Jahrestag.

Heute Nacht fahre ich in die Schweiz. Ein Job. Der Wagen steht vollgetankt vor der Tür, die Hemden sind gebügelt, zwei neue Jacketts hängen am Haken. Ich bin vorbereitet. Den Blog noch füllen, der in letzter Zeit zu oft leer geblieben ist. Sorry. Schaffe das nicht mehr so. Das hat seinen Grund. 365 Tage später ist vieles anders.

Warum haben wir eigentlich immer zu wenig Geld?

Absperrhahn_red
Kürzlich habe ich irgendwo eine Zeile von Karl Marx gelesen, in der es um die Entfremdung ging, die durch Geld bewirkt wird. Kein Austausch von Naturalien, Waren, Dienstleistungen, nein, Geld. Der teuflische Stellvertreter, der so praktisch ist, weil man mit unserem Geld in Spanien ein Bier trinken kann. Ich arbeite hier, bekomme dafür Geld, mit dem ich mir bei germanwings im Sonntagsschlussverkauf ein Ticket für 33 Tacken ziehe, dass die für 100.000 Mäuse in irgendwelchen Radiosendungen beworben haben, die ich für 17,99 Piepen im Monat hören kann (so nebenbei: bei der GEZ zwangsgebucht inklusive Fernsehen, das ich seit 1999 nicht mehr habe.) Nun bekomme ich mein Geld ja durch Werbung, die ich schreibe, die dann von germanwings bei der GEZ (also WDR und so) gebucht wird. Also zahlt mir germanwings letztlich das Ticket und das Radio und das Bier in Spanien. Sonst könnte ich mir das ja nicht erlauben. Sind die bescheuert. Aber so kann man sagen, Geld hat doch was Gutes: Mit alle Mann, am Ballermann…

Komm Baby, lass und nach Las Vegas reiten…

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…die Sonne putzen.

Udo Lindenberg. Schon einige Zeit her. Seit ich den Song vor Jahrzehnten das erste Mal gehört habe, hat sich dieser Sonnenputzsatz in meinem Kopf festgesetzt. Und der Traum von Vegas. Das Caesars Palace und all die Schuppen, in denen sich die Jungs der Ocean-Serie rumgetrieben haben. Pitt, Pacino, Damon, Clooney & Co. Das ist Vegas. Große Namen. Eine Stadt so künstlich wie ein farbstoffdurchseuchtes Kirmesbonbon. Nichts ist echt, wahr, fundiert. Eine Oase inmitten der Wüste. Ein Ort der Verschwendung, der Geltungssucht, der doofen Ideen, die ruinieren. Genau all das, diese pure Unvenunft, die Stadt gewordene Mutter der Verschwendung, macht Vegas aus.

Der Herr Goethe, die Farben und Bäume bei Sonnenaufgang

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Goethe, der alte Goethe, wie er gerne genannt wird, kam mir gestern in den Sinn. Ich war auf dem Weg am Morgen. Per Auto unterwegs und hatte die Kamera eingepackt, weil die klare Kälte mit weit offenem Himmel Schauspiele versprach. Himmelsspiele.

So kam ich auf eine schneebedeckte Höhe, parkte den Wagen etwas unglücklich in einer Schneewehe am Straßenrand, so dass sich die ab und an aufkreuzenden Fahrzeuge darum herum puzzeln mussten. Was sollte ich tun? Tiefer in die Wehe, näher an den Rand hätte Game Over und Bauern holen und so fort bedeuten können. Also sammelte ich finstere Blicke und genoss den Sonnenaufgang am östlichen Horizont.

Lieber Aby Warburg, Museum für Gegenwartskunst Siegen, viel Nebel

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Nebel. Allerorten. Seit Tagen.

Nun, ist das schön? Naja. Kann man so oder so sehen. Generell: Sonne wäre mir lieber, weil die mehr Klarheit gibt. Aber, es ist, wie es ist. So war ich Freitagabend mit Herrn Cooper auf den umliegenden Höhen unterwegs. Weil die Temperaturen gestiegen sind, schmilzt der Schnee langsam und erzeugt diese wahnsinnigen Nebelmassen, die dafür sorgen, dass die Sichtweise unter 30 m liegt.

Zeiten, Orte und wie man die Dinge auch sehen könnte

Halteverbot_red

Ihr Lieben, zurück. Bin ich. Wo ich war? Unterwegs. Autobahn. Business. Süden. Durch die Nacht. Hotel. Wasser. Job. Zurück. Unwirklich. Sitze auf meinem Bett im Dunklen. Die Buchstaben der Tastatur leuchten, Herr Cooper liegt vor meinem Bett. Gehe die Fotos durch. Zwischendurch geschossen. In der Nacht. Am Morgen. Am Wasser. Die Möwen, die Enten. Zehn Enten, vier Weibchen, sechs Jungs.

