Zum Hass verführt, zur Gewalt bereit

Rattengift

Alles ganz einfach!

Der Lügenpresse das Maul stopfen. Die Bürger bewaffnen, damit sie Attentäter erschießen können. Zäune bauen, um Europa abzuschotten. Denen, die nicht zum Islam gehören, die Köpfe abschneiden. Die Krim annektieren. Die Kurden bombardieren. Auf Flüchtlinge schießen. Den Fans der gegnerischen Mannschaft die Kiefer brechen. Die Schwarzen im eigenen Land diffamieren. Bürgerwehren bilden.

Ey.

Was ist los? Die Menschen folgen in Scharen Trump, Petry, Putin, al-Baghdadi, Erdogan, Le Pen und Konsorten. Die haben in ihren Ausprägungen eines gemeinsam: Es gibt Schuldige. Bestimmte Gruppen in Form der Anderen sind schuld. Die Christen, die Schwulen, die Ausländer, die Journalisten, die Intellektuellen. Die Lösung: Die Schuldigen beseitigen. Töten, aussperren, einsperren, anklagen, verurteilen, diffamieren. Auf jeden Fall Gegnerschaften bilden. Trennen. Hier wir, dort DIE. DIE sind das Problem, man muss DIE nur loswerden und alles ist gut.

Dann zündet man einfach ein Flüchtlingsheim an und DIE sind weg oder kommen erst gar nicht. Oder man verlässt die Eurozone, damit man mit DENEN nichts mehr zu tun hat.

Das ist natürlich leider ein System der Kleingeistigkeit, in der sich alle von allen trennen und abschotten und Feindschaften geschürt werden und wachsen. Ich dachte immer, wir wären auf einem guten Weg. Wir alle, diese Menschheit, die versucht, die Dinge gemeinsam besser zu regeln.

AfD mit 13%. Nazis, die Häuser und auch Menschen anzünden. Denen Gesetze, Menschen scheißegal sind. Die eiskalt zuschauen und gaffen und höhnen, wenn irgendwo irgendwer verreckt, der ihren Vorstellungen nicht entspricht. Die kein Problem haben, Menschen zu verbrennen, zu erschlagen. Mit Baseballschlägern Kinderköpfe zu zertrümmern, wenn sie die falsche Farbe haben. Nagelbomben in Türkenvierteln zünden. Die NSU lebt mitten in Deutschland und hat mehr Freunde, als ich gedacht hätte.

Puh. Wie lange hat es gedauert, bis wir in Deutschland eine funktionierende Demokratie installiert haben? Wie haben die Büchners und Heines und Webers davon geträumt, dass es so ist, wie es heute ist. Ein Sozialstaat, der auf Miteinander setzt. Mit einem Netz, das auffängt. Mit Institutionen, die helfen, stützen. Und nun all diese zornigen, Beige tragenden Pegidas und Hools und AfDs und Nationalsozialisten.

Es hieß immer, es darf nie wieder geschehen. Das hat scheinbar all die vorhandene Braunfärbung unsichtbar gemacht. Lange Zeit. Und jetzt haben Nationalismus, Chauvinismus, Feindlichkeit gegenüber allem ihren Weg aus den Wohnzimmern und Kneipen in die Öffentlichkeit gefunden. Es drängt sich der Verdacht auf, dass dieses Land die Wurzeln des Faschismus niemals wirklich ausgegraben hat. Die sind unter der Oberfläche einfach immer weiter gewachsen.

Gestern wurde ein Auschwitz SS-Wachmann zu 5 Jahren Haft wegen Beihilfe zum Mord in 170.000 Fällen verurteilt. Und die Richterin erinnerte an all die, die ihre Strafe nach 45 niemals bekommen haben. All die SS-Faschos, die ihr Gedankengut als Familienväter einfach weitertragen konnten und es scheinbar getan haben. Wir sind die braune Scheiße niemals losgeworden. Und sie ist verbreiteter, als wir, als ich gedacht habe.

Wenn es zählt, wenn es drauf ankommt, dann wird es sichtbar. Kaum kommen Menschen, die unsere Hilfe brauchen, die vor Krieg fliehen, stehen die Biedermänner und -frauen in Dresden, in Freital, in Dortmund und in so vielen Orten auf.

Europameisterschaft 2016. Ich werde keine Deutschlandfahne mehr hissen. Keine Deutschlandfahne, die von der AfD und den Nazis des Landes mit Hass besudelt wird. Wir können noch einmal von vorne anfangen. Weder Deutschland noch Europa haben die Reife, Nationalgedanken dem Gemeinsinn unterzuordnen.

