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Paris!

Nun. Die Welt fliegt umher wie ein Hühnerhaufen. ALARM! Durchsuchen, kontrollieren, jagen, reagieren. Das Primat der schnellen Reaktion. Stärke zeigen, handeln, antworten. Vergeltung.

Ich habe die Nachrichten ignoriert. Fast. Der Sog war groß. Hinschauen. Wie viele Tote? Wie? Wo?

Nicht weit von dort, wo Viveka und ich für Silvester eine Wohnung gemietet haben. In Paris. Wir werden fahren.

Move your ass with R&B – dancing im Grillo-Theater

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Leute, Leute.

Ey. Also. Wenn man Sätze mit FRÜHER beginnt… Am Wochenende war ich bei Viveka in Essen, was mir echten Ärger eingebracht hat. In unserem Dorf haben sich Dinge verändert. Seit wir hierher gezogen sind, war St. Martin IMMER am 11. November ab 17 Uhr. Alle treffen sich auf dem Schulhof/Feuerwehrplatz vor unserer Tür, um in zwei Gruppen von Tür zu Tür durchs Dorf zu ziehen. Eine sehr, sehr lustige Angelegenheit, die mit Alkohol zu tun hat.

Skelettierte Türme, Musiknervensäge und ein echter Impala

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Wenn einer eine Reise tut…

Man. Das Wochenende zog sich hin. Am ersten Mai, war ich allein unterwegs, nachdem niemand Lust hatte, mich zu begleiten. Selbst Herr Cooper hatte keine Zeit. Freitag habe ich gearbeitet. Mehr oder weniger. Und Samstag bei Freunden im Garten Steine geschleppt, arrangiert, zu Mauer aufgeschichtet. danch traf mich ein Gefühl. Sehnsucht. Ich wollte, ja, nach Essen. Also habe ich mit Ela alles abgesprochen, habe meine sieben Sachen gepackt und bin abgeflogen. Viveka von der Arbeit abholen. Spät am Abend.

Mein neues Revier im Revier

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Maikäfertal. Das ist seit Jahren mein Heimatrevier. Herr Cooper und ich. Ab und an ein Reiter, einmal im Jahr ein Jäger, der Revieransprüche stellt, sein Wild vor mir und Herrn Cooper schützen will. Ansonsten: Jeden Tag anders. Wolken, Sonne, Schnee, Grüntöne, Brauntöne, Vogelstimmen, mal ein Storch, Rehe, kürzlich ein wunderschöner Feldhase, die Wiesen mal so, mal so. Immer im anderen Look. Ein Tal, 1.000 Gesichter. Jeden Tag neu, faszinierend.

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Und nun?

Tag am See – mit Vi in Paradise

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paradise. 2013

Ach, ihr Lieben.

Komme gerade wenig zum Bloggen. Der Zeit wegen. Ihr wisst, sie fliegt davon und wird von kleinen Alienmonstern in Grün gefressen. Die Dinge haben sich geändert. Nichts bleibt, nichts ist fest, es gibt kein Halten. Das ist manchmal schockierend, weil verändernd. Und wer will das schon? Never change a winning team.

Nun isses aber so und nach dem Sprung ins kalte Wasser ist dann ja auch gut und plötzlich macht es Spaß. Vorstellung. Angst. Panik. Dabei. Also mal ehrlich, was soll passieren?

Es ist etwas passiert…

Viveka und Jens

Wir sind wieder zurück. Und ja, es ist viel passiert. Klar, wenn man auf Reisen ist. Wenn man sich auf den Weg macht in ein Abenteuer. Wenn man mit Freunden und family-mixes unterwegs ist. Wenn man Länder durchfährt, Tunnel durchquert, die Heimat verlässt, das sichere Terrain, die Gewohnheit, die Spülmaschine, die comfort-zone…

Ohne Herrn Cooper, der sich gestern ein Bein abgefreut hat. Was für eine Begrüßung nach drei Wochen. Er hat sich auf meine Füße gelegt, ist nicht von meiner Seite gewichen. Oh, Mann.

Liebeserklärung. Punkt.

Herzen

Ach. Sagt David Bowie. Auf der Platte, die ich ihr jetzt geliehen habe. 1976, 1977. Ach.

