Schmetterling, Cooper, Fischrettung

Seid ihr schon einmal von einem Schmetterling geweckt worden? Gestern Morgen flatterte einer bei mir am Schlafzimmerfenster und wollte raus in die warme Novemberluft. Zuvor hatte er wochenlang in einer Zimmerecke gehangen und uns war nicht ganz klar, ob er schläft oder gar nicht mehr lebt. Er lebt. Ich habe ihn dann ganz vorsichtig genommen, ohne mit den Fingern an seine Flügel zu kommen, und habe ihn dann draußen fliegen lassen. In einen schönen blauen Novemberhimmel mit weißen Wolken.

Jim, Cooper und ich sind dann raus in die Natur. Runter zu den vom Hochwasser des Bachs überschwemmten Wiesen. Cooper ist rumgejagt wie ein Irrer – immer wieder rein in die Suppe, Stöcke holen. Jim und ich haben uns dann Stück für Stück das Tal runtergearbeitet. Ich hatte keine Gummistiefel an und musste alle möglichen Feuchtgebiete umgehen. Die gibt es nicht nur in Büchern, sondern auch in der Natur. Als ich gerade über eine Riesenpfütze springen wollte, sah ich einen Fisch. Der lag im flachen Wasser auf der Seite. Ich dachte, er wäre tot. Dann habe ich Gras beiseite geschoben, das seinen Kopf bedeckt hatte, und sah sein lebendiges Auge und sein sich bewegendes Maul. Er atmete. Jim hat ihn dann genommen und in den Bach gebracht, wo er sich gleich berappelte und los schwamm. Hat der ein Glück gehabt. An der Stelle, hinter so vielen Zäunen, ist normalerweise nie ein Mensch. Und heute Morgen war da schon kein Wasser mehr. Manchmal muss man einfach Glück haben.

Das wünsche ich euch für heute und die ganze Woche. Vielleicht mal Lotto spielen oder doch lieber auf die eigenen Talente und Fähigkeiten besinnen? Oder beides. Wie ihr wollt. Ciao.

17 Antworten auf „Schmetterling, Cooper, Fischrettung“

  1. Es ist immer wieder so schön Deine Beiträge zu lesen. Schmetterling hatt eich einiger Zeit einen wunderschönen vom Fenster des Wintergartens im 4. Stock.

    Irgendwie geht da nix bei mir heute Morgen noch, aber das wird schon noch werden.

    Dir, Ela und den Kindern eine tolle und erfolgreiche Woche.

    Herzlich
    Gitta

    1. Hi Gitta,

      danke. Heute habe ich mich ja eher auf die Fotos konzentriert. Gestern Morgen waren so tolle Wolkenformationen am Himmel. Da waren Wolken, die sahen aus wie Flammen. Und noch ist alles so grün. Das Gras der Wiesen wächst noch, weil es so warm ist.

      Liebe Grüße

      Jens

  2. Hallo Jens,

    was ist das für ein tolles Foto, das vom Fisch! Und die anderen sind auch sehr stimmungsvoll. Es ist doch wirklich immer wieder ebenso beglückend wie erstaunlich, dass es die kleinen Dinge sind, die einem den Tag versüßen und dass es dafür z.B. nur einen Schmetterling und einen Fisch braucht und die Bereitschaft, genau hinzuschauen. Und dass Dein Sohn den Fisch in den Bach zurückbrachte, rührt mich sehr. So sollte es sein und nicht anders.
    Einen schönen Tag noch!

    Viele Grüße Eva 2

    1. Hi Eva,

      der Fisch sah wirklich toll aus. Ganz goldfarben. Jim meinte, das sei eine Forelle. Ich bin mir nicht sicher. Beeindruckend war auf jeden Fall das Auge. Rotbraun mit einem Punkt in der mitte. Sehr lebendig. Jim hat den Fisch in die Hand genommen und erst in eine andere Pfütze gelegt und dann zum Bach gebracht. Das war für ihn keine Frage, das Tier anzufassen. Sehr beherzt.