Gestern wurde die Europa-Befürworterin Jo Cox ermordet. Von einem Rechten oder Psychopathen (eigentlich ist beides eins). Der hat heute gesagt: „Mein Name ist: Tod den Verrätern“. Für Pegida und AfD sind die Journalisten die Verräter. Für Erdogan die türkischstämmigen Abgeordneten, die der Armenien-Resolution des Deutschen Bundestages zugestimmt haben. Alles Verräter, alle anzuzeigen, umzubringen… Mindestens. Alle mit dem Tod bedroht. Töten, töten, töten. An Grenzen erschießen. Habt ihr sie noch alle?

Die Zahl derjenigen, die mitlaufen, zustimmen, auch zündeln, verprügeln und mehr wollen, wächst momentan bedenklich. Vielleicht wird Trump Präsident der Vereinigten Staaten. Puh. Die AfD kommt auf jeden Fall in den Bundestag. In Österreich schafft es die FPÖ mit ihren Parolen vielleicht doch noch, den Präsidenten zu stellen. Dann ist da noch die Front Nationale, die UKIP, die rechtsradikalen Regierungen in Polen und Ungarn. Ey. Das darf alles nicht wahr sein. Alles getragen von breiten Schichten der Bevölkerung. Das sind nicht mehr einige Wenige.

Alles für die Katz? 60er-Bewegung, Seventies? Kommen rechte Parteien an die Regierung, werden erst einmal Bürgerrechte geschreddert. Polen. Nun, die Polen wollten das so. Sie haben das gewählt. Verfassungsgericht entmachtet, Sender unter Kontrolle gestellt. Hatten wir das nicht alles schon mitten in Europa nach dem gleichen Muster? Ist diese ganze verkackte Geschichte vergessen?

Die Türken haben Erdogan gewählt und ihre Pressefreiheit verschenkt. Die Briten versuchen gerade, ihren Gemeinsinn zu verschenken. Die Ungarn zäunen sich ein. Die Russen haben sich nach Perestroika für das repressive System Putin entschieden. Die Amerikaner scheinen sich nach einem unterirdisch beschränkten Bush nach einem noch flacheren Trump zu sehnen. Obama hat es in zwei Regierungszeiten nicht geschafft, das weltweit durch die Bush-Administration angerichtete Chaos auch nur halbwegs in den Griff zu bekommen.

Es ist Wahnsinn. Sie legen ihr Gift aus und es wird gefressen. Und plötzlich haben die Pegidas, AfDs, NPDlis, Trumpinis, ISler, Erdoganis diesen hasserfüllten Blick. WIR MÜSSEN SIE VERBRENNEN, ERSCHIESSEN, ERMORDEN, RAUSWERFEN, UNTERDRÜCKEN… Wir sind zurück in einem Zeitalter der Perversion, in der Pasolinis 120 Tage von Sodom Kinderprogramm sind.

Wer hätte gedacht, dass es so kommt. In diesem Land, in diesem Europa, auf diesem Planeten. Ich bin gespannt, ob die Briten nach der Ermordung von Jo Cox wach geworden sind und sehen, welche Geister sie mit einem Brexit rufen.

Und ich bin gespannt, wie es dieses verzweifelte Europa schafft, sich gegen all diese Brandstifter, Mörder, Schreihälse durchzusetzen. Europa ist eine Idee der Menschlichkeit. Es geht um Gemeinsamkeit und die Überwindung von Hass und Krieg. Was wird stärker sein?

Zum Hass verführt. Man ist immer für sich selbst verantwortlich. Am Ende ist es die Frage, wie man sich selbst entscheidet. Ob man Hass und Gewalt für sich selbst wählt. Es scheint, als gäbe es eine Sehnsucht in diese Richtung. Sonnenblume und Friedenstaube stehen jedenfalls gerade nicht hoch im Kurs. Wenn ich wüsste, woher all diese Idiotie kommt?

Mit Mama über die Weltlage gesprochen

Bildschirmfoto 2016-03-11 um 22.22.28

Heute war ich im homeoffice. Irgendwann rief mein geschätzter Kollege an, ob ich schon von Belgien gehört hätte? Nee, hatte ich nicht. Ein Kunde von uns ist seit Montag in Brüssel und heute hätte eine Messe begonnen. Hätte. Später habe ich mit unserem Kunden telefoniert, nachdem er irgendwann das Messegelände verlassen konnte. Nah dran. Das fühlt sich anders an.

Bomben mitten in Europa, nicht am Rande in der Ukraine, im Zentrum, in Brüssel.

Am frühen Abend hat meine Mama angerufen. Ihr Freund ist im Krankenhaus. Wir haben gesprochen, Mutter, Sohn. In meinem Leben habe ich viel mit ihr geredet. Mein Vater war durch seinen Schlaganfall und die linksseitige Lähmung auch als Vater gehandicaped, da hat meine Mutter übernommen. Das hat bei mir ein paar Dinge durcheinander gebracht. Männlich, weiblich. Ich weiß dieses Durcheinander zu schätzen, es ist eine etwas andere Perspektive, so ein paar Grad verschoben. Es war nicht einfach, zu lernen damit umzugehen und das als eine gute Eigenschaft zu sehen. Hat gedauert. Nun.

