Maria!

Maria? Ihr glaubt jetzt, ich verfalle dem Weihnachtswahn und ergehe mich in Krippenspielen? No. Maria ist unsere Heilpraktikerin, die unsere Familie seit einigen Jahren betreut. Ela hat sie entdeckt. Das Thema Gesundheit liegt in unserer Familie bei Ela in guten Händen. Und Ela als Gesundheitsministerin der Alten Schule hat sich für Maria entschieden. Maria war früher Bäuerin, lebt auf einem Hof in der Nähe und führt heute äußerst erfolgreich ihre Praxis. Neue Patienten/innen nimmt sie schon lange nicht mehr auf.

Heute Nacht wurde ich von einem Tappsen in der Wohnung geweckt. Erst dachte ich, Cooper würde seine Bahnen ziehen. Dann hörte ich Zoes kleine Füße über den Holzboden schweben und dann öffnete sich auch schon die Zimmertür. „Papa, mir ist schlecht und ich habe Kopfweh.“ Als erfahrener Papa wusste ich: Erstens, die Nacht ist für die nächste Zeit zu Ende. Zweitens: Wir brauchen ein Spuckschüssel. „Zoe, kannst du gerade eine Schüssel holen? Dann kommst du zu mir ins Bett.“ Was folgt ist das klassische Anamnese-Gespräch. Wo tut’s weh? Ah, Kopf und Bauch. Hast du irgendetwas nicht vertragen? Gibt’s Probleme in der Schule? Zu viel Süßes?

Ergebnis: Ich hatte den Eindruck, das Kind hat sich was gefangen. Sie war die letzten Tage schon so müde. Dann plötzliches Würgen – die Schüssel getroffen. Nicht ins Bett. Puh! Wäschewechsel in der Nacht ist extrem ungalant. Erster Teilerfolg. Allerdings: Zoe hatte eine IKEA-Dessertschüssel geholt. Ziemlich klein und ein ungeeignetes Zielobjekt fürs Übergeben in der Nacht. Also Schüssel wegbringen, Boden aufwischen. Große Schüssel holen, die dann noch einige Male gebraucht wurde. Zwischendurch Rücken streicheln, Stirn massieren, Mut zusprechen – „Nein, du gehst morgen nicht in die Schule. Bleibst schön im Bett. Alles wird gut. Versuch zu schlafen.“ Irgendwann schlief sie dann, ich schlief auch und um kurz vor sechs Uhr ging der Wecker, der ziemliches Glück hatte, nicht durch die geschlossene Scheibe zu fliegen. Merde. Müde. Eltern-Highlight-Nacht.

Heute Morgen hat Ela dann Maria angerufen. Gespräch von Frau zu Frau. Die wusste sofort, was los ist. Magen-Darm-Infektion, Virus. Okoubaka. Hab‘ ich schon mal drüber geschrieben, über dieses aus einem westafrikanischen Zauberbaum gewonnene homöopathische Zaubermittel. Nun schläft Zoe, ich muss arbeiten. Okoubaka wird’s schon richten. Bisher hatte Maria fast immer recht und manchmal gab’s tatsächlich Wunderheilungen. Auferstehungen am ersten Tage. Hoffen wir…

Euch einen schönen gesunden Tag. Übrigens hat mich dieses Botox noch nicht losgelassen. Ich möchte eine Alternative anbieten: Das Schüssler-Salz Silicea. Ich hab es bei brüchigen Fingernägeln verwendet – die wurden hart wie Stein. Ehrlich! Die Haut soll es auch straffen… Könnt ja mal gucken. Ciao.

4 Antworten auf „Maria!“

  1. Klar, es gibt Schlimmeres. Aber diese Magen-Darm-Infekt-Nächte bei kleineren und größeren Kindern sind (nein, glücklicherweise WAREN!) ein echter Albtraum! Jedes meiner 3 Kinder gehörte zu einem anderen „Spucktyp“: der eine spuckte brav in die dargebotene Schüssel, der andere schaffte es immer bis zum Klo (das war uns natürlich am liebsten), der dritte spuckte prinzipiell wie wild um sich, so dass in der Tat nächtliche Wäschewechsel anstanden. Diese Erkenntnis, wenn es losgeht: diese Nacht ist gelaufen – wie gut ich die kenne! Und wie froh ich bin, dass das vorbei ist! Da kommst du ja auch noch hin, lieber Jens… Wie wär’s mit ’nem Mittagsschlaf heute? Gute Besserung für Zoe! LG Uta

    1. Hi Uta,

      das kommt einfach immer so unverhofft. Plötzlich: Die Nacht ist gelaufen und morgen nmusst du arbeiten. Super. Nunn denn, so isses. Mittagsschlaf wäre sehr schön… Ich glaube, das bleibt beim Konjunktiv.

      Liebe Grüße

      Jens

  2. Hallo Jens,

    ich bin sowas von froh, daß „wir“ aus dem Alter raus sind und es solche „Nachtgeschichten“ bei uns nicht mehr gibt.

    Die Kinder sind schon sehr anstrengend, wenn sie krank sind. Da heißt es Geduld bewahren und durch. Wie schön ist es, wenn sie dann wieder gesunden. Das macht den verlorenen Schlaf wieder wett. Oder?

    Viele Grüße

    Annegret

    1. Hi Annegret,

      da kannste auch froh sein. Andererseits hört es sich schlimmer an. Oder die Erinnerung ist schlimmer. Ist ja auch schön dann, für die Kids da zu sein. Zu wissen, dass sie so froh sind, dass man da ist. Und ich muss sagen: Wir haben Glück. Wenn die krank sind, maulen die nicht viel rum. Ertragen das ganz gut. Bleiben liegen, warten ab. Freuen sich über Haarstreichler, kleine Aufmerksamkeiten. Den verlorenen Schlöaf hole ich dann nach, wen die Kinder mal aus dem Haus sind:)

      Liebe Grüße

      Jens

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