Futter für Herrn Cooper

Immer wieder taucht die Frage auf, welches Futter für einen Hund gut ist. Häufig wird einem diese Frage dann noch erschwert, indem man mit den Angaben und den Deklarationen auf der Verpackung gar nichts anfangen kann. Worauf sollten Hundehalter achten, wenn sie Hundefutter online kaufen möchten?

Woraus besteht ein gutes Hundefutter?
Das wichtigste ist erst einmal Fleisch, da der Hund ein Beutetierfresser ist. Der Fleischanteil sollte in der Deklarierung an erster Stelle stehen. Diese Fleischeiweißquellen liefern dem Hund wichtige Nährstoffe wie Lysin und Methionin. Auch hochwertiger Fisch ist alternativ geeignet, da er Vitamin D und ungesättigte Fettsäuren enthält. Wichtig ist, darauf zu achten, dass auf der Verpackung nicht Fischmehl steht, da ihm dann die Vitamine und Fettsäuren entzogen werden. Als Energielieferanten werden hochwertige Fette benutzt. Am Besten sind Omega 3 Fette für den Hund zu empfehlen. Die Anteile der Fette sollten genau angegeben sein. Im Idealfall sind dem Futter nur sehr wenige Zusatzstoffe beigefügt. Je weniger deklariert sind, desto hochwertiger ist das Futter. Calcium, Phosphor und Magnesium dürfen in einem hochwertigem Futter auch nicht fehlen. Diese Mineralstoffe und Spurenelemente sind wichtig für die Zähne und den Knochenbau des Hundes. Auch Zink, Jod, Seelen und Kupfer finden mittlerweile immer mehr die notwendige Beachtung.

Was gehört nicht ins Hundefutter?!
Getreide hat in einem guten Hundefutter nichts verloren, da der Hundemagen keine Möglichkeit hat, die Zellulose zu spalten. Alternativ kann man aber eine Kartoffel dem Futter beifügen. Sie ist proteinarm, liefert aber trotzdem wichtige Nährstoffe. Gesättigte Fettsäuren sollten im Hundefutter nicht vorkommen, wegen ihres hohen Fettgehaltes. Vorsicht ist auch geboten, wenn tierische Nebenerzeugnisse deklariert sind. Hierbei kann es sich um Hufe, Haut, Federn, Schnäbel, Knochenmehl oder sonstige Abfallprodukte handel, die aber nicht als diese angegeben werden. Künstliche Aromastoffe und Geschmacksverstärker sind ebenso ein Tabu. Auch Zucker hat in keinem guten Hundefutter etwas verloren, da er unter anderem schädlich für die Zähne des Hundes ist. Dass Gleiche gilt für Rübenmelasse. Dabei handelt es sich auch um eine Form des Zuckers. Detaillierte Infos zur Ernährung gibt auch das Dogs-Magazin.

50/50 proudly presents Jim Richters flower power

Vergissmeinicht

Jim war eben draußen mit dem Hund. Laufen und fotografieren. Dabei sind ihm ein Vergissmeinnicht, ein Gänseblümchen und eine Apfelblüte vor die Linse gesprungen. Klick und schon passiert. Erhat sie mir gezeigt und sie haben mir gut gefallen. Ich habe ihn gefragt, ob ich dürfte. Ja. Ich durfte. Für Papas Blog:)

Und so zeige ich euch, was Jim so gelernt hat. Unter anderem bei seinem Fotografie-Praktikum bei Kurt Steinhausen in Köln. Er kann tatsächlich mit der Kamera umgehen. Er nutzt unsere alte Spiegelreflexkamera – eine Nikon D70. Und ein altes Objektiv, das nur manuell funktioniert. Also immer alles fein einstellen.

Gänseblümchen_red

Apfelblüte_red

Romantic Camping in Italy (RCiI)

caravan_red

Dears. Machen wir mal gemeinsam so einen fetten Metallhaken aus gehärtetem Megastahl an diese Woche. Puh. Niemals zurück schauen. Is ja auch eigentlich gut gelaufen bis auf kleine Abzüge in der B-Note und allem in allem war es dann doch recht erfolgreich. Mit dem Riesen-Beidhänder-Filzschreiber also eine Doppelunterstreichung drunter, zusammenzählen, Datum abziehen (alter Joke meines Papas bei jeder Bezahlung im Restaurant. Ach, Papa. Ja.) und freuen. Ich lebe, bin gesund, lächle und freue mich: Auf Italien.

