Wenn Männer Damenunterwäsche kaufen…

…kann es schon einmal peinlich bis turbulent zugehen. Ich spreche aus Erfahrung. Aktueller Erfahrung. Yes, I did it. Ich habe meiner Freundin Unterwäsche gekauft und geschenkt. Zum Geburtstag. Als sie mit den Kindern in den Herbstferien auf Schiermonnigkoog war, bin ich Shoppen gewesen. In Siegen. Ich hatte mich vorab für drei Geschenke entschieden, was die Sache nicht einfacher gestaltete. Unterwäsche, Parfum und einen Ring. Ups! Größenwahn. Die dreifache Herausforderung, der ultimative „Kenne-ich-meine-Freundin-wirklich-Test“.

Beim Parfum habe ich mich relativ schnell entschieden. Ich hatte eine genaue Vorstellung, bin in den Laden, habe getestet, gekauft und war zufrieden. Das mit dem Ring war wesentlich schwieriger. In den Läden lag irgendwie nur so konventionelles Zeugs rum. Siegen? Nichts Flippiges, Modernes, Gewagtes, Außerordentliches. Ich war in so vielen Schmuckläden und nichts aber auch gar nichts hat mir gefallen. Letztlich fündig geworden bin ich einem Katalog. Der lag bei uns Zuhause rum und darin sind viele schöne Sachen für Frauen. So weit ich das beurteilen kann. Unter anderem war da ein Ring, der aus einem dicken Silberdraht ungleichmäßig aufgewickelt ist. Keine gerade, einfache Form. Ein Durcheinander. Hat mir gut gefallen, habe ich dann dort gekauft. Sorry, Fachhandel.

Das war also nicht ganz so einfach. Schwieriger wurde es mit der Unterwäsche. Eine Gratwanderung. Was mir da so alles entgegenleuchtete, schien teilweise eher für die pornografische Industrie gemacht. Üppig, ausladend, unterstützend, weglassend. Ich weiß nicht genau, ob Frauen so etwas fühlen oder da ein Markt für Männerfantasien befriedigt wird. Vieles wirkte einfach billig bis extraordinär billig. Musste ich durch. Von Laden zu Laden, von Fachgeschäft zu Fachgeschäft. Vieles war mir einfach zu grob. Dicke Rüschen und fette Spitze. Nix für Ela, denke ich.

Fündig geworden bin ich, ihr glaubt es kaum, bei Karstadt. Jenem fast insolventen deutschen Traditionskaufhaus mit dem Einkaufscharme einer anderen Zeit. Manche mögens, manche findens vielleicht kultig, manche sehens pragmatisch. Nun gut. Ich war hilflos und suchend. Hatte mir schon einige Male von Frauen, die neben mir nach Unterwäsche forschten, Blicke zuwerfen lassen müssen. Was immer die bedeuteten. Zumindest kam mir das so vor. Wahrscheinlich war das einfach meine verklemmte Vorstellung, dass frau mich für einen Wäschefetischisten oder Wolllüstling hielt. Die Wäscheabteilung ist einfach kein Männerrevier. Ich sah junge Paare, die gemeinsam Wäsche kauften. Aber ein Mann, der sich da allein durchwühlt? Verdächtig. Oder Männer-Paranoia…

So stand ich da im Karstadt zwischen Push-ups und Strings, zwischen alten Frauen mit Übergrößebedarf und jungen Frauen mit reichlich kleinen Teilen in der Hand. Und umgekehrt. Ich habe nicht gestarrt, neugierig beobachtet oder bewertet. Es ließ sich einfach nicht vermeiden, das zu sehen. Im war mittendrin! Letztendlich bin ich bei Unterwäsche der Marke Triumph gelandet. Ein etwas unglücklicher Name, der eher an Nachkriegsunterwäsche erinnert. Ganz alte Zeiten. Aber, Überraschung. Sehr wunderbar. Fein verarbeitet, schöne Formen, angenehmes Material. Dezent. Auf jeden Fall habe ich mich gefreut, Wäsche gefunden zu haben, die zu mir passt. Äh, ich meine, die zu Ela passt. Freudsche Fehlleistung. Is ja auch egal. Natürlich kann man sich das alles auch ersparen und Dessous einfach online kaufen.

