Kategorie-Archiv: Lyrik

Power of Bowie

Aufwachen
aus dem geheimen Traum
Spaceballflight
still endless
with you
baby

This is Major Tom
to groundcontrol

Augen öffnen
wie Garagentore

reality attack

Zeitmaschine rausfahren
Engelsflügel anlegen
aufsteigen roter Baron
Loopings schreien
RATATATATA

Can you hear me?

Highspeed durchs All
Atmosphärengleiten
schwerelos himmelhoch

fuck

Alle Zeiten eine
alles da
an Bord

Abgeflogen
Miss Liberty
part of the inner circle

Again
space oddity
again and again

put your helmet on
put your helmet on

Versunken

Liebesgestohlene Zeit
Augenblickrauschen
fingerfühlender Nähe

Umgarnt, umwoben

Im Herzen der Zitadelle
unser Himmelbett
Brokat
samtenes Abendlichtglitzern
daunenweiche Ehrlichkeit
von den Lippen geküsstes Lächeln
you know

Die Stelle
hier

Liegen
ahnen
schweben

Entblößt verschlossene Augen
vergessener Zeit

Die Schulter blutet
ins feingewebte Leinen

Memory der Orte

Heimat ist
wo deine Seele
schlafend liegt

Der Morgen
schickt uns
weg

märz 2013

Aufs Eis raus

bowie

The pink one
mit Becks

Das Wort Sorge
mit Teppichmessern
das T-Shirt
zerschneiden

Gewichte lösen
Vergangenheitspiercings
von Brustwarzen

Socken aus
Sand zwischen Zehen
Wind im Haar

Hose
Shorts

Draußen
auf dem Eis

Let me fly away with you
For my love is like the wind,
and wild is the wind
wild is the wind

Die Mauer
gone
Bunker gesprengt
dort hinten
dort
hier
darin

Geritzt
geheilt
Tatoos
verblasst
nur ein Kuss
deine Lippen
wie

Liebe und Dracula

Unter deinen Flügeln aus Tüten und Altpapier
wohne ich mit dir flüsternd verschreckt
das Bier ist alle
schon wieder
ohne Besuch

Küsse
Blicke
Bewegungen
vage
flüchtig
intensiv

Auf der anderen Seite des Flusses
die schwarzen Schwäne gegen den Strom
mit roten Nasen zum Himmel
singend
fluchend
scheißend

Du sagst es in klarer Nacht
als das Meer gegen Sterne brandet
die Sonne noch eingesperrt im Stein
wagen wir es
den verbotenen Sprung in die lüsterne Tiefe

Schwert, sanft. NEW YORK.

Den verdammten Nebel
verpiss dich
mit Woodkid durch Brooklyn
„fühlt euch wie Helden“

Schwert verpackt
gesagt ein letztes Mal
Sporen in die Flanken
Zügel rangerissen
Leder in die Hand geschnitten
gefletscht

Blut
Schreie
Ruhe

Totes Gesicht nach dem Unfall
kurz zum Sarg
für die Mutter
in deren Armen ich

Das Fotoalbum
kein wahres Bild

Das Schwert
Blut befreit
geschärfte Klinge
geölt
Griff
geputzt, poliert
wie schön es ist
die Kraft
ins Versagen getränkt

Rules. Targets.

Über Wüsten segeln und in Sternen baden
mit Vulkanen Füße wärmen
Drachen Pfötchen geben lassen

8.000 Meter tief tauchen
ein Atemzug

Den Mount Everest
an einem langweiligen Sonntagnachmittag erklimmen

Mit Audrey Hepburn
Kaffee trinken
dann Champagner

Die eigene Nase schön finden

Als Bundeskanzler kandidieren
Präsident der Vereinigten Staaten
Elternpflegschaft

Verzeihen
den Weg der Demut

Steuererklärung verweigern
den Fingerabdruck

Die Geschichte anhören
einer Frau
bis zum Ende

Auf Tischen tanzen
mindestens nackt

Je toi

Die Liebe nehmen und streicheln
an ihren kleinen Stellen küssen
die sie so mag

Sticke Herzen in die Zeit
süß wie Saft von reifen Erdbeern

Streiche über frisch gestärkte Laken
bei Sonnenaufgang

Gehe an deiner Hand

Schließe die Augen
die Finger auf meinem Körper
die kleinen küssenden Geräusche
Regentropfen
in den Rundungen
feiner Porzellantassen

Gehe mit dir
bleibe
vertraut

Meine Fingerkuppe
leicht unten
am Flügel der Nase
herauf über die Wange
die Wölbung
die Falten des Lachens
zur Schläfe
Stirn

Leuchten

Der See vom Auto
entlang
am Morgen
Tempomat
70
Punkte
Orte
Bilder

Jeden Tag anders

Heute
ein wenig mehr

Weiß
was kommt
Dezember
fünf Grad
ohne einen Hauch

Ruhig und still
spiegelgleich

Wer traut sich
hineinzusehen?
Und wenn er kommt?

Fahre

Fichten im Wasser
Wolken
später
das Bootshaus
verlassen
im Winter

Dahinter
der weite See
von der Brücke herab
das Schattenfoto
der letzten Sommertage
im Kopf

Gespiegelte Bäume
Nebel hinter
Volksliedscheiß
Deutschunterricht
hinterlegt

Lips

Augen zu
Sinne sind verschlossen
mit Seilen fest gebunden
nichts zu tun

sehe nicht
rieche nicht
höre nicht

In dieser Nacht
im Meeresrauschen
Planetenfunkeln
Satellitenblinken

Die Schalter zeigen OFF
die Männer murren
ob der ungewollten Pause

Geflüster
in den Gängen
Nicht doch jetzt.

Nur meine Lippen dürfen
alles
sie wissen
was zu tun
die Sterne haben
sie verraten
diese eine Stelle
verborgen und geheim

Für diesen Augenblick
kein Wort

Tintenrausch

Der Füller
Lamy, transparent
ungeladen in der Tasche

Briefe schreiben
in denen Blüten eine Rolle spieln
anderer Schnickschnack des Herzens
als Antwort

Habe nicht geschrieben

Wollte sie nicht rüberziehn
ins Diggi-Tal der books und itters
Fastmails

Sauber soll es bleiben
klar
rein wie der Bach, der Blüten nährt
das schöne Tier mit weichem Fell und großen Augen

So’n Quatsch

Die schnelle Mail
kurz zwischendurch ein Kuss
vorbeifliehn
als stünde ich am Küchentisch
mit Händen in den Taschen