Den Gasdrehgriff auf 390 ppm Vollgas!

Der Sonntagnachmittag ist nebelig. Jim kümmert sich um Mme. Curie, Zoe ist zum Eislaufen, Ela beim InDesign-Kurs und ich hüte Hund und Feuer. Eine gute Gelegenheit, ein aufgeschlagenes Kapitel weiter zu führen: world ocean review.

Die ersten 53 Seiten liegen hinter mir, die Kapitel 01 und 02 – beziehungsweise „Die Weltmeere, Motor des globalen Klimas“ und „Wie der Klimawandel die Chemie der Meere verändert“. Puh. Bei dem vorliegenden Text, für eine allgemeine Leserschaft von der mare-Redaktion ins Verständliche übersetzt, raucht mir der Kopf. Keine leichte Kost. Kein mal eben so wegschlabbern. Fleißarbeit. Herrje, Sonntagnachmittag. Masochist.

Beim Lesen sind mir zwei Dinge aufgefallen. Ein Zahlenwert und ein grammatikalisches Phänomen. Der Zahlenwert lautet 390 ppm, das grammatikalische Phänomen Konjunktiv. Fakten, Wissen, vermeintliches Wissen, Annahmen.

Was wir wissen: In der Erdatmosphäre herrscht mittlerweile eine CO2-Konzentration von 390 ppm. Bis zum Beginn der industriellen Revolution, ich würde sagen ab 1870, lag dieser Wert über hunderttausende Jahre immer unter 300 ppm. Wikipedia hat hier ein schönes Diagramm.

Dieses in der Atmosphäre angesammelte CO2 legt sich wie eine Glasscheibe, eine Glaskugel um unseren Planeten. Sonnenstrahlen fallen herein und lassen die Temperaturen steigen – wie in einem Auto, das mit geschlossenen Fenstern in der prallen Sonne steht. Je höher dieser CO2-Pegel steigt, desto dicker, isolierender wird die Hülle. Desto heißer wird es im Auto. Stellt euch vor, ihr sitzt an einem Sommertag in einem Wintergarten ohne Sonnenschutz. Und statt für Schatten zu sorgen, wird das Glas verstärkt, damit weniger Hitze raus kann. Das ist der vom Treibhausgas CO2 bewirkte Treibhauseffekt. Dieser Effekt sorgt seit geraumer Zeit für steigende Temperaturen auf der Erde. Das ist Fakt. Auch wenn viele Menschen immer noch behaupten, „solche Wärmeperioden hat es immer schon gegeben.“ Bullshit. Behalten wir diese Information bitte im Hinterkopf.

Und kommen zurück zum world ocean review. Zu Kapitel 01 und 02. Hier haben nun die Wissenschaftler/innen des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ sich damit beschäftigt, welche Rolle das Meer im Rahmen des globalen Klimawandels spielt. Was passiert, wenn die Temperaturen steigen. Nun wird es sehr kompliziert, weil alles mit allem im Zusammenhang steht. Es geht um Meeresströmungen, darum, dass das Meer CO2 und Wärme aufnimmt. Darum, dass sich letztlich alles irgendwie verändert. Das Meer wird wärmer, saurer, höher und setzt eventuell sehr, sehr viel Methan frei, was den Treibhauseffekt verstärken könnte.

Konjunktiv. „Könnte“, „eventuell“. Diese Begriffe tauchen sehr, sehr häufig auf. Wenn A, dann eventuell B, falls C und D und E und F und… Die Wissenschaftler/innen sagen: Wir müssen weiter untersuchen, mehr forschen, mehr wissen, um wirklich definitiv etwas sagen zu können. Geduld.

Gut. Sie können eben nur sagen, was sie wissen. Sie wissen eben nicht, was aus den aktuellen Ergebnissen letztendlich folgt. Wenn das Meer CO2 in riesigen Mengen aufnimmt, dadurch Kohlensäure entsteht und das Meerwasser saurer wird, könnte das negativ für viele Meeresbewohner sein. Wenn der Sauerstoffgehalt abnimmt, was aktuelle Messungen nahe legen, könnten sich „Todeszonen“ ausbreiten (was schon geschehen ist). Wenn die Wassertemperaturen steigen, könnte sich Methan vom Meeresboden lösen und als klimaschädliches Gas den Treibhauseffekt anheizen. Es könnten sich Meeresströmungen ändern, die das Klima verändern. Könnte. Die Empfehlungen lauten: Wir sollten weniger CO2 emittieren, damit die eventuellen Folgen nicht eintreten.