Problematisch war die Größe – diese Zahlen-Buchstaben-Kombination. Ela schneidet die störenden Zettel immer raus. Ich hatte was im Kopf, wollte das aber lieber mit einer Verkäuferin abklären. Es kam, wie es kommen musste. „Ist sie so gebaut wie ich?“ Herrje. Wo sollte ich denn da hingucken? Aktives Vergleichen von Ist-Zustand und Erinnerung. Ela war schließlich auf Schiermonnigkoog. Wir haben uns dann allmählich angenähert, an die Größe, und letztendlich hat alles gepasst. Puh! Heute habe ich Ela das Ergebnis meines Wäscheabenteuers in Siegen geschenkt und – es hat ihr gefallen. Und passen tut sie auch, die Unterwäsche. Bei dem Parfum ist sie noch unsicher. Sie ist Waage. Abwarten, wie sich das entwickelt. Der Ring gefällt ihr sehr gut.

Ihr seht, es ist gar nicht so einfach, Mann zu sein. Manche Herausforderungen sind wirklich um ein Vielfaches größer als das Fällen eines riesigen Baumes. Euch allen einen schönen Tag. Jens.

P.S. Ela war einverstanden, dass ich an ihrem Geburtstag über das Thema blogge. Sie musste schmunzeln. O.K. Jetzt verbringen wir einen gemeinsamen Tag und heute Abend wird gefeiert.

41 Antworten auf „Wenn Männer Damenunterwäsche kaufen…“

  1. wieder einmal verneige ich mich, dabei ziehe ich meinen Hut.
    Ich glaube Du hast heute eine glückliche Ela zu Hause.
    Viel Spaß beim Feiern.

    Herzlich
    Gitta
    P.S. welchen Kuchen gibt es eigentlich und was bekommt das Geburtstagskind zu essen?

  2. Ich hatte schon einen Kommentar geschrieben hmmm…
    Schätze mal Ela hat sich sehr über die Geschenke gefreut. Ich habe überlegt, ob mir ein Mann in der Damenwäscheabteilung auffallen würde… ich glaube nicht, ich wäre sowieso eine schlechte Zeugin.
    Welchen Kuchen gibt es heute und was gibt es als Geburtstagsschmaus? Darfst Du das verraten?

    Einen schönen Tag Euch allen, vor allem aber Ela.

    Herzlich
    Gitta

    1. Hi Gitta,

      Zoe hat gestern Käsekuchen gebacken, ich habe eine Kürbissuppe gekocht und Tomatensugo für eine vegetarische Lasagne vorbereitet. Heute Abenmd kommen Gäste, für die es dann eben die Suppe und Lasagne gibt. Und Rotwein. Ich denke schon, dass sich Ela gefreut hat. Zoe hat in der Schule einen Bleistift mit süßem Pferdekopf geschnitzt, Jim hat aus Papier per Origami eine Girlande gefertigt. Die Geburtstagstorte zum Geburtstagsständchen heute Morgen, also die mit den Kerzen, war eine kleine Schokotorte, die ich aber fertig gekauft hatte.

      Liebe Grüße

      Jens

  3. Hallo Jens,

    so etwas muß die große Liebe sein. Gleich drei unterschiedliche Geschenke. Drei Mal den Kopf zerbrechen. Und – nach Deiner Schilderung zu urteilen – sind sie ziemlich gut angekommen, die Geschenke. Du bist ein Glückspilz! Und Deine Ela auch.

    Happy, happy family!

    Annegret

    1. Hi Annegret,

      oje, oje. Jetzt hab ich hier die Superfamilie skizziert. Zur Beruhigung: Hier wird auch nur mit Wasser gekocht. Da sind die gleichen Ups und Downs wie überall!!!

