Raven

I
Als Prinz fühlen, Scheiße

Auf dem Hügel
gleißendes Licht
Locken, blond

Von Süden
reißt du den Himmel auf

Zeitlupenflug
still
Jäger
von oben
Tomahawk

Kopf leicht schief
böser Blick
Golf GTI

Augenaufschlag
Laser
Flügel hoch, Steilkurvenflug

Aus dem Licht
näher

Schnabel geschärft
Nackenfell gesträubt
Haupt zur Seite
letzte Sekunde bevor

Durch mich durch
wärst du geflogen

Schrei der Krähe
Lust, dunkle Schönheit

Spüre dich
im Rücken

Die Romantik der Biolumineszenz

(Creative Common License, Flickr, Oliver Martins)

Was für eine Nacht!

Erst gehen wir gegen Italien unter – die Tränen des Thomas Müllers werden lange nicht trocknen – dann geraten Zoe und ich in eine Horde wildgewordener Glühwürmchen und dann heute Morgen ein Gewitter, das sich gewaschen hat. Und mich unterm Dach auch – zumindest bildlich. Als wären Wellen über das Haus geschwappt, so grollte das Wasser um mich herum. Sturzbäche, Fluten, das Dach über mir ein Wellenbrecher, eine Kaimauer, ein Schiffsrumpf, der sich in tosender Fahrt in Wasserberge stürzt. Ende der Nacht. Guten Morgen! Mein Dachfenster ein Aquarium – mit wunderbaren Fischen wie in der Karibik! (Quatsch)

Darkwood Gruselmorgen im Wildschweinwald

Sometimes. Reitet es mich. Heute Morgen. Nicht ins Maikäfertal. Abwechslung.

Ich hatte eine Idee. Da ist tief im Wald oben auf der Höhe diese Ruine. Die Reste eines alten Hauses inklusive einer ganzen Reihe von Zivilisationsspuren. Mein Gedanke: An diesem Nebelmorgen könnten dort schön schummrige Fotos entstehen. Habe ich gedacht. Pah!

CIRCLES und die Number 5 – sie lebt, heißt es:)

Heute wird es ein wenig abstrakter. Das liegt an einem Job, an dem ich gerade arbeite. Eine Namensfindung, bei der ein Name jenseits der Konvention gesucht wird. Nicht ganz einfach, weil das ein riesiges Fass ist. Rein theoretisch geht alles, letztlich überzeugend ist wenig. Das ist eine Sache von Fingerspitzengefühl. Suchen auf der Mikroebene. Spüren, wann es Klick macht. Passt. That’s it. Eine Angelegenheit zwischen Eiertanz und Husarenritt. Feinfühlig und volle Kraft voraus.

Ab in die Alters-Wohngemeinschaft!

47. In „Per Anhalter durch die Galaxis“ ist es die 42, die für den Sinn des Lebens steht. Menschlich betrachtet in etwa die aktuelle Lebensmitte. Ups! Bin ich drüber. Liegt der Sinn des Lebens hinter mir? Mitnichten. Midlife-Crise abgehakt, durchstarten in den zweiten Teil.

Der zweite Teil. Graue Haare, tiefe Falten. Herrje. Kommt.

Was ist TEXT? Was ist SCHÖN?

Heute Morgen fand ich einen schönen Kommentar im Blog: „du schreibst schön! :-)“.

Ein Kompliment zu Beginn des Tages. JA! Schön. Schön? Schönschreiben? Schönschreiberei? In einem Blog? Was ist das, schön schreiben? Ich denke ich weiß, was der Kommentar bedeutet. Wofür er steht. Vielleicht lässt sich das mit Harmonie umschreiben.

Warten.

… ist nicht meine Stärke.

Zur Zeit ist das Thema Warten in meinem Leben sehr präsent. Ich warte. Bin ausgebremst. Gerade in dieser Woche stehen grundlegende Entscheidungen, Veränderungen an. Ich weiß noch nicht, was kommt, wie ich mich entscheide. Was sich mir bietet. Ich führe Gespräche – beruflich, privat. Vielleicht wird alles anders. Was für ein Jahr.

