Nur mit guten Brandmeldern:)

Wenn man neben der Feuerwehr wohnt, kriegt man mit, wie oft es brennt. Öfter als man denkt. Im letzten Jahr standen allein bei uns im Dorf drei Häuser in Flammen – ein Kurzschluss, ein falsch installiertes Ofenrohr und einmal Brandstiftung. Wenn dann, komischerweise meistens nachts, die Feuerwehrautos raus fahren und man hört, dass sie im Dorf bleiben, dann ist das schon ein mulmiges Gefühl.

Weil wir nun auch einen Ofen in der Wohnung haben, der oft nach dem Zubettgehen noch brennt, habe ich vor Jahren Brand- und Rauchmelder gekauft – für alle wichtigen Zimmer. Natürlich erst einmal im Baumarkt. Billig, billig drangekommen. „Die tun’s ja auch.“ Denkste. Nur Ärger. Zwei waren direkt kaputt und die anderen haben so viel Strom gebraucht, dass immer wieder die Batterien leer waren. Und dann: Fangen die an zu piepsen. Grell, laut, egal wie spät es ist. Da die Dinger unter der Decke hängen, muss man einen Stuhl holen, sich draufstellen und den Ton so lange ertragen, bis man das Teil in der Hand hat. Einmal musste ich einen nachts bei Zoe im Zimmer deinstallieren. Plötzlich Alarm! Schock. Wo? Zoes Zimmer. Hilfe. Hin. Alles in Ordnung, bis auf diesen jämmerlichen Ton. Hocker geschnappt, schlaftrunken drauf getorkelt und irgendwie zum Schweigen gebracht. Lehrgeld. Das billige Zeugs lohnt nicht.

Falls ihr noch nicht ausgestattet seid, geht lieber direkt in den Fachhandel und kauft ordentliches Zeugs. Mach ich bei allem Elektro- und Elöektroinstallationskram, den wir hier im Haus immer mal wieder brauchen, jetzt generell. So richtig mit Test- und Prüfettiketten. Ich meine: Wenn schon, denn schon. Damit ist man auf der sicheren Seite, spart sich letztlich viel Ärger und vermeidet unnötige Kletteraktionen in der Nacht. Bei solchen Sachen geht letztlich nichts über den gut sortierten Elektrohandel mit großer Auswahl und verlässlicher Qualität. Bei Elektrobedarf lieber ein wenig mehr Geld ausgeben und dafür ruhig schlafen.

2 Antworten auf „Nur mit guten Brandmeldern:)“

  1. :-)
    Immerhin weißt du, woher das Piepsen kommt! In meiner alten Wohnung hatte ich wochenlang „Schuhe mit Quietschsohlen beim unglücklichen übers-Parkett-schleifen“, das neue Telefon, ein eingesperrtes Tier und meine Einbildungskraft in Verdacht, bis mir dann jemand vorschlug, nach oben zu gucken und zu überprüfen, ob da so ein rundes weißes Teil sei (daraufhin dann Stuhl, drauf, das Ding runtergehauen und Ruhe genossen). Zu dem Zeitpunkt hatten sich schon Nachbarn beschwert, weil es aus meiner Wohnung immer wieder piepste. Aber gesagt, was das sein könnte, hat keiner!

  2. Hi Ela,

    ich denke, wenn man sich fragt, was das für ein Piepsen sein könnte, hängt da ziemlicher Schrott unter der Decke. Wenn die Leben retten wollen, dürfen die natürlich nicht das Stimmchen eines heiseren Rotkehlchens haben. Non! Laut, inbrünstig, an der Grenze zum Hörschaden. Bei uns hat mich einmal der Nachbar – ein Feuerwehrmann – auf dem Handy angerufen, weil er den „die Battereie ist bald alle Ton“ bis auf sein Grundstück hörte. Gut, dass er besonnen regiert hat und nicht gleich mit C-Rohren geflutet. Prinzipiell nicht schlecht, der laute Ton, wenn er aufgrund des hoher Energieverbrauchs der Billigteile nicht alle paar Monate erklingen würde.

    Ich denke, in 10 Jahren, wenn Brandmelder allgemein üblich sind, wird jeder sagen können, was das für ein Ton ist.

    Liebe Grüße

    Jens

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