      Liebe Grüße

      Jens

    1. Hi Alexandra,

      den gibt’s noch. Den mit der Holzterrasse. Siegen ist schon eine eigene Stadt, woll. Den Glückwunsch geb ich weiter.

      Liebe Grüße

      Jens

  4. Mein Mann hat mir auch schon mal Unterwäsche gekauft und nach seiner Aussage wäre er ohne die Verkäuferin aufgeschmissen gewesen. Hat super gepasst…damals…heute nach zwei Kindern…aber lassen wir das…*grummel*

    1. Hi Manu,

      ein wenig Unterstützung ist schon nicht schlecht – Verkäuferinnen sind da natürlich die wahren Expertinnen. Wenn die jetzt nicht mehr passt, er weiß ja jetzt, wie’s geht, die Sache mit dem Kaufen…

      Liebe Grüße

      Jens

  5. Hallo Jens!
    Eine, wieder mal, sehr schöne Geschichte. Ich fühle mich in der Damenunterbekleidungsabteilung auch in Gesellschaft meiner Frau immer etwas deplaziert. Als wenn ich einen Blick durchs Schlüsselloch wagen würde. Daher stelle ich mich immer etwas abseits und durchdringe nur auf Nachfragen meiner Frau diese imaginäre Bannmeile.

    1. Hi Raoul,

      ich muss da auch immer ein wenig meine Hemmungen überwinden. Aber letztlich findet das ja alles im Kopf statt. Als ich mich da so eine Weile in der Abteilung umgesehen hatte und im Thema war, fühlte ich mich dann ganz wohl und gar nicht mehr so deplatziert. Letztlich konnte ich ja auch erst durch genaueres Hinsehen die Unterschiede erkennen, die es hinsichtlich Material, Verarbeitung und Haptik gibt. Musste ich durch, sonst hätte ich nichts Gescheites gefunden. Jetzt bin ich halbwegs ein Wäschespezialist, ohne Wäschefetischist zu sein :)

      Liebe Grüße

      Jens

  6. Welch Triumph, von dem Du berichten kannst! Und wenn das weiter ausgebaut wird samt Brückenschlag zum Triumphbogen, dann darf man letztlich doch auch mal auf ein triumphales Sponsoring hoffen, das einen mit einem Triumphzug erreicht. Triumphviral!

    1. Hi Hermann,

      es sind die kleinen Triumphe des Alltags, die uns leben lassen. Tatsächlich wäre es ein schöner Triumph-Werbespot: Entschlossene Männer arbeiten sich durch die Damen-Wäscheabteilung! Grandioses, stolzes Finale an der Kasse! Da stand ich übrigens, mit meiner Wäsche in der Hand, und insbesondere wartende Frauen in der Nachbarschlange (bei Karstadt wird wieder Schlange gestanden!!!) sahen mir auf die Unterwäsche in meiner Hand… Triumphviral ist ein außerordentlich schönes Wort, das ich mir zu merken erlaube.

      Dir einen schönen Tag und viele, viele Grüße

      Jens

  7. Hej Jens,

    da mag ich doch gern auf Deine Zeilen antworten – ja, solche Werbespotbilder hatte ich auch vor Augen, rascher Triumphmarsch obendrauf und so eine kleine Geschichte in wenigen Sekunden erzählen.

    Zusammen?weiterspinnen?

    Es grüßt Dich herzlich (mit Blick auf ein frischsonniges Wochenende)

    Hermann

    PS: 1_blick hat heute twittafrei… #trubl

    1. Hi Hermann,

      das können wir gerne zwischen Tür und Angel weiterspinnen. Schöne Bilder. Eine augenzwinkernde Laszivität… Ein schöner Triumphator, der in edler Eleganz hinfließt. Ein Spiel, ein Anziehen und Wegstoßen. Und das in wenigen Sekunden – eine ganze Geschichte erzählen. Triumphator ist auf jeden Fall klasse.