Zehn Enten_red

Ich nehme euch alle mit in die sixtinische Kapelle und zeige euch den Himmel als Triptychon

heaven. one. 2013
heaven. one. 2013

Leute, Leute, was sind das für Zeiten, in denen ein Papst zurücktritt. 700 Jahre lang haben alle Päpste fleißig bis zum Schluss durchgehalten, haben gemacht, getan, gewirkt. Sicherlich, Johannes Paul gebeugt gesehen zu haben, am Stock, gestützt, geführt. Das war schon nicht ohne. Aber, Respekt. Einmal Papst, immer Papst. Und nun also der Rücktritt. Benedikt. Sei ihm gegönnt. Tradition ade. Der Sprecher im Radio fragte den Journalisten, den Papst-Spezialisten, was bleibt als Gedanke an diesen Papst zurück? „Nun, er ist zurückgetreten.“

Und dann kam der dicke Papa Bär…

Schon wieder ein Video. Ein Werbevideo. Samsung hat mich angemailt und mich gebeten, den zu posten, wenn ich ihn gut finden würde. Klar, sonst käm der hier nicht rein. Der ist auf Youtube schon über 10.000.000 mal angeschaut worden und hat das Potenzial ganz nach oben zu kommen. Aber Vorsicht: SÄHR BÄRGEFÄHRLICH! Wildnis und Angriff des alten Killer-Grizzlys. Nichts für schwache Nerven, das ist kein Schongang oder Feinwäsche für Warmduscher. Im Gegenteil! Schaut ihn euch an… Viel Spassss satttt.

Winterimpressionen statt Winterdepressionen

Schnee_Wolken_red

Raus!

An die frische Luft! Heute Morgen schien hier ziemlich geil die alte Sonne auf die Winterschneelandschaft. Ich saß nach ausgiebigem Schlafen, da galt es was von Donnerstagnacht und einer Geburtstags- und Karnevalsfeier nachzuholen, lange und gemütlich am Frühstückstisch. Cappuccino, Schokocroissant, Brötchen vom neuen Bäcker. Die Meinungen sind geteilt. Da zieht sich ein Geschmacksgraben durch unser Haus. Ich habe das Glück, auf der Befürworterseite zu essen, wodurch ich mich auch in Zukunft auf samstägliche Schokocroissants freuen kann. Der Croissantteig ist fest, saftig und gut, die Füllung cremig schokoladig. Der Croissantansatz ist ein komplett anderer, aber was solls. Da habe ich schon andere Veränderungen überlebt.

MAC OS X erkennt externe Festplatte nicht. Shit.

Festplatte

Die Überschrift ist ein wenig merkwürdig. Ich weiß. Nun, die habe ich nur so geschrieben, damit Google diesen Beitrag findet und Menschen, deren MAC OS X die externe Festplatte nicht erkennt, zu diesem Artikel geführt werden. Diesen Satz MAC OS X erkennt externe Festplatte nicht habe ich nun wiederholt, damit sich Google auch sicher ist, dass dieser Beitrag Relevanz hat.

Beckham, Guy Ritchie und ein Knackarsch-Double?

Zuerst hörte ich im Radio davon. 1Live, zwei Moderatorinnen, die sich ihn schon x-mal angesehen haben. Guy Richties H&M-Spot, der gerade im Web und in den Medien für Furore sorgt. Guy Richtie! Madonnas Ex. Der Mann, der Robert Downey Junior so wunderbar ermitteln lässt. Cooler Regisseur. Und der dreht für H&M ein Schlüpferfilmchen, dass die Ladys aus den Socken haut.

Kommt bitte mit auf diesen Nachtspaziergang

Mülheim_Brücke_vom Jugendpark_red
Momentan ist es so, dass die Orte wechseln. Wisst ihr, es ist nicht wichtig, dort zu sein. Oder hier. Ja. Es gibt einen Glauben. Daran, dass die Dinge sind, wie sie sind. Einfach. Pragmatisch. Übersichtlich. Greifbar. Fassbar. Leider muss ich euch sagen: Niet. So einfach ist das nicht. Eine Welt voller Träume, Hoffnungen, Sehnsüchte, Sicherheitsfragen. Es gibt keine Versicherung, die vor Unglücklichsein schützt. Komisch, oder? Die müsste doch am meisten gefragt sein. Lieber Herr Kaiser, bitte mach, dass nichts anbrennt, dass das Glück nicht wie Sand durch die Finger rennt. Und wenn doch, dann zahl mir bitte, bitte, bütteeee so viel Geld, dass ich auswandern kann, dorthin, wo Milch und Honig fließen, wo der Stress kein Visum bekommt und das Lachen und Lächeln und die Freundlichkeit zum Frühstück serviert werden neben Papayas, reifen Mangos und dem Blick auf unendliche Schönheit. Dieser Ort, den wir uns vorstellen, zu dem wir fliehen, der unser Plan B ist, ständig. Das Netz, der doppelte Boden, die imaginierte Zuversicht.

Die Kunst des Umgangs mit der Fotografie im Kunstmuseum Siegen

August_red

Das Museum für Gegenwartkunst in Siegen stellt momentan eine Frage, die mich im Kern auch sehr interessiert: „Lieber Aby Warburg, was tun mit Bildern?“ – Vom Umgang mit fotografischem Material (02.12.2012 – 03.03.2013). Ich habe die Ausstellung noch nicht gesehen, weil ich dachte, nach Bridget Riley würde erst im Januar wieder etwas kommen. Nun läuft die schon seit Dezember, aber bis März ist ja noch ein wenig Zeit (was bei Ausstellungen immer gefährlich zu sagen ist).