Kategorie-Archiv: Familie

Boah, ey – die Next Top-Models…

Steinbruch_red

Leute! MANN!

Ich meine, das alles so komplett ohne Ausbildung. Wenn du Mofa fahren willst, musst du. Ihr wisst schon. Anträge, Prüfung, Versicherung. Der ganze Kladderadatsch.

Aber Kinder, nö, die kriegste einfach so mit. Entbindung, ab in den Arm und Tschüss und schönen Tach noch. Und dann? Kannste dich daran erinnern, wie Mama und Papa das gemacht haben, probierst rum, liest womöglich total verklemmte Elternratgeber und bist am Ende des Tages auch nicht schlauer. Weil gerade in dem Augenblick, in dem du glaubst, erziehungs- und entwicklungstechnisch die Oberhand zu gewinnen, da sind die schon wieder ganz woanders und du kannst praktisch neu anfangen. Wie bei Mensch-ärgere-dich-nicht. Kurz vorm Häuschen rausgekickt.

Three girls on a big, fat Trampolino:)

trampolino

Ladies and gentleman, was geht ab? Nun, ja. Es bewegt sich. Es kommt in Wallung. Liebe Annegret, sorry, aber heute, das sah ganz nach Frühling aus. Es könnte sein, dass du schon einmal deinen Griffel spitzen solltest. Klar, noch ist nicht aller Tage Abend und eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber die Zeichen verdichten sich. Gute Vogelzeichen. Wie sie singen, morgens. Wow. Inbrünstig, frühlingshaft, überzeugt, laut.

zufrieden.

Windräder

Ist ein kleines Wort. Irgendwie unterbewertet als die kleine Schwester vom großen Glück. Es hat wenig Energie dieses Wort, vermeintlich, versprüht keine Funken, es lodert nicht. Kein Feuerwerk, kein Freudentanz. Am Boden, zurückgenommen, als wäre es das Mindeste. Klingt fast wie unbedeutend, wie eine Hürde, die man mit einem kleinen Schritte nimmt. Och ja, ganz gut, bin zufrieden. Das hat den Esprit von beigefarbenen Badfliesen.

Wie komme ich darauf?

Wie man mit Acer seine Kinder richtig erzieht und die Welt nicht mehr so ganz versteht:)

acer

Ihr kennt die Firma Acer? Laptops und so. Letztes Jahr hat sich Zoe ein Acer Netbook gekauft. In Blaumetallic. Es musste genau dieses sein. Klar. Also gespart, Omas angehauen, Taschengeld angehäuft und geordert.

Nun, über ein Jahr später, der große Crash. Stille im Schacht, schwarzer Bildschirm. Rien ne va plus. Kein Recovery, keine Tastenkombinationen, nichts. Ein Garantiefall, dachten wir. Zunächst. Keine große Sache. Eigentlich. Wenn es nicht so gewesen wäre, dass es irgendwie dazu gekommen ist, dass Zoe den Auftrag bekommen hat, die Garantieabwicklung selbst durchzuziehen. Komplett. So mit Rechnung suchen, Service-Hotline kontaktieren und so weiter und so fort.

Familie, 1997, Raum der Stille

family. Jim Richter. 2013

family. Jim Richter. 2013

Heute ist ein besonderer Tag, der mich sehr berührt. Es ist mal wieder Zeit für ein wenig Innerlichkeit. Wir hatten das kürzlich. filo hat darauf reagiert. Stille Revolution. Ich bin im Rahmen eines Jobs auf diesen Begriff gestoßen, der eine feine Linie zeichnet. Kein Sturm, keine Worterhebung, kein Knall, kein Krawumm. Etwas, das überall lautlos stattfinden kann und stattfindet. Zumeist in Köpfen, denen nicht zugehört wird, die obgleich ihrer Zurückhaltung, ihrer feinen Art, schlecht gehört werden.

Die feine Art des Stromanbieters LichtBlick, uns frohe Weihnachten zu wünschen

wind I. 2013

wind I. 2013

EIN LichtBlick!

Als Texter kenne ich mich mit Weihnachtsgrüßen aus. Herrje, wie viele ich schon getextet habe.

Nun habe ich, haben wir Weihnachtsgrüße der sehr speziellen und besonderen Art bekommen. Von unserem Stromanbieter LichtBlick, der seinem Namen alle Ehre macht. Da kommt Mitte Dezember doch tatsächlich eine zauberhafte Mail von LichtBlick, die mich ziemlich überrascht hat.