      Liebe Grüße und dir auch ein schönes Wochenende

      Jens

  8. Hej Jens,

    so zwischen Tür und Angel… da hoffe ich, daß sich die Tür nicht bewegt. Und wir dazwischenhängen, eingeklemmt. Obwohl wir dann die Muße fänden, triumphatorische Werbefeldzüge zu planen. Doch wen nehmen wir für die Firmenkontakte? Zu dritt wären wir schließlich ein triumphvirales Triumphirat!

    Auch Dir ein feines Wochenende. Samt Grusz.

    Hermann

    1. Hi Hermann,

      wer macht den Kontakt? Das alte Problem. Wer hat da das richtige Händchen und kennt wen, der jemanden kennt. Wie würdest du die Szene beginnen? Wie viele Leute?

      Liebe Grüße

      Jens

  9. Hej Jens,

    nun wird’s ernst.

    Dramatische Variante: Einstieg mit Kamerakranfahrt aus der Vogelperspektive, unten der wühlende Ameisenhaufen, in den jemand eine Schneise schlägt, dessen Gesicht am Ende der Kamerakranfahrt im Großformat erscheint – als Einstieg, wohlgemerkt. Dabei ertönt rhythmisch-triumphaler Rock mit Streichern.

    Romantische Variante: Nahaufnahme, Soft Focus mit Glamour Glow, bedächtiges Betasten feiner Dessous, klassische Musik, Piano, rasch energischer werdend – als Einstieg, wohlgemerkt.

    Und nun die Frage: welcher Typ bist Du?
    Wähle a) dramatisch oder b) romantisch.
    Aber das war’s noch nicht:
    Wähle a) als Jens und b) als zielgruppengerichteter MarketingMensch.

    Und sei damit für heute aufs herzlichste gegrüßt!

    Hermann

    (yepp, wir wolln das outing ma nich zu weit treibn. oda?)

    1. Hi Hermann,

      die Zielgruppen! Zwei. Frauen, die gerne schöne Unterwäsche tragen und sie sich selbst kaufen. Männer, die ihren Frauen gerne schöne Unterwäsche schenken, um ihnen und sich selbst eine Freude zu bereiten. Deshalb entscheide ich mich für c: Die Clooney-Lösung. Ein Triumphator, der beides hat. Charme und Männlichkeit. Sinnlichkeit und schönen Körper. Sanftes Lächeln und den Blick. Rock und sanfte Klänge.

      Die Kamerafahrt von oben gefällt mir sehr gut. Der Rock mit Streichern auch. Jetzt brauchen wir die Story. Die müsste sich um Verführung drehen. Um den schönen Augenblick. Das Entstehen der weiblichen Aura – in dieser wunderbaren Unterwäsche. Schön für beide Zielgruppen – doppelte Identifikation. Der Rock mit Streichern spielt – der Triumphator ist im Bild. Unwirsch, harter, männlicher Blick. Nichts gefällt ihm, keine Unterwäsche ist gut genug. Bis, ja bis die Verheißung erscheint. Die Musik ändert sich, eine Erscheinung, eine Wunderschöne. Er stößt die anderen Wäscheständer weg. Geht auf sie zu. Sein Gesichtsausdruck ändert sich. Endlich: Eine Lösung! Erlösung. Ein Engel. Er geht um sie herum. Ein Spiel zwischen Mann und Frau. Er nähert sich ihrem Hals. Er lächelt. Großaufnahme des kleinen Logos am BH – Triumph. Er lächelt glücklich.

      Vielleicht so oder doch anders?

      Herzliche Grüße

      Jens

  10. Hej Jens,

    das gefällt mir! Schon mal eine Kopie an Triumph, Mund wässrig machen?

    Weiter mit den Feinheiten:

    Heinz Rühmann in Schwarzweiß und säuselnd wäre ja auch nett gewesen, und da ich an dieser Stelle nicht recht weiterkomme…

    …der Sprung zur Lady: Trägt sie sogar Motorradkluft, Aufnäher mit „Triumph”?