Durch den engen Kontakt zu meiner Mutter war mir das Weibliche immer nah. Kürzlich hat jemand einen Text von mir gelesen, ohne zu wissen, von wem er war. Als raus kam, dass ich ihn geschrieben habe, meinte er: Ah, ich hatte gedacht, den hätte eine Frau geschrieben.

Nun, was immer das bedeutet. Aber Fakt ist: Dieser Blog wird überwiegend von Frauen gelesen. Ist auf jeden Fall kein Männerding. Ich denke, das ist letztlich meiner Mama geschuldet, mit der ich heute am Telefon über die Welt geredet habe. Ihre Meinung gefällt mir. Sie meinte: Das ist alles, weil das Internet die Welt so klein gemacht hat.

Das Internet hat die Welt verändert, keine Frage. Gibt es da tatsächlich Parallelen? Der neue Markt Ende der Neunziger, die Web-Start ups, der Boom, die Türme. Seither passieren Dinge, die nicht schön sind. Schneeballeffekt. Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen. London, Madrid, Paris, Ankara, Brüssel. Anschläge hier, Anschläge dort. Ganz zu schweigen von Bagdad.

Parallel findet allerorten Radikalisierung statt. Die Türkei grenzt systematisch Demokratie ein. Ungarn, Polen. Im Amerika schickt sich Trump an, für die Republikaner und gegen den Willen der Republikaner um das Präsidentenamt zu kandidieren. Mit radikalen Ansichten. Und in Deutschland gewinnt eine rechte, in Teilen offen rassistische Partei bei Landtagswahlen 24, 15 und 12 % der Stimmen.

Es ist ein großes Geschrei dort draußen. Meine Mutter ist entsetzt wegen all des Gebarens. Ich denke, für sie ist das alles eine Sache schlechter Erziehung. So geht man mit Menschen nicht um. Wenn früher ein Hausierer an unserer Tür schellte, hat meine Mutter ihm kein Geld gegeben. Sie hat gefragt, ob er Hunger habe und hat ihm ein Brot geschmiert und etwas zu essen eingepackt. Mein Vater hat Menschen in Not mit nach Hause gebracht und bei uns übernachten lassen. Eine Kollegin von ihm war Zuhause verprügelt worden, da hat sie eine Woche im Zimmer meines Bruders gewohnt. Er war zu mir und meinem kleinen Bruder ins Zimmer gezogen. Es gibt viele Begebenheiten.

Ich schreibe das, weil ich meine Eltern für Ihre Humanität schätze. Humanität. Menschlichkeit.

Islamischer Staat, Donald Trump, diese neue Partei in Deutschland, die Werte der Menschlichkeit negiert und einfach, ein genialer Trick, als Lüge bezeichnet. Und viele folgen der feinen Flötenmelodie, weil sie Auflehnung dagegen verkündet. Das Prinzip ist so: Wir leben angeblich gar nicht in einer freien, demokratischen Gesellschaft, sondern sind fremdbestimmt durch verborgene, fremde Kräfte, die uns unterwandern. Das hat niemand gemerkt und viele sind in diese Unterwanderung eingebunden, weshalb alle lügen. Wenn man sich nun nicht dagegen stellt und das verlogen Etablierte nicht angreift, wegwischt, dann übernehmen Ausländer, der Islam oder links verspinnerte Gutmenschen das Land und sorgen für den Ausverkauf und Untergang. WÖHRETT DEN ANNFÄNGGGEN.

Die Gegenwehr ist bislang leider schwach. Sehr schwach. Was ich auf Facebook lese, ist der Versuch, den politischen Feind mit althergebrachten Mitteln zu bekämpfen. Auseinandernehmen, intelektuell sezieren und das Verwerfliche aufbereiten und dann mit Häme überschütten. Ich habe den Eindruck, dass das ziemlich schlecht funktioniert. Weil das die Menschen, die zum Beispiel oft bislang Nichtwähler waren und endlich eine vermeintlich gute politische Heimat gefunden haben, nicht interessiert. Im Gegenteil, die mittlerweile konventionell gewordenen Mittel des einst revolutionären linken Kampfes werden als Beweismittel für die Unterwanderung durch Lug und Trug gesehen.

