Paris, mon amour.

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Irgendwie, ich weiß auch nicht, ist der Wurm drin. Seit geraumer Zeit versuche ich, Paris zu besuchen. Wieder einmal. Wahrscheinlich verwirre ich euch gerade, weil die letzte Info war, dass ich nach Dresden fahre und die Schweiz kam auch vor und Italien. Und nun Paris? Ein Intermezzo, ein Gedanke, der sich dazwischen geschoben hat

Letzte Woche Donnerstag war mir eine Seite im Web vor die Füße gefallen, auf der man speziell in Paris Wohnungen mieten kann, die Privatleute gegen Entgelt zur Verfügung stellen. Neben der Tatsache, dass das eine gute Alternative zum Hotel ist, hat es mir gefallen, in die Wohnungen hinein zu schauen. Ein klein wenig Voyeurismus.

Da gibt es natürlich alles. Die kleine Wohnung mit Schlafcouch, Küchenzeile und Duschecke, in der kein Millimeter Raum über ist. Und, ja, das ist natürlich letztlich spannender, die schönen, edel eingerichteten Design- und Prachtwohungen. So sieht es also hinter den Kulissen aus…

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Und während ich mich so durch die Wohnungen schlich, habe ich mich ein wenig ins romantische Paris geträumt. Ach! Die Stadt ist mir ans Herz gewachsen, seit ich mit meinen Eltern und meinem älteren Bruder einmal spontan am zweiten Weihnachtstag dort gelandet war. Wir waren mittags einfach losgefahren mit einem Korb voller Weihnachtsfressalien, hatten abends am Montmartre draußen gesessen, weil es ungeheuer warm war. Durch irgendeine Wetterlage, vermutlich Südwind, so siebzehn Grad. Die Nacht hatten wir im Auto verbracht, morgens in einer Bar gefrühstückt, waren über die Champs Elysée flaniert und waren dann wieder nach Hause gefahren.

Seither war ich öfter dort. Als wir in Neuseeland waren und im Hinterkopf den Gedanken trugen, ob wir eventuell auf die andere Seite der Erde ziehen sollten, war es unter anderem diese europäische Möglichkeit, mal eben nach Rom, Paris, Amsterdam, London oder Berlin zu fahren, die mich, uns zurückgehalten hat.

Seit letztem Jahr nun versuche ich es. Wieder einmal nach Paris zu kommen. Aber aus irgendwelchen Gründen klappt es immer nicht. Ihr kennt das. Profane Gründe. Ausflüchte. Nebensächlichkeiten. Wenn ich wirklich wollte, könnte ich. Klar. Schließlich war ich jetzt auch in Dresden und das waren auch 500 Kilometer Autobahn und Weg. Allerdings hatte ich da einen zwingenden Grund. Davids Bilder fotografieren.

Es wäre natürlich nicht schlecht gewesen, wenn die Ausstellung in Paris stattgefunden hätte. Zwei Fliegen mit einer Klappe (huch, wie brutal sich das liest). Und dieses Wochenende mit dem Wetter wäre natürlich fantastisch gewesen. Allerdings war es das in Dresden auch. Ich werde noch darüber berichten.

7 Antworten auf „Paris, mon amour.“

  1. Ja, PARIS ! C’est aussi mon grand amour …

    Ich bin sehr glücklich einige meiner besten & liebsten Jahre in „La Capital“ gelebt zu haben und kenne die Schöne an der Seine besser als Köln am Rhein. Dein Sehnen kann ich gut nachvollziehen und teile es mit Dir …

    Also: los, die nächste Gelegenheit gesschnappt und dann „On y va !“

    Danke, dass Du für meine neuen Bilder und die Performance einen nicht unerheblichen Umweg nach Paris eingelegt hast. Und wer weis: vielleicht findet „Buss- & Bettag III“ ja am Montmartre statt …

    1. Hi David,

      ja, du hattst das Glück, dort zu leben. Und das sogar als Künstler. Premium mit Sternchen. Biss- & Bettag III am Montmartre wäre natürlich nicht schlecht. Wäre ich auf jeden Fall dabei.

      Liebe Grüße

      Jens

  2. Hallo Jens,

    oh, was für eine Spontanität! Mal eben mit Weihnachtsfressalien nach Paris gefahren. Wahnsinn!! Die Familienausflüge meiner Familie beschränkten sich auf die nähere Umgebung (Möhne-Talsperre, diverse Zoos, Ausstellungen …) denn so ein Bauernhof will nicht alleine gelassen werden.

    LG
    Annegret

    1. Hi Annegret,

      spontan waren meine Eltern. Und ein wenig verrückt. Mein Vater hat einmal eine russische Handelsdelegation in der Eifel kennengelernt, sich angefreundet, eingeladen worden und dann sind meine Eltern mit dem Flieger ins tiefste Russland aufgebrochen… Sehr abenteuerlich, vor allem auch, weil mein Vater linksseitig gelähmt war. Aber: Er hat sich durch nichts und niemanden aufhalten lassen.

      Klar, Bauernhof, da gelten andere Regeln. Dafür hattst du die Scheune, den Heuboden, all die Spielmöglichkeiten…

      Liebe Grüße

      Jens

      1. Hallo Jens,

        ja, die Spielmöglichkeiten waren schier grenzenlos. Spielen im Wald. Spielen in den Scheunen und auf dem Heu-/Strohboden – war aber eigentlich mit Freunden verboten! Spiel mal Verstecken auf einem großen Hof mit vielen Kindern! Schwimmen in Nachbars Teich.
        Nur eines gab es nie: Urlaub. Da haben wir die anderen Kinder immer beneidet!

        LG
        Annegret

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