Ich sage auch ACH. Ach du. Wisst ihr, es ist jetzt schon eine ganze Weile… Wir kennen uns seit fast zwei Jahren und haben uns im letzten Sommer ineinander verliebt. In Italien. Im Urlaub. Als ich dachte, das könnte ein schwieriger Urlaub werden, weil ich mit Jens und Ela und Zoe und Jim gefahren bin und nicht wusste, wo mein Platz sein würde. Wie ich das hinkriege, verpacke, wegstecke.

Romantic Camping in Italy (RCiI)

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Dears. Machen wir mal gemeinsam so einen fetten Metallhaken aus gehärtetem Megastahl an diese Woche. Puh. Niemals zurück schauen. Is ja auch eigentlich gut gelaufen bis auf kleine Abzüge in der B-Note und allem in allem war es dann doch recht erfolgreich. Mit dem Riesen-Beidhänder-Filzschreiber also eine Doppelunterstreichung drunter, zusammenzählen, Datum abziehen (alter Joke meines Papas bei jeder Bezahlung im Restaurant. Ach, Papa. Ja.) und freuen. Ich lebe, bin gesund, lächle und freue mich: Auf Italien.

Es ist kalt, die Waschmaschine kaputt, die homepage down, die Wettervorhersage verkündet tagelangen Regen und du fehlst mir…

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Gut, dass das hier keiner liest. So einem geheimen Tagebuch kann man dann auch mal die doofen Sachen anvertrauen. Ein wenig rumheulen, ohne gleich von allen Seiten getröstet zu werden. Das Problem ist einfach: Das Wochenende war zu schön. Mit dir. Und nun biste wieder weg und wir sehen uns… Demnächst.

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Ich meine, da ist es doch nett, dass unsere Waschmaschine für Ablenkung sorgt. Einfach mal in die Knie geht und die Wäsche in so einer seifigen Brühe liegen lässt, die aussieht wie das Ergebnis von Kinderküche. Smörebröd ramtatata.

Wahre Liebe kostet zwei echte Freunde.

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Ach. Du meine Güte.

Klar, natürlich, selbstverständlich. Da gibt es Studien. Oxford, England. Die haben das mal auseinanderklamüsert. Haben Menschen befragt nach dem Motto „Hey, weißte noch, weißte, wie du dich verliebt hast? Wie war das da mit den Kumpels?“ Die meisten haben gesagt: Zwei weg. Autschn.

Von wegen Marius Müller. „Freundschaft ist die Einzige, die zählt.“ Is noch drin im Kopf, obwohl mir Westernhagen im roten Anzug so gar nicht mehr gefällt. Nix mehr mit 18 und Rock’n Roll-Band und Straßen sind aus Dreck gebaut.

Mit der neuen Familie im Café Sehnsucht

Nun habe ich gar kein Foto, nur Bilder im Kopf.

Gestern hatte ich Geburtstag und durfte mit meiner Familie feiern. In der neuen Konstellation. Ich schreibe kurz darüber, weil ich gerne mitteilen möchte, dass das geht. Es gab ja so manche Zweifel im letzten Jahr, ob das alles so seine Richtigkeit hat mit diesem Zusammenleben in diesem, sagen wir mal, eher unkonventionellen Kontext. Hund, Kind, Kind, Papa, Mama und Mamas Freund und Papas…

Jahrestag.

Heute Nacht fahre ich in die Schweiz. Ein Job. Der Wagen steht vollgetankt vor der Tür, die Hemden sind gebügelt, zwei neue Jacketts hängen am Haken. Ich bin vorbereitet. Den Blog noch füllen, der in letzter Zeit zu oft leer geblieben ist. Sorry. Schaffe das nicht mehr so. Das hat seinen Grund. 365 Tage später ist vieles anders.

Von Gedichten, Papas und der wilden Traurigkeit

Papa

Manchmal sagt man, Gedichte müssten in ihren Bildern intelligent sein. So Bilder, Metaphern wie von Rilke oder Celan. Solche, die wie vom Himmel gefallen sind, nicht einfach erarbeitet in der stillen Kammer. Die Menschsein in einer Besonderheit zeigen, diese feinen Klänge, zu denen der Zugang nicht zu finden ist. Wie Bilder von einer alten Frau mit Aluminiumfolie auf dem Kopf unter der die Farbe trocknet, mit der ihr die Söhne die Haare färben, um sie schön zu machen, weil sie es liebt, weil sie sie lieben, weil es mehr sagt als alles andere und dieser Auftakt, diese erste Szene, dieses Begrüßungsbild das Herz nimmt und leicht wiegt, als sei das Herz das gewünschte Baby, die erfüllte Hoffnung, die gestillte Sehnsucht.