Je suis Uncle Sam

Ermutigung!

Ein Wort wie Ertüchtigung. Wahrscheinlich habe ich es schon einmal geschrieben: Wir leben in aufregenden Zeiten. Immerhin. Denn schön sind sie nicht. Im ästhetischen Sinne. Wo ich auch hin lese, taucht er, es, auf. Dieser hässliche Mann mit T. facebook. Normalerweise gehe ich gerne durch die Zeilen und schaue was abseits von Spiegel Online in meiner Welt der Freunde und Bekanntschaften los ist. Soziales Netzwerk. Diese kleinen Geschichten, der Alltag.

Die Macht der Stadt und das Wesen der Photographie

Wie ist man im Leben unterwegs? Was macht das Leben mit einem?

Die Situation ist kompliziert. Im Kleinen, im Großen, im Globalen. Was sind die Dinge, die uns umgeben? Gestern Abend die Diskussion. Wie viele Tränen braucht ein Leben? Meine Tränen sind verflossen. Ist das akzeptabel? In Zeiten der Tränen. Wer weiß…

Mal wieder sitze ich auf dem neuen gebrauchten Sofa. Bei ebay Kleinanzeigen geschossen. Mit dem Hänger aus dem Reichenviertel abtransportiert. Zwischen den Porsches durchlaviert. Ein schönes Teil. Form, Design, Details. Auf den Hänger mit Pferdemist. Die Dörfler kommen in die Stadt. Die Macht der Stadt. Das Große Ganze.

Raum zero

Der Tätowierer am Altar neben dem Schokoladenspringbrunnen

die weiße Angorakatze mit orangenen Augen und Chanelduft

Calla aus den Gewächshäusern der Großeltern

die Musik aus fernen Zeiten mit Seele

sagen wir Billy Paul und Me and Mrs. Jones

In diesen Wänden der Wahrheit können wir es uns erlauben

abzuschwören

Dein Gesicht unter der Mütze mit Tasche ist das Schönste überhaupt

Die Tür aus Stahl der Verlässlichkeit

Blut auf unseren Opferbrüsten, Tintenbilder

Verweht

Lippen im Staub
gefesselt, beschwert
gebunden
mit Striemen

Den Pflock
mit Ellenbogen
langsam
sehr langsam
ein wenig
und mehr

Der Horizont
Staub
Wüste
Tornado

Die Reiter
mit Schwertern
und Lanzen
ihr Argwohn

Die Sonne
Highnoon
Zenit
Stirn
Nase
Ohren
verbrannt

Der Boden
er zittert
die Hufen
die Füße
der Elefanten

Würde
der Pflock
sich lösen
bitte
jetzt

Ihr Kuss
auf Pille
die Hand
auf der Brust
in leisen
Wogen
gestreichelt

Als letzter
Gedanke

Zurück in der Normalität

Ihr Lieben, erschreckt nicht. Der alte Mann auf dem Foto bin ich. Aber in Wirklichkeit sehe ich gar nicht so aus. Weshalb ich das Foto trotzdem bringe? Es erinnert mich an ein Foto von Beckett, das ich mag. Beckett hat auf dem Foto viele Falten und ist dennoch ein schöner Mann. Nun möchte ich mich nicht mit Beckett vergleichen. Herrje. Aber nein. Weder in der einen noch der anderen Art. Ich möchte es hier im Blog als Erinnerung an diese Zeit parken.

Herr Schönlau hat etwas Neues erfahren und startet 2017 unter neuen Sternen

Willkommen 2017. Bin ein wenig spät dran. Das Jahr hat sich ja bereits entfaltet und geht seinen Weg. Scheint unaufhaltsam zu sein so ein Jahr als kleiner Verwandter der großen Familie Zeit.

2017. Was wird. Nun. Wer weiß das schon. Der Weg ist vorgezeichnet und einige Unaufhaltsamkeiten werden sich weiter zu Wort melden. In Wort und Bild. Wird es ein gutes Jahr? Was ist schon ein gutes Jahr und für wen?

Frohe, frohe Weihnacht euch allen

Ihr Lieben, ich wünsche euch eine frohe Weihnacht mit allem was dazu gehört. Allmählich wächst die Spannung. Eingekauft ist, der Baum wird jetzt geschmückt. Dieses Jahr in Gold mit Bronzetönen. Zur Begrüßung des neuen Hauses und der neuen Zeit einmal ganz anders. Bin gespannt. O.K. Ich bin bereit: Los geht’s. Herr Cooper steht mit helfender Pfote bereit. So dann, auf in die Feierlichkeiten. Ich freue mich, ihr euch hoffentlich auch:) Viel Spaß! Bestimmt. Bye.

Durch Nächte treiben, durch Städte

Urlaub. Gestern die letzte Präsentation. Das war heikel. Wäre die doof gelaufen, hätte ein Schatten auf den freien Tagen gelegen. Die Arbeit hat sich gelohnt, das Konzept ist angekommen. Es ging um Menschen, Sinn und Marken. Manchmal können wir in unserer Branche mehr bewegen. Zu Veränderung beitragen, von der Menschen profitieren. Wir können Wege denken, die über Kommunikation hinausgehen. Empfehlungen, sinnvoll zu handeln. Genau hinzuschauen, um das Richtige zu tun. Das ist eine Verantwortung, die gleichermaßen wiegt, bewegt und das Profane überwindet. Nun. Arbeit war gestern, Urlaub ist morgen. Zumindest agenturmäßig. Aber die freien Jobs laufen jetzt auch aus. Es kehrt Ruhe ein.

