Lhasa de Sela – Soon This Space Will Be Too Small


Danke für die Bildrechte an: Vonvon (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) oder GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

Die Social Media sind eine Fundgrube, ein Musik-Kunst-Menschenmachbares-Paradies. Mit der Maus irgendeine Timeline entlangfahren und spüren, dass der Finger einrastet. Einrasten will. Gefällt mir. Das verrufene Wort, das für Oberflächlichkeit, Untiefe steht. Ja. Nein. Das Einrasten im Mittelgelenk des scrollenden Zeigefingers spüren. Da ist wieder so ein Moment, in dem ich Außergewöhnlichem begegne. Der Tipp heute Morgen kam von Nora Barner. Sie hatte einen Link zu einem Song von Lhasa de Sela gepostet.

COWBOYS für Tilman

Szene: Eine städtisches Flachdach auf einem mittelhohen Hochhaus. Kies als Bodenbelag. Eine geöffnete Dachluke, ein gewölbtes Dachfenster – ein Lichtsammler für den darunter liegenden Flur und die Stiege zum Dach. Oben ein Campingstuhl und ein Rollstuhl. Darin sitzen James und John, zwei Cowboys mit großen Texas-Hüten und Herrenpyjamas. Zwischen sich eine Drücker-Thermoskanne mit Kaffee, zwei Blech-Kaffeebecher und eine halbvolle Flasche Bourbon. Zu ihren Füßen eine Petroleumlampe. Beide haben den Kopf im Nacken und schauen in den Nachthimmel zu den Sternen.

May Daddys wear CHUCKS???

Sommer. 2012.

Nicht hier, aber woanders. Italy. Tatsächlich werde ich in den nächsten Tagen die Biege machen. Über die Alpen, bzw. durch den Gotthardt mittendurch. Nun habe ich ein Problem: Schuhe. Was ziehe ich an? Die Wettervorhersage am Ort des Geschehens an der ligurischen Küste spricht in der 16-Tage Vorschau von blauem Himmel, blauem Himmel, blauem Himmel. 28 Grad und so. An einem Tag, also nicht mehrere Tage hintereinander addiert.

Da wäre also Sommerschuhwerk angesagt. Ein leichter, bequemer Schuh. Flach, bequem, easy.

Jon Lord ist gegangen.


Foto von W.W.Thaler – H.Weber, Hildesheim (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons. Danke für das Nutzungsrecht!

71 Jahre alt. Deep Purple Keyboarder. Die Gazetten sind voller Nachrufe. Ein Großer der Rock-Geschichte.

Child in Time (hier die lyrics). Wie oft habe ich diesen Song gehört auf den alten Partys in den Kellern der Jugend- und Freizeitheime. Katholische Jugendheime. KJH. Auf den Schulpartys, als alle die Klassiker getanzt haben. Natürlich: Smoke on the water. Und all die anderen Rock-Classics.

Zuckerberg und die Tür zu Dantes Paradise

Sonntag. Ausflugstag. Zeit für eine Landpartie, wenn man in der Stadt wohnt. Zeit für eine Stadtpartie, wenn man auf dem Land wohnt. Ich hatte Lust auf Stadt, Fotografieren, Bilder, Input. Es sollte ein wenig Sonne geben, sagten die Menschen im Radio. 20 Grad standen im Raum. Hoffnung. Also habe ich Trash Treasure kontaktet und gefragt, ob sie Lust auf Kaffee und Fotos hat. Yes. Startpunkt 13 Uhr in ihrem Ehrenfelder Atelier. Abflug.

Dangerzone für Mr. Tom

Ein Mann, ein Hund, eine Maus.

So fangen Geschichten an, die das Leben schreibt. Auf dem Land. Was ist geschehen? Ich würde von Kausalzusammenhängen sprechen. Es ist so, dass es hier wettertechnisch gerade ziemlich ungemütlich ist. Der Himmel fällt uns auf den Kopf. Gestern zwei Sturm-Attacken. Gegen Mittag stand ich in der Küche und kochte, als der Regen von Westwindböen gepeitscht horizontal am Fenster vorbei flog. Ein Hauch Waterboarding. Die Bäume neigten sich zum Boden und ich war mir nicht sicher, ob ich samt Haus mitgerissen würde Richtung Mars und Unendlichkeit, ein Gottesteilchen in den Wogen der Zeit, ein Spielball der atlantischen Tiefausläufer, eine Randerscheinung im Wetterwahnsinn dieses Sommers. Fünf Minuten Spektakel, Sonne, Wolken, Blauerhimmelfetzen. What shall we do?

Oh Gott, wo ist mein Gottesteilchen?

Cern. LHC. Sie haben es wieder getan. Arme kleine Teilchen mit Highspeed aufeinander gejagt. Physiker sind und bleiben kleine Jungs. Matchbox-Autos mit Vollspeed aufeinander knallen lassen und gucken, was passiert. Boah, ey! Krass, Alter!

Und dann geht’s los. Talk about Chaos. Hasse gesehn, voll der Scheinwerfer gesplittert und die Frontscheibe. Tür rausgeflogen, Rad ab, Dach eingedrückt, Frontsitze zur Heckscheibe raus. Jetzt ist es also geschehen. Die CERN-Nerds haben es gefunden in all dem Teilchenchaos, dass sie in ihren Mikroexplosionen-Kollisionen erzeugen. Higgs-Boson ist erkannt. Da bist du ja endlich. Wo warst du denn die ganze Zeit?

iPhone or no iPhone, that’s the question.

Alle haben eines. Ein Vierer oder sogar Vierer S. In meinem Metier, unter den Kreativen geht es eigentlich gar nicht ohne. Kommunikation. Kontakte. Checken. Online sein. Mails abrufen. Simsen. In die Cloud. Skypen, was in der Apple-Welt irgendwie anders heißt. Möglichkeiten über Möglichkeiten. Irgendeine Frage? Zück, ich antworte schneller als dein Schatten. Konzentrierter Blick, Fingergeschiebe. Kribbeln im Kopf, Kabel im Kopf, Verbindungen, eingeklinkt in die MATRIX. Es wird alles wahr und Big Brother is watching you. Loosing my religion.

Na, Brillenschlange!

Gestern war ich mit Jim und Zoe in Köln. Wir wollten eigentlich ins Kino. Das ist immer ein wenig schwierig, wenn man eine Tochter und einen Sohn hat. Soft. Hard. Kerlsthemen, Knall, Schepper, Bumm, Mädchenzeugs, Love, Heaven, Klamotten, der erste Kuss, Romantik, Kerzenschein, Germanys next Top-Model, DSDS. Klischee? Erziehung? Hey! I know, what I’m talking about.