Klaut Möhren!

Habt ihr mal Möhren geklaut? Ich schon. Als Kind.

Ein verwegenes Unternehmen. Gestern erinnerte ich mich. Ich war dran mit kochen. Fiftyfifty. Nun hatte ich das Glück, am Morgen rund ein Kilo Pfifferlinge gefunden zu haben. Das war kein Pilzesuchen, sondern ein Pilzefinden. Erst wollte ich Spaghetti mit Pfifferlingen kombinieren, dann kamen mir Gnocchi in den Sinn. Fangfrische Pfifferlinge mit frischen Gnocchi aus dem Kühlregal. Dazu einen Salat. Die letzten Blätter aus dem Garten. Frische Sprossen aus dem Abtropfglas und Sonnenblumenkerne.

Sündenkinder

Wie aus glühenden Kesseln
blanken Metalls
mit Kellen geschöpft

Fliehendes Pferd
bebende Nüstern
stählerner Flügel

Schwingen des Ichs
in gewittrigen Wolken
schüttelnder Stürme

Nackt
hemmungslos
ohne Schuld

Wir müssen verrückt sein
Wahn ohne Sinn
Göttern entflohen

Sich tragen
und fallenlassen
vom einen
zum andren
Moment

Weißt du
wann es sein wird?

Warte noch
eine Nacht
und eine andre

Lass und teilen
das Fell
die Schwingen nehmen
zum tanzenden Flug

Immer am See entlang

Heuwägelchen.

Das hat mein Vater immer zu meiner Mutter gesagt, wenn sie sich im Alltag zu überschlagen drohte. Heuwägelchen. Im Sinne von „Ruhig, Brauner“. Gestern hatte ich einen Termin. Musste raus hier zu einem Briefing. Live und in Farbe. Über die Autobahn und dann die Bigge entlang. Zehn, zwölf Kilometer immer am See entlang. Nach Attendorn. Hansestadt. Sauerland.

Guten Morgen Herbst.

Da isser. Lässt sich nicht drumrum reden. Cooper und ich waren oben auf den Wiesen. Über allem. Höchster Punkt mit Weitblick und viel Horizont. Da haben wir ihn getroffen, den Herbst, mit Wind und Regen und vielen dunklen Wolken. Ich glaube, die Vögel waren not amused. Die Krähen krächzten und flogen in Formation von A nach B und wieder zurück. Die wissen, was kommt. Ich weiß es auch. Heizung an, Ofen an. Ich müsste mal wieder lesen…

Herr Cooper in love…

Das war ja mal ein süßes Bild. Herr Cooper hat geturtelt.

Am Wochenende war ich in der Eifel. Bei meiner Mutter. Geburtstag. Freund kennenlernen. Essen. Holz hacken. Wandern. Beim Wandern war auch mein Bruder dabei: Mit Hund. Hündin. Eine ziemlich schöne junge Retriever-Lady. Cooper war hin und weg. Keine Auge mehr für Herrchen. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Schönes Wochenende:)

Zu kitschig. Für den Hans habe ich ein Foto schießen wollen. Sonnenblumen im Garten. Hans meint, zurzeit würden gar keine Sonnenblumen blühen. Das wäre Unsinn und ich würde nicht ganz die Wahrheit erzählen. Und dann wollte Hans, dass ich Fotos in besserer Auflösung ins Netz setze. Er hat ein wenig genörgelt.

Gedankenkrzflutzknurlsmisbumm

Heute hat der Blogger einen Knoten im Kopf.

Ich kann euch leider keinen Text schreiben, weil ich in dieser Woche fast alle Gedanken und Buchstaben verkauft habe. Was war das wieder alles, was sich durch die Gänge meines Kopfes geschraubt hat. Ich stelle mir das so Woody Allen-mäßig vor. Überall kleine Männchen in lustigen Uniformen, die Akten hin und her karren. Türen auf, Türen zu. An den Decken hängen alte graue Lautsprecher, durch die ständig Durchsagen kommen. 17 an 11. Xray Delta positiv.

Und plötzlich sind sie groß…

Manchmal sagen Menschen: Es geht so schnell… Plötzlich sind die Kinder groß und schwupps aus dem Haus. Die Zeit fliegt, sagen sie.

Vielleicht. Auf jeden Fall macht sie Sprünge. Plötzlich. Als hätte sich etwas im Dickicht des Vergehens herangeschlichen. Als würden still und heimlich kleine Bäume wachsen.

Jim. Mein Sohn. Mein Junge. Pathos in der Stimme.