Am Ende dieses Jahres könnte ich weinen…

Und zugeben, dass es nicht wegen Aleppo ist. Nicht wegen der Ertrunkenen im Mittelmeer. Nicht wegen des Dresdener Hasses. Das ist alles so weit weg, dass ich es nicht denken kann. Ich wünschte, all das würde nicht geschehen. Ich wünschte, die Menschen würden endlich human. Ich wünschte, ich müsste nicht zusehen, wie mein Land verroht. Wie sich Menschen vom Konsens der Menschlichkeit abwenden. Es ist, wie es ist. Unerträglich.

Wendepunkt 2016

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Ist das zu fassen?

Irgendwie scheint es nach 2016, dass nichts mehr ist wie zuvor. Gestern habe ich von Trumps Wahlkampf gelesen. Big Data. Eine Londoner Agentur hat ihn mit Daten gefüttert. Und dann hat er. Seine Leute losgeschickt. Die haben an Türen geklingelt und Wahlkampf betrieben. So weit, so gut, so normal. Aber. Seine Helfer hatten die Daten der Menschen hinter den Türen. Ausgelesene Facebook-Profile etc.

Lichter der Nacht

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Habe ich euch, habe ich meinem fiftyfifty-Tagebuch schon erzählt, wie ich Viveka kennengelernt habe? 2011 war das. In Italien. Levanto. Ein Jahr später habe ich sie dort wiedergetroffen. Ich war relativ frisch getrennt und experimental mit dieser kompletten Patchwork-Combo unterwegs. Mir ging der Arsch auf Grundeis und mein persönliches Ziel dieses Urlaubs war, irgendwie den Kopf über Wasser zu halten. Manchmal muss man im Leben ganz kleine Brötchen backen.

Kommt es anders als man denkt

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In erster Linie mag ich es, meinen Vater zu zitieren. Rolf Schönlau, leider nicht mehr unter uns. Aber bis heute, und ich hoffe noch lange, ein Quell der Inspiration. Vielleicht, ich denke schon, der Urheber meiner kleinen Sprachobsession. Er hat, unter anderem, mit Sprache gespielt. Irgendwie, ich weiß auch nicht, kann ich mich dem bis heute nicht entziehn. Ein Erbe, eine Richtung, eine Determinante. Mein Papa. Man hat nur einen. Und meiner, Herr Schönlau, nun, er bleibt besonders.

Die pure Lust am Schreiben

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Heute war ich in Düsseldorf auf der K-Messe. Kunden besuchen, reden, schauen. Ein wenig wie ein Schulausflug. Das Klassenzimmer verlassen, die Bücher vom Tisch räumen und raus in die Welt. Weil ich morgens und nachmittags über die A3 gemusst hätte, habe ich ab Köln Mülheim S- und dann ab D’dorf HBF die U-Bahn genommen (ist im Messeticket-Preis praktischerweise enthalten). Zusammengepfercht mit Spaniern, Russen, Pakistanis, Chinesen and so on in dunkelblauen Anzügen mit bunten Krawatten, auf denen teils Firmenlogos blühten. Messe hat ein wenig was von Zirkus und Kirmes. Junger Mann zum Mitreisen gesucht.

Ruhig, schön, Herbst, Bowie, Prince, Steinbrüche, Steigerhaus, Film noir…

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Wieder Frank Ocean. Wieder das Sofa, der Kerzenleuchter brennt auf dem Ofen, das Licht ist aus, Jim zockt oben online mit Mattes, Zoe ist in Stuttgart und nutzt die Ferien und lässt sich zur Ernährungsberaterin ausbilden. Viveka ist mit meinem Auto in Essen. Der Zahnriemen, sie hat eine gute Werkstatt. Derweil bin ich mit ihrer Holly unterwegs. Ihr Kennzeichen trägt meine Initialen und mein Geburtsdatum. Sieht also so aus, als wäre es meine Holly. Ist sie aber nicht, obwohl, ich könnte schwach werden. Sie ist sehr nett zu mir.

Licht am Ende des Tunnels…

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… oder der Sinn von irgendwas.

Es ist. Mehr müsste ich nicht schreiben. Nun, ich könnte, sollte die Formel um ein Konkretes erweitern. Im Werden? Was?

Allmählich komme ich dahinter. Ich weiß nicht, wann ihr euer Leben zuletzt umgekrempelt habt. Es ist etwas geschehen oder ihr wolltet, musstet, habt. Ist ja auch egal, warum.

Allmählich, die Zweite. Also. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Beim Sinnabend unserer Agentur. Bei den Fassbinder-Filmen, die ich in letzter Zeit schaue, bei dem Haus, das wird. Bei dieser Geschwindigkeit, die mich umhüllt.