Alles neu macht der Mai, alles…

Mögt ihr auch dieses junge Blättergrün? Diesen heillos optimistischen Farbton, der in seiner gänzlichen Zartheit so vor Willen und Kommendem strotzt? In etwa so wie Kirschblüten, nur noch ein wenig realistischer. Nicht ganz so märchenhaft.

Früher habe ich ihn überwiegend in dem Buchenwald unten im Maikäfertal wahrgenommen, nun in Essen Werden. In den Wäldern der grünen Hauptstadt Europas. Steht hier überall. Nun. Wenn das mal nicht mit der Reinwaschung eines hier heimischen Strombetriebs zu tun hat, dessen Kohlkraftwerke mehr Schatten als Licht verbreiten. Aber es ist Mai und es war von Optimismus die Rede.

Je suis Uncle Sam

Ermutigung!

Ein Wort wie Ertüchtigung. Wahrscheinlich habe ich es schon einmal geschrieben: Wir leben in aufregenden Zeiten. Immerhin. Denn schön sind sie nicht. Im ästhetischen Sinne. Wo ich auch hin lese, taucht er, es, auf. Dieser hässliche Mann mit T. facebook. Normalerweise gehe ich gerne durch die Zeilen und schaue was abseits von Spiegel Online in meiner Welt der Freunde und Bekanntschaften los ist. Soziales Netzwerk. Diese kleinen Geschichten, der Alltag.

Am Ende dieses Jahres könnte ich weinen…

Und zugeben, dass es nicht wegen Aleppo ist. Nicht wegen der Ertrunkenen im Mittelmeer. Nicht wegen des Dresdener Hasses. Das ist alles so weit weg, dass ich es nicht denken kann. Ich wünschte, all das würde nicht geschehen. Ich wünschte, die Menschen würden endlich human. Ich wünschte, ich müsste nicht zusehen, wie mein Land verroht. Wie sich Menschen vom Konsens der Menschlichkeit abwenden. Es ist, wie es ist. Unerträglich.

Wendepunkt 2016

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Ist das zu fassen?

Irgendwie scheint es nach 2016, dass nichts mehr ist wie zuvor. Gestern habe ich von Trumps Wahlkampf gelesen. Big Data. Eine Londoner Agentur hat ihn mit Daten gefüttert. Und dann hat er. Seine Leute losgeschickt. Die haben an Türen geklingelt und Wahlkampf betrieben. So weit, so gut, so normal. Aber. Seine Helfer hatten die Daten der Menschen hinter den Türen. Ausgelesene Facebook-Profile etc.

Bye, bye Little Britain

Little Britain II

No you walk alone.

Ihr habt euch abgewendet, weggedreht, uns den Rücken zugekehrt. Und manche von euch haben uns den Stinkefinger gezeigt. Es ist ein Desaster. Eine Trennung nach so vielen Jahren. Gestern plötzlich habe ich es gewusst: Der BREXIT wird kommen. Sie gehen, die Briten. Und plötzlich war ich ein wenig wütend. Weil nun auch sie sich einreihen.

Zum Hass verführt, zur Gewalt bereit

Rattengift

Alles ganz einfach!

Der Lügenpresse das Maul stopfen. Die Bürger bewaffnen, damit sie Attentäter erschießen können. Zäune bauen, um Europa abzuschotten. Denen, die nicht zum Islam gehören, die Köpfe abschneiden. Die Krim annektieren. Die Kurden bombardieren. Auf Flüchtlinge schießen. Den Fans der gegnerischen Mannschaft die Kiefer brechen. Die Schwarzen im eigenen Land diffamieren. Bürgerwehren bilden.

Ey.

Mit Mama über die Weltlage gesprochen

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Heute war ich im homeoffice. Irgendwann rief mein geschätzter Kollege an, ob ich schon von Belgien gehört hätte? Nee, hatte ich nicht. Ein Kunde von uns ist seit Montag in Brüssel und heute hätte eine Messe begonnen. Hätte. Später habe ich mit unserem Kunden telefoniert, nachdem er irgendwann das Messegelände verlassen konnte. Nah dran. Das fühlt sich anders an.

