Gedankenkrzflutzknurlsmisbumm

Heute hat der Blogger einen Knoten im Kopf.

Ich kann euch leider keinen Text schreiben, weil ich in dieser Woche fast alle Gedanken und Buchstaben verkauft habe. Was war das wieder alles, was sich durch die Gänge meines Kopfes geschraubt hat. Ich stelle mir das so Woody Allen-mäßig vor. Überall kleine Männchen in lustigen Uniformen, die Akten hin und her karren. Türen auf, Türen zu. An den Decken hängen alte graue Lautsprecher, durch die ständig Durchsagen kommen. 17 an 11. Xray Delta positiv.

Zwei Gedanken halten die Männchengarde heute auf Trab. Einer hat mit dem Blog zu tun. Ih habe mich mit einer Freundin über den fiftyfiftyblog unterhalten. Ich sagte ihr, dass es manchmal komisch sei. Plötzlich sei ein Thema spannend, von dem ich beim Schreiben nicht angenommen hätte, dass es spannend sein würde. Andere Themen, von denen ich dachte, sie würden spannend sein, sind es dann nicht. Im Feedback.

Ich habe sie gefragt: Woran liegt das? Sie meinte, aus ihrer Perspektive. Es ist immer spannend, wenn du weniger über dich schreibst und mehr über Themen oder Geschehnisse. Ah. Kann sein. Ich habe ihr gesagt: Ich schreibe täglich. Natürlich passiert nicht immer was, so dass es manchmal einfach um mich geht, weil ich immer da bin. So ist es.

Ich werde mal ein wenig weiter drüber nachdenken. Ein wenig. Denn jetzt kommt das Wochenende. Morgen ist Tag der offenen Tür in der Schule mit kleinem Festakt und anschießend fahre ich mit Zoe zu meiner Mutter, um Geburtstag zu feiern und ihren Freund kennenzulernen. Wie aufregend. Sonntag werden wir gemeinsam wandern. In der kommenden Woche bin ich fast schon wieder ausgebucht. Die Geschäfte laufen gut, die Männchen bleiben in Bewegung. Und ich werde wieder morgens am Schreibtisch sitzen und sehen, was mir für den Blog einfällt. Themen. Mal gucken. Vielleicht muss ich mal mit meinen Männchen einen Workshop abhalten: Wo geht die Reise hin? Was können wir verändern? Wie werden wir besser? Genau: Eine interne Betriebsversammlung mit anschließender Party. Das mach ich:)

Ich hatte oben geschrieben, dass ich heute keinen Text schreibe, oder? Äh. Ja. Hat nicht geklappt…

12 Antworten auf „Gedankenkrzflutzknurlsmisbumm“

  1. Lieber Jens,

    interessante Gedanken… zum Thema Interessantes… Lesenswertes… mmhh.

    Ich wünsche Dir und den Deinen ein wunderschönes, sonniges und warmes Wochenende. Hier beginnt morgen das Oktoberfest – unausweichlich, wie jedes Jahr.
    Der Trost für Oktoberfestvermeider, meist ist das Wetter schön, Altweibersommer und so ;-)
    LG, Danièle

    1. Hi Danièle,

      ja, es bleibt spannend. Immer.

      Oktoberfest. War ich noch nie, von hier fahren immer einige hin. Aber Literweise Bier? Puh.

      Wünsche dir ein schönes Wochenende.

      Liebe Grüße

      Jens

  2. Hallo Jens,

    da können einem schon die Worte ausgehen, bei so viel Texten in einer Woche. Was Du geschrieben hast, von wegen weniger Feedback bei „privaten Dingen“, glaube ich nicht so richtig. Siehe gestern das Feedback wegen Jim seiner Zeitung. Ich finde Deinen Blog gut, so wie er ist.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende und einen schönen Geburtstag bei Deiner Mutter.

    LG
    Annegret

    1. Hi Annegret,

      bin mir auch noch unschlüssig. Ist aber auch nicht einfach. Ich müsste quasi wissenschaftlich auswerten:)

      Aber natürlich möchte ich mit dem Blog auch besser werden. Oder eben den fiftyfiftyblog weiterentwickeln, so, dass er mir und euch Spaß macht und nicht auf Dauer eingefahren ist und langweilig wird. Wäre schade. Aufmerksam bleiben.

      Dir wünsche ich auch ein schönes Wochenende und liebe Grüße

      Jens

  3. Hi Jens,
    schreiben über die Schreibblokade – der Trick…
    Nachdem ein Blog dialogisch ist, trifft es verschiedene Menschen in verschiedenen Lebenslagen. Spannend ist dann individuell und was mich/den/die Leserin gerade anspringt und ein Echo hervorruft, hat mit momentaner Befindlichkeit, Stress und Interesse zu tun.
    Ich lese gerne auch darüber, wie es dir persönlich geht, was dich momentan gerade umtreibt – wenn ich Zeit habe. Bei den ‚großen Themen‘ trifft das seltener zu; wir teilen ja eher die lyrische Ecke miteinander.
    Du forderst dich selbst ja ziemlich heraus, weil du beinahe täglich den Blog bedienst. Da ist es schwierig, dauerspannend zu bleiben… Muss es dauerspannend sein?
    Liebe Grüße
    filo

    1. Hi filo,

      schön, von dir zu hören. Lesen.

