Wellnessabend mit dem wunderbaren Herrn Cooper!

Cooper_ofen_red

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Rolf Schönlau. Mein Papa. Eines seiner vielen Zitate. Jawoll, Papa, so isses. Hat sich heute Abend gerade erst wieder bewiesen. Gerade sitze ich hier und setze Plan C um. Wie ich sagen muss, kein ganz schlechter Plan. Eigentlich wäre ich jetzt in Köln. Poetry Slam. Reim in Flammen. Denn dort treffen sich Zoe, Jim, Ela und einige Freunde, um sich aktuelle Dichtkunst anzuhören. Hätte ich es geschafft, um 18 Uhr hier zu sein, wäre ich mitgefahren. Als ich auf den Hof fuhr, sagte der Zeitmesser im Tachofenster 18.17 Uhr. Das hat also nicht hingehauen. Und alleine mit dem Auto hinterherfahren, das hat mir nicht gefallen.

baby love

Machtlos

Ein Moment
verloren

Im Sand

There is no

Ungerührt
in deinen Träumen

Tiefgefroren
am Strand

Küssen
ah

So fern
wie Afrika

Möchtest du
mich küssen?

Weggespült

Zart
wie babys
meine

burning
at the beach

november 2013

Ritzratsch

Im Tunnel erwachen
die Hunde bellen

Gestern der Fluch
zwischen die Schultern
tätowiert

Anker, Adler, Arschloch

Der Film
grandios
Cinemascope
spiel mir

Kommt die Wut
schleifen die Schwerter

In der Hand
den Vogel
den Welpen
das Kind

Über Steppen galoppieren
Wege verlieren
Sterne
Wolken
Richtungen

Dem Bären begegnen

In der Bar
in der Nacht
verblichener Sex

In die weiche Haut
unter dem Unterarm
die Losung geritzt

Sechs Richtige

november 2013

Einen ganz herzlichen Dank, mein lieber Götz Werner!

Teelichter dm

Nach dem Internationalen Männertag gestern geht es heute mit einer Männerstory weiter. Vor geraumer Zeit, genau gesagt am 9. September 2011, echauffierte ich mich in einem offenen Brief an Ingvar Kamprad und Götz Werner über die Minderleistungs-Brennwerte der Teelichter von IKEA und dm. Beide Teelichtsysteme waren derzeit einfach Schrott, weil die Dinger nicht nur im Grunde, sondern auch vollkommen tatsächlich absolut nix taugten. Ein Stündchen und die Dinger hauchten ihr leuchtendes Leben aus.

Mann, oh Mann, heute ist Internationaler Männertag!

Grins. Sorry, hatte kein anderes passendes Themenbild:) So auf die Schnelle...
Grins. Sorry, hatte kein anderes passendes Themenbild:) So auf die Schnelle…

Ja sowas!

Wusste ich gar nicht, dass es den gibt. Habe ich heute in der Agentur erfahren, als gerade eine Kollegin am Telefon (wir sitzen im Großraumbüro) mit einer Kundin – nun, sagen wir mal – Männlichkeit im Arbeitskontext als suboptimal darstellte.

Klar, konnten wir zur Feier des Tages so nicht hinnehmen und haben in freundlich charmanter Kavaliersweise nachgefragt, um uns hinsichtlich des Aufgeschnappten rückzuversichern, was zu einem gewissen Maß der Relativierung geführt hat.

Fenster nach Norden

Garten_See_red

Wisst ihr was, wo wir schon mal dabei sind, lasst uns doch zusammen um die Häuser ziehen, äh, ich meine, ums Haus gehen. Gestern der Westblick, heute die Nordaussicht. Heute Morgen arbeite ich hier zu Hause an meinem Schreibtisch. Ich werde über Massage, Recycling und später über Visionen schreiben. Buntes Programm, Kirmes im Kopf.

Der Blick heute

Blatt Dachfenster_red

Ich habe hier den Film American Beauty schon erwähnt. Es ist die Szene meines cineastischen Lebens, die mich scheinbar am Nachhaltigsten bewegt hat. Ein Hinterhof, eine Plastiktüte im Spiel des Windes. Der Film hält inne, nimmt sich einer Metapher an und lässt diese Tüte hierhin, dorthin bewegen. Man könnte denken, es wäre ein Geschubse oder ein getrieben Werden oder einfach ein sich in die Situation ergeben.

Als ich den Film sah, als die Szene kam, war ich gebannt.

Der Blick aus dem Zimmer meiner Kindheit

Schiefer Turm/Kaisersesch. 2013
Schiefer Turm/Kaisersesch. 2013

Was ist Kindheit?

Wenn man Vater ist, was ist Kindheit dann? Das, was man sieht, oder das, was vergangen ist? Kürzlich war ich Zuhause. In dem Zuhause, das mein Zuhause war, als ich als Kind in der Eifel lebte. Von 1974 an. Es war ein Umzug, der mir damals weder gefallen noch geschmeckt hatte. Ich war nicht gefragt und dann meiner Sprache beraubt worden, weil meine Sprache dort keinen Wert mehr hatte: Bist du was Besseres? Bin ich gefragt worden, weil ich die Sprache, die in der Schule gesprochen wurde, nicht verstand, nicht mochte, nicht lernte, nicht sprach.

Golden past

oktoberwiese

Die Dinge gehen.

Man kann nicht alles halten. Wenn es vorbei ist, ist es vorbei. Der goldene Oktober. Das letzte Aufbäumen. Noch einmal ein wenig Sonne und dann: Abschied.

In der Schule haben wir gesungen: Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder. Ob das heute noch gesungen wird? Mein Musiklehrer war mein Trompetenlehrer. Eine Blaskapelle in der Eifel. Oh du schöner Westerwald oder Oh Mosella. Mein kleiner Bruder und ich. Weinfeste. Lippen gespitzt, Töne geformt, Knallgas.