Sternstunde in der Sternenstunde

Guten Morgen Ihr Wunderschönen, Allerliebsten, Freunde des Weltalls, der guten Dinge, der Bewegung des Herzens und der Sternenfreuden. Die Luft ist voller Leben, die Berge tanzen und über allem ist ein wunderschöner Horizont, der bis in die Unendlichkeit trägt.

Ich bin geflasht. Mir geht es so gut wie seit Jahrtausenden nicht. Mein Herz leuchtet. Meine Brust ist weit wie das Meer. Ich hatte ein sehr schönes Wochenende mit vielen Highlights. Mir ist ein neuer Tee begegnet ( :) ), als ich am Samstag bei einer Freundin Fotomodell in Ihrem Pilatesstudio in Köln war. DETOX Kusmi Tea aus Paris. Eine Offenbarung. In den nächsten Tagen vielleicht mehr dazu. In dem Pilatesstudio wurde ich auf Herz und Nieren gecheckt. Das gehört dort zum Angebot, ist Hightech und wurde fotografiert. Was mich sehr gefreut hat: Der Computer spuckte beste Körperwerte aus. Die Zellen sind top. Gute Lebensweise, gute Ernährung. Fit. Schön zu hören. Am Sonntag habe ich meinen ehemals besten Freund nach vielen Jahren wiedergetroffen, per Telefon, und war dann bowlen mit einem sehr, sehr netten Freund. Wir haben uns wieder schief gelacht. Es ist einfach, wenn Jungs unterwegs sind, anders. Ich bin wieder über die Autobahn nach Hause gefahren und musste grinsen. Schön.

Und dann kam die Sternstunde. Ich kam nach Hause und die Kinder waren noch wach. Ich hab sie mir geschnappt und sie mit an das Fenster meines Zimmers genommen. Da standen wir am offenen Fenster und schauten in die klare, angenehme Nacht. „Schaut Richtung Nordwesten.“ Der Mond lag da wie eine offene Hand. Eine kleine, feine Sichel, in die man sich reinlegen konnte. Ein Bett, eine Heimat, ein Nest im Moos. So friedlich, so kitschig, so schön. Neben ihm Jupiter als kleiner Stern. Der riesige Planet, der da lag wie eine Perle, die in die Mondmuschel rollen soll. Es fehlte der Joystick für dieses Himmelsspiel. Darüber als hellster Stern, Planet am Firmament: Venus. So hell, so kraftvoll, so leuchtend. So überaus. WAS FÜR EIN BILD! Wir waren ergriffen, aber das war es noch nicht.

Vor und am Skycinemascope in Breitwand XXXXXXLLLL – Orion. Der Kämpfer. Das mächtige Sternbild hoch erhaben, das Fenster im Format füllend. Wir standen da und Jim erzählte. „Schaut, die drei Sterne, die sind der Gürtel. Von ihm geht das Schwert ab. Unten breit aufgestellt im festen Stand, breiten Schritt die Füße. Und oben die Hände und der kleine Kopf.“ Da stand ich mit den beiden und war gerührt und glücklich, da geschah das Unglaubliche. Oberhalb des Gürtels löste sich eine Sternschnuppe, die wir alle drei ganz klar gesehen haben. An den Himmel geworfene Gedichte. Novalis. Da standen wir drei im Licht der Sterne und hatten drei Wünsche frei… Für mich war es, als sei mein Wunsch längst in Erfüllung gegangen. Das Schwert ist im Schaft, eingewickelt in Segeltuch und tief auf der Anhöhe vergraben. Es ist Zeit, Frieden zu schließen, die Kämpfer heim zu holen. Orion wacht jetzt über uns.

9 Antworten auf „Sternstunde in der Sternenstunde“

  1. Hallo Jens,

    das muß ein wunderbares Bild gewesen sein, wie ihr drei aus dem Fenster in den Sternenhimmel geschaut habt. Der Himmel, so fern und doch so nah. Unser Universum. Und wir mittendrin.

    Sonnige Montagmorgengrüße

    Annegret

    1. Hi Annegret,

      momentan ist es so, als hätte ich eine dunkle Sonnenbrille abgesetzt. Das ist so verworren und gleichzeitig so schön. Ich bekomme so viele Geschenke. Von Freunden, von der Natur… Jetzt dieser Sternenhimmel jede Nacht, diese Sonnenaufgänge, Sonnenuntergänge. Ich wäre sprachlos, wäre ich nicht ich:)

      Libe Grüße

      Jens

    2. Hi Annegret,

      momentan ist es so, als hätte ich eine dunkle Sonnenbrille abgesetzt. Das ist so verworren und gleichzeitig so schön. Ich bekomme so viele Geschenke. Von Freunden, von der Natur… Jetzt dieser Sternenhimmel jede Nacht, diese Sonnenaufgänge, Sonnenuntergänge. Ich wäre sprachlos, wäre ich nicht ich:)

      Liebe Grüße

      Jens

  2. Hey Jens,

    Ja, es war ein Abend der besonderen Art in der Bowling-Lounge (das mit dem sehr, sehr nett schicke ich Dir gerne zurück). Neben dem werfen, schleudern, schieben von dreilöchrigen Kugeln wurden schwere Themen behandelt. Themen, die in ihrer vollen Tiefe nicht in 2 x 60 Minuten zu schaffen waren.