Wie verschiedene, vom steigenden CO2-Austoß profitierende Gruppen mit entsprechender Lobby auf solche Eventualitäten reagieren, können wir uns denken: „Ja, es könnte passieren, muss aber nicht.“ Also forscht weiter und wenn wir mehr wissen, handeln wir. Das Wirrwarr der Klimakonferenzen. Türen auf, Türen zu, kungeln, verschleiern, uminterpretieren, Kompromisse runterkochen. „Alles halb so wild. Politik der ruhigen Hand, abwarten.“

In der Zwischenzeit wird aus 390 ppm die Zahl 540 ppm. In der Prognose über die kommenden Jahrzehnte. Mehr Menschen, mehr Autos, mehr Industrialisierung, mehr landwirtschaftliche Flächen, mehr Urwaldabholzung. Mehr, mehr, mehr.

Fazit, Conclusio: Wir befinden uns in einem riesigen Experiment. Das Meer befindet sich in einem Reagenzglas, unter das ein Bunsenbrenner gehalten wird. Rund um dieses Reagenzglas stehen viele Menschen und schauen, was passiert. Ui, ui. So, wenn wir den Drehschalter auf 400 ppm drehen, dann passiert noch mehr im Meer. Schaut mal, da vorne schmilzt das Eis weg und deshalb steigt der Pegel. Hey, da kommt jetzt aber was durcheinander. Ah und das Meer gibt ohne Eis mehr Wärmeenergie an die Atmosphäre ab. Nicht gut. Das heizt wieder das Meer auf. Jetzt löst sich Methan am Meeresgrund, weil es zu warm wird. Ups, das steigt nach oben in die Atmosphäre. Ja, genau. Es gesellt sich zum CO2. Die Schicht wird dicker. Mist. Jetzt sind wir bei 410ppm. Dort sieht es an der Küste gar nicht gut aus, da packen welche ihre Sachen. Schaut mal dort…“

Wir alle sitzen mittendrin in einem riesigen Experiment mit ungewissem Ausgang (obwohl wir natürlich sehr genau wissen: Besser wird es nicht!). Während wir Teil dieses Experiments sind, drehen wir den Bunsenbrenner höher. Beim Autofahren, mit dem Aufdrehen des Heizthermostates, dem Einschalten des Föns, dem Kochen unseres Mittagessens, dem Schreiben dieser Zeilen hier, der weltweiten Produktion von Schnick und Schnack. Alles CO2 Emissionen. Alles kleine Drehbewegungen am großen Drehgriff des Experimentes. Wir zocken. Spielen Roulette. Ein wenig russisches Roulette. So dramatisch ist es nicht? Ich sage mal: Je schneller man mit einem Motorrad fährt, desto größer das Risiko. Je höher die CO2 ppm in der Atmosphäre, desto schneller sind wir unterwegs. Natürlich ohne Helm und doppelten Boden.

Lasst uns das Experiment abbrechen. Lasst uns Dampf rausnehmen. Lasst und auf radikale CO2 Einsparung setzen. Wir brauchen ein Umdenken. Einen gesellschaftlichen Willen, ein politisches Mandat. Die Forschung kann nur sagen: So sieht es jetzt aus, daraus könnte das werden. Die Forschung ist nicht die Feuerwehr. Die Wissenschaftler/innen stehen am brennenden Haus und sagen: Wenn das Feuer vom Dachstuhl auf die darunter liegende Etage überspringt, bricht alles zusammen. Wenn. Löschen müssen andere. Am besten alle zusammen, damit die Sache nicht zu heiß wird. Dabei ist es dem CO2 egal, von wem und von wo es emittiert wird. Rechts, links, rot, schwarz, grün, kunterbunt, oben, unten, arm, reich. Egal. Ganz egal.

14 Antworten auf „Den Gasdrehgriff auf 390 ppm Vollgas!“

  1. Hallo Jens,

    der Bericht ist gestern bei mir eingetroffen, Ich werde ihn in der kommenden Woche in Angriff nehmen. Toll, daß Du schon mit dem Lesen angefangen hast. Du hast Recht: Die Wissenschaftler können nur das sagen, was sie wissen. Wie es im Endeffekt aussehen wird, das werden wir sehen, wann auch immer.
    Danke für die sonntägliche Vorab-Information.