Bomben mitten in Europa, nicht am Rande in der Ukraine, im Zentrum, in Brüssel.

„I believe in humanity“ – Macklemore/ Köln/ Lanxess Arena

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…and had a really really really good time

In order to have the best dance party in the world
All you have to do it: DANCE!

Weihnachten 2015. Das erste Mal ist Zoe nicht da. Surfen in Neuseeland. Mein Herz blutet. Diese kleinen Abschiede sind gut, aber schmerzen. Natürlich. Nichts anmerken lassen. Man muss sie gehen lassen. Es ist der Weg.

„… dann ist das nicht mein Land.“

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(Installation Sebastian Linnerz, Köln)

Respekt.

Natürlich war ich als Kind der Seventies immer für die Revolution. Nichtsdestotrotz habe ich bei der Bundeswehr als Scharfschütze gedient. Und anschließend für immer verweigert. Schizophren, könnte man meinen, denken, sagen. Nun. So ist dieses Land. Es gibt Freiheiten, Irrwege, Richtungsänderungen, Meinungen, Umdenken.

Nichts weiter als ein guter Tag

Sonnenuntergang

Morgens aus dem Bett steigen mit dem kleinen Glück an den Füßen.

Deutschland ist gerade bewegt. Flüchtlinge. Die Medien müssen sich um Themen keine Sorgen machen. Ich freue mich, dass es eine Wende gegeben hat. In den Medien. Selbst die Bildzeitung. DIE BILDZEITUNG. Anfang der Neunziger die Stimmungsmache, das Boot sei voll. Da gingen die Streichhölzer an, die Feuerzeuge entzündeten sich.

Hinter den verschlossenen Türen Europas…

Schlüssel

Lampedusa – Hamburg.

Es beschäftigt uns alle nun ja schon seit geraumer Zeit. Auch hier im Blog ist es immer wieder mal Thema gewesen. Lampedusa und die Festung Europa. Vor den Fernsehern und Bildschirmen schauen wir zu, wie afrikanische Flüchtlinge ertrinken. Es ist wie im Film Titanic, als die Boote wegrudern, halb leer, um nicht eventuell unterzugehen.

Besser leben in der Kommune 2

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Sorry. Zur Zeit kann ich euch nur Schiermonnigkoog bieten. Alle anderen Themen dieser Welt gehen an mir vorbei. Gut so. Keine Lust auf Zypern, Euro, Krise, Weltgedöns. Der Kapitalismus mit seinen Strömen von sonstwas nervt. Kohle von A nach B und in die Taschen von X nervt. War da nicht mal was von sozialer Marktwirtschaft? Nutzung der Kräfte. Teamwork. Wenn’s ums Geld geht, hört die Freundschaft auf. Europa. Freunde. Ah ja.

Wer hat die Antwort?

Auf alle, alle, alle unsere Fragen, Fragen?

Welche Fragen? Welcher Planet? Fokussieren wir: Erde. Hubble etwas schärfer stellen, weiter in die Mitte, nach oben. Deutschland. Früher hieß es, Land der Dichter und Denker. Heute dann eher… Was?

Fels in der europäischen Brandung. Wiedererstarkter Kämpfer im Ring. Was ist die Frage? Ich habe die Frage hier schon oft gestellt und werde sie wohl immer wieder stellen: Wie wollen wir leben?

Alea ACTA est oder alles ad ACTA?

Ich hatte lange keine Lust, mich hier im Blog politisch zu betätigen. Das letzte Jahr war unruhig genug und Christian Wulff hat mich nicht genügend inspiriert, um über ihn zu schreiben. Das überlasse ich gerne Spiegel Online, die das wunderbar machen. Wie ein Terrier hängt das Magazin dem BP an der Wade. Arme Socke, könnte man sagen. Muss man aber nicht und werde ich nicht. Das ist dann doch eher Zauberlehrling: Die Geister, die ich rief oder wie naiv kann ich als Politiker sein. Ich werde später auf Deutschlands bekanntesten Urlauber, Handynutzer, Schnäppchenjäger und Eigenheimbesitzer zurückkommen.