Keep cool Cooper:)

Schmitz: Guten Tag, Herr Cooper.

Cooper: Guten Tag, Frau Schmitz.

Schmitz: Herr Cooper, Sie sind ein Hund, ein Labrador, der es in den letzten Monaten zu einigem Ruhm gebracht hat.

Cooper: Ja, das ist mir absolut bewusst. Es ist eine Karriere, die ich mir so kaum vorstellen konnte. Sie müssen wissen, ich kam als namenloser Labrador nach Deutschland, bin so eine Art Migrant. Ich hatte nichts. Gar nichts, außer den festen Willen.

Schneehase und Hochzeitsschuhe

Es ist Sonntag. Ein Sonntag im Januar. Kalt, grau, drinnen sehr gemütlich. Die Ofenflammen lodern, die Kinder räkeln sich in ihren Betten. Mich ruft der Schreibtisch. Steuer. Doof. Ich träume von einem Bierdeckel. In der Mitte die wunderbare Krombacher-Insel aus der Werbung. Die Insel kann man nun bei uns im Nachbardorf an der Wiehltalsperre live sehen. Rund um die Insel – also auf dem Bierdeckel – ein weißer Rand, der einige Zahlen fasst. Aufgeschrieben und ab damit zum Finanzamt und fertig. Aaaah! Schön wärs. Es werden immer mehr Bögen, immer mehr Gesetze. Jedes Jahr Neuerungen, die man kennen muss. Das Steuerthema ist ein Zwangsdauerbrenner. Ich liebe die Steuer…

Wohnen, Leben, wo bleiben die Ideen?

Männo. Also wirklich. Ich kann mir ja nun eigentlich wirklich nicht vorwerfen, ich sei kein kreativer Mensch. Das Teil da oben, das irgendwer freundlicherweise zwischen meine Ohren drapiert hat, wirft normalerweise immer eine ganze Menge Ideen aus. Im Alltag und oft gegen Geld. Wie so ein roter, kugeliger Kaugummiautomat. Bubbles. Doch bei einem Thema, da lässt mich mein Freund, die Ideenrübe mit den blauen Augen und dem Zinken in der Mitte echt allein. Bei der Neugestaltung meines Zimmers.

How to energize your life now!

How, now, wow! Spectacular! Das ist die Sprache von new age. Gerade sitze ich hier vor meinem Bildschirm und quäle die Tastatur mit harten Einschlägen. Hämmern! Als würde Robert Redfort als investigativer Journalist die Story seines Lebens in die Maschine knallen – so kurz vor Redaktionsschluss. Ich fühle mich wie dieses batteriegetriebene Duracell-Äffchen, das die Becken voller Lust und Freude gegeneinander schlagen lässt. Immer und immer.

Kennt ihr tape.tv?

Könnt ihr euch noch an Formel1 erinnern? Mit Stefanie Tücking? Da liefen die ersten Musikvideos im Fernsehen. Lange ist es her. Ich weiß noch, wie ich dasaß – David Bowie Chinagirl oder Michael Jackson Thriller. Unfassbar. Pflichtprogramm, musste man gesehen haben. Später kamen MTV und VIVA – mit Nils Bokelberg und heike Makatsch.

Heidi Klum & Seal – alles Ex

Vorbei, vorbei – vorbei, vorbei. Muss man eigentlich nix zu sagen. Ist ja Privatkram, deren Bier, äh Champagner. Nur, nur. Da ist noch was. Mich stört da was. Ich finde da etwas nicht gut. Und zwar die PR-Kampagne, die da wohl dahinter steckt und eine Botschaft in die Welt, in die Familien trägt, die nicht gut ist.

Social Media Voyeurismus.

Der Tag hat begonnen. Ich schwebe noch auf der Wolke des Wochenendes. Ich würde euch gerne berichten, kann aber nicht, weil sich das zwar in Worte kleiden lässt, die beschreibenden Worte aber verbrannt sind. Zu viele Klischees, Worthülsen. Was ich schreiben würde, klänge komisch, aufgesetzt, nicht glaubhaft. Da ist das Internet das komplett falsche Medium. Selbst von Mensch zu Mensch, von Angesicht zu Angesicht ist das schwierig. Ich kann nur so viel sagen: Leben fühlt sich eine Weile ganz anders an.

