Kategorie-Archiv: Vernazza

Levanto, sonnig, 30°C

levanto, 2012

levanto, 2012

Ihr Lieben, verzeiht. Sehnsucht wecken. Aber. Muss. Sein.

Bald geht es los, noch zwei Wochen. Wieder Levanto. Wieder Camping. Dieses Mal mit vielen Menschen. Freunden von hier, von anderswo, Hinzukommenden. Drei Wochen unter freiem Himmel leben. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Gestern wurde, nach langen Recherchen und Diskussionen kollektiv eine Unterwasserkamera mit Videofunktion angeschafft. Alle haben einen Betrag dazugegeben. Sie ist bis sechs Meter Tiefe wasserdicht, so dass ich euch nach dem Urlaub vielleicht auch Italien unter Wasser zeigen kann:)

Liebeserklärung. Punkt.

Herzen

Ach. Sagt David Bowie. Auf der Platte, die ich ihr jetzt geliehen habe. 1976, 1977. Ach.

Ich sage auch ACH. Ach du. Wisst ihr, es ist jetzt schon eine ganze Weile… Wir kennen uns seit fast zwei Jahren und haben uns im letzten Sommer ineinander verliebt. In Italien. Im Urlaub. Als ich dachte, das könnte ein schwieriger Urlaub werden, weil ich mit Jens und Ela und Zoe und Jim gefahren bin und nicht wusste, wo mein Platz sein würde. Wie ich das hinkriege, verpacke, wegstecke.

Die Situation in Vernazza

Die Flutkatastrophe in Vernazza ist nun fast einen Monat her. Ich möchte noch einmal an den kleinen Ort in Italien erinnern, der aktuell um seinen Wiederaufbau kämpft und auf die Unterstützung der Menschen in der Welt hofft, die Vernazza in ihr Herz geschlossen haben. Aktuell sieht es so aus, dass die Schäden allein in Vernazza rund 100 Millionen Euro erreichen. Bei 1.000 Einwohnern eine stattliche Summe. Der italienische Staat hat wohl 65 Millionen Euro für die gesamte Region – von Genua bis in die Toskana – zur Verfügung gestellt. Vernazza und die Cinque Terre gehören zum Weltkulturerbe. Es wäre wirklich ein großer Verlust, würde der Ort aufgegeben, was sicherlich nicht der Fall sein wird. Dazu ist er einfach viel zu schön und hat in seiner Vergangenheit zu viele Menschen glücklich gemacht.

Vollmond über Vernazza.

50.000.000 €. Das ist die Summe der Schäden, die in Vernazza entstanden sind. Sehr viel für eine Stadt, die 1.000 Einwohner hat. Kann eine Stadt das stemmen? Sicherlich nicht ohne Hilfe. Es besteht die Gefahr, dass einer der schönsten Orte Italiens (Behaupte ich jetzt einfach mal. Einige habe ich auf meiner “Italienischen Reise” auf den Spuren Goethes gesehen.) den Bach runtergeht. Das wäre schade. Insbesondere auch für mich, weil ich Vernazza liebe. Liebe.

Vernazza wird evakuiert!

Es geht also nicht anders, es ist zu viel Schlamm im Ort, die Schäden sind zu groß und am Wochenende werden neue schwere Regenfälle erwartet. Es gibt keinen Strom, kein Gas, kein Wasser. Die Bevölkerung muss gehen, nur das Militär bleibt. Diese Infos habe ich von einer amerikanischen Facebook- und Internetseite. Rick Steves, amerikanischer Reisejournalist, ist großer Vernazza-Fan. Er hat Freunde vor Ort und setzt sich für die Stadt ein. Rick Steves auf Facebook, seine Internetseite.

Vernazza, Monterosso zerstört oder was?

Eine Hiobsbotschaft kam über den Blog. Ein Unwetter über Ligurien hat heftig gewütet. Neun Menschen starben in der Region, die Zerstörung ist groß. Was wo genau los ist, keine Ahnung. Google spuckt kaum Ergebnisse aus. Hier der n-tv Bericht. http://www.n-tv.de/panorama/Gegend-um-Cinque-Terre-zerstoert-article4623376.html Es hat wohl in der Nacht 500 Liter pro Quadratmeter geregnet. Eine unvorstellbare menge. Das ist normalerweise die menge eines ganzen Jahres – in einer Nacht.

Abendspaziergang nach Monterosso

Freitag. Letzter Tag der Italienwoche im fiftyfiftyblog. Ich schreibe über eine Wanderung nach Monterosso, dem ersten der fünf Cinque Terre Orte in Ligurien. Die Wanderung von Levanto aus dorthin dauert rund zwei Stunden und führt an der Küste entlang. Immer wieder gibt der Wald den Blick frei auf das Meer. Es ist so gut wie nichts los auf diesem Weg, weil die Italiener – glaube ich – nicht so gern wandern. Nehme ich an.

Prall, sinnlich, verführerisch!

Hier das Video zum Unglück von n-tv: http://www.n-tv.de/panorama/Gegend-um-Cinque-Terre-zerstoert-article4623376.html

Ja. Lasziv, verführerisch, erotisch. So ist dieses Italien. In allem. Die Menschen, das Meer, das Essen. Die Sonne macht alles prall. Wachstumskräfte, unbändig. Als Goethe italienischen Boden betrat auf seiner verschwenderisch teuren Reise (er gab sein Geld aus, dass er mit dem Werther in Massen verdient hatte) sagte er schlicht: Auch ich in Italien. Äh: Auch ich in Arkadien. Oder: Im gelobten Land, im Paradies, in der Renaissance. Er hatte sich fortgeschlichen in jenem September. Im Morgengrauen aus Weimar. Und so werden wir es in diesem Sommer auch machen. Fortschleichen, aufbrechen, die Alpen passieren, die Wetterscheide. Oft erlebt: Hier bis in die Schweiz regnet es in Strömen, hinter dem Gotthard geht die Sonne auf. In allem.