Coca-Colas neues Storytelling…

Ihr Lieben, heute mal was Berufliches. Coca-Cola. Kennt ihr, klar. Groß, rot, süß. America. Die haben sich entschlossen, ihre Werbung komplett auf Storytelling umzustellen. Das heißt, die erzählen jetzt Geschichten, die Spaß machen oder bewegen oder beides. Der Vorteil: Die Menschen sehen sich die erzählende Werbung gerne an und nehmen die Botschaft beiläufig auf. Ich finde, das hat was. Eine klassische Win-Win-Situation. Geben und nehmen. Auf jeden Fall allemal besser als dauernd zu schreiben: „Oh, teste jetzt die neue Coke. Cool, fresh und irre tasty. Probier jetzt auch Coke-Waldmeister-Limone im Historienflschen-Testset…“

Dann doch viel lieber so Spots wie oben. Denn die machen einfach mehr Spaß und haben noch eine gute, positive Botschaft. Ein Spot, in dem ein Sprayer Peace tagged. Is eigentlich verboten. Aber doch sehr sympathisch. Mir jedenfalls. Werde morgens wach und einer hat PEACE an unser Haus geschrieben. Würde ich sagen: Korrekt. In meinem Job versuchen wir den Kunden zunehmend zu sagen, erzählt Geschichten. Öffnet euch, macht euch erlebbar. geht über Produktvorteile hinaus. Bewegt. Geht in die Emotion. Der Prozess läuft, Coke ist ein schönes Beispiel, wie man es machen kann…

So, Ihr Lieben, viel Spaß mit Coke, die mir den Spot freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Danke auch. Da mache ich mal gerne Werbung, weil ich dann eine kleine Story über Storytelling habe:) Die ganze Welt voller Geschichten… Süß und intensiv.

Lasst uns die Welt mit anderen Augen sehen… Prost. Hicks.

8 Antworten auf „Coca-Colas neues Storytelling…“

  1. Hallo Jens,

    ja, so eine Werbung gefällt mir auch besser. Da kommt mehr rüber. Perspektivwechsel. Wie war das noch? Auf die Perspektive kommt es an.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    Annegret

    1. Hi Annegret,

      die Perspektiven. Immer wieder. Dinge ändern, überlegen, überprüfen. Festgefahrenes aufgeben. Lockern, lösen. Wir erleben immer wieder, wie schön es mit Menschen ist. Dass Menschen das Schönste in unserem Leben sind, dass wir alle ähnliche Sehnsüchte haben – dennoch fehlt oft Vertrauen in die anderen. Skepsis, Zweifel. Misstrauen. Angst. Wenn man im Alltag immer wieder versucht, die Perspektive zu ändern und die eigenen „Hindernisse“ wahrzunehmen, hilft das, freier zu werden und die Welt und die Menschen viel mehr zu genießen. Es gibt viel mehr Freunde als Menschen, die einem ans Leder wollen. Es wird zu selten über die guten Dinge berichtet. Das Schlimme ist immer sofort überall da…