Ich denke, ich zitiere, damit ihr versteht:

“Guten Tag liebe Lebensgemeinschaft,

Feuerwehr, Habermas, Foucault und was genau ist passiert?

Parkplatz_red

Ich warne euch vor, bevor ihr zu lesen beginnt.

Dies wird sehr wahrscheinlich ein ein wenig kryptischer Beitrag. Das hängt damit zusammen, dass Texter generell ein wenig schräg sind und das Gehirn nach intensiver Textarbeit wie ein überpowerter Prozessor überhitzt. Das kann zu Fehlfunktionen und Übersprungshandlungen führen. Dieser Text ist eine solche Übersprungshandlung, quasi ein Auslaufen, so wie es die Fußballprofis nach ihren Bundesligaeinsätzen praktizieren. Wirr. Ohne Bedeutung. Wie Blindtext. Lorem ipsum. Was Sie hier lesen, macht keinen Sinn und zeigt nur, dass hier etwas Sinnvolles, zum Beispiel Ihre Botschaft, stehen könnte…

Ja:)

_DSC0722

Diese besonderen Tage. Sie lächeln, schmeicheln, sind charmant.

Am Morgen musste ich früh raus. Ein Termin in Soest von der Agentur aus. Mit dem Coupé mit den vielen PS. Hemd, Sakko. Das Sakko, dass ich letztes Jahr trug, als wir dieses Treffen in Frankfurt hatten. Zum Jahresauftakt. Reden, präsentieren, schauen, feiern.

Das süße, reife Leben

Holunder

Ach!

Man braucht so wenig. Autos, pah. Metalliclackierungen. Alus. Pads mit i und gleichnamige phones und tablets und Reisen hierhin, dorthin, wild, aufwendig, weit weg.

Es ist Erntezeit. Kürzlich kam Michael mit dem Pferdewagen und hat die Kartoffeln gebracht. Anderthalb Zentner, die jetzt im Keller liegen. Direkt neben dem Regal mit den aufgereihten Äpfeln. Herbst. Drowning by number. Peter Greenaway, die Anfangsszene, der Mann in der Badewanne, die Äpfel überall. Das Paradies, der Sündenfall, das Ertrinken. Gluck, gluck, weg war er (Schillers Taucher in der Kurzfassung meines Papas).

Dann war da die Sache mit den Felgen…

Again and again. Was für eine Woche.

Es fing damit an, dass ich diese Woche hier alleine Dienst hatte. Also all den Quatsch machen musste, der in so einem Haushalt anfällt. Von Kinder versorgen über Hund ausführen bis waschen und kochen. Ela hatte vier Tage lang einen Job in Köln und ich am Montag einen Tag frei und ansonsten volles Programm. Jobs, ausgebucht. Dauernd muss ich absagen. 6 Uhr aufstehen und dann gib ihm. Kennt ihr. Wir sind ja nicht zum Spaß hier…

Kleiner Gruß aus dem Gemüsegarten

1

Morgen geht die Schule wieder los. Oder, wie meine Mutter Sonntagsabend immer sagte: Das Sechs-Tage-Rennen. Schluss mit lustig. Sie sagte aber auch immer: Wird Zeit, dass die Schule wieder losgeht. Für mich bedeutet das, dass es wieder feste Zeiten gibt. 6 Uhr aufstehen, 7.50 Uhr geht der Bus, Cooper-Runde, ab zur Arbeit.

Thank God It’s Friday:)

closed_red

Leute, Leute.

Was für eine Woche. Samstagmorgen in Levanto den Kram in die Karre geschmissen, aufs Dach gezurrt, auf die Anhängerkupplung geknallt, ab in den Supermercato, Panini holen, Prosciutto cotto, fromaggi, Coke für die Youngguns und ab. 15 Stunden Autobahn inklusive Stau vor dem Gotthard und Entscheidung, den Pass zu nehmen. Meiner Familienkutsche habe ich den Bolts-Spruch “Quäl dich du Sau” in die Lüftung geflüstert. Und so schob sich unser Transporter langsam den Berg hoch, als würden wir gut gedopt nach Alpe d’Huez hochkraxeln. Irgendwann in der Nacht bin ich dann mit leichten Wahnvorstellungen im kompletten Colarausch in der Heimat eingetrudelt. Die Bande, drei Jungs, haben gepennt…

That’s the way of german Heimat…

home made:)

home made:)

Hoch verehrtes Publikum, heute präsentieren wir Ihnen eine Darbietung, die Sie in die tiefen unseres Landes führt und sich mit dem ambivalenten Begriff HEIMAT auseinandersetzt. Heimat ist da, wo ich bin? Oder was?