Lug und Trug stehen dabei für falsch verstandene Werte. Für eine Atmosphäre der moralischen Integrität, in der man nichts mehr sagen darf. Vor allem nicht die Wahrheit. Und diese Wahrheit ist? Diese vermeintliche Wahrheit ist das, was diese neue Partei verkörpert. Und was verkörpert sie? Im Grunde das, was früher als der Stammtisch bezeichnet wurde. Was früher jedoch bierselig als stramm provokant rechts hinter verschlossenen Kneipentüren ausposaunt wurde: „Die müsste man alle…“, wird nun auf Marktplätzen, über soziale Medien und durchs Fernsehen multipliziert und multipliziert und multipliziert. Der Aufstieg hat sich mit rasender Geschwindigkeit vollzogen. Aus dem Stand die 5 % Hürden reihenweise übersprungen. Und alle haben diese Kampagne getragen. Die Talkshows, die sozialen Medien, die Presse – alle haben sich in ihrem Kampf gegen die neue Partei zu Multiplikatoren, zu Bühnen, zu Reichweitenverbreitern gemacht. Wie oft habe ich das Logo gesehen. Natürlich mit einem verunglimpfenden Spruch versehen. Letztlich hat das die Partei bekannt und bekannter und zu einer Marke gemacht. Zu einer attraktiven Marke, mit der sich zu viele identifizieren.

Und ja, da hat meine Mutter Recht, denke ich. Das Internet beschleunigt das alles. Hier treffen sich alle. Auch die, die sich politisch schon verloren gegeben hatten und nun plötzlich Aufwind spüren. Die Skepsis, das Dagegen hat HEIMAT. Das funktioniert nicht nur in Deutschland. Unzufriedene weltweit finden zusammen. Unter schwarzem Banner mit weißer Schrift, unter weißen Halbmonden und auch unter Sternenbannern.

Woher kommt all diese globale Unzufriedenheit? All diese Bereitschaft zu Tod und Krieg und Schande? Weil die Welt ungerecht ist? Geht es um Geld, Öl, Macht?

Paris, Belgien. Auf Facebook hatte jemand geposted: Je suis sick of this.

Meine Mutter meinte, es müsste einem was einfallen, was man der Welt geben kann, dass sie sich besinnt. Würde ich jetzt sagen, dieser Einfall wäre das Wort Liebe, dann würde ich mich der Lüge und des Gutmenschentums verdächtig machen. Egal. LIEBE. Nur weil das Wort so schön ist.

Nun, dann sagen wir zumindest: Respekt. Ein höfliches, zuvorkommendes Miteinander, wie man es an einer guten Nachbarschaft schätzt. Nur: jemand müsste anfangen. Mir würde es gefallen, wenn Europa den ersten Schritt täte. Das gute, alte, heute erneut verwundete Europa.

Der IS weiß, was er tut. Er sät Hass und freut sich über all die Pflänzchen, die aufgehen. Er züchtet sich Feinde im Glashaus Europa, in dem die Wachstumsbedingungen immer besser werden. Brüssel war frischer Dünger für den Hass. Schließlich können jetzt all diese Parteien da draußen rechts sagen: Siehste! Und sie können die Finger erheben und zeigen, wohin die Lüge geführt hat. Weich sein, ist in ihren Augen die Lüge, hart sein die Wahrheit. Die einzige Sprache. Man muss zurückschlagen, denken sie, man muss harte Maßnahmen ergreifen, sagen sie. Und sie bekommen Applaus.

Wenn auf zwei Seiten Hass wächst, wird am Ende des Tages nichts Gutes dabei rauskommen. Minus und Minus wird nur in der Mathematik zu Plus. Im wahren Leben endet das in Tränen.

„I believe in humanity“ – Macklemore/ Köln/ Lanxess Arena

Bildschirmfoto 2016-03-17 um 00.00.10

…and had a really really really good time

In order to have the best dance party in the world
All you have to do it: DANCE!

Weihnachten 2015. Das erste Mal ist Zoe nicht da. Surfen in Neuseeland. Mein Herz blutet. Diese kleinen Abschiede sind gut, aber schmerzen. Natürlich. Nichts anmerken lassen. Man muss sie gehen lassen. Es ist der Weg.

Zuvor hatte ich Glück. 1Live hat mir auf dem Weg nach Essen erzählt, dass am nächsten Tag die Tickets für Macklemore & Ryan Lewis vertickt werden. Online. Ey! Klar, Mann. Zoe hat wie bekloppt diese fucking 1Live Nummer gewählt, um beim Radio-Konzert dabei zu sein. For free im Gloria. 1.000 x gewählt. Besetzt. Nix.

Sie hat es ohne Tränen genommen. Sie ist tough, sie ist schön, sie ist klar, sie ist Vegetarierin, sie will Ärztin werden, sie ist die Beste. Tochter der Welt. Habe ich hier je erzählt, wie tief ihr Name in die Wände meines Herzens tätowiert ist? Ihr wisst, wie es ist, wenn man Tränen in den Augen hat, weil ein Gedanke angeflogen kommt, dass ihr irgendetwas passieren könnte.