    Das gäbe vielleicht zwei Interessenten, und solche Kooperationen sollen wohl im Kommen sein laut Werbestrategiepapieren. Auch eine Form von Markendialog.

    …und wieder die Lady: Was läßt ihn innehalten? Darf es etwas Außerordentliches sein, ein Gag, eine Absurdität? Oder reicht sie „an sich”?

    Kurzum – die Lady fährt mit ihrer Triumph mittenmang in die Dessousabteilung, wo de Held gerade eben auf den Spitzen seiner Wahl das Triumph-Logo entdeckt hat.

    Ach, nun grüße ich Dich herzlich,

    Hermann

    (@schnittpunkt twitta)

    1. Hi Hermann,

      also, wenn sie auf ner Triumph reinkommt in Triumph Unterwäsche, dann hätte das schon was. Und wenn er sich entschliesen würde, bei ihr hinten auf das Motorrad aufzusteigen und dann sieht er das Logo (Großaufnahme) und dann fahren beide los. Vielleicht ist er tatsächlich so ein Clooney Typ mit dunklem Anzug. Einer, der einfach nicht die richtige Unterwäsche findet. Und dann kommt sie rein und hat sie an und erlöst ihn. (Eine Pieta – Michelangelo. Eine Maria…)

      Viele, viele Grüße

      Jens

  11. Hej Jens –

    fein!

    Aber wir können nun die Dessous-Abteilung vergessen. Das ginge dann so:

    Rhythmisch-triumphaler Rock mit Streichern.

    Held steht am Parkrand und möchte heldenmäßig zum Sprung ansetzen, um die Straße zu überqueren. Natürlich nicht an der Ampel.

    Lady Triumph bremst um Spitzenbreite vor ihm.

    Sein Blick fällt auf das Motorrad-Logo. Triumph.
    Neben dem Logo: nackte Haut. – Nackte Haut??!???

    Sein Blick fährt hoch. Lady Triumph auf Triumph nur in Triumph.

    Von Blick zu Blick, von Logo zu Logo.

    Jens, das bringt ja nun immer Meerspaß!
    Dachtest Du schon mal an ein Zweikoppwerbedrehbuchbüro?
    Und warum wohnst Du nicht bei Eckernförde?

    Herzlijjrusz von

    Hermann

    #einzlkämpfa vs. #cooperative

    1. Hi Hermann,

      das gefällt mir. Wozu diese blöde Wäscheabteilung. Der Alltag! Storys, die das Leben schreibt. Hingucker. Männer und Frauenträume werden wahr. Wie wärs, wenn wir es so machen: Subtext ist – die beiden sind verabredet. Er steht da, schaut auf die Uhr, sie zu spät. Typisch. Dann kommt sie! Der Auftritt: Fett. Lady Triumph auf Triumph nur in Triumph. Super. Er smiled, küsst, sieht das Logo. Blende. Abfahrt: Ihr Haar, sein Jackett im Fahrtwind.

      Head: Triumphale Momente.

      Eckernförde wäre super – bin leidenschaftlicher Windsurfer und vermisse die Küste.

      Vielste Grüße

      Jens

  12. …und nach Deinem „vielste Grüße” fällt mir keine Steigerung mehr ein.

    Nur noch Fragen.

    Feinarbeit.
    Vermarktung.

    Man redet sich?

    Achdoch: Allervielste Grüße!

    Hermann

    1. Hi Hermann,

      nach den guten Ideen besteht immer das Problem, die PS auf die Straße zu bekommen. Ich hab da ehrlich gesagt keinerlei Kontakte. Und Triumph-Kaltakquise – hm.

      Hast du Vermarktungsideen?

      Ringel-Ringel-Grüße

      Jens

  13. Hej Jens,

    werde mal jemanden bitten, unsere Schreiberei hier anzuschauen.

