Interest in Pinterest

Pinterest.com ist das neue Internet-Start up aus den USA, das gerade im Netz hohe Wellen schlägt. Pinterest.com zieht viele Menschen an und hat, im Gegensatz zu Google+ hohe Verweildauern auf der Seite. Während es der +Dienst der Suchmaschinen-Hyper-Super-Großmacht es auf durchschnittliche Verweildauern pro Besucher von rund 2 Minuten bringt, sind es bei Pinterest 15 Minuten. Das spricht für interessante Inhalte.

Freude, Frühling, Frühlingsgefühle

Also allmählich mutiert der fiftyfiftyblog zur ornothologischen Wissenschaftsstation. Thema: Der Nestbau der Elster. Am Morgen saßen Ela und ich in meinem Bett eng nebeneinander und tranken Cappuccino. Wir ließen Revue passieren, was Revue passiert werden wollte und irgendwann kamen wir auf das Thema Frühling, was bei zwei Menschen in einem Bett hier jetzt falsche Assoziationen hervorrufen könnte. Nein, nicht das. Es ging um Gänse. Ela hat die ersten vorbeifliegen sehen. Richtung Norden. NORDEN! Dort, wo es kalt und dunkel ist. Dort, wo niemand hin will, so lange es dort kalt und dunkel ist. Ergo: Bald ist es dort nicht mehr kalt und dunkel! Weil, weil, weil der Frühling kommt!

Die Kunst des Nivellierens

How to live in this age of hope? Wie soll das alles funktionieren? Die Geschwindigkeit ist frappant. Beschwingend, beänstigend. Die Pole, Nord und Süd, das up and down schwingen hin und her wie eine Laterne im Wind. Wir sind dem ausgesetzt, setzen uns dem aus. „Es passiert so viel“ ist eine Zeile aus einem aktuellen Popsong. Aktuell? Der ist schon Monate alt. Älter. Vorbei.

Vlies, gold

Verschraubte Widderhörner
in Schläfen gedübelt
scharfe Schrauben
am Frontallappen
knapp vorbei

Der Druck
die Enge

Die Stirn geboten
mit gesenktem Kopf gen Golgatha
das ausgewachsene Lamm
Kämpfer
mit gedrehtem Horn

La Mancha

Goldene Hörner mit Schrammen
Ecken, Kanten
abgeschraubt am Fuß des Altars

Kopf geneigt
mit leicht geöffneten Augen
nur ein Gefühl noch

Sanftheit

Das Horn
als Opfergabe zu Füßen
geschmückt, gekrönt
mit Liebesblumen

Im Niedersinken
schließen sich die Augen
der Brustpanzer des Gladiators
öffnet sich

There is no other way…

Musik von:

„Start Again“ by Alex (feat. Snowflake & Subliminal)
http://ccmixter.org/files/AlexBeroza/31670
is licensed under a Creative Commons license:
http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/

Adams Kaffee

Heute war ich in Essen unweit des Baldeney Sees. Dort wohnen nette Freunde. Als ich kam, bat ich um einen Kaffee, weil ich es mag, mit netten Menschen Zeit zu verbringen und dabei Kaffee zu schlürfen. Am liebsten in der Küche, weil es dort am ehrlichsten ist.

Herzensparadigmen

Aus Liebe schreiben
Gefühl zwischen Worten
wie Honig von Fingern lecken

Herz auslaufen
Kanne süßen Tees
im weichen Sessel
zurückgelehnt
die Ohren
wiegend in Träumen

Kornfeld im Wind
stummer Film

Bilder gemalt
gekrakelt
mit Filzer
lakonisch fotografiert
der Film knistert in alten Farben
kein Ton
nur Klang innenheraus
umwölbend dich, mich

Die Ecken der Buchstaben
rund feilen
weich fallen lassen

Die Strenge nehmen
streicheln
beschwichtigen
runterspielen
in Samt hüllen
Flausch an der Wange
weich gezeichnete Wahrnehmung
mit kleinem Schuss Sirup
Himbeer
geflunkert

Zwei Jahre fiftyfiftyblog auf Brigitte woman

Was? Zwei Jahre schon? Ich kann mich erinnern, dass das anfangs für mich ein Projekt war. Eine Spielerei. Ein Ausprobieren. Wollte mal sehen, was das ist: Bloggen. Nun bin ich zwei Jahre schlauer und kann mir ein Leben ohne Bloggen nicht mehr vorstellen.

