Surreale Momente mit La Gare de Perpignan von Salvador Dalí

05_red

Sinnlicher Overload. Knarrzknurrzzz im Zentralhirn. Alles echt? Alles surrealistisch?

Ihr wisst, am Ende ist dieser Blogger hier exakt genommen ein einfacher Junge vom Lande. Gerade dann, wenn die große weite Welt ruft. Nun sitze ich hier auf meinem Bett, traktiere dieses süße kleine Notebook mit hämmernden Fingern, höre schöne Musik von Viveka, denke an sie in einem von Bildern unterlegtem Dauermodus und sortiere meine sinnesbeflügelten Gedanken.

White smoke on the water…

Boje_red

… a fire in the sky.

Er ist 76, also etwas jünger als mein Vater. Der wäre am 26. März 79 geworden. Papa und der neue Papst. Ein Argentinier, der sich Franziskus nennt, ein Herz für die Armen hat (heißt es) und sich in Argentinien gegen die Homo-Ehe gestellt hat (las ich).

Ich nehme euch alle mit in die sixtinische Kapelle und zeige euch den Himmel als Triptychon

heaven. one. 2013
heaven. one. 2013

Leute, Leute, was sind das für Zeiten, in denen ein Papst zurücktritt. 700 Jahre lang haben alle Päpste fleißig bis zum Schluss durchgehalten, haben gemacht, getan, gewirkt. Sicherlich, Johannes Paul gebeugt gesehen zu haben, am Stock, gestützt, geführt. Das war schon nicht ohne. Aber, Respekt. Einmal Papst, immer Papst. Und nun also der Rücktritt. Benedikt. Sei ihm gegönnt. Tradition ade. Der Sprecher im Radio fragte den Journalisten, den Papst-Spezialisten, was bleibt als Gedanke an diesen Papst zurück? „Nun, er ist zurückgetreten.“

Ab in die Wellen.

Nachdem Gitta meinte, ich hätte meine ruhige Schreibe verloren, habe ich mich gestern bemüht, mal wieder zu entschleunigen. Dazu habe ich einen Gang runtergeschaltet und kleine Freiräume genutzt, die sich mir geboten haben. Nach einer gut gelaufenen Präsentation am Morgen war ich nachmittags aus der Agentur nach Hause gefahren und da hat mir die Natur schon ein schönes Schauspiel geboten, das ich mir gerne angesehen habe. Der Biggesee im Licht der flach stehenden Nachmittagssonne. Das war wirklich ein Schauspiel der besonderen Art, weil überhaupt kein Wind war. Morgens waren wir zur Präsentation quer durch das bergische Land gefahren und alle Windräder standen still. Als wäre für einen Augenblick die Zeit angehalten worden und als wären die Räder des Lebens zum Stehen gekommen. Ein Zeichen:) Ein guter Tag, die Dinge langsamer angehen zu lassen und sich im gemachten Nest des Lebens zurückzulehnen. Schön. Ruhig.

R.I.P.

Rest in Peace mein lieber Baum.

Zoe kam nach Hause. Papa, der Baum, dein Baum, er ist umgekippt. Dorfnews. Von den Bäumen. Getrommelt, erzählt, geflüstert. Der Nachbar gestorben, ein guter Nachbar. Alt. Über Achtzig. Sehr geliebt. Ich möchte keinen Vergleich ziehen, zwischen Mann und Baum. Aber ich werde mich daran erinnern, dass dies das Jahr war, als alles zusammen kam. Auf die vielen Entwicklungen noch lauter kleine i-Pünktchen. Akzente. Veränderungen. Unaufhaltsam.

Aggregatzustände des Lebens

Wir gewöhnen uns nie daran!

Nichts bleibt, wie es ist. Wie lang dauert ein Moment? Ein Augenblick? Eine tausendstel Sekunde? Millionstel? Milliardstel? Und ständig geschieht etwas. In der Welt, in uns. Prozesse, Abläufe, Veränderung.

Alles ist das NICHTS dazwischen

Der Raum der Stille.

Ja, liebe Menschen an den Endgeräten in den heimischen Räumen, es wird esoterisch. So ist das, wenn man mit einem Menschen zusammen lebt, der gerade eine Yoga-Ausbildung macht. Da fällt plötzlich, als Ergebnis jahrzehntelanger Suche, Diskussion, Auseinandersetzung Manna vom Himmel. Erkenntnis, Erleuchtung, Wohlgefühl, Ergebnis, Geschenk, next step… Und natürlich weitere Irritation. Frage. Antwort? Bleiben wir mal schön auf dem heimischen Teppich. Mit beiden Füßen in Wolle.

Es ist nie zu spät für eine schöne Zukunft!

Ihr kennt vielleicht das Buch Kribbeln im Kopf. Kreativität lernen, Methoden, kreativ zu sein. Dinge, die Kreativität in unserem Kopf auslösen. Ich habe gerade kein Kribbeln im Kopf, sondern ein Brabbeln. Da läuft eine Kakophonie. Darin gehe ich nicht unter, weil ich einen Schritt zurückgetreten bin und eher versuche, unbeteiligt zuzuhören. Was geschieht da?

Nun, ich denke, da laufen Reparaturmechanismen. Was ist gerade geschehen? Man könnte sagen, mein Leben ist wie ein tönerner Krug zu Boden gefallen und nun liegen dort die einzelnen Schnipsel meines Lebens. Teils in tausend und mehr Teile zersprungen, teils noch in großen Stücken da.

Westwind so gut wie Südwind

So ein Blog hat echt Vorteile. Für den Blogger. Ich kann nachlesen, was in meinem Leben los war. Tatsächlich ein Tagebuch. Zugegeben, ein öffentliches, weshalb hier nicht alles landet, aber doch eines, das ganz gut mitreist. Als ich die Kinder zum Bus gefahren habe in der morgendlichen Dunkelheit, umwehte mich ein warmer Wind. Keine Jacke notwendig. Eingehüllt in einen kuschlig warmen Wind, getragen von… Goethe, Klopstock, Caspar David. Nun wollen wir mal nicht in die Gefilde der Romantik abgleiten. Die Zeiten sind vorbei. Schade, da hätte ich ganz gut reingepasst. Also dieser Wind umhüllte mich und trug mich fort und erinnerte mich an ein Gefühl, dass ich vor einem Jahr hatte…

Lieber Ingvar Kamprad, lieber Götz Werner…

…ich kenne euch beiden nicht, kaufe aber regelmäßig bei euch ein. Ich weiß, dass ihr regelmäßig durch die Presse geht. Mal mit Vorwürfen konfrontiert seid, mal mit Lob. Was mich heute betrifft, habe ich nur einen ganz, ganz kleinen Einwand. Macht, was ihr macht, denn das scheint ihr ja unternehmerisch gut bzw. erfolgreich zu machen, aber lernt bitte in einem Punkt. Einem wunden Punkt.

Ohne mich ist alles doof – was macht dein EGO?

Verzeiht! Diese Woche ist es ein wenig ernst im Blog. Aber es macht mir gerade Spaß, die existenzielleren Themen tiefer zu beleuchten. So weit der fiftyfiftyblog das zulässt. Wir arbeiten hier natürlich nicht auf wissenschaftlicher Ebene, sondern unterhalten uns von Mensch zu Mensch. In dem Sinne sind wir hier gerade eher Diskussionsforum. In der vorvorletzten Woche ging es zunächst um Väter und ihre Söhne, dann um das Mannsein und das Frausein. Diese Woche gesellte sich dann lustvolles Leben dazu und heute nun geht es um das EGO.