Ostersonntagskinder:)

Nun.

Es war im Sommer 2012. Viveka und ich hatten uns im Jahr zuvor kennengelernt. Eine Urlaubsbekanntschaft zwischen Familien. Wir haben uns im Herbst im Anschluss an den Sommer in Nosbach getroffen. Zwei Familien, die Kinder zwischen 13 und 15 Jahre alt. Es kam der Frühling 2012, mein Vater starb, Michaela fand einen neuen Freund und ich ruderte in meinem Leben mit den Armen. Ich wusste nicht, ob ich von einer Felswand in die Tiefe stürzen würde. Ich war wie ein Fisch ohne Kiemen, ein Mann unter Wasser, ein Atemloser. Orientierungslos, gewillt, zu überleben. Irgendwie.

Das süße Gefühl Sehnsucht

Bilder, Texte, Musik. In der Summe Menschen. Die vielen und die Besonderen.

Sitze den ganzen Tag schon in der Küche. Es ist lustig. Gerade lebe ich allein in einem großen Haus. Oben habe ich eine Büroetage, aber ich arbeite an einem alten kleinen Holztisch neben der Espressomaschine. Coppis Küche. Peter Weiß. Ästhetik des Widerstands. Jim hat sich aus Nord-Spanien gemeldet, er erreicht heute Portugal. Geht über die Grenze. Hat gestern Nacht wieder in seinem Fiesta-Ford-Wohnmobil gepennt. Der Junge ist in seinem Geist, in seinen Möglichkeiten, in seinen Bedürfnissen so frei. Wenn es sein muss, schläft er auf dem nackten Boden und sagt am nächsten Morgen „war hart“, geht Frühstücken und der Sonne nach.

you decide

Spiegelung V+J

Ich könnte jetzt kommen, mit dem inneren Glück und dem Weg, dem man folgt. Der Sache mit dem Karma und der Wirklichkeit, die man in jedem Moment selbst entwirft. Das eigene Morgen gestalten.

Schiefes Hochhaus

Manchmal aber, läuft man durch das Leben wie durch eine Stadt. Es ist sehr verwirrend. Überbordend, fordernd, bohrend. Die Perspektiven, die Möglichkeiten, die Lichter, die Linien. Vor allem die Linien, als wäre alles vorgezeichnet und nur irgendwann ausgemalt worden. Wer macht soetwas? Ausmalen?

Würde und Exzellenz

Turm

Ich weiß nicht, wie es euch so geht mit Sprache. Passiert es euch manchmal, dass ihr ein Wort hört, das trifft, passt, bewegt?

Jeden Tag schiebe ich viel Worte hin und her. Schaue nach den guten, bewegenden, versuche den vagen, verschlissenen, eingebrannten aus dem Weg zu gehen. Was passt, was ist durch, was neu, wieder neu…

Mein neues Revier im Revier

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Maikäfertal. Das ist seit Jahren mein Heimatrevier. Herr Cooper und ich. Ab und an ein Reiter, einmal im Jahr ein Jäger, der Revieransprüche stellt, sein Wild vor mir und Herrn Cooper schützen will. Ansonsten: Jeden Tag anders. Wolken, Sonne, Schnee, Grüntöne, Brauntöne, Vogelstimmen, mal ein Storch, Rehe, kürzlich ein wunderschöner Feldhase, die Wiesen mal so, mal so. Immer im anderen Look. Ein Tal, 1.000 Gesichter. Jeden Tag neu, faszinierend.

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Und nun?

Wahre Liebe kostet zwei echte Freunde.

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Ach. Du meine Güte.

Klar, natürlich, selbstverständlich. Da gibt es Studien. Oxford, England. Die haben das mal auseinanderklamüsert. Haben Menschen befragt nach dem Motto „Hey, weißte noch, weißte, wie du dich verliebt hast? Wie war das da mit den Kumpels?“ Die meisten haben gesagt: Zwei weg. Autschn.

Von wegen Marius Müller. „Freundschaft ist die Einzige, die zählt.“ Is noch drin im Kopf, obwohl mir Westernhagen im roten Anzug so gar nicht mehr gefällt. Nix mehr mit 18 und Rock’n Roll-Band und Straßen sind aus Dreck gebaut.

Let the Lights shine

Winterdepression. Ups.

Heute Morgen gelesen. Die kommt automatisch, wenn uns Tageslicht fehlt, was ja klar ist, wenn die Sonne es kaum durch die Wolken schafft und untergeht, bevor sie aufgegangen ist. Gefühlt. Irgendein Hormon wird nicht ausgeschüttet, was uns dann zu unserem Glück fehlt. (Boah ey, macht das Bloggen mit meiner neuen Apple-Tastatur Spaß. 95% weniger Vertipper, weil jede Berührung zählt. Kein Tastaturhämmern mehr, das unser Hausfundament wackeln lässt. Herr Schönlau, Sie haben gut investiert. Weise, vorausschauend. Danke.)

How to energize your life now!

How, now, wow! Spectacular! Das ist die Sprache von new age. Gerade sitze ich hier vor meinem Bildschirm und quäle die Tastatur mit harten Einschlägen. Hämmern! Als würde Robert Redfort als investigativer Journalist die Story seines Lebens in die Maschine knallen – so kurz vor Redaktionsschluss. Ich fühle mich wie dieses batteriegetriebene Duracell-Äffchen, das die Becken voller Lust und Freude gegeneinander schlagen lässt. Immer und immer.

Und jetzt alle: Lächeln:)

Heute ist Welt-Lächeltag. Echt. Vom großen Rat des Vereinten fiftyfiftyblogs beschlossen und verkündet. Ich meine, nach dem Spaß gestern mit „Ziemlich beste Freunde“ sollten wir die Stimmung noch ein wenig auskosten. Hier im Rheinland beginnt ja so allmählich die fünfte Jahreszeit und alle schunkeln sich mental schon mal ein. Die große Frage, die im Raum steht: Was ziehe ich an? Als was gehe ich?

Zeit, ganz persönlich mal wieder was zu ändern…

Genau. Change. Gestern habe ich es schon geschrieben: Ich bin eingeladen worden, Teil eines Online-Changeprogramms zu werden. Veränderung 2012. Persönliche, individuelle Veränderung. Think global, act local. Also bei sich anfangen. Irgendwo drückt ja immer der Schuh und es lässt sich alles noch ein wenig angenehmer gestalten.