Heute Früh erreichte mich ein Kommentar aus San Francisco. Von Ute. Herzlichen Dank! Sie ist Weltenbummlerin und Kosmopolitin, die gerade wieder umzieht. Nach Michigan.

Herrje, die Siemens Waschmaschine dreht sich nicht…

Waschmaschinen-Kohlen_red

Ihr kennt das. Die Waschmaschine läuft nicht und schon ist Rom in Not. Ausfälle im Haushalt – kleine Katastrophen im Zentrum des Lebens. Ein Tag in der letzten Woche. Ich kam abends aus der Agentur, als Ela mir sagte: Jens, die Waschmaschine dreht sich nicht. Kacke. Sorry. Aber so isses. Wenn diese kleinen Helfer die Teamarbeit versagen, ja dann ist das wirklich Kacke.

Die Magie des BIG AIR PACKAGES von CHRISTO

Ballon oben_red

Große Kunst im Pott. Christo ruft, die Welt kommt. Ich komme von der A3, biege hinter Duisburg nach Oberhausen ab.Fettes, dampfendes, qualmendes Kraftwerk an der Autobahn. Ach du meine Güte. Weil ich kein Navi habe, habe ich mir die Strecke auf Google-Maps angesehen. Die A42 runter und Oberhausen-Zentrum ab. Google-Maps hätte ich mir sparen können. Der Gasometer ist sein eigenes Hinweisschild – da kann man auf Sicht fahren. Fast. Ich lande in einem Wohngebiet – verbotenerweise. Ach, egal. Passiert. Von dort sind es nur wenige Schritte.

Romantic Camping in Italy (RCiI)

caravan_red

Dears. Machen wir mal gemeinsam so einen fetten Metallhaken aus gehärtetem Megastahl an diese Woche. Puh. Niemals zurück schauen. Is ja auch eigentlich gut gelaufen bis auf kleine Abzüge in der B-Note und allem in allem war es dann doch recht erfolgreich. Mit dem Riesen-Beidhänder-Filzschreiber also eine Doppelunterstreichung drunter, zusammenzählen, Datum abziehen (alter Joke meines Papas bei jeder Bezahlung im Restaurant. Ach, Papa. Ja.) und freuen. Ich lebe, bin gesund, lächle und freue mich: Auf Italien.

Mit dem Herrn Cooper im Gras liegen, den Wolken zusehen, die wahre Natur empfinden und sich am Vatertag tiefe Gedanken über das Leben und die Liebe machen:)

Cooper_Löwenzahn_red

Vatertag.

My day. Alle ausgeflogen, alle in Köln, ich allein Zuhause. Muss arbeiten. Miste. Heute Morgen aber habe ich mir Zeit genommen. Habe mir meinen Vierpfötler geschnappt und bin raus. Wunderbares Maiwetter – Sonne, ziehende Wolken, warm, tolles Licht. Im Augenblick blüht hier neben den Kirschen der Löwenzahn. Vor dem ersten Schnitt (the first cut is the deepest – dann ist es weg, das gelbe Blumenmeer) leuchtet hier alles. Grün. Gelb. Explosion. Steigende Säfte. Kräfte des Wollens. Emporhebens gen Himmel.

sleeping cooper und weshalb das mit dem Putzen nicht hinhaut…

cooper_sleeping_red

Ihr Lieben, was für ein Tag!

Wochenend und Sonnenschein. Seit Freitag versuche ich, die Wohnung zu putzen. (Hallo, Ela:) ) Und was soll ich sagen: Es haut nicht hin. Der Staubsauger steht wie ein Mahnmal im Flur und flüstert mir ins Ohr. Use me. Komm. Schalte mich ein. Drück auf die Taste, baby.

JETZT GEHT’S LOS…

Unimog_red

Meine sehr verehrten Damen und Herren an den heimischen Empfangsgeräten, wir dürfen Ihnen heute proudly presenten das Wetter von morgen. 22 Grad. Und: Das ist noch lange nicht alles, jawoll, schubidubiduh, es kommt noch besser. Die Tage of the rising sun. Freitag: 26 Grad. Ich hoffe, die Info bezieht sich nicht auf irgendein Mikrowellen-Innenleben.

