Ganz schön kalt in Deutschland. Jetzt friert sogar unser Kühlschrank. Und das sogar so sehr, dass er Eis ansetzt. So was aber auch. Ich glaube tief hinten drin hinter dem Gemüse voller Eisblumen habe ich kleine Eisbären Kasatschok tanzen sehen. Ehrlich! Kalinka, Kalinka.
Nun, was ist geschehen? Lokaler Klimawandel hin zur Eiszeit. Mit lokal meine ich begrenzt auf unseren Einbauboliden der Firma Miele. Eigentlich ein nettes Teil mit Null-Grad-Fach, was das Gemüse lange frisch hält. Macht Sinn, weil wir einmal die Woche im Bioladen einen Gemüse-Großeinkauf tätigen. So ganze Äcker und Gärten und Obstplantagen leer räumen. Da muss das Zeug schon ein wenig halten. Das mit dem Halten macht bislang unser Fridgefreund. Nun aber hat er sich entschieden, übereifrig zu werden. Vielleicht will er eine Stromerhöhung oder den nächsten Karrieresprung zum Eisschrank angehen und schaffen. Das Zeug dazu hat er. Aber meine Devise ist ja: Dort agieren, wo einen der Trainer hinstellt. Der Trainer bin übrigens ich.
Mich habe ich heute mal wieder in ein Solinger Großraum-Büro gestellt. Abfahrt 07:35 Uhr, Heimkunft 20:30 Uhr. Zwischendrin habe ich geschrieben, geschrieben, geschrieben. Über Kleidung. Klamotten. Jedes einzelne Stück in die Hand genommen und mir überlegt, wie ich diese tollen Sachen ins rechte Licht rücken kann. Deshalb erst jetzt der Blogbeitrag. Ist grad echt wuselig und ich muss mal zum Thema zurückkommen. Mr. Cold.
Gestern also sagte Ela: Jens, der Kühlschrank macht Mucken. Da ich hier die Hausmeisterfunktion habe, bin ich gleich zur Sache gekommen und habe mir den kühlen Kerl vorgenommen. Betriebsanleitung Kapitel Fehlerursachen. Nothing. Also: Try the Hotline. Angerufen und direkt mit einer freundlichen Mitarbeiterin verbunden worden, die auch nix wusste. Sorry, der Fehler ist mir noch nie untergekommen. Schade auch. Sie hat mich an die Kundendienst-Hotline verwiesen, die mir gleich einen freundlichen Mitarbeiter vorbeischicken wollte. Moment! Erst mal rechnen. Und nachdenken. Da fiel mir der freundliche Elektriker aus dem Nachbardorf ein, der schon einmal vor zehn Jahren einen Kühlschrank von uns repariert hat. Angerufen, erreicht, bequatscht. Zehn Minuten später ruft er mich zurück und meint: Habe gerade mit einem Miele-Freund telefoniert. Der meint: 24 Stunden ausschalten und dann wieder einschalten und in 95 % aller Fälle ist der Keks gelutscht. Äh, das Teil repariert. Äh, der Kundendienst überflüssig. Äh, der Fehler behoben.
24 h war heute Nachmittag. Miste. Sind bei den 5 % Restrisiko. Man muss ja auch mal Pech haben. Dürfen. Ist ja langweilig, wenn alles so glatt läuft. Darf ich als Hausmeister mal wieder mit freundlichen Elektrikern und deren Miele-Freunden telefonieren. Die Kuh muss doch vom Eis zu kriegen sein oder in diesem Fall das Eis aus unserem Kühlschrank. Wollen ja nicht wochenlang Brokkoli am Stil lutschen. Mal sehen, was passiert. Ich mach mal Feierabend und mutiere vom Texter über den Hausmeister zum Familienmenschen. Mal ein wenig kümmern gehen. Ciao, ciao.