    In der Zwischenzeit frage ich mich, wann Du mal schläfst (Twitta biß Mittanacht, hier im Blog mit erstem Spatzengetweete)… und ob Du mal an der Nordküste wohntest oder auf die Windsörferei „dort unten” kamst…

    Frag ich mich. Könnte ich Dich auch fragen.

    Einen Guten Tag wünscht Dir

    Hermann

    1. Hi Hermann,

      mein Tag hat 28 Stunden, das ist der Trick. Momentan ist recht wenig zu tun, nächste Woche steht ein großer Job an, dann wird’s wieder weniger Twitta.

      Surfen hab ich in der Schweiz gelernt. Wenn ich Windsurfen gehe, dann meist in Holland. Komme ich aber wegen Familie und Arbeit kaum noch zu. Höchstens im Urlaub, wenn Wind ist. Dieses Jahr auf Korsika ein Mal bei sieben Windstärken. Das war gut.

      Dann bin ich mal gespannt, wie triumphal unser triumphales Projekt wird…

      Triumphiralste Grüße in den Norden

      Jens

  14. Hej Jens,

    so ist’s im Leben – ich wohne im Norden direkt an der Ostsee, surfe nicht und würde trotz all des Wassers vor der Haustür jetzt gerne in einem Pyrenäendorf sein und loswandern… immer das, was man nicht hat, reizt. Naja, stimmt auch nicht. Das „immer” ist falsch.

    Du hast es natürlich einfach mit Deinem 28-Stunden-Tag. Und vielleicht bekommst Du deshalb auch noch eine Verlängerung obendruff. Antrag stellen!

    Und nicht vergessen: manche Spinnerei und manche Satire wurde schon bitterernst.

    Sei in diesem Sinne herzlich gegrüßt,

    Hermann

    #alleswirdgut (DEIN Tagesspruch, zumindest heute)
    #pyrenäendorf #smålanddorf #kanarendorf (um nicht zu wählerisch zu sein)

    1. Hi Hermann,

      ich wollte wegen des Surfens in Kiel Meeresbiologie studieren – der NC stand dagegen. So ist es Germanistik in Aachen geworden, was meiner heimlichen Textleidenschaft dann gerecht wurde. So läufts. Herrje, jetzt muss ich mit den 28 Stunden aufpassen, sonst lebe ich nachher komplett an der Welt vorbei. Das solls ja auch nicht sein.

      Küstengrüße

      Jens

      P.S. – Bergwandern mag ich auch sehr. Vor zwei Jahren war ich eine Woche in den Schweizer Bergen auf einer Gletschertour – von Hütte zu Hütte. Und in den Pyrenäen war ich auch schon wandern. Ich wollte einen 4.000 er besteigen, kam aber in schlechtes Wetter und musste dramatisch klettern, weil der Regen verdampfte und einen undurchsichtigen Neben entstehen ließ. Kanaren sind natürlich auch fein. Ich will unbedingt mal nach La Gomera.

  15. Hej Jens,

    wer weiß, welcher Sinn in den Lebens(um)wegen liegen mag, aber schau:

    http://www.ifm-geomar.de/index.php?id=forschung

    …ja, es gibt viele reizvolle Felder. Meere. Berge.

    Manchmal bringen solche Gedankenspielereien Spaß: was wäre, wenn ich damals…

    Da wird’s nebulös. Und hier auch: In den Pyrenäen traf ich zwei durchfrorene Wanderer – sie brachen bei Sonne dünnbekleidet auf, waren auf einem schmalen Pfad, als urplötzlich Nebel aufkam. Und so hockten sie dort hintereinander, bis es Abend wurde. Dann legten sie sich lang. Am nächsten Morgen traf ich sie. Wie gesagt: durchfroren. Sehr durchfroren.

    Gipfelgrusz,

    Hermann

    PS: Fuerteventura. Dort surften sie im Dezember. GutWell und GutWind. Und ich wäre am liebsten auf der Insel geblieben. Im Winter reichte eine dünne Jacke für den Abend. Und hier zwänge ich mich nachher ins Outdoorsurvival7Lagen-Herbst-an-der-Küste-Paket.