      Liebe Grüße

      Jens

  3. Hi Jens,

    schönes Novemberbild, das erste. Zeigt diese Stimmung, die ich um diese Jahreszeit so mag. Dieses Karge. Schwarze Äste, die in den Himmel stechen. Die Essenz des Baums…

    Viele liebe Grüße
    filo

    1. Hi filo,

      das war auch eine sehr schöne Stimmung. Mit Jim im Wald. Er ist auf dem Survivaltrip. Schnüre aus Pflanzenfasern herstellen. Sehr gut geeignte sind Brennesseln. Und über uns diese Bäume und der Himmel. Die Wolken zogen, über dem Mühlenberg gab es Wolken, die aussahen wie Flammen. Dann zeigte sich die Sonne, dann verschwand sie. Schön zum Zugucken, was da so am Himmel alles geschieht.

      Liebe Grüße

      Jens

  4. lieber jens,

    das erste foto weist so schön darauf hin, daß sich unser blick doch weiten möge, himmelwärts und wohl auch erdbezogen.

    doch welch ablenkungsmanöver mag das sein…

    denn schon das nächste bild mit cooper auf dem cissen enthüllt bedenkliches –
    DER HUND HÄNGT AN DER STECKDOSE!

    schwer verstört werde ich gleich im frostigen draußen orientierung suchen.
    laub fegen.

    dir eine gute woche.

    denk auch an die pausen.
    mal die seele baumeln lassen und die batterien
    aufladen.

    oh.

    1. Hi Hermann,

      jetzt ist es raus: Cooper ist ein Elektrohund. Elektromechanisch angetrieben und ich bin ein verrückter Erfinder, der lauter so Zeugs baut in seinem Tüftlerschuppen. An die Pausen denke ich auch. Heute Nachmittag habe ich Kinderdienst und ich werde mit denen Tee trinken und Dominosteine futtern. Ganz gemütlich.

      Liebe Grüße

      Jens

  5. In Kürze, lieber Jens, in Kürze:

    Am gestrigen Abend, und es war schon recht spät, meldete sich bei mir ein Fabrizio Ingenerii aus Milano, der vorgab, die Feinmechanik für Elektro-Cooper geliefert zu haben.

    Bevor er nun diesen Weg an die Öffentlichkeit suchte, wandte er sich bereits an eine nordamerikanische Firma, die Steuerungssoftware herstellt und deren Geschäftsführer Billie Pförtchen heißt, stammend aus einer deutschen Auswanderergeneration.

    Ja, auch Deutsche sind Einwanderer, nur anderswo.

    Aber das ist ein anderes Feld, zurück zu jener Firma namens Minisoft. Und zu der suchte jener Ingenerii aus Milano den ontakt, um sich zu vergewissern:

    Beide Seiten hätten also Elektro-Coopers Entwicklung unterstützt, dies und das und jenes geliefert, der Hund lief rund.

    Doch mit Blick auf die mittlerweile geposteten Fotos von und Texte über einen Herrn Cooper trat Erstaunen in den Vordergrund – das Projekt scheint eine unheimliche Eigendynamik zu entwickeln, allein das „Herr” vor dem „Cooper” ließe das doch ahnen.

    Bliebe also die Frage, welcher Genius und Lieferant schließlich die Seele dazutat.

    Oder ob allein das soziokulturelle Umfeld des Herrn Cooper das Übrige bewirkte.

    Dies in aller Kürze. Ja, Kürze. Denn die Geschichte, Du ahnst es, ist so verzwickt, daß sie zwischen Buchdeckel paßt.

    Liebe Grüße an Dich und vorsichtshalber auch an Herrn Cooper,

    Hermann

  6. PS: Ein nun sehr gehetzter Blick auf das Geschriebene, ja, der Ingenerii suchte den „Kontakt“, nicht den „ontakt” – und ich schrieb gewiß das Wort mit „K” – und ich vermute, daß das eben kein Übertragungsfehler ist, nein, hier mischen nun andere Mächte mit, und es ist ebenso gewiß kein Zufall, daß just bei DEM Wort DER Buchstabe fehlt – das „K” klingt nach „Cooper”, wer weiß, vielleicht ist’s auch nur eine Warnung, Kontakt zu suchen, ich jedenfalls werde nun den Rechner und seine Thronjaner verlassen, aber nicht, um aufzugeben, denn die Geschichte gehört aufgerollt, denn, wer weiß, vielleicht ist Elektro-Cooper kein Einzelfall, vielleicht sind nicht nur Hunde, Tiere betroffen, vielleicht sind WIR ALLE…

