Best Exotic Marigold Hotel

Gestern Abend. Wieder Köln. Wieder Cinedom. Wieder eine Komödie. Mit tragischen Elementen. Britisch. Best Exotic Marigold Hotel. Sieben Engländer, Silver- bzw. Gold-Ager. Nicht mehr in den besten Jahren und auch nicht mehr im allerbesten Zustand. Der Blick in den Spiegel wird kommentiert mit: „Scheiße“. Das kann man wohl sagen, wenn das Hüftgelenk ausgetauscht werden muss, die Rente in das den Bach runtertgehende Start-up der Tochter investiert ist, das Herz nicht mehr so will und es mit den Männern nicht mehr klappt. Endstation Sehnsucht.

Kusmi Tea DETOX

Ich bin gerade auf dem Schlankheitstrip. O.K., O.K., man könnte sagen im Wahn. Nun, man muss die Möglichkeiten nutzen, die sich ergeben. Und ich muss sagen, es macht Spaß. Sich leicht und fit zu fühlen. Einige Kilo weniger spüre ich bei jedem Schritt. Ballast, der fehlt. Wie ich gestern schon geschrieben habe, war ich am Samstag in Köln. Als Fotomodell in einem sehr schönen Pilates-Studio am Rhein. Eine Freundin der Familie, für die ich kürzlich einen Text geschrieben habe und die nun Modells brauchte, um Fotos für ihren neuen Flyer zu haben. Alles sehr professionell. Super Fotograf mit komplettem Equipment und so weiter. Wie man sich das vorstellt. Allerdings wurde ich letztlich nur mit Maske auf dem Gesicht fotografiert. Bei der Sauerstoff-Therapie. Höhentraining. Alles High-Tech.

Ich bin glücklich

Am Morgen schon
das leichte Grinsen

Fuß vor Fuß
aus dem Haus

Den Anker versenkt
die Steine verschenkt
das Schwert vergraben
den Ballast über Bord
Sandsäcke geleert

Leichtes Grinsen, breit

Fuß vor Fuß ins Tal hinab
die Worte schon

Fast

Den Weg entlang, den Bach

Am Ende
wo er steht
mein Baum
die alte Frau

Die Wiese
nach der Sternennacht
in Tau gedeckt
von Hardenberg

Fast fliege ich
die Worte in der Brust

Sternstunde in der Sternenstunde

Guten Morgen Ihr Wunderschönen, Allerliebsten, Freunde des Weltalls, der guten Dinge, der Bewegung des Herzens und der Sternenfreuden. Die Luft ist voller Leben, die Berge tanzen und über allem ist ein wunderschöner Horizont, der bis in die Unendlichkeit trägt.

Café Sehnsucht

Orte. Bedeutung. Sehnsucht. Erinnerung.

Gestern Abend war ich mit David essen. Wir wollten erst woanders hin, was dann nicht funktioniert hat wegen Öffnungszeiten und so haben wir spontan überlegt und ich habe in mich gehorcht und eine Antwort bekommen: Café Sehnsucht. Köln. Ehrenfeld.

Es ist nie zu spät für eine schöne Zukunft!

Ihr kennt vielleicht das Buch Kribbeln im Kopf. Kreativität lernen, Methoden, kreativ zu sein. Dinge, die Kreativität in unserem Kopf auslösen. Ich habe gerade kein Kribbeln im Kopf, sondern ein Brabbeln. Da läuft eine Kakophonie. Darin gehe ich nicht unter, weil ich einen Schritt zurückgetreten bin und eher versuche, unbeteiligt zuzuhören. Was geschieht da?

Nun, ich denke, da laufen Reparaturmechanismen. Was ist gerade geschehen? Man könnte sagen, mein Leben ist wie ein tönerner Krug zu Boden gefallen und nun liegen dort die einzelnen Schnipsel meines Lebens. Teils in tausend und mehr Teile zersprungen, teils noch in großen Stücken da.