    Viele Grüße

    Annegret

    1. Hi Annegret,

      auch du am heiligen Sonntag im Netz der Netze. Der world ocean review ist keine leichte Kost. Ich empfehle kleine Happen und nicht zu versuchen, alles zu verstehen. Hat mich ein wenig an das Lernen für meine Bio-Abi-Klausur erinnert. Trotzdem glaube ich, dass der Bericht wichtig ist. Ich würde mir eine Kurzfassung zum schnellen Lesen wünschen. Eine eingedampfte Broschüre. Aber ich will nicht unverschämt werden. Denn: Was für eine Arbeit da geleistet wurde! Hut ab. Dem sollten wir unser Leseengagement entgegenbringen.

      Liebe Grüße

      Jens

  2. Hallo Jens,

    eingedampft geht nicht. Nach meinem bisherigen Teil-Querlesen IST das die „eingedampfte“ Version. Verständlich für Otto und Ottilie N. Ich finde deinen Vergleich mit dem Motorradfahren gut. Sehr plakativ; vom Fachmann eben.

    Das Lesen dieses Berichts, das Nachdenken darüber und über vieles andere, das allenorts geschieht und sich so gar nicht mehr (leicht) einordenbar gebärdet, macht mich zuweilen müde. Ich habe ganz lange keine Auto besessen, habe alles per Öffis versucht zu erreichen. Die Öffis – vor allem jene, die in wirklich landschaftlich schöne Gegenden führen – werden hierzulande kaputt gespart. Oder sind es schon geworden. Ein oder zwei Busse ins Waldviertel. Um 06:45 h und retour um 16:15. So irgendwie.

    Zuweilen machen mich diese ‚Dinge‘ schutzlos und dünnhäutig. Jedenfalls: ich fahre eigentlich gerne mit dem Auto; ich suche gerne schöne Orte auf; ich möchte eigentlich dort ein bisschen Landart machen (oder das was ich dafür halte); ich möchte meinem Leben den meinen, ganz persönlichen Ausdruck verleihen; es ist das was es lebenswert macht.
    Dagegen: das schlechte Gewissen. Gegenüber den Kindern, gegenüber der Menschheit, gegenüber einer Art ethischen Imperativs.
    Die Broschüre lesen, es wissen macht noch gar nichts. Das schlechte Gewissen also berechtigt: bei jedem online-Gang, bei jeder Fahrt, beim Selbst-Ausdruck…

    nachdenkliche Grüße
    filo

    1. Hi filo,

      tat6sächlich ist dieses Thema anstrengend. Mental. Wichtig ist jedoch, nicht zu verzweifeln und nicht die mLast der Welt auf die Schultern zu tragen. Lachen trotz Wissen. Meines Erachtens braucht es insgesamt eine breitere Basis des Wissens, damit in gößerem Umfang reagiert wird. Der Ausbau der regenerativen Energien zum Beispiel ist ganz wichtig. Hier gibt es in Deutschland starke Gegenströmungen. Dabei geht es vielfach um Weltanschauungen, nicht um die Sache. CO2-frei produzierte Energie hilft uns, die ppm nicht weiter steigen zu lassen. Dazu braucht es aber den politischen Willen dazu. Und der muss letztlich in einer Demokratie von den Menschen des Landes kommen. Dazu müssen diese Menschen wissen, was los ist.

      Natürlich macht diese ganze Diskussion dünnhäutig. Was aber nicht hilft ist, wenn es einen schwach macht. Dann wird die Stimme dünn. Das möchte ich hier im Blog keinesfalls erreichen, dass sich jemand durch die Auseinandersetzung mit dem Thema persönlich schlecht fühlt. Es ist nicht leicht, aber wichtig, die gute Laune zu halten. Sich am Leben zu freuen.

      Liebe Grüße

      Jens

  3. Guten Morgen,

    ich gehöre zu den vier Menschen, die sich eine Broschüre bestellt haben, eingetroffen ist sie noch nicht.