    1. Hi Hermann,

      mit der Entdeckung des Steckerdetails bringst du mich arg in die Bedrouille. Ja, es hat Bedeutung, dass das K verschwunden ist. Aber nicht K wie Cooper, sondern K wie… Ich kann hier nicht sehr deutlich werden, weil sich da so ein Geheimscheiß in mein Leben geschlichen hat. CIA, MI6 und der ganze Mist. Und tatsächlich, die Italiener spielen auch mit rein. Ich kann dir sagen. Und alles nur, weil ich diese Ideen, Visionen hatte. Die musste ich ja umsetzen, musste wochenlang tüfteln, basteln, mit dem feuer spielen. Dass dabei ein Wesen wie Herr Cooper rauskommt, die Verbindung von fleischlichem und meschanischem Leben in einer Diemension der schieren Unbgreiflichkeit, hatte ich vorher ja nicht gewusst. Es war dieser Tag, an dem alles zusamenkam. Da waren einige Versuche durch äußere Umstände durcheinander gelaufen. Tatsächlich war ich an den Rande des Legalen gegangen. Da haben sich dann diese Geheimdienste eingemischt, weil ich zeugs brauchte, dass sich so nicht beschaffen lässt. dann standen diese Typen vor der Tür, mit denen nicht zu spaßen war. Italiener. Einer von ihnen war dieser Fabrizion Ingenerii. Hätte ich mich doch niemals mit ihm eingelassen. Eine finstere Gestalt, einer, der einen Hauch Inquisition im Atem trägt. Aber, lass mich hier enden. Die Details sind zu…

      Liebe Grüße

      Daniel D. Jens

  7. Durch dieses Posting wird der Blog unwiderruflich gelöscht.
    Alles weiterhin Sichtbare wäre pure Einbildung.
    Nein, niemand steht hinter mir.
    Wir wollen doch nur in Frieden r

    Viva Italia!

    1. Hi Hermann,

      du bist gehijackt, übernommen worden, da hat sich Pizza in dein zentrales Nervensystem geschummelt. Dort träumt sie a la Ahmadinedschad (jetzt klickts in Langley) von der Bomba Atomica mit viel Chili. Grawummbautsfliegsplittertrümmtrümgewölkzerberst. Ich könnte dir Agent X, Tarnname Herr Cooper, vorbeischicken. Wahlweise virtuell oder per Drohnentechnologie. Es ist alles nur geklaut…

      Lieb Grüße

      DDJ

      P.S. Der oder das Blog is noch hier. Wie jetzt, wo jetzt…

  8. Cooper.

    (jetzt klickts in Langley)

    Der Agent.

    (jetzt klickts in Langley)
    (jetzt klickts in Langley)
    (jetzt klickts in Langley)

    Hej Jens.

    (jetzt klickts in Langley)

    Wie erklärt man den Mädls und Jungs dort Konkrete Poesie?

    ( )
    ( )

    Ach.
    Vergiß es.

    1. Hi Hermann,

      konkrete Poesie. Ich erinnere mich. Als Schüler der siebten Klasse habe ich dieses Antikriegsgedicht vorgetragen. Hieß, glaube ich, Schützengrmm, oder so. Da ging es Rattatata, zisch, explodier. Für meinen lebendigen Vortrag, in dem ich mein nachmittägliches Soldatenspielen in den Unterricht verlegt habe, wurde ich mit einer sehr guten Note höchstens dekoriert. Langley, sie haben es hier mit einem kampferprobten Hundeführer zu tun. Peng, Rattattata. Oder einem Maulhelden, ganz wie sie wünschen, Herr Cia. Wie heißen sie eigentlich mit Vornamen?

      Ach.
      Vergiss es.

      Greetings

      Jens

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