      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende

      Jens

  2. Hallo Jens,

    ich oute mich als Werbemuffel. Klar natürlich außergewöhnliche Werbungen nehme ich schon wahr, vor allem dann, wenn ich darauf gestoßen werde. Oder wenn etwas in dem Spot schief läuft und bei einer Autorwerbung im Hintergrund „Knockin on heaven’s door“ läuft. Dieses Auto würde ich niemals kaufen :-).
    Ansonsten geht mir Werbung, sorry, wenn ich das so sagen irgendwo vorbei, sie ist mir egal. Vielleicht ist das eine Frage des Alters, ich bin es aus der werberelevanten Gruppe raus und mir Ü50 jenseits von jeder Art von Werbung.
    Andererseits krieg ich zu viel, wenn ich den Mann mit nein jetzt ohne seine Erektionsstörungen sehe und höre, der muss die Tabletten verwechselt und Schlaftabletten genommen haben, dann ist eh alles wurscht weil er nix mehr mitbekommt. Oder der, der nachts immer aufstehen muss, ja ich bekomme das schon mit, weil diese Werbung entweder während der Kaffeezeit oder der Kochzeit am Abend läuft, wo nicht nur Blasenprobleme, sondern auch noch gleich Verstopfung behandelt wird. Mal von dem Genuß der Schüßler Salze ganz abgesehen. Ansonsten schauen wir nach 20 Uhr überwiegend werbefreies Fernsehen, weil wir von der ewig langen Werbung, samt Eigenwerbung abgenervt sind und wenn mir dann wirklich mal Serien gefallen, dann erstehe ich die DVD und schaue die Folgen im Blog an, wenn ich irgendwelche sinnfreien Arbeiten mache. Werbung darf insgesamt 12 Minuten (so war das doch, oder?) pro Stunde nicht überschreiten, dazu kommt dann aber noch die Eigenwerbung.
    Es gibt natürlich Werbung, die mir liegt, die ich mag, was wahrscheinlich aber daran liegt, dass ich diese Produkte immer schon selbst in irgendeiner Art und Weise benutzt habe, dazu gehört auch Coke. Da gefällt mir immer wieder die Weihnachtswerbung :-). Aber ich habe mir den Spot, den Du eingestellt hast, angeschaut und er ist gut, sehr gut. Gefällt mir wirklich.

    In diesem Sinn, danke, dass ich ihn sehen durfte. Ein schönes Wochenende für Deine Familie und Deine Leser :-)
    Gitta

  3. Hi Gitta,

    du machst mich arm! Wo soll ich als Werbetexter hinkommen, wenn du dich nicht für Werbung interessierst. Ich kann nur auffordern: Gucken, annehmen, mit auseinandersetzen, zeigen, wie wichtig Werbung ist!!! Signora, isch abe kleine Kinder, die wolle esse… Bitte, eine bisschen Werbung gucken:)

    O.K.

    Ich gebe zu, es ist vielleicht manchmal ein wenig viel. Und manchmal auch ein wenig schlecht. Is ja nich alles Gold, was glänzt. Ich sehe gerne Werbung im Kino. Richtig groß. Einer meiner Lieblingsspots ist übrigens ein Filmchen der Marke PRIVILEG. Ja, die haben mal Werbung gemacht. Im Fernsehen. Familienchaos und zwischen Hund und Spielzeug ein kleines Mädchen mit nen Sticker: Ich bin 3. War sehr nett und eine schöne Story.

    Ich wünsche dir ein wunderbares werbefreies Wochenende, was ja eigentlich nicht möglich ist, weil jeder Kontakt mit ner Milchtüte versucht, zu überzeugen.

    Liebe Grüße

    Jens

  4. Lieber Jens,

    ich verteufle Werbung überhaupt nicht, nur um das klar zu stellen. Eine Werbung muss schon etwas Tolles haben oder der Artikel zu meinen Lieblingsprodukten gehören, dann gucke ich auch mal hin, aber wenn ich die Werbung von „Bruzzler“ mit Kahn sehe, weiß ich auch nicht ob ich lachen oder weinen soll, aber eins weiß ich auf jeden Fall: Ich werde keine Bruzzler kaufen. Es liegt nicht an Kahn, sondern an der Art wie er angeleitet ist zu präsentieren. Das mal nur al Beispiel. Da krieg ich zu viel. Eine Werbung kann in der Tat darüber entscheiden, dass ich ein Produkt ganz sicher nicht kaufe, eher selten, dass ich es wirklich probiere. Ich bin wirklich nicht mehr für Waschmittel und Co werberelevant, das ist so, dazu bin ich schon zu lange „auf dem Markt“ unterwegs, habe eine Menge ausprobiert und tue das noch.
    Wir sind nur noch zwei hier, da brauchst Du nicht mehr sehr viel. Das ist die Sache umzulernen vom großen Familien- auf den kleinen Minitopf, ich schrieb vor Kurzem darüber auf meinem Blog. Nein abgestumpft sind wir nicht, probieren eine Menge aus, achten darauf wo unser Fleisch herkommt, bei den Eiern auch und und und. Mehr Qualität, denn Quantität.
    Eine gute Werbung schaue ich mir sehr gerne an, aber Hand aufs Herz wie viel wirklich richtig gute Spots gibt es? Nicht wirklich viele, dann kommt ein schmales Mittelfeld und dann das dicke Ende. Im Moment schaue ich ausschließlich CNN, da ist auch Werbung dazwischen, aber irgendwie wirken diese Spots ganz anders auf mich, weil ich hier sehr wahrscheinlich anders sensibilisiert bin. Vielleicht hängt der Genuß von Werbespots auch von der Tagesform ab. Keine Ahnung.

