j. schönlau, gedichte, 1989 – 2011

Er ist fertig! Zumindest gestaltet. Der Gedichtband. Große Aufregung. Gestern Abend meinte Ela im Vorbeigehen: „Das Buch ist fast fertig. Willst du mal sehen?“ Und ob ich wollte. Die Titelseite auf ihrem Rechner. Sehr schön. Seite für Seite sind wir durchgeblättert. Da stehen sie. Aufgereiht nacheinander.

Und jetzt? Was mach‘ ich mit den Geistern, die ich rief? Gerade suche ich nach jemandem, der bereit ist, ein Nachwort zu schreiben. Momentan habe ich eine Frau ins Auge gefasst, die Romanautorin mit Bekanntheitsgrad ist und mit der ich in der Vergangenheit manchmal Mailkontakt hatte. Gerade läuft die Mail mit dem PDF raus. So ein Nachwort würde den Band zu einer schönen runden Sache machen.

Und was mache ich nun mit dem Gedichtband? Am liebsten würde ich ihn drucken auf rarem Papier. Oder doch als zeitgemäßes E-Book? In meinem Kopf schwirren einige Idden herum. Verschiedene Wege. Ein kleines Problem ist, dass ich gerade so viel zu tun habe. Manchmal franst so ein Leben punktuell sporadisch aus. Auf einmal so viele Fäden in der Hand. Welchem folge ich?

Wir werden sehen. Jetzt habe ich euch neugierig gemacht, und es gibt noch nix zu sehen oder zu lesen. Nun, die meisten Gedichte sind eh hier auf der Seite. Nur die ganz neuen nicht und ein Gedicht, von dem ich nicht gedacht hätte, das Ela es in die Veröffentlichung gibt. So bleibt es für euch nur ein wenig spannend. Mit das Aufregendste dürfte für euch die Gestaltung werden. Ich kann nur sagen: Sehr schön, sehr fein. Ich habe gesehen, dass sich meine Gedichte sehr wohl fühlen.

Vor 20 Jahren sind Ela und ich über ein Buch zusammengekommen. Im Dezember 1991. Unter anderem waren da Texte von mir drin. Nun, 20 jahre später, wieder ein gemeinsames Buchprojekt. Damals haben wir es im folgenden Frühjar im Rahmen einer Lesung präsentiert. Das wäre jetzt eigentlich auch adäquat. Nur auch hier die Frage: Was für ein Rahmen? Fragen über Fragen. Wo ist mein Manager? Immer, wenn man ihn braucht…

8 Antworten auf „j. schönlau, gedichte, 1989 – 2011“

    1. Hi mone,

      unser eigentlicher Job ist, Dinge schön zu gestalten. Broschüre und solche Dinge. Die richtig schönen Dinge, die machen wir für uns. So wie diesen Gedichtband. Mit schöner Typo, feiner Gestaltung, gutem Satz. Da habe ich natürlich Glück, die Ela als Grafikerin im Haus zu haben, die dazu auch noch Gedichte gern hat und mich auch. Dadurch weiß sie Bescheid und ist gut darin, eine Auswahl zu treffen und zu sagen, was wir lieber weg lassen.

      Liebe Grüße

      Jens

  1. Hallo Jens,

    nein, nein, Du mußt nicht verzweifeln. Deine Fans sind noch da. Auch wenn das Thema Lyrik angeschnitten wird, wie ein frischer Kuchen, und wir dann trotzdem den Kuchen nicht zu Gesicht bekommen. Ja, vielleicht fehlt noch die entsprechende Dekoration? Schließlich ißt das Auge ja mit.
    Toll, daß ihr jetzt ein Gedichteband zusammengestellt habt! Ich schreie gleich „Hier“, bevor jemand fragt, ob irgendwer es vielleicht in Betracht ziehen würde, ein Exemplar käuflich zu erwerben (Erst wenn der Kuchen ganz fertig ist!). 20 Jahre Jens Schönlau – wer hat das schon im Bücherregal stehen!
    Du hast mich sehr gespannt gemacht auf Dein Projekt. Nur weiter so.

    Viele Grüße

    Annegret

      1. Das mit dem Verzweifeln bezog sich auf die geringe Anzahl von Kommentaren. Lyrik ist nicht Jedermann’s Sache. Kann ich gar nicht verstehen.

        Viele Grüße

        Annegret

        1. Liebe Annegret,

          dieses Mal muss ich dir auf diesem Weg antworten: Herbst, vor Weihnachten… mir geht es zurzeit so, dass ich nicht dazu komme, den eigenen Blog zu betreuen – und lesen geht jetzt eigentlich auch nur, weil ich auf eine skype-Konferenz warte… Sieht so aus, dass ich versetzt worden bin… egal, so hatte ich wieder mal Zeit auf Jens‘ Blog zu stöbern… und hab‘ dann eben schon meinen Kommentar zum Thema Lyrik abgegeben. Vielleicht geht es den anderen Fans ähnlich…

          Viele liebe Grüße
          filomena99

  2. Hallo Jens,

    find‘ ich das schön: einen Band mit Jens Schönlau Gedichten… Also: da muss es unbedingt eine schöne, haptisch anfassbare Ausgabe geben. E-Book ist eine Sache. Aber: Lyrik-LeserInnen sind eh ein bisschen altmodisch. Für die muss es schon was Feines, Kleines, Schönes mit wun-der-ba-ren Einband zum Anfassen, Genießen, Lesen und im Wort-Verweilen geben. Ist ein MUSS!

    In gespannter Vorfreude mit vielen lieben Grüßen
    filo

    1. Liebe filo,

      mal sehen, was daraus wird. Ich heb jetzt einige Steine ins Wasser geworfen, das heißt, einige Menschen angesprochen, die mit Lyrik zu tun haben. Jetzt warte ich mal ab, was passiert. Gewöhnlich nichts. Ist eine schwierige Angelegenheit, Lyrik. Sehr viele Menschen schreiben Gedichte, wohl auch sehr gute Gedichte. Fast scheint es, als würden mehr Gedichte geschrieben als gelesen. Ohne irgendwelxche Kontakte etwas an verlage zu senden hat wohl kaum Aussichten auf Erfolg. Nun w+ürde ich aber gerne den Band gedruckt sehen. Auf papier. Mir geht es wie dir. Ein Gedichtband ist einfach schön, wenn man ihn in den Händen hält und díe Worte gedruckt sind. Für mich. Zukünftige Generationen werden das vielleicht anders sehen. Die Schallpaltte ist auch fast ausgestorben. Nun muss ich Geduld haben uns sehen, ob etwas passiert. Wird das nicht der Fall sein, habe ich einen Plan B. Dann werde ich lokal vorgehen, nicht überregional. Da habe ich dann auch Ansprechpartner und Ideen. Das wird aber eben der nächste Schritt sein. es lässt sich nichts zwingen.

      Herzliche Grüße

      Jens

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.