Ich wollte diese Karten für Zoe. Das Konzert war rasend schnell ausverkauft. ZACK. Zwei Karten habe ich erwischt. Bingo. Kurz vor Schluss. Alle wollten.

Und dann, hat sie sie in Neuseeland geschenkt bekommen und hat sich wie doof gefreut. Nun hatte ich zwei gekauft, damit sie eine Freundin mitnehmen kann. Hat sich nicht. Sie hat gesagt: „Paps, natürlich gehen wir beide.“ Hach.

Das Konzert. Wow. Wie beschreiben? Dance. Abgeflogen. Ich liebe zum Beispiel den Song und das Video:

And we danced, and we cried
and we laughed and had a really really really good time
Take my hand, let’s have a blast
And remember this moment for the rest of our lives

Leider werden solche Abende derzeit überschattet. Der Abend vor den Landtagswahlen in Deutschland. War klar, dass diese Partei die Stimmen holt. Deutschland hat die Hose runter gelassen. Seit 45 heißt es: „Das darf nie wieder geschehen.“ Sie haben gekuscht, die Schnauze gehalten. Ein paar Wehrsportgruppen, immer mal wieder Nazis. Aber keiner wusste, dass es so viele sind. „Das habe ich nicht gewusst!“ Rassismus in Deutschland is real. Die traurige Wahrheit: es hat sie seit 45 immer gegeben und es sind mehr, als wir gedacht haben. Wir müssen neu denken, ich muss neu denken. Die Uhren wurden zurückgestellt. Es ist frustrierend. Dieses Land hat es nicht geschafft. Unter uns leben Nationalsozialisten. Rassisten. Und es sind viel mehr als angenommen.

Das ist Demokratie. Rosa Luxemburg: Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden. Wen genau muss dieses Land integrieren? Wer sind die Fremden? Mir sind hier einige Leute, die hier schon sehr lange wohnen, sehr fremd. Es ist, als ob man mit einem sehr unangenehmen Menschen in einer WG wohnt. Ausziehen? Boah, ey.

Weshalb ich die Politik erwähne? Nun: Macklemore ist Pop-Ikone mit politischem Statement. Dance und Haltung. Macklemore kam rein. Hat alle aufstehen lassen. Yep. Nix dumm rumsitzen und so ein wenig mit dem fetten Popo auf dem Sitz rumrutschen. PARTY! Das hat er drauf. Das hat er gemacht. Es krachen lassen.

Und er sagte diesen Satz: „I believe in humanity!“ Und er hat über Deutschland gesprochen und seinen Respekt gegenüber der Grenzöffnung für Flüchtlinge. Menschlichkeit. Angela Merkel. Für viele andere ist das Boot voll. Ein paar dürfen rein, der Rest soll wo auch immer einfach verrecken. Ertrinken, erfrieren, dem IS vor die Füße geworfen werden. Brot und Spiele. Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. Mitten in Deutschland 2016. Nun ja, nicht mitten in Deutschland, es gibt da Randbereiche. Wie viele Juden sind 39-45 gestorben, weil sie kein Asyl bekommen haben?

Es ist einfach kaum zu fassen. Ich bin gleichzeitig stolz auf Deutschland wie nie und schäme mich gleichzeitig in Grund und Boden. Wo den Blick hinwenden? Wenn Frustrierte auf Flüchtlinge treffen. Es wird nichts anderes übrig bleiben, als nachzufragen, was so frustrierend ist. Wir scheinen da einige Dinge nicht mitbekommen zu haben. Demokratie muss jetzt zeigen, was Demokratie kann.

Macklemore hat den Saal gerockt. 15.000 high. Was für ein Typ. Was für ein Vergnügen, das mit Zoe zu erleben. Unvergesslich. Und Zoe und ich mittendrin. Nach dem Konzert habe ich Zoe auf eine Party in Overath gefahren und bin dann in Richtung Essen abgedreht. Macklemore im Radio. Geflasht. Hier die Songs – meine Favourites habe ich zu youtube verlinkt:

Light Tunnels
Brad Pitt’s Cousin
Buckshot
Thrift Shop
The Shades/Arrows
Wing$
Same Love
Growing Up
White Privilege II
Kevin
St. Ides
Let’s Eat
White Walls
Can’t Hold Us

Encore:
And We Danced
Dance Off

Encore 2:
Downtown

Macklemore muss unbedingt in dieses Tagebuch. Das werde ich nicht vergessen. Am Ende hat er die 15.000 Peace rufen lassen. 3x. Ich habe sehr gerne mit den Wölfen geheult. Es kommt immer auf den Text an, und die Haltung. Die verfickte Haltung, die manche einfach nicht mehr hinbekommen. Aufrecht, mit geradem Rücken, der Vergangenheit auch in Zukunft in die Augen schauen können.

