Die Frau im Mond von Milena Agus

Manchmal kommen die guten Nachrichten per Post. Ganz konventionell. Da ist eine Freundin, die schreibt. Wenn sie etwas zu sagen hat, kommt ein Brief. Kein Facebook, keine Mail.

Das ist ist nicht modern, aber sehr schön. Die Freude, den Briefkasten zu öffnen und dort etwas vorzufinden, die ist enorm. Herz hüpft. Aufregung. Das haptische Vergnügen, ein Couvert aus Papier zu öffnen. Letzte Woche kam ein dickerer Umschlag. Eine Büchersendung. Darin “Die Frau im Mond” von Milena Agus. Ein Bestseller, wie der Aufkleber vorne drauf verspricht. Von einer Autorin aus Italien. Sardinien, Cagliari. Preisgekrönt, mehrfach ausgezeichnet.

Leute, lest Böll!

Lesebefehl. Leute, wie Jim und seine Jungs immer sagen. Leute, Leute. Annegret hatte mich im Forum darauf gebracht, als sie Bölls Irisches Tagebuch empfahl. Habe ich mir bestellt. Dazu die Ansichten eines Clowns. Texte, die aus der Nachkriegszeit stammen. Fünfziger, sechziger Jahre.

Was ich gerade lese…

… oder gelesen habe. Wie ihr wahrscheinlich schon mitbekommen habt, lese ich. Eingentlich alles, von der Zahnpastatubenaufschrift über das Wochenblatt bis zu den verschiedenen schönen Romanen dieser Welt. Wahrscheinlich tanke ich dabei mein Buchstabenreservoir auf, das jeden Tag berufsbedingt Verluste hinnehmen muss. Aktuell habe ich zwei Bücher gelesen und in einem bin ich mittendrin.

Unterm Scheffel, Maarten ‘t Hart

JA! Ein Lyriker. Nobelpreis für Literatur geht an Tomas Tranströmer.

Ja! Ja! Ja! Seit 1996 der erste Nobelpreis für Literatur, der an einen Lyriker geht. Ich freue mich. Für die Lyrik und für Tomas Tranströmer, von dem ich bislang nie gehört habe. Ich wusste nicht, dass es diesen schwedischen Gedichteschreiber gibt, der nun 80 jahre alt ist und es geschafft hat, in den Literatenolymp aufzusteigen. Komme gerade von den Seiten der deutschen Kulturpresse. Die wissen schon alles. Wie die das immer machen? Wahrscheinlich vorgeschrieben.

Jan Brandt: “Gegen die Welt.” Die Plutonier sind überall…

Die Zeit spricht von einem beeindruckenden Buch, die FAZ von einem beeindruckenden Roman. Blogs dürfen da schon etwas weiter gehen und die vornehme Zurückhaltung aufgeben. Wahnsinn! So ein Buch kommt hier in Deutschland nicht alle Tage in die Läden. Kein Wunder: Neun Jahre hat sich Jan Brandt Zeit genommen, sein Debüt zu schreiben. Zu verdichten, Ideen zu finden, Figuren anzureichern.

Wittgenstein von Raouf Khanfir

Wittgenstein. Ich dachte zunächst an den Philosophen, den Sprachphilosophen Ludwig Wittgenstein. Dann an Thomas Bernhards Roman Wittgensteins Neffe, in dem er das Leben, Sterben und Verzweifeln seines Freundes Paul Wittgenstein beschreibt. Ich dachte, es wäre ein Buch, das in die alten Zeiten reflektiert, sich mit Sprache auseinandersetzt. Wittgenstein von Raouf Khanfir habe ich auf blogg dein buch entdeckt. Da strahlte mir ein verknitterter Mercedes Benz Strich Achter aus alten Studientagen vom Cover entgegen. Ich bestellte es.

Caroline Vermalle: Denn das Glück ist eine Reise

Kennt ihr Blogg dein Buch? Eine Internetseite, auf der Blogs sich Bücher aussuchen können, über die sie dann bloggen, äh, berichten, also im Sinne von rezensieren. Kürzlich bin ich auf diese Seite gestoßen und habe ein kleines süßes Buch entdeckt, das mir von Titel und Cover her gefallen hat. Also habe ich mich angemeldet, bin ausgewählt worden und der Lübbe-Verlag hat mir das Buch zugesendet. Auf der Seite des Lübbe-Verlags habe ich dann gesehen, dass das Buch der Lesekategorie „Frauen“ zugeordnet ist. Ts. Egal. Kann ich jetzt schon sagen: Ist auch für echte Kerle – vielleicht sogar im stärkeren Maße…