Wochenende. Zeit die Seel baumeln zu lassen. In Vorfreude und Vergangenheit. Von wegen, nur der Augenblick zählt. Nix da. Der durch Zukunft und Vergangenheit geprägte Augenblick jetzt. Eben habe ich die Bilder durchgesehen. Italien 2004. 2005. 2009. 2011. 2012. Wie Vignetten an der Windschutzscheibe.

Als ich das Bild oben sah, war alles da. Wie ein Einschalter. Erinnerung an. Ich konnte die Wärme des Abends spüren, die Vorfreude, die Liebe dieses Urlaubs. Ja, da war diese unglaubliche Romanze, die alle Klischees einer Italienromanze erfüllte. Und: Erfüllt. Still going on.

An diesem Abend, als dieses Foto entstand ging es runter in die Stadt und weiter an den Strand. Die Luft so frisch und warm. Der Mond voll und hell. Das Meer erst ruhig und später wild. Auf dem Campingplatz war es schon ruhig, die Kinder lagen auf ihren Matratzen, verdauten Eis und Eindrücke. Tauchen im blauen, warmen Meer, hinabstürzen von Klippen, eintauchen, auftauchen, lächeln.

Camping in Italien. Drei Wochen unter freiem Himmel leben. Außer beim Joggen die FlipFlops das einzige Schuhwerk. Wenn überhaupt. Paella kochen für Zehn auf zwei Elektroplatten, die der Sicherung bei Vollgas den Gar aus machen. Zum Kasten, Sicherung rein, weiterkochen. Das Mäuerchen die Küche, das Lachen und Toben der Kinder die Musik, die Schattenbilder der Olivenbäume die Tapete, der Wein, das Meer, die Liebe – das alles, das Glück.

Vorfreude. Im Juli. Wieder. Mit vielen, dieses Mal. Mit ihr. Wahnsinn. Monate später, immer noch. Dieser Abend auf der Via del Amore. Ja, klingt kitschig süß wie ein schmalziger Italo-Pop-Barde mit Piemontkirsche zwischen den Zähnen. Die Sonne ging unter, zwei freie Plätze vorne am Geländer hoch über dem Meer, die angehenden Lichter in den Cinque Terre, zwei Aperol, sanfte Luft, warm, satt. Einander ansehen. Reden. Umfallen.

Nun laufen die Vorbereitungen. Wir werden mehr sein. Mehr Menschen, Mitreisende. In veränderten Konstellationen. Zoe möchte nicht mehr mit dem Papa im Zelt schlafen, die E-Platten müssen weichen, neue Matratzen her. Ela hat seit Jahren eine Packliste, die alles vereinfacht. Vor der Abfahrt auf den Speicher, nach Liste runtertragen, einpacken, Abfahrt. Sie ist einfach gut strukturiert. Nun muss die Liste überarbeitet werden. Neue Bezeichnungen für neue Ausrüstung.

Seit geraumer Zeit stöbere ich auf Camping- und Outdoorseiten, weil ich keinen Schrott will. Nix von dem billig-billig-drangekommen-auspacken-und-wegwerfen-Schund. Gestern bin ich auf einer schönen Campingausrüster-Seite gelandet, die mir gefallen hat. Dort ist mir ein wunderbarer Zweiflammen-Gasherd mit Edelstahldeckel ins Auge gefallen. Ich nähere mich wie die Schlange. Happ.

Vorfreude, heißt es, sei das Schönste. Ich kann auch gut mit der Nachfreude oder der Momentfreude leben. Egal, Hauptsache, es macht Spaß. Italien 2013. Die nächste Vignette, der nächste Festplatten-Fotoordner. Bin gespannt auf die Bilder im Kopf. Ein paar hab ich jetzt schon. Die sind gut:)

Power of Bowie

Aufwachen
aus dem geheimen Traum
Spaceballflight
still endless
with you
baby

This is Major Tom
to groundcontrol

Augen öffnen
wie Garagentore

reality attack

Zeitmaschine rausfahren
Engelsflügel anlegen
aufsteigen roter Baron
Loopings schreien
RATATATATA

Can you hear me?

