Die pure Lust am Schreiben

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Heute war ich in Düsseldorf auf der K-Messe. Kunden besuchen, reden, schauen. Ein wenig wie ein Schulausflug. Das Klassenzimmer verlassen, die Bücher vom Tisch räumen und raus in die Welt. Weil ich morgens und nachmittags über die A3 gemusst hätte, habe ich ab Köln Mülheim S- und dann ab D’dorf HBF die U-Bahn genommen (ist im Messeticket-Preis praktischerweise enthalten). Zusammengepfercht mit Spaniern, Russen, Pakistanis, Chinesen and so on in dunkelblauen Anzügen mit bunten Krawatten, auf denen teils Firmenlogos blühten. Messe hat ein wenig was von Zirkus und Kirmes. Junger Mann zum Mitreisen gesucht.

Er, sie, es bollern Sehnsucht…

Hä? No comprende? Klaro. Wie auch. Hi. Grins. Schelmenhaftigkeit am frühen Morgen. Also. Es war einmal…

Genau genommen: Gestern Abend. Kann ich so anfangen? Ach, nee, da fehlt noch ein Bogen. Also bollern und Sehnsucht sind zwei Teile einer Geschichte. Fangen wir mit dem Bollern an. Again also. Also. Gestern Abend saß ich mit Jim am Küchentisch. Mit meinem neuen Laptop. Das alte ist den Jordan runter wegen Jugend forscht. Konkret: Jim wollte es reparieren. Mir einen Gefallen tun. Die Kopfhörerbuchse hatte einen Wackler, was beim Hören wackelte. Er hat mein Laptop genommen, es auseinander gebaut und ist dann irgendwie mangels wahrer Ahnung auf halber Strecke im Sumpf der Elektronik steckengeblieben. Der Rest ist Elektroschrott und eine andere Geschichte. Shit. Vom Thema abgekommen.

Was ist TEXT? Was ist SCHÖN?

Heute Morgen fand ich einen schönen Kommentar im Blog: „du schreibst schön! :-)“.

Ein Kompliment zu Beginn des Tages. JA! Schön. Schön? Schönschreiben? Schönschreiberei? In einem Blog? Was ist das, schön schreiben? Ich denke ich weiß, was der Kommentar bedeutet. Wofür er steht. Vielleicht lässt sich das mit Harmonie umschreiben.

Die Sprache, so frei wie der Wind

Wir leben in einem Kulturkreis, der es gerne ordentlich hat. Das ist meistens eine sehr angenehme Sache, weil vieles gut geregelt ist und vergleichsweise hervorragend funktioniert. Mal mehr, mal weniger. Es gibt Regelungen und Mechanismen, die greifen. Fällt Schnee, kommt morgens der von der Gemeinde geschickte Traktor und räumt den Schulhof vor unserer Haustür. Brennt es, fährt die Feuerwehr raus. Habe ich auf der Autobahn eine Panne, ist irgendwann der ADAC da. Regelungen. Fast alles ist geregelt, geordnet. Teils auch genormt und zertifiziert. Was auch nicht schlecht ist – zum Beispiel wenn es um Qualitätsmechanismen oder Umweltschutz in Unternehmen geht. Da haben sich Menschen zusammengesetzt und überlegt, formuliert, entschieden, was gut ist.