„I believe in humanity!“ YES.

Parole Deutschland

Schafskopf

Ey.

Ist das noch wahr? Heute stand in Detmold ein 94 Jahre alter SS-Wachmann vor dem Richter. Einer der Letzten. Ich glaube, es geht um Mord in 170.000 Fällen. Irgendwo, das habe ich gestern gelesen, stehen 3 Deutsche vor Gericht, die einen Molotow-Cocktail in einem Asylbewerberheim in ein Kinderzimmer geworfen haben. Horst Seehofer spricht von der „Herrschaft des Unrechts“. Ich habe ihn hier jetzt mal bewusst eingereiht, weil man irgendwann seine demokratischen Rechte im Nebel des Hasses abgibt. Biedermann und die Brandstifter ist gerade ein sehr beliebtes Gesellschaftsspiel. Nach Seehofer kommt die Frau vom AFD, die sich wünscht, dass an der Grenze auf Menschen geschossen wird. Das ist der DDR-Schießbefehl in andere Richtung. Ziemlich wirr, diese Frau. Erst wollte sie, dass auf Männer, Frauen und Kinder gezielt und geschossen wird, dann nur auf Frauen und Männer und nun tut es ihr Leid. Kann mir einer sagen, weshalb die Meinungen von solchen Menschen gedruckt, kolportiert, weitergegeben werden?

Spielen wir gerade das Spiel, die am lautesten schreienden Vollpfosten geben den Ton an? Es lässt sich gerade gut Karriere machen am kalten Ende der Politik. Da treten sehr bizarre Persönlichkeiten in das Scheinwerferlicht unserer altehrwürdigen Demokratie.

Köln.

Silvester.

Dammbruch. Seither wird man doch wohl mal sagen dürfen. Boah ey, was ist denn da für eine Eiterblase geplatzt? Rassismus in Deutschland ist in. 2006, Sommermärchen. Betonung auf Märchen. Friede, Freude, Eierkuchen. Alles gut, alles schön, alles nett, pure Harmonie. Wo waren die alle? Saßen die Zuhause im Wandschrank? Haben die ihre Hakenkreuze im Keller poliert?

Dresden.

Montags.

Als ich in Dresden war, habe ich Klaus getroffen. Er hat mir von den Amis erzählt, die alles voll pissen. Dann habe ich ihm gesagt, dass ich aus New York komme und habe ihm meine amerikanische Frau vorgestellt. Und schon sang er das Loblied des Friedens. Der Völkerverständigung. All together. Ich dachte, naiv, das verwächst sich. Irgendwann wird es keine Klause mehr geben. Die haben in ihren dunklen DDR-Wohnungen mit tiefbraunen Duscharmaturen gehaust. Klaus aus der Kiste. Da bin ich.

Dortmund.

Heute.

Razzia in 5 Neo-Nazi-Wohnungen. Die haben an Silvester Polizisten schwer verletzt.

Düsseldorf.

Kürzlich.

Razzia. Maghreb-Viertel, die dealen, klauen, belästigen sexuell. Die, die da nerven.

Wen nun, schiebt man ab? Den Klaus, die Nazis, die Maghrebs? Die Pegidas? Die AFD? Den Seehofer?

In Aleppo wird bombardiert. Menschen flüchten, werden an Grenzen aufgehalten, haben Assad im Rücken. Auf Spiegel Online ist das Foto des Mannes, der im Mittelmeer vorne am Bug seines abgesoffenen Bootes ausharrt und auf Hilfe wartet. Manchmal kommt die, manchmal nicht, es ist Roulette. Rien ne va plus. Der Einsatz ist hoch. Wer gewinnt, kommt nach Deutschland.

Heinrich Heine.


Es sind die grauen Mäntel noch
Mit dem hohen, roten Kragen –
(Das Rot bedeutet Franzosenblut,
Sang Körner in früheren Tagen.)

Noch immer das hölzern pedantische Volk,
Noch immer ein rechter Winkel
In jeder Bewegung, und im Gesicht
Der eingefrorene Dünkel.

Sie stelzen noch immer so steif herum,
So kerzengrade geschniegelt,
Als hätten sie verschluckt den Stock,
Womit man sie einst geprügelt.

Wintermärchen. Haut schon eher hin, ihr armen einst geprügelten Pegidas, die ihr nun um euch beißt wie getretene Hunde. Feige Bande.

Heute kam mir der Gedanke, dass es in Aleppo keine Bunker gibt. Wer wäre auf die Idee gekommen, welche zu bauen? Ist man nun Mensch in Aleppo, Vater, Mutter oder ein Kind, wohin geht man, wenn die Bomber kommen? Wohin verkriecht man sich? Um wie viel größer und angebrachter ist die Angst gegenüber der Angst der zutiefst verängstigten Deutschen, die sich nicht auf die Straße trauen wegen all der Gefahr.