Losbinden

Das Wasser nicht berühren
das Rot der Herdplatte
die Wärme des Ofens
gerade so weit weg

Ein um einen Vogel gewickeltes Wollknäuel

Wolken ziehen durch den Kopf
ins Ohr hinein
zum Ohr hinaus

Leichtes Beben der Straße
des Bodens
unter den Füßen

Flügelschlag
streift Schlaf
aus den Augen

Spüren über die Ferne
das Geheime
empfinden

Signale
Ungesagtes
Verbliebenes

Teegewärmtes Porzellan in der Hand
eine porzellangewärmte Hand auf dem Rücken

Hände öffnen

Was macht die WG?

Läuft hier mal wieder gerade alles anders. Ich hatte schön geplant, um 7:30 Uhr am Schreibtisch zu sitzen, zu bloggen und dann zu arbeiten. Dann haben Ela und ich uns zu ’nem Tee zusammengesetzt. Gibt’s überhaupt was zu bequatschen? Klar, Termine checken, kurzes Orga-Meeting. Ela meinte schon, sie hätte gar nix zu sagen. Ich auch nicht. Und dann ra-ra-ra. Es gibt doch einfach so viel zu bereden. Was da alles raussprudelt, was raus muss, will.

Update Beziehung 2.0!

Ihr Lieben, gerade ist es zwei Wochen her, dass mich Ela hier unten im Büro anrief und mich vom Bloggen zum Gespräch rief. Seither ist viel passiert und ich weiß aus vielen Rückmeldungen und persönlichen Gesprächen, dass viele Menschen ein wenig schockiert, ratlos und interessiert waren und sind. Viele fühlen mit und unterstützen uns und sind für uns da. Obwohl wir uns das alles selbst eingebrockt haben.

Ey, voll krass abgelacht, Alter!

Klar, Berlinale war das nicht. Manni Manta oder Ballermann 7 auch nicht. Gestern Abend, Köln, Cinedom mit kompletter Mannschaft und vollem Programm. Vier Erwachsene, fünf Kinder. Die halbe Reihe 14 für uns (naja, nicht ganz – war der große Saal und die Reihe 14 reicht von Lissabon bis Moskau, mindestens).

Ja, was war das dann? Der Literaturwissenschaftler in mir geht da erst mal analytisch vor. Genre? Ach, quatsch. Das muss man nach dem Film sagen. Wirf‘ doch deine duseligen Kategorien über Bord. „Hey Alter, die Frage ist doch, hast du gelacht?“ (meine innere Cem-Stimme aus dem Off). Jens: „Äh, klar. Und wie. Also. Von ganzem Herzen Ja.“

Türkisch für Anfänger. Der Film.

Da müsst ihr jetzt durch. Ich meine, da muss ich jetzt durch. In unserem, äh meinem, äh ich weiß jetzt nicht, egal, Freundeskreis gibt es da so eine Kultentwicklung, die vollkommen an mir vorbeigegenagen ist. Türkisch für Anfänger ist in aller Munde. Da wir hier keinen Fernseher haben, bin ich ziemlich draußen. Und das ist ein Problem. Denn: Heute Abend kommt der Film zur Serie in die Kinos. Und wer ist dabei? Herr Schönlau. Normalerweise hätte ich mich schön mit einem Freund getroffen, aber das Treffen ist ins Wasser gefallen wegen Kunst und einer Ausstellung und einer Vorbesprechung und Eventualitäten und Menschen, die anwesend sein müssten, aber nicht wissen, ob sie anwesend sein werden. Ein wenig kompliziert. Deshalb haben wir uns entschieden, dieses Terminvereinbarungschaos wie den Gordischen Knoten einfach zu zerschlagen. Nächste Woche.

One day in TATEmodern

Jetzt ist meine London-Reise untergegangen. Titanic. Natürlich nicht ganz. Ich hab die Bilder auf der Festplatte und natürlich im Kopf, wobei ich manchmal nicht weiß, ob die geschossenen Fotos nicht irgendwann die gespeicherten Fotos überlagern. Viele Kindheitserinnerungen entspringen der Familienfoto-Sammlung meiner Ursprungsfamilie. Und auch die Erinnerungen meiner nun eigenen Familie kommen oft direkt aus einem der vielen Fotoalben. Der Speicher ist voller Fotos.