Sailing with Brothers.

Drei Brüder, die heute auf große Fahrt gehen, in See stechen.

Als unser Vater Anfang Februar starb und wir Zuhause damit beschäftigt waren, uns zu verabschieden und die Dinge zu regeln, die dann geregelt werden müssen, haben wir vereinbart, gemeinsam wegzufahren. Mein älterer Bruder ist Segler, mein jüngerer Bruder hat einen Wohnwagen.

Mit unseren Eltern sind wir früher mit dem Wohnwagen in den Urlaub gefahren. Vier oder fünf Mal. Das waren Chaostouren, weil wir entweder keine Papiere für Hund und Katze hatten und trotzdem ins Ausland gefahren sind, das Auto nicht richtig lief und schlecht ansprang (ich musste dann immer den Luftfilter abbauen und „tippen“ – die Starterklappe im Vergaser per Hand betätigen) oder wir für den Wohnwagen keinen TÜV hatten. Einmal sind wir in Würzburg von der Polizei von der Autobahn geholt worden, weil mein Vater in der Baustelle LKWs überholt hatte – deutlich zu schnell, mit fehlender TÜV-Plakette und natürlich im Überholverbot für Gespanne. Auf Familienfeiern wurde der Polizist immer wieder zitiert: „Sie sind wohl Weltmeister im Überholen?“ Kann man so stehenlassen, da ist schon was dran.

Nun also eine Revivaltour der Söhne. Leider sind wir etwas aus der Art geschlagen und haben tatsächlich TÜV und sogar neue Autoreifen. In Holland ist auch alles vorgebucht – Boot und Stellpaltz am Wasser. Da kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Wir werden mit einer Jolle schippern. Durch Kanäle in kleine Städte hinein. Werden viel lachen, über die alten Zeiten reden, unseren Papa. Da gibt es viel zu erzählen. Anekdote um Anekdote. Ein Verrückter im positiven Sinne. Wäre schön, wenn er dabei wäre. Zu viert in einem Boot. Das hat leider nie geklappt. Aber so wird er auch dabei sein. Freue mich. Machts gut, bis die Tage. Schönes Wochenende:)

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