Die feine Sache mit der guten Kunst – OSTRALE‘ 013

Sebastian Hempel, Rauminstallation, Tor 10
Sebastian Hempel, Rauminstallation, Tor 10

Kunst- und Dresdenwoche hier im Blog. OSTRALE’013.

Nachdem ich nun recht umfassend über DAVIDS Auftritt und die Stadt geschrieben habe, hier nun ein Blick auf die Ausstellung. Ich habe mir erlaubt, sechs Künstler/innen heraus zu picken. Denn die OSTRALE ist ein aus dem Boden gestampftes Museum für moderne Kunst, das 90 zeitgenössische, internationale Künstler/innen präsentiert – und das in einer Form, wie man sie sich nur wünschen kann. Mit viel Raum, Freundlichkeit, Lockerheit und einer sehr schönen Atmosphäre in beeindruckender Kulisse. Letztlich verantwortlich für all das zeichnet Andrea Hilger, die auch diese 7. Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste unter ihre Fittiche genommen hat. Auf dem Ausstellungsgelände ist sie omnipräsent und kümmert sich – zusammen mit den vielen anderen. Man spürt die Menschen, die hinter der OSTRALE stehen. Das tut der Kunst, dem Projekt gut.

Dresden sehen und sterben

dance
dance

Die Überschrift stammt nicht von mir, sondern von Viveka.

Die Stadt hat uns ziemlich umgarnt und gefangen genommen. TANZT! stand da in der Neustadt an der Wand (Scheune Dresden). Und in einer Seitengasse unweit der Frauenkirche in Beton gegossen: „ICH WILL NICHT HÜBSCH UND LIEBLICH TANZEN!“ (Palucca).

palucca
palucca

Die Menschen in Dresden tanzen das Leben. Noch. Vielleicht. Kürzlich habe ich über die Kranhäuser in Köln geschrieben. Investorenprojekte. Rendite. Quadratmeter aus Gold. Zum Erliegen gebrachtes Leben, das über den Köpfen der anderen stattfindet. Wie war das? „EURE ARMUT KOTZT MICH AN“?

DAVID reloaded – OSTRALE 013

BUSS- & BETTAG II
BUSS- & BETTAG II

Ich bin jetzt noch getroffen.

PENG! Dresden, Futterställe des alten Schlachthofes, Heuboden. OSTRALE 013. Mein Kopf summt von all den Bildern, über die ich später schreiben werde. Heute schreibe ich über DAVID. Über seine Bilder, über seinen OSTRALE 013-Beitrag BUSS-& BETTAG II.

Paris, mon amour.

Eiffelturm_red

Irgendwie, ich weiß auch nicht, ist der Wurm drin. Seit geraumer Zeit versuche ich, Paris zu besuchen. Wieder einmal. Wahrscheinlich verwirre ich euch gerade, weil die letzte Info war, dass ich nach Dresden fahre und die Schweiz kam auch vor und Italien. Und nun Paris? Ein Intermezzo, ein Gedanke, der sich dazwischen geschoben hat

Levanto, sonnig, 30°C

levanto, 2012
levanto, 2012

Ihr Lieben, verzeiht. Sehnsucht wecken. Aber. Muss. Sein.

Bald geht es los, noch zwei Wochen. Wieder Levanto. Wieder Camping. Dieses Mal mit vielen Menschen. Freunden von hier, von anderswo, Hinzukommenden. Drei Wochen unter freiem Himmel leben. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Gestern wurde, nach langen Recherchen und Diskussionen kollektiv eine Unterwasserkamera mit Videofunktion angeschafft. Alle haben einen Betrag dazugegeben. Sie ist bis sechs Meter Tiefe wasserdicht, so dass ich euch nach dem Urlaub vielleicht auch Italien unter Wasser zeigen kann:)

Momentenrausch

Sich spüren
tragen

Die Teilchen
frischer Luft
sie sagens
flüsternd
lächelnd tanzend
mit Augenzwinkern
leicht geneigten
Köpfen
Haar in der Stirn

Die Nachrichten
stille Post
herzensrot

Habe ich dir heute schon gesagt
wie sehr

Ein bisschen mehr
weniger
sagst du
wegen der Erträglichkeit
am Mast
trotz verbundener Ohren
der Klang

Das Lesen
deines Körpers
Lippen
Augen
Züge
Linien, Wellen
Schwung

Die Teilchen reden
schon den ganzen Tag

Die Sehnsucht
schöner Schmerz
in Signalrot

Momente

Ihr Lieben
manchmal
wisst ihr

Tja

Ihr kennt das
bestimmt

Es kommen immer wieder diese Augenblicke
des Hinsehens

Was geschieht?
Mit wem?

Und wie heißt es
in diesem Pop-Song?

Es passiert so viel

Manchmal gar nicht so einfach
alles zu verpacken

Jahrelang
geschieht nichts

Dann
alles auf einmal
als wäre
ein Hang ins Rutschen gekommen
und nichts ist mehr
wie zuvor
obwohl alles
eigentlich
aussieht
wie immer