YES!

YES_red

Einfach mal JA sagen. Ich meine, is ja nicht so populär, JA zu sagen. JAsager sind Warmduscher. So allgemein genommen. Also ist das NEIN – man muss auch mal NEIN sagen können – irgendwie ein Hauch wertiger. NEINsager sind vermeintlich stärker. Auf den ersten Blick. Oder eben einfach nur wütender oder schlechtgelaunter. Wie mans im Einzelfall nimmt. Eben nicht zu allem JA und Amen sagen. Das impliziert: Wer JA sagt, muss auch B sagen. Quatsch, wieder falsches Sprichwort. Wer JA sagt, ist schwach. Alles Unsinn natürlich, weil das JA-Wort wiederum hoch im Kurs steht. Und letztlich muss man eh entscheiden, in der Situation. Nur auch hier gibt es, das möchte ich eigentlich sagen, den konventionellen JA-NEIN-Reflex, bei dem wir erst einmal automatisch ein wenig zum NEIN tendieren. Abwarten, Tee trinken, JA kann man immernoch sagen.

makes me happy:)

Lilly_red

happy:)

O.K. Schluss. Aus. Wir müssen jetzt zu außergewöhnlichen Mitteln greifen. Alles Glück der Welt liegt schließlich tief in uns. Nirgendwo sonst. Also nehmen wir eine Prise von dem, was da ist. Und ein Schäufelchen von dem, was wir uns erhoffen. Garen das Ganze auf kleiner Flamme. Lassen wir die Gelegenheiten nicht vorbeiziehen, machen wir aus einer Mücke einen Mammut und strahlen mit unserer Nachtischlampe um die Wette. Oder so. Schönlau, du warst auch schon mal besser. WAAASSS? Hasse ma rausgeguckt? Inspiration bei Minusgraden?

Gebt uns Grillwetter

HASE_red

Ladies and gentlemen, enough is enough. Ja, ja, Kack-Englisch, aber was solls. Darum geht’s ja nicht. Ich, du, sie, er, es, wir alle wollen nicht mehr. Shitti, shitti, shitti.

April, April, der macht, was er will. Das bedeutet: Abwechslung. Rauf, runter. Mit Temperaturen und so. Aber. So ist es nicht. Dieses Land ist Dr.Oetker-Pizza-mäßig tiefgefroren. Wir sind gerade zu Fuß von einem Geburtstag gekommen. Den Berg runter. Aus dem Nachbardorf. Und verdammt ja, wir mussten uns gegenseitig anfeuern, nicht in der Kälte liegen zu bleiben und still ins weiße Licht zu gehen. “E-s w-i-r-d p-l-ö-t-z-l-i-c-h s-o w-a-a-a-a-r-r-r-m-m-m-m-m.”

Besser leben in der Kommune 2

schier_schuhe

Sorry. Zur Zeit kann ich euch nur Schiermonnigkoog bieten. Alle anderen Themen dieser Welt gehen an mir vorbei. Gut so. Keine Lust auf Zypern, Euro, Krise, Weltgedöns. Der Kapitalismus mit seinen Strömen von sonstwas nervt. Kohle von A nach B und in die Taschen von X nervt. War da nicht mal was von sozialer Marktwirtschaft? Nutzung der Kräfte. Teamwork. Wenn’s ums Geld geht, hört die Freundschaft auf. Europa. Freunde. Ah ja.

and then they are fourteen

schier_sonnenuntergang_möwe_red

Zur Ruhe kommen. Die Systeme runterfahren. Seele baumeln lassen, sagt man. War nötig. Bin froh, nun hier zu sein. Die Finger vom Rechner lassen kann ich noch nicht. Die Systeme sind noch oben, wollen produzieren. Output. Fotos. Texte.

Bin auf Schiermonnigkoog. Wieder in dieser großen Wohnung mit vielen Menschen. Freunden, Eltern, Jugendlichen, Paaren aller Altersklassen. Zu vierzehnt. Alles gute Leute, alles einfach, easy. Dienste, Gemeinsamkeit. Eine große WG. Gefällt mir sehr. So könnte ich immer leben. Wo wir jetzt eh ein Wohn- und Lebensprojekt sind.