Archiv für den Monat: Juli 2011

Wittgenstein von Raouf Khanfir

Wittgenstein. Ich dachte zunächst an den Philosophen, den Sprachphilosophen Ludwig Wittgenstein. Dann an Thomas Bernhards Roman Wittgensteins Neffe, in dem er das Leben, Sterben und Verzweifeln seines Freundes Paul Wittgenstein beschreibt. Ich dachte, es wäre ein Buch, das in die alten Zeiten reflektiert, sich mit Sprache auseinandersetzt. Wittgenstein von Raouf Khanfir habe ich auf blogg dein buch entdeckt. Da strahlte mir ein verknitterter Mercedes Benz Strich Achter aus alten Studientagen vom Cover entgegen. Ich bestellte es.

Turbo turbulenter Hochzeitstag!

Wow, was für ein Tag! Die Kinder haben Ferien, mein Patenkind Geburtstag und alles dreht sich ums Heiraten. Morgens habe ich mich um 7.30 Uhr vom Acker gemacht und bin 90 Minuten über die Autobahn zu einem Kunden geeilt, um bis am Abend um 19 Uhr eine Sportkollektion in allen Details zu beschreiben. Was ist das für eine Hose? Was kann die? Aus welchem Stoff ist die? Welche Rolle spielt die in der Kollektion? Irgendwann verschwammen die Stoffe vor meinem geistigen Auge zu einer riesigen Fasersauce. So muss sich eine Zitrone nach dem Auspressen fühlen. Dann zurück auf die Autobahn nach Hause, wo sich der Tag in einen Hochzeitstag verwandelte.

Werwölfe, Werwölfe und ein Düsterwald

Ein Dorf in Unruhe. Tatsächlich haben sich Werwölfe unter die Bevölkerung geschlichen und gehen Nacht für Nacht ihrem schrecklichen Handwerk nach. Es wird Tag und wieder hat es einen guten, braven Bürger erwischt. Da formiert sich Widerstand. An allen Ecken wird getuschelt und gerätselt. Wer ist Bürger, wer Werwolf? Am Tage lässt sich das kaum ausmachen, weil alle so aussehen, als könnten sie kein Wässerchen trüben. Doch in der Nacht… Ausgerechnet in dieser prekären Situation helfen die Seherin und die Hexe. Früher als Esoterikspinnerinnen abgetan, haben sie nun den Blick dafür, wer was ist. Gemeinsam mit der Heilerin können sie Unheil abwehren. Aber: Schaffen sie es rechtzeitig, alle Dorfbewohner zu schützen und die Werwölfe zu entlarven?

Am Fenster

Das Gedicht im Kopf
wie einen Popsong

Am Fenster

Calendula leuchtet
Zucchini, fette Möhren

Glen singt

Die baby Millennium
hat mir einen Kaffee ausgegeben

Johann Wolfgang
Der Gärtner deckt getrost
das Glashaus der Orangen und Zitronen zu

Sonnenstrahlen im Grün

Song for someone

Sie liegt noch im Bett

Die Kakaos der Kinder

Italien
Glen in Kreuzberg
Berlin im Oktober
die Tickets gestern bestellt

Das alte Fenster
von hier sah der Lehrer
den Garten

Blogger erbt Mercedes Benz!

Ja, tatsächlich. Der Blogger bin ich. Tatsächlich habe ich ein hoch offizielles Schreiben von einem westfälischen Amtsgericht bekommen. Manchmal träumt man ja von dem verschollenen Erbonkel, meistens den aus Amerika, der einem mal eben so ein paar Millionen über den Tisch schiebt. Weil man ja ins Jenseits so gar nichts mitnehmen kann, wie diese ganzen ägyptischen Grabfunde beweisen. Aller Schmuck noch da. Gold, Juwelen, Geschmeide.

Küssen müssen wollen und Sonnensehnsucht

Hach, mir wird so warm ums Herz. Weil es draußen so kalt ist. Vielleicht. Nicht mehr lange und wir sind endlich wieder in Italien. Heute Morgen bin ich mit Cooper ins Tal runter und es war so kalt. Vor allem im Schatten der Bäume. Ich hatte meinen schwarzen Wollpullover übergezogen und habe immer noch gefröstelt. So wie Zoe am Morgen, die auf leisen Sohlen in mein Bett gehüpft kam, um sich warm zu kuscheln.

Vive la France!

Jetzt habe ich die ganze Zeit erzählt, dass ich an die Ardèche fahre und dann hat sich letztlich rausgestellt, Irrtum. Es war nicht die Ardèche, sondern der Chassezac. Ein Zufluss der Ardèche. Egal, war trotzdem landschaftlich ausgesprochen reizvoll. Im Übrigen hatte ich als Betreuer eh alle Hände voll zu tun. Kümmern, machen, tun, regeln, organisieren, hinschauen, trösten, aufbauen. Das waren fünf wirklich intensive Tage mit relativ wenig Schlaf. Klassenfahrt mit 38 Teens.

Wo ist dein pP? Bei 42?

Wenn nichts mehr geht, helfen Zahlen. Die machen’s wie die Dänen, die lügen nicht. Angeblich. Obwohl die Dänen mit ihren Grenzkontrollen auch nicht mehr das sind, was sie mal waren. pP ist ein Wert, den jeder Mensch für sich ermitteln könnte. Denn irgendwann ist pP, der Wert weit über Normal Null erreicht. Der persönliche Peak, der höchste Punkt einer Gaußschen Glockenkurve, so man/ frau das eigene Leben so sehen möchte.