    – Die Erweckung vor, bei und wahrscheinlich auch nach einem Umzug. – Niedergang und Auferstehung auf einer kleinen spanischen Insel. – Preisgefälle im Teewelthandel. Gibt es Gerechtigkeit für Teepflücker?

    Wir werden da dran bleiben müssen. Vieleicht sollten wir mit Bogenschießen weitermachen.

    Freu mich auf morgen. Dir einen schönen, sonnigen Tag (Warst du der nackte Mann von dem 1Live heute morgen berichtet hat :-).

    Jens

    1. Hi Mister M,

      hier is Mister J speaking. Totally naked. Was soll das bei dem Wetter mit dem ganzen Stofffirlefanz:)

      Es war wieder ausgesprochen erquicklich mit all den tiefenpsychologischen Gesprächen – vor allem rund um meinen mehrtägigen Ballermann-Aufenthalt. Jetzt ist es raus. Auch die letzte Hülle ist gefallen. Total nackt. Ts.

      Nach dem Film morgen dann Bogenschießen oder Elefantenreiten im Kölner Zoo. Im Safari-Kostüm. Nicht Frühstück mit Bären, sondern fünfte Jahreszeit mit Dickhäutern. Ich hoffe, wir finden das Gehege. Torro! Da war mal einer bei den Löwen gelandet – kleine Abkürzung über den Zaun mit Überraschung. Pussycat. Grrrrr… Immer dieser Suff.

      Ich freu mich auch auf Morgen und Morgner und übermorgen und überübermorgen und unseren nächsten kleinen beschaulichen Event…

      1Live? Waren das die Typen mit dem Mikrofon und der Kamera auf meinem *Piep*? Dann kann das durchaus sein. War so beschäftigt mit Sonne anbeten und frieren und schreien und so. Die können einem in so einem Zustand ja durchaus alles erzählen. Haben die gemeldet, ob ich was unterschrieben habe? Muss ich jetzt singen oder zu Jörg Pilawa oder als GEZ-Eintreiber Klingeln putzen? Ups. Sowas.

      Liebe Grüße

      Jens

  3. Respekt, wie Du mit Deiner Ballermannvergangenheit umgehst.

    Nein, Du hast wohl nichts unterschrieben, aber der WDR möchte dich für Rock am Ring als Headliner beim Schlammundgrasrutschenrauchen. Woodstock Revival für die Generation 4.0. Seit dem die das mit Deinen Körperwerten wissen, sind die völlig aus dem Häuschen.

    Zoo ist gut. Ich habe noch den Krokokopf von den fröhlichsten Tagen des Jahres. Damit sollten wir problemlos reinkommen und von der ersten Minute an den Respekt der gesamten gefangen Tierwelt geniesen. Dann ketten wir uns an und verlangen ihre Freilassung. Das ist gute PR für uns beide. Damit die Sache wasserdicht ist, werde ich in Süddeutschland Beistand anfordern.

    Dreimal Wahnsinnige und durch:-)

    Liebe Grüße
    Mister M aus L.

    1. Schlammundgrasrutschenrauchen. Respekt. Du warst also live in Woodstock dabei. Der Herr gibt’s, der Herr nimmt’s. Und den Seligen, äh Seeigeln, so, im Schlaf. Dein außerordentliches Sprachgefühl ist beeindruckend. Beindruckend war die Sache mit dem Foul im Fußball.

      Ich habe auch noch Tiermasken. Von IKEA so’n Ding als Drache. Quasi wie ’ne Fliegermütze nur mit Zacken am Hinterkopf. Da kommen wir beide rein, müssen nur achtgeben, nicht mit der Betäubungsflinte erlegt zu werden. Anketten ist immer gut. Ich wäre für generelle Befreiung als Thema und dann zentral: Nachtflugverbot für Rohrdrommeln. Da muss man konsequent sein. So nicht. Nicht mit dem Commander.

      PR. Für mich. Ah. Für dich. Ah. In Aufmerksamkeit suhlen. Interviews. Oh. Wie schön. Durch die Gazetten. Und noch einmal erzählen. Ja, und dann kamen die Hubschrauber und die schwarzen Männer und wir hielten uns fest, aber TNT hat der Ankettung ein sauberes Ende bereitet. Die freundlichen Herren von der Luftunterstützung. Mr. M. Also wirklich. Mit ihnen erlebt man Sachen.

      Herzlichst bis morgen

      J aus N (nicht Japan, als kleiner Tipp.)

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