1974. Ich war neun Jahre alt. Ein kleiner blonder Junge mit blonden Haaren und blauen Augen. Meine Oma nannte mich “Spinnewip”, was so viel wie Fliegengewicht oder spirreldünn geheißen haben dürfte. Ich wusste, was sie meint. Essen war nie meine Stärke. In dem Jahr sind wir umgezogen. Vor den Sommerferien war ich Schüler einer dritten Klasse in Nordrhein-Westfalen, danach in einer vierten Klasse in Rheinland-Pfalz. Kaisersesch in der Eifel. Eine Geschichte für sich.
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CUT!
Ab. Radikal. Heute Morgen wollte ich zum Friseur. Haare ab. Neuer Schnitt. Ich kam aus meinem Zimmer, ging ins Bad und dachte. Denkende Blogger, so’n Quatsch. Was da bei rauskommt. Cut! Haare ab. Maschine raus. Spiegel, Waschbecken, Stecker, Aufsatz, 3 mm. Angesetzt. Durchgezogen. Nein, ihr bekommt kein Foto. Gibt keins.
Stattdessen ein Foto aus den Cinque Terre, das mir heute vor die Füße gefallen ist. Ab und an poste ich Fotos auf Pinterest und Tumblr. Auch ein paar Texte, die manchmal hier nicht erscheinen. Mal so, mal so.
One Day in Paradise
Advent, Advent. 1. Dezember. Da geht das erste Türchen auf und was finde ich dahinter? Ein Geschenk von Gitta Becker. Sie sendet mir einen Lieben Gruß an den Fiftyfiftyblog in ihrem Blog. Sie hatte gestern meinen Beitrag Ruhe bewahren! Bewahren Sie die Ruhe! kommentiert und das Foto mit der Bank, den Ruheplatz am Wasser, in ihrem Blog verlinkt und so waren wir ins Plaudern geraten. Nizza. Sie war in Nizza, ich war in Nizza.
Ojemine, Fernweeh.
Wie schreibt man eigentlich Ojemine? Keine Ahnung. Mach ich mal so. Bei Fernweeh habe ich ein e reingebastelt, weil das dann mehr nach Ferne klingt. Dauert länger, bis man ankommt. Ist ja das Wesen von Ferne. Und das weeh ist größer, wenn es länger ist. Was haben die eigentlich bei der Rechtschreibereform die ganze Zeit gemacht?
Vollmond über Vernazza.
50.000.000 €. Das ist die Summe der Schäden, die in Vernazza entstanden sind. Sehr viel für eine Stadt, die 1.000 Einwohner hat. Kann eine Stadt das stemmen? Sicherlich nicht ohne Hilfe. Es besteht die Gefahr, dass einer der schönsten Orte Italiens (Behaupte ich jetzt einfach mal. Einige habe ich auf meiner “Italienischen Reise” auf den Spuren Goethes gesehen.) den Bach runtergeht. Das wäre schade. Insbesondere auch für mich, weil ich Vernazza liebe. Liebe.
Vernazza wird evakuiert!
Es geht also nicht anders, es ist zu viel Schlamm im Ort, die Schäden sind zu groß und am Wochenende werden neue schwere Regenfälle erwartet. Es gibt keinen Strom, kein Gas, kein Wasser. Die Bevölkerung muss gehen, nur das Militär bleibt. Diese Infos habe ich von einer amerikanischen Facebook- und Internetseite. Rick Steves, amerikanischer Reisejournalist, ist großer Vernazza-Fan. Er hat Freunde vor Ort und setzt sich für die Stadt ein. Rick Steves auf Facebook, seine Internetseite.
Vernazza, Monterosso zerstört oder was?
Eine Hiobsbotschaft kam über den Blog. Ein Unwetter über Ligurien hat heftig gewütet. Neun Menschen starben in der Region, die Zerstörung ist groß. Was wo genau los ist, keine Ahnung. Google spuckt kaum Ergebnisse aus. Hier der n-tv Bericht. http://www.n-tv.de/panorama/Gegend-um-Cinque-Terre-zerstoert-article4623376.html Es hat wohl in der Nacht 500 Liter pro Quadratmeter geregnet. Eine unvorstellbare menge. Das ist normalerweise die menge eines ganzen Jahres – in einer Nacht.