Highspeed durchs All
Atmosphärengleiten
schwerelos himmelhoch

fuck

Alle Zeiten eine
alles da
an Bord

Abgeflogen
Miss Liberty
part of the inner circle

Again
space oddity
again and again

put your helmet on
put your helmet on

commencing countdown (Five)
engines on (Four)
(Three, two)
Check ignition (One)
Blastoff
love be with you

Kissing David

mai 2013

Endlich sind die Mauersegler wieder da

Mauersegler

Sie kommen als Letzte und gehen, äh fliegen, als Erste. Mauersegler. Flugkünstler. Speedjunkies. Seit wir in diesem Haus wohnen, begleiten sie mich. Oder ich sie. Oder so.

Die letzten Jahre waren sie hier verschwunden. Ich habe im Mai gewartet, aber sie kamen nicht. Vielleicht, weil einmal einer in einen Mauerspalt unserer Fassade geflogen und gestorben war. Oder weil sich einer auf unserem Speicher verirrt hatte und dort hilflos und reichlich traurig und angepisst auf dem Boden saß. Das hatte ihm so gar nicht gefallen, weil die Mauersegler nicht so richtig gerne vom flachen Boden aus starten (Ich habe ihn dann mit Jim zusammen nach draußen gebracht und wir haben ihm Starthilfe gegeben). Ihre Füße sind klein und die Flügel sind sehr lang. Die Spannweite beträgt zwischen 40 und 44 cm. Übrigens sind Mauersegler nicht mit den Schwalben verwandt.

In der Luft unterscheiden sie sich durch die Größe und das Flügelbild, das bei den Mauerseglern wie eine Sichel aussieht. Letzte Woche stand ich abends an meiner Feuerschale, genoss den ausklingenden Tag als ich sah, wie ein Mauersegler sich unter unsere Dachrinne schob. Zack. Rein. Weg. Yippie. Der wohnt also direkt über meinem Zimmer. Rechts von meinem Zimmer brütet ein Starenpaar und im Baum gegenüber gehen wieder die Elstern Boris und Isabel (oder deren Kinder) dem Brutgeschäft nach. In diesem Jahr haben sie das alte Nest aufgestockt. Ein Elstern-Zweifamilien-Haus.

Aber zurück zu den Mauerseglern. Am Wochenende sind sie mir wieder über den Weg geflogen. Was für ein Schauspiel. Über einem Acker sind sie durch die Lüfte geprescht. Ich habe versucht, sie zu fotografieren. Nix da. Alle Fotos unscharf. Im Sturzflug werden die bis 200 km/h schnell, im normalen Flug erreichen die bis 100 km/h. Zwischendurch ziehen sie die Handbremse und werfen das Heck rum.

Schätzungen behaupten, dass es in Europa nur 4,9 Millionen Mauersegler gibt, weltweit sollen es gerade einmal 25 Millionen sein. Brüten sie nicht in Europa, wohnen sie in Afrika südlich des Äquators. Dann sollen sie teilweise monatelang in der Luft sein. Sie können nämlich sehr energiesparend segeln. Die haben es gut. In unserer Kultur sind die Mauersegler wenig beachtet. Es gibt keine Mythen und Geschichten. Wahrscheinlich, weil Mauersegler im Sommer nur kurz da sind. Ab August geht es zurück.

In Europa heißt es, ginge der Bestand zurück. Weil es nicht mehr so viele alte Häuser mit löchrigen Fassaden gibt. Ich bin froh, dass unsere alte Schule eine Ausnahme ist und als Brutplatz gewählt wird. Wikipedia: „In Mitteleuropa brütet der Mauersegler hauptsächlich an mehrgeschossigen Steinbauten, darunter Wohnhäuser, Kirchtürme, Fabrikgebäude oder Bahnhöfe. An solchen Gebäuden werden vielerlei Hohlräume unter Dächern und Traufen genutzt, beispielsweise Rollladenkästen oder schief sitzende Ziegel. Neubauten mit glatter Fassade werden kaum genutzt. Bedingt durch die Verfügbarkeit geeigneter Brutmöglichkeiten siedelt der Mauersegler häufig nur an wenigen Stellen, etwa in Ortszentren, Industrie- oder Hafenanlagen, in Kleinstädten oft ausschließlich an Kirchen oder anderen historischen Gebäuden.“

Es ist für mich eine schöne Vorstellung, mit diesen schönen Tieren unter einem Dach zu wohnen. Freunde aus Afrika. Gäste einen Sommer lang. Wer weiß, wie oft die schon hier waren und ob es vielleicht dieselben sind. Würde gerne mal ein paar Storys hören.