Shigeru Takato berührt mich mit seinen Bildern im plus Raum für Bilder von Sebastian Linnerz

Shigeru Takato war einmal Bauingenieur. Das ist dieser Beruf, der aus Zahlen und Beton Brücken entstehen lässt. Heute ist Shigeru Takato Fotograf und lebt in Köln.

Wie der Name verrät, ist er in Japan geboren. Von dort ist er über Neuseeland irgendwann in Deutschland gelandet. Im Gepäck hatte er eine Idee, einen Wunsch, ein Gefühl, ein Projekt. Der Mond war ihm begegnet.

Anmut

Rosen

Nun, was sind das für Zeiten.

Ein Leben im emotionalem Schleudergang. Dieses Land, diese Leute. Ein wenig diese Bert Brecht Tonality, Was sind das für Zeiten, in denen…“ So einiges abhanden kommt. Die Liebe, wie ein Stock oder Schirm. Meine Liebe nicht, sie ist das Feuer, das mein Herz warm hält und meine Seele rein. Die Wärme, die in feinen Linien alles durchzieht, gibt dieses schöne Gefühl von Geborgenheit. In Wert, Wichtigkeit, Normalität, Menschlichkeit, Sinn, Ausrichtung, Ziel und letztlich auch Verstand. Den Verstand einschalten, den schönen, wahren, tiefen Menschenverstand. Dieses Gefühl, die Liebste, das Kind, einen Bruder, einen Freund, einen guten Bekannten von Herzen zu umarmen. Und ein wenig die ganze schöne Welt.

Kein Ort wie Ruhrort

Endstation

„Das Schönste, was einem im Leben geschehen kann, ist neben Liebe der wichtigen Menschen der Zugang zum künstlerischen Schaffen der Welt.“

Glück, pur.

Das Leben leben. Diesem Normalen auf der Spur. Märklin-Format. Der Pflicht ergeben, den Rahmenbedingungen, den Anforderungen. Dem Geld. Ihr kennt das: Am Monatsanfang kommen die Abbuchungen. Die Versicherungen, die versichern, dass alles sicher ist. Es kostet viel Zeit und Engagement, sicher zu sein. Das Auto versichert, die Haftung, das Haus, den Hund, den Hausstand, das Leben. Am Ende des Jahres ein Strich drunter und ins Schwitzen geraten. Ein lukratives Business.

Van Ackeren skizziert Schönlau

van Ackeren_Jens

Norbert van Ackeren hat mich skizziert. Die Skizze war die Vorbereitung für ein Bild, auf dem Viveka und ich porträtiert sind. Norbert hat ein halbes Jahr daran gearbeitet. Nun ist es fertig und hängt in seinem Atelier. Zeit für ein Gespräch. Über die Kunst, das Warum, den Antrieb, den Duktus, den Sinn, den Weg.

Natürlich bin ich gespannt wie ein Flitzebogen. Demnächst, gerade ist keine Zeit. Job. Präsentationen. München. Schon wieder. Egal.

Leben unterm Ebertplatz

Labor

Die Kunst ist eine ökologische Nische.

Fernab der großen Museen und Events sucht sie sich Orte, an denen sich atmen lässt. Die freie Szene besetzt die Räume, in denen der Kommerz erstickt. Ökonomische Fehlplanungen. Eine Unterführung aus Beton. Ladenlokale im Souterrain. Unterm Ebertplatz eine Welt für sich, eine Welt mit eigenen Gesetzen. Ein Niemandsland, eine Murakamische Zwischenwelt. Afrikaner, Russen, Galerien, Künstler und ein Copy-Shop.

Marat/Sade als furioses Theaterspektakel – unbedingt ansehen!!!

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Feuer. Lust. Expression.

Zur Aufführung kommt Marat/Sade von Peter Weiß in der Inszenierung von Marcus Lachmann. 27 Schauspielerinnen und Schauspieler kehren als wahrhaft beseelte Truppe ihr Innerstes nach außen. Als ich das Stück las, wusste ich nicht. Würden sie das hinbekommen? Die Revolution. Wie sie ihre Kinder frisst. Machtkampf, Seelennot, Wille – dargestellt durch Insassen der Nervenheilanstalt Charenton. Stück im Stück im Stück im Stück. So viele Fäden der Geschichte. Der Bezug zur Gegenwart. Der Verrat an den Idealen. Mehr denn je Zentrum und Wesen der menschlich gesellschaftlichen Phylogenese. Wie verhalte ich mich? Zu welche Seite der gesellschaftlichen Entwicklung möchte ich gehören?