    Werbung ist eine schwierige Kiste, sehr psychologisch und wenn du das nicht triffst, dann kannst Du den Spot in die Kiste kloppen. Bohlen war da, wenn ich mich recht erinnere, mal so ein Flop und Garant für Umsatzrückgang.

    In diesem Sinn, werbefrei? Möglich, ich habe mir Argo gekauft, den will ich unbedingt sehen.

    Herzlich
    Gitta

    1. Hi Gitta,

      ja, die liebe Werbung. Also ich mache in der Hauptsache b-to-b. Kümmere mich also um schwierige Themen. Maschinen, Verfahren. Die versuche ich zu verstehen und in angenehmen Happen verständlich zu machen. Die große Werbung, die TV-Spots machen die Agenturen in Hamburg und Frankfurt. Werbung hat so viele Facetten. Ein Großteil meiner Aufgabe ist es, Schwieriges verständlich zu machen. Leichtigkeit geben. Ich sitze öfter auch mit Ingenieuren zusammen, die mir erklären, was sie sich ausgedacht haben. Das wird dann sehr technisch. Das ist das genaue Gegenteil von dem Blog hier. Viel Spaß mit Argo.

      Liebe Grüße

      Jens

  5. Hallo Jens,

    mein lieber Vater mag keine Werbung. Ja, das gibt es auch. Hat er noch nie gemocht. Als Herrscher über den Fernseher hat er bei Werbung schon immer umgeschaltet. Das kenne ich schon ewig bei ihm. Und weißt Du, wohin das führt? Es führt dahin, daß man aus diesem Grunde keine privaten Sender schaut. Wegen der Werbung. Da müßte man ja alle Augenblicke umschalten.

    Aber ich kann Dich trösten. Meine Tochter steht seit frühester Kindheit auf Werbung. Als sie jünger war, war sie eine richtige Werbetante. Werbung will ja, daß man auf die Produkte anspricht. Das klappt bei meiner Tochter nicht. Sie mag Werbung wegen der Werbung, wegen der Aufmachung usw.. Nicht wegen den Produkten.

    LG
    Annegret

    1. Hi Annegret,

      mein Vater hat früher auch immer umgeschaltet. Nervöser Finger. Allerdings nicht nur bei Werbung. Das war grausam. Spannender Augenblick: Klick. Der hat aber auch viel Horror geguckt. Heinz Schenk und der Blaue Bock. Welches Bembel hätten sie denn gern? Und Musikantenstadl und Musik ist Trumpf. Samstagabends, während auf den anderen Kanälen Filme liefen. Schrecklich.

      Heute bin ich froh, keinen Fernseher zu haben und nicht vor die Frage der Kanalwahl gestellt bin. Ab und an ein Film genügt mir. Per DVD oder im Kino. Ansonsten glaube ich für mich, dass Fernsehen permanent Konventionen betoniert. Mainstream. Noch einmal das Klischee bestätigen. Schaue ich bei meiner Mutter fern, kann ich es nicht glauben.

      Liebe Grüße

      Jens

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