      Muss es dauerspannend sein? Das geht natürlich nicht. Kann ich nicht leisten. Würde ich schon gerne. Aber. Freue mich schon darüber, ab und an ein Highlight zu setzen. Einerseits fordere ich mich, andererseits hilft mir der Rhythmus, dran zu bleiben. Wird es zu viel oder zu eng, schreibe ich flacher. Die Intensität ist nicht immer gleich und in letzter Zeit habe ich das Problem, dass Vieles nicht für den Blog bestimmt ist. Da brennen mir Themen unter den Nägeln und ich kann nicht drüber schreiben. Weil ja auch immer andere involviuert sind und Rücksichtnahme zentral ist. Sonst will mich irgendwann niemand mehr sehen, aus Sorge, im Blog zu landen. Ich mag es sehr, zu all dem Gedanken zu machen und nach Wegen zu suchen, wie es trotzdem klappt. Es ist ein Lernprojekt, ein Möglichkeitenprojekt, ein Experiment und Abenteuer. Ich muss keine Quoten erfüllen…

      Liebe Grüße

      Jens

  4. Hallo Jens!

    Das ist lustig- gerade erst neulich bemerkte ich, das ich zu manchem nichts zu sagen habe- Feedback gebe, sagst du.
    Fragte mich auch, woran das liegt, mal angesprochen zu sein und mal nicht.
    Bei mir sind es die Emotionen und philiosophische Gedanken die unmittelbar mit dir als Wesen zu tun haben, die ich kenne, die mich ansprechen, an die ich andocken kann. Und wenn ich was zurückgeben kann, möchte, dann ist das Bedürfniss zu kommentieren ganz da und wird in die Tat umgesetzt.
    Manches ist einfach so schön zu lesen, interessant und mit tollen Bildern unterlegt und bleibt einfach so im Raum, wie schwerelos zurück.
    Fahre keine Angel aus, nehme aber teil.

    So ist es bei mir!
    Herzliche und herbstliche Sonnenblumengrüße an dich und deine Kreativfabrik, hihi
    sarah

    1. Hi Sarah,

      klar, das ist individuell. Geht mir genauso. Ich habe selbst meine Lieblingsthemen, für die ich aber nicht immer Futter habe. Oder: Ich habe Futter und kann aus verscheidensten Gründen nicht drüber schreiben. Es landet immer nur ein kleiner Teil im Blog, vieles ist bei aller Offenheit dann doch nur für mich.

      Schönheit und Ästhetik sind hier große Themen. Deshalb freue ich mich über meine „neue“ Kamera, die mir viel ermöglicht. Magazinstyle. Bebilderte Artikel. Emotionen? Philosophische Gedanken? Mein Lieblingsspielplatz. Wobei ich aufpassen muss, atuthentisch zu bleiben und nicht in die Automatikspirale der Sprache zu rutschen. Die Sprache ist so stark, dass sie manchmal vorgibt, Inhalt zu sein, ohne wirklich Inhalt zu bieten. Das klingt so schön. Ich mache da gerade sehr spannende Erfahrungen, weil ich auf dem Sprachprüfstand stehe. Was ist nur Wort, was ist wirklich wahres Wort. da gibt es tatsächlich Unterschiede. Manches sagt sich so schön…

      Danke für deinen offenen Kommentar!

      Liebe Grüße

      Jens

  5. Lieber Jens,

    Mordfeedback auf keinen Text. Es ist bei mir einfach zu einem Zeitproblem geworden, ich kann, selbst wenn ich Deine, immer tollen Texte, übrigens ist mir das Wort „bollern“ keineswegs unbekannt, lese schlichtweg aus Zeitgründen nicht antworten. Ich nehme das wohl vor nachzuholen, dann sind aber inzwischen drei andere Texte da und ich finde meine Reaktion auf Deinen Text dann letztendlich so uninterssant als fiele in China ein Sack Reis um.

    Ob Du über Themen schreibst, oder über Dich slbst nimmt sich da für mich nichts.
    Ich wünsche Dir enen tollen Start in dies Woche und vor allem viele Texte.

    Herzlich
    Gitta

    1. Liebe Gitta,

      das Zeitproblem. Ja. I Know. Habe gerade alle Hände voll zu tun und muss morgens wirklich sehr diszipliniert zu Werke gehen. da ist wenig Spielraum. Hinsetzen, schreiben, mit dem Hund raus, Job. Zack. Nicht rechts, nicht links schauen. Schreiben. Das mache ich und viel mehr kann ich auch nicht tun. Ist eben ein Hobby, kein Business – und der Rubel muss rollen. Macht er gerade, was mir hilft, das Frühlingsloch nach der Greichenland-Wahl zu stopfen. Dieses Freiberuflichkeit nimmt einem manchmal ganz schön viel Freiheit. Kommentiere so, wie du kannst und Lust hast. Ich freue mich immer über deine Beiträge und weiß, wie sehr du eingebunden bist. kein Zwang, keinerlei Verpflichtung. Easy…

      Herzliche Grüße

      Jens

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