Wohnen, Leben, wo bleiben die Ideen?

Männo. Also wirklich. Ich kann mir ja nun eigentlich wirklich nicht vorwerfen, ich sei kein kreativer Mensch. Das Teil da oben, das irgendwer freundlicherweise zwischen meine Ohren drapiert hat, wirft normalerweise immer eine ganze Menge Ideen aus. Im Alltag und oft gegen Geld. Wie so ein roter, kugeliger Kaugummiautomat. Bubbles. Doch bei einem Thema, da lässt mich mein Freund, die Ideenrübe mit den blauen Augen und dem Zinken in der Mitte echt allein. Bei der Neugestaltung meines Zimmers.

Irgendwann wollte Ela kein gemeinsames Schlafzimmer mehr. Sie wollte ein eigenes Zimmer haben mit eigenem Bett und ganz so gestaltet, wie sie es sich wünscht. Da wir hier mehr Zimmer als nötig haben, war das kein Problem, auch wenn es für mich gewöhnungsbedürftig war und ich mich natürlich gefragt habe, ob das alles so in Ordnung ist oder ob das doof ist oder wie auch immer. Mittlerweile liebe ich es, mein eigenes Zimmer zu haben und dort tun und lassen zu können, was ich will. Also habe ich in diesem Haus zwei persönliche Rückzugsorte: Mein Büro und mein Schlafzimmer, das bislang noch so eingerichtet ist, wie Ela und ich das irgendwann mal gemeinsam gemacht haben. Also darf ich mich alleine abends auf einer zwei Meter x zwei Meter großen Matratze räkeln, kann lesen, so lange ich möchte, meine Klamotten liegen lassen und wegräumen, wann ich will.

Nun hat Ela ihr Zimmer wunderschön eingerichtet. Besuche ich sie dort, ist es unheimlich gemütlich. Ein richtiges Frauenzimmer mit starker weiblicher Handschrift gestaltet. Alles, alles ist schön und liebevoll. Ich fühle mich sehr wohl in ihrem Zimmer. Nun möchte ich gerne, es ist an der Zeit, auch mein Zimmer neu gestalten. Also schaue ich, suche ich, lass mich inspirieren – aber irgendwie will der Funken nicht überspringen. Das Problem: Ich habe zu viele Ideen. Also habe ich mir gedacht, machst du dich im Netz auf, um mal zu schauen und vielleicht etwas zu finden, was den Plan konkretisiert und enger fasst.

Also bin ich gleich mal zum StyleSpion in den Blog, weil der mit seinen Beiträgen und Ideen in den letzten Jahren immer wieder für Aufsehen gesorgt hat, und habe in der Kategorie Möbel gestöbert. Aber wie das so im Netz ist, hab ich auch dort nix Konkretes gefunden. Stattdessen hat mich ein Link zu den Trend- und Styleseiten von home24 geführt. Unter Möbel & Einrichtung sind dort die Wohntrends 2012 aufgeführt: Nude Look, Indian Summer, Pop, Ethno Style, Loft Style, Romantik…

Schon mal interessant. Da muss ich mich wohl fragen, was fürf ein Wohntyp bin ich denn? Ich glaube, ich werde irgendwie einfach anfangen müssen. Vielleicht mit einem neuen Bett? Muss ja nicht mehr ganz so groß sein, das würde Platz schaffen. Dann bräuchte ich eine Lösung für meine Klamotten. Passend zum Bett oder eher im Mixdesign? Männo, warum muss Einrichten so schwierig sein. Aber wahrscheinlich ist einfach die Zeit noch nicht reif. Komm Zeit, kommt Bett, kommt…

6 Antworten auf „Wohnen, Leben, wo bleiben die Ideen?“

  1. Hallo Jens,

    wahrscheinlich fällt Dir bei der Riesenauswahl die Entscheidung zu schwer. Vielleicht solltest Du einen anderen Weg gehen. Überlege Dir, was Dir Dein Zimmer bedeutet. Ein puristischer Schlafraum, eine gemütliche Wohlfühloase, ein romantischer Rückzugsort, eine fantastische Traumlandschaft … Und erst, wenn Du weißt, was Du möchtest, schaue Dir an, was es für Möglichkeiten gibt.
    Kommt Zeit, kommt Rat.
    Viele Grüße
    Annegret

    1. Hi Annegret,

      da hast du recht: Ich muss erst einmal sehen, was ich eigentlich will. Auf Twitter hat jemand geschrieben, ich solle schauen, was ich mit dem Zimmer machen will. Wofür ich es nutze, um dann zu schauen, wie es aussehen soll. ich lasse das mal sacken und schaue, was passiert…

      Liebe Grüße

      Jens

  2. Hallo Jens,,

    warum fragst Du nicht einfach Ela? Sie kennt Dich am besten und Frauen haben in der Regel eh den besseren Geschmack… . Ich bin vor einiger Zeit aus allen Wolken gefallen, als mein überaus kreativer Sohn mir erklärte, dass das Einrichten etwas wäre, dass ihn eigentlich überhaupt nicht interessiere. DAS hätte ich bei der Sozialisation, die er genossen hat, überhaupt nicht erwartet. Ich war fast ein bisschen beleidigt und führe es, wie oben angedeutet, einfach auf die Tatsache zurück, dass er halt ein Mann ist. Vielleicht irre ich mich ja aber auch.

    Amüsierte Grüße

    Eva 2

    1. Hi Eva,

      ich glaube, Ela um rat fragen werde ich erst, wenn ich weiß, was ich will. Bisher war mir das noch nicht so wichtig, weil es nach wie vor iregndwie unser Zimmer war, aber nun ist es mein Zimmer und ich würde gerne für mich einrichten. Ich werde sehen, iregndwann fällt der Groschen und dann frage ich auch Ela, was schön aussieht und was nicht…

      Liebe Grüße

      Jens

  3. Na vor diesem Problem standen wir wohl alle schon mal oder :-)
    Man hat irgendwie oftmals tolle Ideen und wenn es dann wirklich soweit ist sind sie alle weg :-)
    Habe einen eigenen kleinen Blog zu Wohnideen aller Art. Vielleicht findest du ja dort ein paar Anregungen.

    Liebe Grüße Kerstin

    1. Hi Kerstin,

      bin mittlerweile eine Schritt weiter. habe ein dachfenster in das Zimmer einbauen lassen und habe nun viel mehr Licht. Ein neues Bett, den antiken Schrank raus, neue Lösung für die Klamotten… Fühle mich sehr wohl:)

      Liebe Grüße

      Jens

      P.S. Jetzt schneie ich mal auf deine Seite rüber…

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