“Irgendwann werde ich ihr in den Arsch treten…”
Der Pfannenheber mit Namen Bernhard
Es war ein verdammt langer und steiniger Weg, bis er endlich bei mir ankam.
Im April hatte ich Geburtstag. Zoe war verzweifelt. Sie hatte ein Geschenk für mich, aber das war in den Händen ihrer Werklehrerin, die es nicht rausgeben wollte. Ein Pfannenheber. Von Zoe liebevoll geraspelt, gefeilt, geschliffen, in Form gebracht, geölt.
Die Frau im Mond von Milena Agus
Manchmal kommen die guten Nachrichten per Post. Ganz konventionell. Da ist eine Freundin, die schreibt. Wenn sie etwas zu sagen hat, kommt ein Brief. Kein Facebook, keine Mail.
Das ist ist nicht modern, aber sehr schön. Die Freude, den Briefkasten zu öffnen und dort etwas vorzufinden, die ist enorm. Herz hüpft. Aufregung. Das haptische Vergnügen, ein Couvert aus Papier zu öffnen. Letzte Woche kam ein dickerer Umschlag. Eine Büchersendung. Darin “Die Frau im Mond” von Milena Agus. Ein Bestseller, wie der Aufkleber vorne drauf verspricht. Von einer Autorin aus Italien. Sardinien, Cagliari. Preisgekrönt, mehrfach ausgezeichnet.
Ein Herz für Rudolf.
Wer ist Rudolf?
Rudolf ist ein Name, den sich Zoe ausgedacht hat. Rudolf könnte einer von 450 oder 750 Menschen sein, die von den Nationalsozialisten im Rahmen der “Euthanasie” ermordet wurden. Menschen, die in einer Heil- und Pflegeanstalt im benachbarten Waldbröl gelebt hatten, die 1938 aufgelöst wurde.
Neue Seitenkategorie: Youtube-Links
Auf meinen Reisen durchs Netz habe ich in letzter Zeit viele Musikvideos auf Youtube gesehen und gehört. Wenn ihr Lust habt, reinzuhören, könnt ihr das hier machen: Youtube-Links. Viel Spaß:)
Somewhere in Germany
Bin gerade viel unterwegs in Good-old-Deutschland. Durchreise, durchfliege die Republik per Auto. Rapsfelder, Rapsfelder, Rapsfelder. Energiehunger, riesige gelbe Flächen. Bei Frankfurt. Links Sonnenschein und ein paaar Wolken am Himmel. Rechts die weite Ebene. Dunkle Wolken. Am Horizont schwarze Schlieren. Regen fällt. Sehr intensive Stimmung. Mag nicht anhalten, fotografieren mit Warnblinker. Muss weiter, weiter, weiter. Überall Grün. Hoffnungsfrohes Grün des Mais. Kleine Bäume mit jungen Blättern inmitten von sattem, fettem Gelb. Was für Bilder. Provence. Germany. Zuhause.
Nur mit guten Brandmeldern:)
Wenn man neben der Feuerwehr wohnt, kriegt man mit, wie oft es brennt. Öfter als man denkt. Im letzten Jahr standen allein bei uns im Dorf drei Häuser in Flammen – ein Kurzschluss, ein falsch installiertes Ofenrohr und einmal Brandstiftung. Wenn dann, komischerweise meistens nachts, die Feuerwehrautos raus fahren und man hört, dass sie im Dorf bleiben, dann ist das schon ein mulmiges Gefühl.