Die Grabscher, die Eingeschleusten, die Schläfer in Übermacht. Empathie scheint ein chemisches Element zu sein, das unter der Zugabe von Realität und Belastung im Millibereich in Flammen aufgeht. Die Haut ist dünn, die Gemüter sind erregt. Es herrscht Panik wegen all der Vorkommen. Köln. Genau genommen: Köln. Also, wenn man nach Köln sieht.

Dann wird die Karte auf Spiegel online, die all die brennenden Flüchtlingsunterkünfte zeigt, relativiert. Dieses Land ist in seiner kompletten Hysterie irritierend. Was ist denn hier los, wenn es richtig hart kommt? Selbstschutz? Saalschutz? Schutzstaffel? Ab in die Stiefel, ran an die Gewehre, die Grenzen schützen.

Camus. Der Fremde. Erst schießen, dann überlegen.

Dieses Deutschland in diesem Winter macht keinen Spaß. Und stolz kann man gerade nur auf die sein, die in keine Richtung hassen, kratzen, beissen. Gibt es nicht mehr so viele von. Die Kakophonie wird immer schriller, mancherorts hat das Hinterfragen aufgehört und der Stammtisch hat das Ruder übernommen und Panzer und U-Boote in Karnevalsumzüge geschickt. Das Auftürmen von Boshaftigkeit und schlechtem Geschmack hat Hochkonjunktur. Deutschland hat in einigen Teilen Mundgeruch bekommen, einen durchaus schlechten Atem. Und fiese Schweißflecken unter gereckten Armen.

Mir ist dieses Land, das ich schätze und liebe, gerade ein wenig unangenehm. Es riecht nicht gut, es ist uncharmant, plump und beige-grau. Total unwitzig. Gut, es wird sich einrenken, die Schwachmaten werden ihre Stimme verlieren und ihre gemein-dümmlichen Transparente einrollen. Irgendwann kriegen diese so überaus mutigen Spießer Angst und Gegenwind. Momentan fühlen sie sich wie King Louis. Endlich am Drücker. Und die verdammte Lügenpresse spielt das Spiel so schön mit. Wenn eine sagt, auf Kinder schießen, dann druck ich das und freu mich über die Story und die abverkaufsstarke Aufregung. Was für ein erbärmlicher Hühnerhaufen ist dieses Land im Augenblick. Silvester in Paris ist schön. Italien im Sommer. Die Bretagne im Spätsommer. Und Deutschland im Februar 2016 so ganz überhaupt gar nicht. Heinrich, nie war ich dir näher.

„… dann ist das nicht mein Land.“

wertheim8_red
(Installation Sebastian Linnerz, Köln)

Respekt.

Natürlich war ich als Kind der Seventies immer für die Revolution. Nichtsdestotrotz habe ich bei der Bundeswehr als Scharfschütze gedient. Und anschließend für immer verweigert. Schizophren, könnte man meinen, denken, sagen. Nun. So ist dieses Land. Es gibt Freiheiten, Irrwege, Richtungsänderungen, Meinungen, Umdenken.

Eine Frau als Kanzlerin. Für dieses Land ein Novum. Ein Extra. Führungspositionen tragen Krawatte. Dunkelblau. Sie trägt Kostüm und Zurückhaltung. Angie-Fan zu sein, war bislang nicht einfach, es sei denn, man hat schon immer Karohemden getragen, das System nie in Frage gestellt, ist den geraden Weg gegangen, hat es stammtischgerade immer besser gewusst. „Kann nicht funktionieren, wird nicht funktionieren, das hat es noch nie gegeben.“ Konservativ halt. Da kann man technisch innovationieren, bleibt gesellschaftlich aber gerne die rote Laterne des Fortschritts. Aus Angst, aus der im Mantra wiederholten Sorge heraus, es könnte sich etwas verändern. Wenn das Konservative zum Fels wird, der kühl und starr Werte manifestiert und bewahren will, die Werte der Menschlichkeit und des Sozialen aber außen vor lässt, ist etwas faul im Staate Dänemark. Je dunkler, je starrer, je unmenschlicher.

Deutschland im Spätsommer 2015. Der lange Weg aus dem Krieg ist bei uns angekommen. Die Gesichter der Leidenden steigen aus dem Fernsehen über die Grenzzäune. Der Treck 1945. Rette sich, wer kann. Wo eine Not ist, ist auch ein Weg.