In diesem Warten-Kontext habe ich gerade Fotos von Trash Treasure aus Köln entdeckt. Eine Serie, die wartende Menschen zeigt. Fotos voller Details. Körperhaltungen. Äußerst spannend. Und inspirierend.

Ich wollte immer schon einmal nach La Gomera:)


La Graciosa, Kanaren – Copyright Piopio, Wikimedia Commons

Klingt wie eine Songzeile, die Überschrift, ist aber ein altes Reiseziel meiner internen Wunschliste. Wo das Wetter hier in diesem Frühjahr bzw. Frühsommer so bescheiden ist, wächst in mir die Sehnsucht nach Sonne und Meer.

Gestern im Fitnessstudio stand ich nach dem Training unter der Dusche, als ein braungebrannter Mann reinkam. Der ganze Körper frisch sonnengebräunt, bis auf den Po und den Piep und die weißen Seitenstreifen zwischen beiden Bereichen. Klassischer Badehosenträger. Habe mir vorgestellt: So’n dunkelblaues adidas-Teil mit weißen Streifen an der Seite. Hatte ich mit 15 und war stolz wie Oskar, weil die Teile total In waren. Präteritum. Gestern.

ARTsehnen – ein Bild pour moi

Ja, was hängt denn da an der Wand?

Mein Papa hat immer gesagt: „Was ist das? Hängt an der Wand und wenn es runterfällt, ist die Uhr kaputt? PECH!“ Ich hatte jetzt Glück. Weil ich nach all den schönen Bildern, die ich in der letzten Zeit in den Ateliers gesehen habe, den Wunsch hatte, ein Bild in meinem Zimmer aufzuhängen. Leider habe ich nicht das Geld, all die tolle Kunst zu kaufen. Das würde meinen Etat deutlich überstrapazieren. Gerade erst ist die Kohle für eine neue Heizung rausgegangen. Wenn ich mir das vorstelle – kaufe Viessmann statt Bilder. Wie doof. Aber: That’s reality.

Glen Hansard: Rhythm and Repose – out now:)

Glen Hansard ist im fiftyfiftyblog schon öfter vorgekommen. Weil er hier in der Alten Schule neben Damien Rice zu den Lieblings-Singer-Songwritern gehört und oft läuft. Nun ist seine neue CD erschienen – das erste Soloalbum. Rhythm and Repose. Letztes Jahr im Herbst habe ich ihn in Berlin gesehen. Da war er solo auf Tour – ohne die Frames und ohne Markéta Irglová, mit der er im Film Once ein Liebespaar gespielt hat, das dann im Leben ein Liebespaar wurde, das unter dem Namen The Swell Season gemeinsam CDs veröffentlicht hat und getourt ist. Ich habe die beiden in Düsseldorf live gesehen. Falling slowly…

Ateliergespräch mit DAVID

Was ist Malerei?
Was ist Malerei?
Was ist Malerei?

Ein Atelier zu betreten, ist ein besonderer Moment. Ein Übergang in eine Welt, die Türen und Tore hat. Fenster, Ausblicke, Einblicke. Kommt man in ein Atelier, in dem die Werke von drei Künstlern stehen (wie in diesem Fall), sind das viele Fenster zu vielen Welten, die dahinter liegen. Ich muss zugeben, zunächst überfordert gewesen zu sein, als ich in DAVIDs Atelier kam. In diese Gespräche gehe ich unvorbereitet, um offen zu sein. Um zuzuhören und dem nachzuspüren, was das jeweilige Wesen der jeweiligen Kunst ist. Ich muss mich also vor Ort orientieren, einen Zugang finden. Entscheiden.

Sunny Sunday!

Die Griechen haben richtig gewählt (hoffe ich mal, who knows…), die Deutschen gegen Dänemark alles richtig gemacht und am Freitag spielt Griechenland-Deutschland im Viertelfinale. Ich sehe schon die Schlagzeilen und Stahlhelmfotos… Ein Spiel mit Bedeutung und Untertönen. David gegen Goliath. Wir werden sehen.