Er, sie, es bollern Sehnsucht…

Hä? No comprende? Klaro. Wie auch. Hi. Grins. Schelmenhaftigkeit am frühen Morgen. Also. Es war einmal…

Genau genommen: Gestern Abend. Kann ich so anfangen? Ach, nee, da fehlt noch ein Bogen. Also bollern und Sehnsucht sind zwei Teile einer Geschichte. Fangen wir mit dem Bollern an. Again also. Also. Gestern Abend saß ich mit Jim am Küchentisch. Mit meinem neuen Laptop. Das alte ist den Jordan runter wegen Jugend forscht. Konkret: Jim wollte es reparieren. Mir einen Gefallen tun. Die Kopfhörerbuchse hatte einen Wackler, was beim Hören wackelte. Er hat mein Laptop genommen, es auseinander gebaut und ist dann irgendwie mangels wahrer Ahnung auf halber Strecke im Sumpf der Elektronik steckengeblieben. Der Rest ist Elektroschrott und eine andere Geschichte. Shit. Vom Thema abgekommen.

In Love with Beth Gibbons


Thanx to José Goulão! (mehr Fotos von ihm hier!)

She’s so really wonderful.

Kennt ihr sie? Die Sängerin von Portishead. Hatte ich hier schon. Bestimmt. Ich weiß nicht mehr wie, wann, wo, aber da gibt es diese unglaubliche Aufnahme. Dieses Konzert. Roseland NYC. Roads. Als ich dieses Video auf Youtube gesehen habe, da war es um mich geschehen. Das war im Frühjahr. Der Auftakt zu diesem Sommer voller Musik. facebook. Ja. Halbe Nächte Musik gehört. Tipps. Links. Das war mit dieser verrückten Frau. Da war dieses Link-Gedicht entstanden, dass niemand verstanden hatte: …………………..29………………….. Jede Zeile ein Gesprächsfetzen. Ein hinterlegter Song. Ein Youtube-Video. Leider sind mittlerweile wieder einige von der GEMA gesperrt. Aber das ist Teil der Kunst. Der Realität 2012. Die Dinge vergehen. Lösen sich auf. Haben scheinbar Halbwertszeiten. Ein verrücktes Jahr. Wann wird das aufhören? Am letzten Tag.

To Rome with Love

Und dann noch ins Kino. Sonntagabend. Nach einem Wochenende, an dem ein toter Birnbaum zu Fall kam und ich gezwungen war, viele Mojitos zu trinken, um die optimale Mixtur und Zubereitung herauszufinden. Und da waren noch eine Party und viel Lachen und Rosen, deren Dornen nun in meinen Fingerkuppen stecken.

To Rome With Love. Woody Allen hat geladen. Ein Star-Ensemble nach Rom und mich ins Kino, um den neurotischen Großmeister zusammen mit Alec Baldwin, Roberto Benigni, Penelope Cruz, Judy Davis, Jesse Eisenberg (der Zuckerberg-Darsteller) und der zuckersüßen Ellen Page zu sehen.

Sähr, sähr, sääähr verlüüübt…

… in die FREIHEIT!

Wie geil ist das denn ist einer der Sprüche unserer Tage. So wie dieses HALLO??? Mit Betonung auf dem OOOOOOO. Ja. Stellt euch mal vor. Also vergesst alles. Den Schnickschnack. Das Drumherum. Konzentriert euch nur auf das, was zählt. Für euch. Für uns. Vergesst einmal Afghanistan, Syrien, Irak, Griechenland, Fukushima, den Euro und das Rugbyspiel, das er gerade mitmacht. Weg. Nehmt den Fernblick raus, den Zoom in die Weite und ja, jetzt sage ich es so kitschig, wie ich es meine, schaut in euer Herz. In diesem Augenblick. Was hat wirklich Wichtigkeit? Vor Ort. Hier. Jetzt. Was könnt ihr, was können wir, was kann ich wirklich beeinflussen? Leben? Was, verdammt nochmal, zählt???

Bin jetzt 2:)

13. September 2010. Der fiftyfiftyblog geht online. Sucht sich im Netz eine zweite, eine eigene Heimat. Geschichte, Historie. Begonnen hatte alles am 18. Februar 2010, als der Vor- oder Parallelläufer auf Brigitte Online online ging. Erster Text: My first Blog. Seither ist hier viel Wasser die kleine Wiehl hinunter gelaufen, Cooper und ich haben viele Runden gedreht und ich kann behaupten, es ist nicht langweilig geworden. Immer was los. Fast immer.