Golden past

oktoberwiese

Die Dinge gehen.

Man kann nicht alles halten. Wenn es vorbei ist, ist es vorbei. Der goldene Oktober. Das letzte Aufbäumen. Noch einmal ein wenig Sonne und dann: Abschied.

In der Schule haben wir gesungen: Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder. Ob das heute noch gesungen wird? Mein Musiklehrer war mein Trompetenlehrer. Eine Blaskapelle in der Eifel. Oh du schöner Westerwald oder Oh Mosella. Mein kleiner Bruder und ich. Weinfeste. Lippen gespitzt, Töne geformt, Knallgas.

Der Herbst, die gehende Zeit ist eine Erscheinung meiner Kindheit. Einer dieser kleinen Tode, wenn die Sommerzeit ging und der Nachmittag plötzlich in Dunkelheit erloschen ist.

Es wird nicht einfach. Jetzt. Allen Mut zusammennehmen, der Dunkelheit ins Gesicht schauen und den Tiger reiten. Im Februar, wenn es schon ein wenig weh tut, sprechen wir uns wieder. Bis dahin: Durchhalteparolen. Och, ist doch auch schön gemütlich. Mit Kerzen und Keksen und so.

Naja, geht so. Ich träum mich weg. Weit weg. In Neuseeland beginnt der Sommer und das Meer lässt sich surfen. Familienvater. Ja. Man kann nicht alles haben.

Warten auf die Krokusse.

oktoberhof

7 Antworten auf „Golden past“

  1. Hallo Jens,

    ich mag dieses Lied! Es ist schon sehr alt /M: Johann Friedrich Reichardt (1799)T: Johann Gaudenz Salis-Seewis (1782). Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Charakter und ihren eigenen Charm. Wie langweilig wäre es, wenn wir immer das gleiche Wetter hätten!
    Ja, Jens, Du kannst Dich woanders hinträumen, bis die Krokusse wiederkommen.

    LG
    Annegret

    1. Hallo Annegret,

      ich habe es im Unterricht gesungen und in der Blaskapelle auf der Trompete gespielt – beim gleichen Lehrer. Mir hatte es auch gefallen. Heut weiß ich nicht mehr. Gefällt es mir? Habe es lange nicht mehr gehört. Es ist nur noch als entfernte Erinnerung im Kopf.

      Morgen geht es in den Garten. Aufräumen. Trampolin weg, Kompost ordnen.

      Liebe Grüße

      Jens

  2. Lieber Jens,

    ja, Du hast Recht. Jedoch nun ist die Zeit der Amaryllis die rot, weiß und rosa die kühlen Fensterbänke ziert ;-)… bis die Krokusse wieder erblühen. Ein weiterer kleiner Trost neben Weihnachtsplätzchen, Orangen, Mandarinen, Clementinen, Punsch, Grog, dem Duft von Tannenzweigen und knisternden Kaminfeuern.

    Liebe novembrige Grüsse aus dem naßkalten Süden,
    Danièle

    1. Liebe Danièle,

      ja, Weihnachten. Dieses Jahr freue ich mich irgendwie besonders drauf. Der Ofen böllert schon, das gute Buchenholz aus dem Keller macht es gemütlich warm. Hach, hat auch was. Ja.

      Liebe Grüße

      Jens

  3. Hallo Jens,

    na ja bis nach Weihnachten, also so kurz danach, wenn das neue Jahr begonnen hat, bis dahin ist das doch recht gemütlich hier mit Kerzenschein, Plätzchen, dem typischen Weihnachtsgeruch und und und. Ja und danach hilft, bis die ersten Kroküsse ;-) herauskommen nur noch Augen zu und durch :-)

    Herzlich
    Gitta

  4. Guter Artikel. Kennst Du eigentlich den neuen Blogger-System Anbieter qwer com ? Ich würde mich sehr über eine Antwort auch per Email von Dir freuen. Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg mit Deinem Blog.

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