To Rome with Love

Und dann noch ins Kino. Sonntagabend. Nach einem Wochenende, an dem ein toter Birnbaum zu Fall kam und ich gezwungen war, viele Mojitos zu trinken, um die optimale Mixtur und Zubereitung herauszufinden. Und da waren noch eine Party und viel Lachen und Rosen, deren Dornen nun in meinen Fingerkuppen stecken.

To Rome With Love. Woody Allen hat geladen. Ein Star-Ensemble nach Rom und mich ins Kino, um den neurotischen Großmeister zusammen mit Alec Baldwin, Roberto Benigni, Penelope Cruz, Judy Davis, Jesse Eisenberg (der Zuckerberg-Darsteller) und der zuckersüßen Ellen Page zu sehen.

Wie wars? Verrückt. So wie das Leben eben spielt. Ein einziger Sommernachtstraum, ein Spiel der Irrungen und Wirrungen und alles durcheinander. Diese Stadt. Italien. Die Hauptstadt. Liebe, Sex, Speed. Intelligent witzige Dialoge im Allen-Stil. Menschliches Versagen im Sinne von „Verlassen der Linie“. Wünsche, Träume. Sehnsüchte, erfüllte Sehnsüchte, unerfüllte Sehnsüchte. Der Leichenbestatter mit der fantastischen Stimme, die er nur unter der Dusche hat. Weshalb er mit Dusche auf die Opernbühne gebracht wird. Der kleine Buchhalter, der plötzlich berühmt wird und von den schönsten Frauen verführt wird. Der Architekturstudent, der sich der amerikanischen Schauspielerin nicht erwehren kann. Und Penelope, die als Prostituierte den verklemmten Ehemann verführt. Szenen, Stationen, Rom. Sonne, Blicke über die Stadt, die spanische Treppe, der Trevi-Brunnen, Trastevere.

Und am Ende alles wieder in Ordnung. Alle an Ihrem Platz. Zurückgekehrt in das jeweilige, passende Leben. Zurück auf Null, auf Start. Schönes, nettes, flottes Kino. Kein Highlight a la „Ziemlich beste Freunde“, aber schön anzusehen.

6 Antworten auf „To Rome with Love“

    1. Liebe Danièle,

      Danke! Dir auch. Wünsche dir schöne Schmuckideen, Material, das mitmacht, Kunden, die lachen und gute Geschäfte. Und Momente. Gute. Schöne.

      Herzliche Grüße

      Jens

  1. Hallo Jens,

    immer wieder Italien. Da schlägt Dein Herz ein paar Takte schneller. Und mit diesem feinen Schauspieler-Ensemble – ein Hochgenuß. Den Film muß ich mir auch unbedingt anschauen.

    Wenn Du mal nicht mehr arbeiten kannst und alt und tattrig bist, sehe ich Dich in Bella Italia, auf einer Terrasse einen Espresso schlürfend, mit einer schönen Frau an Deiner Seite, der Blick auf das Meer, die Sonne im Gesicht …

    Ich wünsche Dir einen guten Wochenstart.

    Annegret

    1. Guten Morgen Annegret,

      seit Johann Wolfgang drüben war und mein Vater in den 50er Jahren auch besteht diese Sehnsucht. Es ist einfach das sonnigere, geschmackvollere Land. Mit all den Berlusconi- und Mafia-Beklopptheiten. Die spinnen, die Römer. Seit jeher. Und sie leben.

      Das war schon diesen Sommer so. Via del Amore. Sonnenuntergang. Sternschnuppen. Mehr geht nicht. Weihnachten war schon. Und irgendwann ja, dauernd. Den Ball flach halten. Sehen, was ist. Gut ist es.

      Ich wünsche dir eine schöne Woche!

      Liebe Grüße

      Jens

  2. Hallo Jens,

    ich stimme Dir zu. Kein Kinohighlight, aber dennoch sehenswert. Ich habe daraufhin begonnen, mir viele, viele Woody Allen Filme anzusehen. Gestern stand „Whatever Works – Liebe sich wer kann“ auf dem Programm. Woody Allen spielt nicht mit, aber den kann ich wirklich empfehlen!

    Sunny day
    Tine

    1. Hi Tine,

      gutes Drehbuch, gute Dialoge, gute Schauspieler aber irgendwie dann doch einfach typisch Woody Allen. Ich mag „Hannah und ihre Schwsestern“, als diese Taube in New York ins Zimmer geflogen kommt und Woody Allen ausrastet und ich glaube Mia Farrow fragt „Was ist? Das war doch nur eine Taube.“ und Woody Allen sagt „Ja, aber ich habe es genau gesehen, die hatte Hakenkreuze unter den Flügeln.“ Den mochte ich sehr. Und seinen anderen Film mit Penelope Cruz: Vickie Cristina Barcelona. http://www.filmstarts.de/kritiken/75820-Vicky-Cristina-Barcelona/trailer/1906.html Nach „What ever works“ werde ich googeln (sieht gut aus:) http://www.youtube.com/watch?v=Af106Ojc-8k).

      Es gibt so viele alte Filme, die ich noch einmal sehen möchte. Ach.

      Liebe Grüße

      Jens

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