Surreale Momente mit La Gare de Perpignan von Salvador Dalí

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Sinnlicher Overload. Knarrzknurrzzz im Zentralhirn. Alles echt? Alles surrealistisch?

Ihr wisst, am Ende ist dieser Blogger hier exakt genommen ein einfacher Junge vom Lande. Gerade dann, wenn die große weite Welt ruft. Nun sitze ich hier auf meinem Bett, traktiere dieses süße kleine Notebook mit hämmernden Fingern, höre schöne Musik von Viveka, denke an sie in einem von Bildern unterlegtem Dauermodus und sortiere meine sinnesbeflügelten Gedanken.

Norbert van Ackeren malt Trakl

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24. Mai 2012. Das ist fast zwei Jahre her. Eine andere Zeit, als noch vieles anders war. Ich hatte vor, Norbert van Ackeren ein zweites Mal zu interviewen, weitere Bilder von ihm zu sehen, eine Ausstellung im Ruhrgebiet. Es hat nicht geklappt. Ihr kennt das, die Zeit läuft einem davon wie ein hungriger Hund.

Familie, 1997, Raum der Stille

family. Jim Richter. 2013
family. Jim Richter. 2013

Heute ist ein besonderer Tag, der mich sehr berührt. Es ist mal wieder Zeit für ein wenig Innerlichkeit. Wir hatten das kürzlich. filo hat darauf reagiert. Stille Revolution. Ich bin im Rahmen eines Jobs auf diesen Begriff gestoßen, der eine feine Linie zeichnet. Kein Sturm, keine Worterhebung, kein Knall, kein Krawumm. Etwas, das überall lautlos stattfinden kann und stattfindet. Zumeist in Köpfen, denen nicht zugehört wird, die obgleich ihrer Zurückhaltung, ihrer feinen Art, schlecht gehört werden.

Mit den Coen-Brüdern und Thomas Schütte in Essen

Museum

Großes Kino!

Eigentlich. Genau, da weiß man schon. Das Gegenteil von dem, was am Anfang steht: In diesem Fall von ich wollte ein ganz ruhiges, entspanntes Wochenende in Essen verbringen. So mit lange schlafen, gemütlich frühstücken und chillen all day long, wie meine Kinder sagen würden. Aber erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt. Mir war vor der Abfahrt die CHOICE in die Hände gefallen – so ein Stadt-Kultur-Magazin aus Köln. Vorne drauf eine Szene aus dem neuen Jim Jarmusch-Film. Jim Jarmusch. Night on earth. Lange her. Wynona Rider, Armin Mueller-Stahl, Roberto Benigni und die Leute von Aki Kaurismäki.

Der Blick heute

Blatt Dachfenster_red

Ich habe hier den Film American Beauty schon erwähnt. Es ist die Szene meines cineastischen Lebens, die mich scheinbar am Nachhaltigsten bewegt hat. Ein Hinterhof, eine Plastiktüte im Spiel des Windes. Der Film hält inne, nimmt sich einer Metapher an und lässt diese Tüte hierhin, dorthin bewegen. Man könnte denken, es wäre ein Geschubse oder ein getrieben Werden oder einfach ein sich in die Situation ergeben.

Als ich den Film sah, als die Szene kam, war ich gebannt.

Feuerwehr, Habermas, Foucault und was genau ist passiert?

Parkplatz_red

Ich warne euch vor, bevor ihr zu lesen beginnt.

Dies wird sehr wahrscheinlich ein ein wenig kryptischer Beitrag. Das hängt damit zusammen, dass Texter generell ein wenig schräg sind und das Gehirn nach intensiver Textarbeit wie ein überpowerter Prozessor überhitzt. Das kann zu Fehlfunktionen und Übersprungshandlungen führen. Dieser Text ist eine solche Übersprungshandlung, quasi ein Auslaufen, so wie es die Fußballprofis nach ihren Bundesligaeinsätzen praktizieren. Wirr. Ohne Bedeutung. Wie Blindtext. Lorem ipsum. Was Sie hier lesen, macht keinen Sinn und zeigt nur, dass hier etwas Sinnvolles, zum Beispiel Ihre Botschaft, stehen könnte…