    Ich bin mir nicht sicher wo wir hinlaufen und ob man diesen fahrenden Zug noch stoppen kann. Die Wand gegen die er zu fahren droht können wir schon sehr deutlich sehen. Ich kann nicht verstehen, dass nicht allen Menschen und Regierungen an einem Strang ziehen, wir sitzen doch alle auf diesem Planeten. Ich begreife nicht, dass so viel Energie für Glaubeskriege, Terrorismus und weiß der Kuckuck was noch verschwenden wird, anstatt diese, ich meine die Energie, in ein Konzept zu stecken. Seite an Seite, egal wer nebenan steht. Natürlich kann jeder bei sich anfangen, aber allein das ist zugegeben schon sehr schwer.

    Ich warte noch auf den Bericht und werde dann lesen.

    Herzlich
    Gitta

    1. Hi Gitta,

      wir können diesen Zug stoppen. Nicht alle bereits entstandenen Schäden werden sich bereinigen lassen, aber es gibt Möglichkeiten. Schon jetzt liegen viele Ideen auf dem Tisch, CO2 einzusparen. In größerem Umfang. Sonnenkraftwerke in der Wüste. Offshore Windparks sind schon am Netz. Es wird ja bereits gehandelt. Aber tatsächlich wäre es natürlich intelligenter, das Anti-Terroriosmus-Geld in den Aufbau einer CO2-freien Energieversorgung zu stecken. Alle Möglichkeiten der CO2-Einsparung auszureizen. Deutschland hat hier technologisch gute Karten. Die Ingenieurskultur hier hat aus dem Land der Dichter und Denker ein land der Ideen und Innovationen gemacht. Teilweise wissen die Entscheider aber nicht, was sie da in den Händen halten. Es wäre viel, viel mehr möglich, wenn sich die Politik nicht einfach aus Prinzip gegenseitig aufhalten würde. Gegenseitig Nein sagen würden. Idiotie. Scheinkämpfe. Politikgeschäft. Leider dumm. Trotzdem bitte nicht den Mut verlieren und nicht verzweifeln.

      Liebe Grüße

      Jens

    1. Hi Raoul,

      das freut mich. Allerdings: Nicht ganz einfach zu lesen. Braucht man ein wenig Geduld. Nur: Bislang wird das meer als ein zentraler Faktor des Klimawandels ein wenig vergessen. Dabei macht es den größten Teil unseres Planeten aus und ist in alle Prozesse und Abläufe letztendlich eingebunden. Ich finde es gut, zu wissen, worüber ich spreche, wenn es um Klimawandel geht.

      Liebe Grüße

      Jens

  4. Hallo, Jens,
    die Exemplare sind nun bei mir eingetroffen und bald werde ich auch entsprechend lesen.
    Was man bei der ganzen Diskussion nicht vergessen darf ist die Rolle der Lobbyisten und deren unglaubliche, von nichts als maßloser Gier geprägten Macht. Sie sind in pandemischem Ausmaße in der Welt vertreten und ziehen ihr Ding ohne Rücksicht auf Verluste durch. Es gibt z.B. kaum ein großes Straßen- oder Staudammbauprojekt, das nicht von einer Lobby gesteuert wird zwecks Umsetzung ihrer Interessen.

    Und so bin ich entsprechend skeptisch, was die „menschliche Vernunft“ anlangt. Die Lobbyisten sind so mächtig, dass sie jeden, der sich ihnen in den Weg stellt, wegpusten können mithilfe diverser Fertigmachstrategieen.
    Ich glaube, dass erst dann was geändert wird, wenn es zur globalen Katastrophe kommt oder wenn – und das ist jetzt nur auf unser Land bezogen – dem Michel das Auto weggenommen wird aufgrund meteorologischer Einwirkungen.

    Tut mir Leid, wenn das jetzt knallhart formuliert war. Für mich heißt das aber nicht, nun den Kopf in den Sand zu stecken. Das kann ich einfach nicht, schließlich will ich ja noch in den Spiegel schauen können. Und ich bin es der einzigen Zukunft die für uns Sterbliche zählt: den Kindern.

    Die momentane politische Führung in unsrem Land setzt übrigens auf alles andere als ein Umdenken: siehe Atomkraftwerk-Laufzeitverlängerung, Streichung der Subventionen für Solartechnik, immer stärkere PR und Macht der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft), die, und das empört mich besonders, einen durchaus positiv besetzten Begriff usurpiert und so die Menschen absichtlich hinters Licht führt. Es ist so vieles einfach nur widerlich im Moment.