Eine vollkommen neue Situation. Herrje, die Nazis, wie sollen sie damit zurechtkommen. Da sitzen sie um ihre Gauleiter und klagen über die Zukunft Deutschlands. Dabei, einen lieben Dank an euch, habt ihr doch erst alles ins Rollen gebracht. Der Zauberlehrling seid ihr. Walle, walle. Ihr dachtet, die Revolution des nationalen Widerstandes wäre da und unter den Klängen Wagners in Form von „ROARR“ würde die Demokratie die Segel streichen und ein Führer käme aus den Tiefen des deutschen Bodens aufgefahren.

Loderndes Feuer. Der Wahnsinn Neros. Es soll brennen. Sie sollen brennen. Und nun? Wohin haben die Zündeleien geführt? Wohin die betrunkenen, grölenden Auftritte in Freital und Heidenau? Zunächst einmal sind die Städte als Marken verbrannt, zu unschönen Symbolen geworden. Sie tragen nun das Brandzeichen des Hasses und werden zu Stiefbrüdern von Hoyerswerda, Rostock, Mölln. Das ist gemein für die, die dort einfach nur leben möchten. So ist Leben. Zur falschen Zeit am falschen Ort.

Volksverräterin haben sie gerufen, als die Bundeskanzlerin in schwarzer Karosse vorfuhr. Das wird ihr nicht gefallen haben. Helmut Kohl hat das damals ignoriert, als die Familie Genc in Solingen verbrannt wurde von Nationalsozialisten. Angetrunkenen. Nach einem Polterabend. Immer sind sie angetrunken.

„Gürsün İnce (27) und Saime Genç (4) erlagen ihren Verletzungen nach einem Sprung aus dem Fenster. Ein sechs Monate alter Säugling, ein dreijähriges Kind und der 15 Jahre alte Bekir Genç wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Bekir Genç erlitt schwerste Verbrennungen und unterzog sich seit dem Anschlag insgesamt 30 Operationen und Hauttransplantationen. 14 weitere Familienmitglieder erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen.“ (Wikipedia)

Der Tod ist ein Meister aus Deutschland.

Nun brennt es wieder in Deutschland. Die Nationalsozialisten brechen reihenweise Gesetze. Hassbegründet. Vererbt vom Großvater, Vater, Onkel. Braune Sozialisierung in Dortmund und Dresden. Dort scheint es am schlimmsten zu sein. Und natürlich hier und auch woanders. Auf Spiegel Online gibt es eine Karte der Brennpunkte, der Orte, an denen sie zugeschlagen haben. Auf Spiegel Online gibt es auch Jan Fleischhauer, der den „Gutmenschen“ ihr Mitgefühl vorwirft und sie in einer schmerzlichen Arroganz als dumm abkanzelt. Er scheint den Brandstiftern, den Volksrettern näher zu stehen als den Menschen in Dortmund und München, die früh Morgens am Bahnhof stehen, um zu helfen. Bespuckt und bepöbelt von denen auf der anderen Straßenseite.

An der Demokratie wird ein wenig gerüttelt. Ein Teil der Bevölkerung steht nicht hinter der Verfassung, die das Fundament unseres Landes, unseres Zusammenlebens ist. Die Nationalsozialisten haben versucht, diese Verfassung mit Brandbeschleunigern anzuflämmen. Kurz sah es so aus, als würden sie Aufwind bekommen. Ihr Lächeln in die Kameras wurde breiter. Und nun? Haben viele Menschen dieses Landes geantwortet. Die Hilfsbereitschaft ist grenzenlos. Auch wenn es Fleischhauer und der CSU und der NPD nicht gefällt, ein großer Teil der Menschen in diesem Land sind bereit, Zuflucht zu gewähren. Auch, wenn es 10 Milliarden Euro kostet. Auch auf die Gefahr hin, dass sich dieses Land verändern könnte.

Und dann sagt Angela Merkel: „Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“

DANN IST DAS NICHT MEIN LAND.

Das ist ganz nah an Willy Brandts Kniefall. Das ist großes Kino. Gefolgt von der Aussage, dass die Verfassung keine Obergrenze kennt. Grundgesetz, Artikel 16 a: Politisch verfolgte genießen Asylrecht.

2006 beim Sommermärchen dachte ich: Hey, dieses Land hat sich verändert. 2015 nach Freital und Heidenau dachte ich: Schade, doch nicht. Nun denke ich doch wieder anders. Es gehört zum Wesen dieses Landes, dass wir dem Frieden nicht trauen. Wie viel Hitler steckt in Deutschland 60 Jahre danach? Ein Teil oder nur Spuren? Manche sind durchzogen, die meisten sind klar und tragen das Herz dort, wo es hingehört. Dieses Land, diese Demokratie ist nun stärker als vor einem Monat. Zusammenrücken tut gut, dann spürt man sich und verlässt die Lethargie des Wohlstands.

Nationalsozialisten wirken bedrohlich und böse, wirklich von Bedeutung sind sie nicht. Einfach nur unangenehm lästig. Das ist eine Botschaft, die mir gefällt.