Archiv für den Monat: Juni 2012
ELECTRICITY, 2012.
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Raven
I
Als Prinz fühlen, Scheiße
Auf dem Hügel
gleißendes Licht
Locken, blond
Von Süden
reißt du den Himmel auf
Zeitlupenflug
still
Jäger
von oben
Tomahawk
Kopf leicht schief
böser Blick
Golf GTI
Augenaufschlag
Laser
Flügel hoch, Steilkurvenflug
Aus dem Licht
näher
Schnabel geschärft
Nackenfell gesträubt
Haupt zur Seite
letzte Sekunde bevor
Durch mich durch
wärst du geflogen
Schrei der Krähe
Lust, dunkle Schönheit
Spüre dich
im Rücken
Die Romantik der Biolumineszenz
(Creative Common License, Flickr, Oliver Martins)
Was für eine Nacht!
Erst gehen wir gegen Italien unter – die Tränen des Thomas Müllers werden lange nicht trocknen – dann geraten Zoe und ich in eine Horde wildgewordener Glühwürmchen und dann heute Morgen ein Gewitter, das sich gewaschen hat. Und mich unterm Dach auch – zumindest bildlich. Als wären Wellen über das Haus geschwappt, so grollte das Wasser um mich herum. Sturzbäche, Fluten, das Dach über mir ein Wellenbrecher, eine Kaimauer, ein Schiffsrumpf, der sich in tosender Fahrt in Wasserberge stürzt. Ende der Nacht. Guten Morgen! Mein Dachfenster ein Aquarium – mit wunderbaren Fischen wie in der Karibik! (Quatsch)
Darkwood Gruselmorgen im Wildschweinwald
Sometimes. Reitet es mich. Heute Morgen. Nicht ins Maikäfertal. Abwechslung.
Ich hatte eine Idee. Da ist tief im Wald oben auf der Höhe diese Ruine. Die Reste eines alten Hauses inklusive einer ganzen Reihe von Zivilisationsspuren. Mein Gedanke: An diesem Nebelmorgen könnten dort schön schummrige Fotos entstehen. Habe ich gedacht. Pah!
CIRCLES und die Number 5 – sie lebt, heißt es:)
Heute wird es ein wenig abstrakter. Das liegt an einem Job, an dem ich gerade arbeite. Eine Namensfindung, bei der ein Name jenseits der Konvention gesucht wird. Nicht ganz einfach, weil das ein riesiges Fass ist. Rein theoretisch geht alles, letztlich überzeugend ist wenig. Das ist eine Sache von Fingerspitzengefühl. Suchen auf der Mikroebene. Spüren, wann es Klick macht. Passt. That’s it. Eine Angelegenheit zwischen Eiertanz und Husarenritt. Feinfühlig und volle Kraft voraus.
Ab in die Alters-Wohngemeinschaft!
47. In „Per Anhalter durch die Galaxis“ ist es die 42, die für den Sinn des Lebens steht. Menschlich betrachtet in etwa die aktuelle Lebensmitte. Ups! Bin ich drüber. Liegt der Sinn des Lebens hinter mir? Mitnichten. Midlife-Crise abgehakt, durchstarten in den zweiten Teil.
Der zweite Teil. Graue Haare, tiefe Falten. Herrje. Kommt.
Was ist TEXT? Was ist SCHÖN?
Heute Morgen fand ich einen schönen Kommentar im Blog: “du schreibst schön! :-)”.
Ein Kompliment zu Beginn des Tages. JA! Schön. Schön? Schönschreiben? Schönschreiberei? In einem Blog? Was ist das, schön schreiben? Ich denke ich weiß, was der Kommentar bedeutet. Wofür er steht. Vielleicht lässt sich das mit Harmonie umschreiben.
Warten.
… ist nicht meine Stärke.
Zur Zeit ist das Thema Warten in meinem Leben sehr präsent. Ich warte. Bin ausgebremst. Gerade in dieser Woche stehen grundlegende Entscheidungen, Veränderungen an. Ich weiß noch nicht, was kommt, wie ich mich entscheide. Was sich mir bietet. Ich führe Gespräche – beruflich, privat. Vielleicht wird alles anders. Was für ein Jahr.
In diesem Warten-Kontext habe ich gerade Fotos von Trash Treasure aus Köln entdeckt. Eine Serie, die wartende Menschen zeigt. Fotos voller Details. Körperhaltungen. Äußerst spannend. Und inspirierend.