    1. Hi Eva,

      habe deinen Kommentar gestern gelesen, konnte aber nicht direkt antworten. Brauchte ein wenig Abstand. Mir kam da ein wenig zu viel Wut rüber, die ich verstehen kann. Ich glaube nur, diese Wut ist nicht gut. Actio un action, UUsache und Wirkung. Das schaukelt sich hoch, trennt die Menschen, verfestigt lager, beendet das Gespräch.

      Deshalb gefällt mir die mare so gut. Die arbeiten still und leise, gehen aber konsequent ihren Weg. Zeigen die Schönheit des Meeres, nutzen ihren Bekanntheitsgrad, um zum Beispildn world ocean review bekannt zu machen.

      Werden wir wütend, was naheliegend ist, hauen wir unsere Energie raus, schaffen Fronten und werden letztlich individuell unglücklich. Das möchte ich nicht. Ich möchte mich mit den Geschehnissen der welt auseinandersetzen, aber ich möchte nicht unglücklich dabei werden. Verzweifeln. Denn: Ich muss beri allem was passiert, meine Kinder in eine Zukunft führen. Das möchte ich besonnen machen, damit sie sich entfalten können. Frei entfalten. Dazu brauche ich gute Laune, weil mir dann „Erziehung“ einfach von der Hand geht. Dann laufen die Dinge wie von selbst.

      Liebe Grüße

      Jens

  5. Hallo Jens,
    ich verstehe nicht so ganz, woran Du meine „zu große Wut“ festmachst. Ich habe aufgezählt, wie es ist und ja nicht zu irgendwelchen unüberlegten oder gar gewalttätigen Aktionen aufgerufen. Mir hauen Empörung und Zorn überhaupt keine Energie raus, im Gegenteil, mich macht das sehr stark und ist Teil meiner unverwechselbaren Identität und Persönlichkeit. Auf diese Weise habe ich z.B. in einem wortgewaltigen Beitrag im Rahmen einer Veranstaltung einer Bürgerinitiative den Ausschlag dafür gegeben, dass eine Allee nicht gefällt wurde. Jeder ist halt anders und geht anders mit den Dingen um und zu den Sanften gehören durchaus auch die Vorprescher, zu denen ich mich zähle. Jeder Jeck ist anders.

    Liebe Grüße Eva 2

    1. Hi Eva,

      ja, jeder Jeck ist anders. Auf mich wirkte der Kommentar rund um die Lobbyisten wütend. Selbstverständlich ist es gut, diese Energie zu haben und sie einsetzen zu können. Und glaube mir, ich schätze dieses Potenzial an dir. Mir ist es nur wichtig, mit diesem Blog keine Aggression aufzubauen. Auch nicht gegen Lobbyisten, auch wenn die sicherlich alles andere als freundliche Mitmenschen sind. Das heißt nicht, dass ich deinen Kommentar nicht unterschreiben würde oder, dass er mir nicht gefallen hat.

      Nur: Für mich ist es wichtig, nicht in die Wut zu kommen, damit hier auch die leisen, weicheren Töne weiterhin eine Heimat haben. Ich merke das beim Schreiben. Habe ich einen „zornigeren“ Text geschrieben, ist es danach deutlich schwieriger, über das kleine Leben, den Alltag, meine erlebte Wirklichkeit zu schreiben. Das nach wie vor eigentliche fiftyfiftyblog-Thema.

      Wahrscheinlich gilt das, was ich zu deinem Kommentar in der allgemeinen Form geschrieben habe, eher für mich. Ich habe einfach gemerkt, da ist etwas, das ich für mich nicht will. Aber sicherlich bist du ganz anders und empfindest anders. Deshalb: Ja, jeder Jeck ist anders. Mir ging es mehr um eine Positionsbestimmung für mich. Lass dich dadurch bitte nicht davon abhalten, hier genau so zu kommentieren, wie du denkst und fühlst. Deine Kommentare sind mir absolut wichtig.

      Liebe Grüße

      Jens

  6. Hallo Jens,

    ist schon richtig, man kann die weichen Töne verlernen. Umso wichtiger, wenn Du sie immer wieder herausholst und spielst und uns daran teilhaben lässt.

    Ganze liebe Grüße Eva 2

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