Voll süchtig – Facebook in der Blutbahn!

Heute Morgen wollte ich meinen Ohren nicht trauen, als ich das im Radio hörte: „Ein Drittel meint sogar, dass das Internet genauso wichtig wäre wie Wasser, Nahrung, Luft und ein Dach über dem Kopf, für knapp die Hälfte ist es fast so wichtig.“ Junge Studierende wurden im Rahmen einer Cisco-Studie zu ihrem Internetverhalten befragt. Was da rausgekommen ist, ist ganz schön heftig. Finde ich. „Demnach gaben 55 Prozent der Studenten sowie 62 Prozent der jungen Arbeitnehmer an, dass sie sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen könnten. 40 Prozent der Studenten sagten, dass ihnen Internet-Aktivitäten und Kontakte über soziale Medien wichtiger sind als ein Treffen oder Ausgehen mit Freunden im wirklichen Leben.“

Glühwürmchenleuchten und Sternschnuppenwünsche!

Glühwürmchen, Sternschnuppen. Ah, oh, Feuerwerk. Licht! Am Himmel, am Ende des Tunnels. Für gewöhnlich ziehen wir uns ja ins Haus zurück, wenn es draußen dunkel und mithin auch kalt wird. Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Vor Gespenstern? Hexen? Geistern? Vampiren? Untoten? Zombies? Natürlich niemand. Wenn man fragt. Obwohl ich nicht genau weiß, wohin die Jungs und Mädels, die all diese momentan populäre Horrorlektüre lesen, die Bilder in ihren Köpfen stecken. Zoe erzählte kürzlich etwas von Angst vor einer Hand unter ihrem Bett. Uahhh! Eine Freundin hatte da etwas erzählt… (Deshalb hat sie heute Nacht bei mir gepennt, weil unter meinem Bett keine Hände wohnen. Bin ich mir sicher.)

Das große Fressen!

Wikipedia: „Das große Fressen (Originaltitel: La Grande Bouffe) ist ein französisch-italienischer Spielfilm aus dem Jahr 1973. Regie führte Marco Ferreri, das Drehbuch schrieben Rafael Azcona und Francis Blanche. Die Hauptrollen spielten Marcello Mastroianni, Ugo Tognazzi, Michel Piccoli, Philippe Noiret und Andréa Ferréol.“ Uaah! Habt ihr den Film gesehen? Ich schon. Eklig. Aber intensiv und gut. Ach, diese Zeit des großen europäischen Kinos…

Abendspaziergang nach Monterosso

Freitag. Letzter Tag der Italienwoche im fiftyfiftyblog. Ich schreibe über eine Wanderung nach Monterosso, dem ersten der fünf Cinque Terre Orte in Ligurien. Die Wanderung von Levanto aus dorthin dauert rund zwei Stunden und führt an der Küste entlang. Immer wieder gibt der Wald den Blick frei auf das Meer. Es ist so gut wie nichts los auf diesem Weg, weil die Italiener – glaube ich – nicht so gern wandern. Nehme ich an.

Blick von der Piper Bar auf Lampedusa.

Ich erlaube mir, das Thema Italien noch ein wenig weiter auszuführen. Vielleicht nenne ich das jetzt einfach Italienwoche im fiftyfiftyblog. Egal. Ich schreibe einfach. Über einen Abend in der Piper Bar. Wir waren den ganzen Tag unterwegs gewesen. Die Kinder waren alleine unterwegs, Ela und ich hatten uns an der Küste eine kleine nette Bucht gesucht. Hatten gelesen. Mein Buch: Maarten ‚t Hart, Der Schneeflockenbaum. Wieder sehr, sehr schön zu lesen. Diese Niederländer, was dieses kleine Land an guter Literatur hervorbringt. Europa.

Nicht irgendein Cappuccino!

Wenn Italiener morgens in der Bar ihren Kaffee trinken, dann trinken sie meist einen Espresso. Sie bestellen aber keinen Espresso, sonder einen caffé. In kleinen, dickwandigen, weißen Tassen. Der caffé läuft langsam und ölig aus der Maschine. Die sehr kleine Tasse ist nur ein wenig gefüllt. Weiß Gott nicht bis zur Hälfte. Dann kommt Zucker hinein und es wird mit einem kleinen Löffel gerührt. Wie gerührt wird. Wie nur kann man mit einem Löffel so viel Beiläufigkeit ausdrücken? Natürlich interpretiere ich als Lebenslust saugender Germane aus Germania, wie Deutschland in Italien heißt, diese Gesten des Alltags. Dieses Eingespielte. Tausendfach Ausgeführte.

La Dolce Vita – FINITO!!!

So isses. Aus. Vorbei. Es fällt mir wirklich schwer, zurück zu kommen. Im Alltag anzukommen. Hach, nee, was war das schön. Bella Italia. Sonne den ganzen Tag. Meer, Buchten, Feuerwerke, Troffie al Pesto, Gelati. Was können diese unglaublichen Italiener die Seele begeistern. Was für ein Sinnesreichtum an allen Orten. Wenn man hinter dem Gotthard aus dem langen, langen Tunnel kommt, beginnt eine andere Welt. Die Uhren laufen anders, die Sonne ist eine andere. Es wachsen Zitronen und Orangen. In den Straßen stehen Palmen. Zumindest unten am Mittelmeer.