    PPS: Traurig war nur, anzusehen, wie die kleinen Gruppen auf Fuerte am Flughafen abgeschoben wurden – zurück nach Afrika, auf’s Festland, von wo aus sie mal mit kleinen Booten aufbrachen. Und es vielleicht später wieder versuchten.

    1. Hi Hermann,

      danke für den Link. War gerade auf der Seite unter Expeditionen. Große Boote – Antarktis-Expidition, Schiff auf dem Weg nach Kapstadt… Südafrika hat hervorragende Surfspots. Vielleicht doch alles falsch gemacht? Wahrscheinlich wäre ich irgendwann frustriert besoffen vom Kutter gekippt und wäre als abgehalfterter Surflehrer auf Fuerteventura angespült worden. Da isses nur gut, dass ich ein son zurückgezogenes, von aller Welt unbeachtetes, bescheidenes Leben hier auf dem Lande führe. Was hätte alles passieren können…

      Also ich habs in den Pyrenäen bis zurück zum Zelt geschafft. Allerdings war das schon echt halsbrecherisch. Musste durch einen Bach, der auf dem Rückweg zum kleinen Fluss geworden war. Alle Klamotten nass, 14 Stunden unterwegs, kaum eine Pause. Während eines Gewitters saß ich in einer Felsmulde und sah Bltze in die Felsen einschlagen und sich die Berge herunter verteilen. War ich froh, als ich unte der warmen Dusche stand. Natürlich war ich aus Sicherheitsgründen ganz allein unterwegs – macht man ja so in den Bergen. Ups.

      Ich war mal auf Lanzarote im Januar. Joggen im T-Shirt – zusammen mit einem Greenpeace-Aktivisten aus Hamburg, der auf seinem T-Shirt stehen hatte: Tox Control. Die Luft war göttlich, da wird Joggen zum Schweben.

      Viele, viele Grüße

      Jens

  16. „Aktives Vergleichen von Ist-Zustand und Erinnerung.“
    Ich musste so lachen. Mein Kopfkino:
    Du stehst vor der Verkäuferin, leicht irritiert. Sie lächelt Dich aufmunternd an.
    Du überlegst, könnte das hinkommen…?
    Langsam, gaaaaanz langsam hebst Du Deine Hände…
    Dann allerdings hättest Du Deine Ela auch mit einer Blume beglücken können.
    Einem Veilchen, um genau zu sein.
    ;-D
    Happs Birthday Ela!
    P.S.:
    Auch wenn mans nicht meinen will – Spiesser-Schiesser hat teilweise unglaublich chice Sachen, hab ich neulich erst gesehen. Und erworben. Man darf gespannt sein.

    1. Hi Emily,

      die Szene ist schon etwas her – der Text stammt aus dem Oktober, hab ihn heute nochmal gepostet. Dennoch vielen Dank für deinen Kommentar. Als ich vor der Verkäuferin stand, das war schon bizarr.

      Die älteren deutschen Marken scheinen die Form entdeckt zu haben. Die verbinden jetzt Qualität mit coolem Aussehen super. Vielleicht kriegt Schiesser ja so die Kurve – die waren doch insolvent, wenn mich nicht alles täuscht. Wäre schade drum, würde das schöne Schiesser-Feinripp-Klischee verschwinden. Dir wünsche ich viel Spaß mit deinem neuen Schiesser-drunter-Outfit.

      Liebe Grüße

      Jens

  17. Ich finde es als mann ziemlich schwierig meiner Freundin unterwäsche zu kaufen. Meistens nehme ich sie dann doch mit, da sie am besten weiß, welche größen sie braucht. Über den Geschmack bzw das Muster entscheide dann aber ich ;-)

  18. Hallo ,ich habe meiner Freundin ein Negligé gekauft und einen schönen Blumenstrauß zum Geburtstag.Sie war begeistert ,weil ich auch die richtige Ggröße gekauft habe. :)

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