Heute bin ich aufgewacht… – auf und davon

Heute ist wenig zu sagen. Ich hatte ein intensives Wochenende in der Stadt. Bin morgens durch Köln gefahren, von Nippes in die Aachener Straße, alle Ampeln sprangen auf Grün, nichts stand im Weg, ich hatte die Volks- und Raiffeisenbanken im Tank, da lief der King of Pop im Radio mit „Beat it“. Als ich dann am Nachmittag mit 100 über die Autobahn beseelt nach Hause kroch, sang Casper:

The Art of FLIGHT

Passt! Die Kunst des Fliegens. Heute Nachmittag werde ich nach Köln fahren und bis Sonntag von einem Lama lernen und mit ihm meditieren. Der Lama hat beim 16. Karmapa gelernt hat. Der Karmapa ist, wie der Dalai Lama, einer der Oberhäupter der vier tibetischen Buddhismusschulen. Der 16. Karmapa ist 1981 gestorben, dennoch habe ich irgendwie eine enge Verbindung zu ihm und fühle mich ihm sehr nah. Nun jemand kennenzulernen, der von ihm in den 70er-Jahren Einweihungen bekommen hat, gefällt mir ausgesprochen gut und ich bin seeehhrrr gespannt. Und auch ein wenig aufgeregt.

Rummelplatz

Am Morgen sitzt
Nebel in
Kettenkarussellsitzen

Über Felder gewandert
Teufelsschlucht
Mörderwald
Dämonen-City
die Nacht flog
Schwarz träufelte
tropfte
unangenehmes Geräusch
Dunkelheit

Mann zum Mitreisen gesucht!
Unabhängig, frei

Kinderkarussellfeenkutsche
Pferd, Feuerwehr, Polizeiauto, Panzer
Papa, Mama, Kind
Feuerdrachen
Gedankengedrehe
Erinnerungsspirale
Amorbahn!
Hände, Küsse, Gegrabsche
Autoscootersound
Geisterbahngegrusel kalte Hand

Popcorn am Boden
Fanta unter den Füßen
Kirmesplatzfrühstück

Schießen, schießen
Lose kaufen

Endlos drehen
mitreisen
Kopfkirmes

Jahrmarktssonnenaufgang
Zuckerwatte
Mandelsüß

Verzückung, Versuchung
so schön bunt hier

Die wunderschöne Musik des Herrn Ludovico Einaudi

Nun habt ihr vielleicht mittlerweile „Ziemlich beste Freunde“ gesehen. Ist euch die Musik aufgefallen? Die Klavierstücke? Die Musik stammt von dem Italiener Ludovico Einaudi. Die Kreise schließen sich. Bei uns im Haus ertönt permanent Einaudi. Seit Wochen. Jim und Ela üben und spielen Einaudi-Stücke auf dem Klavier. Jeden Abend ist die Wohnung voller Ludovico Einaudi.

Und jetzt alle: Lächeln:)

Heute ist Welt-Lächeltag. Echt. Vom großen Rat des Vereinten fiftyfiftyblogs beschlossen und verkündet. Ich meine, nach dem Spaß gestern mit „Ziemlich beste Freunde“ sollten wir die Stimmung noch ein wenig auskosten. Hier im Rheinland beginnt ja so allmählich die fünfte Jahreszeit und alle schunkeln sich mental schon mal ein. Die große Frage, die im Raum steht: Was ziehe ich an? Als was gehe ich?

Ziemlich beste Freunde

Früher in der Schule hatten wir als Pubertierende einen ziemlich bösen Joke: „Keine Arme, keine Kekse.“ Ich glaube, das bezog sich auf Menschen mit Contergan-Behinderung. Natürlich ist das ein absoluter No Go!-Witz. Allerdings. Freitagabend waren wir im Kino. Ela, Jim und ich. Es lief die französische Komödie „Ziemlich beste Freunde“. Und darin kam der Spruch umgewandelt vor und das ganze Kino hat gelacht.

Fourtytwo and blue, blue Sky:)

Moin. Alles frisch? Blauer Himmel, 42. Die Themen des Tages:) He? Da konstruiert er mal wieder, der Herr Schönlau. Die Frau Richter hat mich heute komplett aus dem Konzept gebracht. Ich hatte einen Plan, der sowas von überhaupt gar nicht geklappt hat. Ist wahrscheinlich gut so. Alles durcheinander. Egal. 88. 42 x 2 + 4. Punkt- vor Strichrechnung!

Rettet das Ritual!

Rituale. Rituale. Rituale. Was war das noch? Religion, Naturreligion, Tanzen um ein Feuer? Jim kam vor Weihnachten aus der Schule und sagte beim Mittagessen: „Unser ganzes Leben ist geprägt von Ritualen. Alles sind Rituale. Das Zähneputzen morgens, das Mittagessen, das Fahren mit dem Schulbus. Alles.“ He? Alles Rituale? Wie das so zwischen Vater und Sohn und Sohn und Vater ist, war ich erst einmal skeptisch. Das kann doch nicht sein, dass alles Rituale sind. Ich meine, das wäre doch total inflationär. Ritual leitet sich doch nicht von steter täglicher Wiederholung ab.