder – „I wanna be a mechanic.“ Oder Armin Müller Stahl: „Helmut.“ „Helmet, like this thing on a head?“ Die Aki Kaurismäki Truppe mit Matti Pellonpää. Oder Roberto Benigni und die Sache mit dem Schaf: „Es hatte so wunderschöne große braune Augen.“

Mit Maupassant auf See

Auf See

Ich segle gerade. An der französischen Mittelmeerküste entlang. Eben haben wir in St. Raffael abgelegt und sind auf dem Weg nach St. Tropez. Mein Kapitän ist kein Geringerer als Guy de Maupassant, der ständig was zu berichten hat. Mal sieht er ein Liebespaar im Mondenschein, dann macht er sich Gedanken darüber, wie sich Menschen verhalten, wenn sie in Massen auftreten. Er hasst das. Geht auf kein Volksfest, meidet alle Ansammlungen. Er glaubt, dann würde der Intellekt verloren gehen und Dumpfheit würde wie reifes Obst von Bäumen fallen. Der kluge Geist würde eingeschränkt und sich letztlich in Allgemeinplätzen ergehen.

What a fucking day this „Blue Monday“?

Blau

Habt ihrs gespürt? Hat er euch runtrergezogen, fertig gemacht, deprimiert? Dieser 14. Januar, der schrecklichste Tag des Jahres. Und wieder die Wissenschaft. Statistiken, Erklärungen. Die Dunkelheit wirkt, die zurückliegenden Feiertage, das Einsehen, dass dieses Jahr ganz normal weitergeht. Die guten Vorsätze sind schon wie Wachs in der Sonne geschmolzen, wie der Turm zu Babel in sich zusammengekracht, wie ein Wahlversprechen vom Winterwind hinfortgetragen. Dazu noch Kälte und Schnee. Was würde ich für ein paar Italien-Sommertage geben…

Im Jahr des Zwei-Null-Dreizehn-Regenbogens:)

Rainbow_red

Nachdem sich das Jahr 2012 irgendwie ein wenig eierig verabschiedet hat und, sagen wir mal, sich indifferent in 2013 verwandelt hat, kommt allmählich ein Gefühl von YES. Go for it. Take it. Die Chancen stehen gut. Mindestens fifty-fifty, was ja mal das Thema dieses Blogs ist, womit ich den fiftyfiftyblog zum Blog des Jahres 2013 erkläre.