Abhängig? Süchtig? Nach Aufmerksamkeit, oder was, oder wer, oder wie jetzt? Mit Sicherheit. Bislang habe ich in meinem Leben viele Dinge ausprobiert und bin einen nicht immer linearen Weg gegangen. Wer den Blog regelmäßig liest, kennt so einige Stationen meines Lebens. Die Station Bloggen nun ist eine, die mich täglich, wochentäglich herausfordert und in die Welt des WWW mit ihren eigenen Gestzen zieht.

„Trotzdem bin ich irgendwie so traurig…“

Reeperbahn. Udo Lindenberg. Jan Delay. Kürzlich im Radio gehört. Ist einfach so schön, die Generationen verschmelzen zu sehen, zu hören.Erinnerungen, neue Eindrücke. „… bei Rock am Ring, seh ich 6.000 Leute spring’n, trotzdem bin ich irgendwie so traurig…“ Jan Delay näselt. Udo nuschelt wie er es immer getan hat.

Damals schon. Anfang der Achtziger, Klassenfahrt nach Meran. Der Busfahrer, der Sohn des Busunternehmers, ein Freak, hatte ’nen Walkman. Ey. Das war… Unbeschreiblich. Musik zum Mitnehmen, überall hören. Jeder durfte mal. Mixed Tape. Nina Hagen und Udo Lindenberg. „Kann mich gar nicht entscheiden, ist alles so schön bunt hier…“ oder „Um mir ein Bett im Moos zu bauen…“

Alea ACTA est oder alles ad ACTA?

Ich hatte lange keine Lust, mich hier im Blog politisch zu betätigen. Das letzte Jahr war unruhig genug und Christian Wulff hat mich nicht genügend inspiriert, um über ihn zu schreiben. Das überlasse ich gerne Spiegel Online, die das wunderbar machen. Wie ein Terrier hängt das Magazin dem BP an der Wade. Arme Socke, könnte man sagen. Muss man aber nicht und werde ich nicht. Das ist dann doch eher Zauberlehrling: Die Geister, die ich rief oder wie naiv kann ich als Politiker sein. Ich werde später auf Deutschlands bekanntesten Urlauber, Handynutzer, Schnäppchenjäger und Eigenheimbesitzer zurückkommen.

Lana Del Rey – Born To Die

Wer ist diese Lana Del Rey? Seit dem Hype um Video Games, über 22 Millionen mal geklickt auf Youtube, höre ich sie immer wieder. Im Radio. Plötzlich die Stimme. Das ist anders als bei anderen Interpreten, Songs, Stars. Da ist eine Aura von Heiligkeit. Irgendetwas hat sie oder irgendetwas trifft bei mir einen Nerv. Vielleicht, weil sie als Jugendliche einen Kirchenchor in ihrer Heimatstadt Lake Placid geleitet hat?

Kuschelig kuschelnde Kuschelstunden

Nun habe ich euch hier die letzten Tage ordentlich frösteln lassen mit kalten Landschaften, Gerede über Hochs aus Sibirien und einem Video, bei dem es einem eiskalt wird. Um euch wieder ein wenig aufzuwärmen und die schönen Seiten des Winters und dieser Frostperiode in Erinnerung zu rufen, hier nun ein Sonntagsnachmittagsvideo. Bitte entschuldigt die nicht optimale Tonqualität. Ich habe hier mit dem internen Mikro der Kamera gearbeitet – ich spare noch auf das externe Mikro:)

Road to heaven…

Sonntangsmorgenspaziergang mit Ela und Cooper. Mal wieder sch…kalt. Aber so schöne Sonne. Und Farben. Alles pastellig wie in einem fünfzigerjahre Roadmovie.

Der Frost hat alle Wiesen in ein Trundrabeige gehüllt. Komme mir hier vor, als würde ich über die kargen Steppen Asiens laufen. Als verklärter, romantisierender Buddhist habe ich selbstverständlich die schöne Vorstellung, es wären die Bergwiesen Tibets und gleich würde ein Stupa mit Gebetsfahnen am Horizont auftauchen. Im Mai werden diese Wiesen wieder leuchten – grün vom satten Gras, gelb vom fetten Löwenzahn.