The real Nikolaus-Feeling!

Was für ein Wochenende! Der Schnee ist über uns gekommen. 30 cm. Freitagabend war ich mit den Kindern in die Eifel gefahren, um mit der Familie und Verwandtschaft die Goldhochzeit meiner Eltern zu feiern. 50 Jahre. Respekt. Die Feier war Samstagabend bzw. -nacht. Dadurch konnte ich bei der Premiere des Nikolausstückes am Samstag bei der Altenfeier nicht dabei sein. Tja. Dafür habe ich bis 3 Uhr in der Nacht gefeiert. Schön, mal alle zu sehen. Brüder, Nichten und Neffen, Cousins und Cousinen, Tanten und Onkels.

Sonntagfrüh musste ich dann los, um wenigstens bei der Aufführung des Stückes im Rahmen unserer jährlichen Nikolausfeier im Dorf dabei zu sein. Selbstgebackener Kuchen, große Kinderaugen und irgendwann kommt der Nikolaus und jedes Kind bekommt ein kleines Geschenk. In diesem Jahr ein T-Shirt mit Aufdruck „I ♥ Nosbach“. Vorher musste ich mich jedoch wie der Nikolaus selbst durch den Schnee pflügen. Mit Zoe als begleitenden Engel an Bord. Ela und Jim waren abends schon gefahren. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto mehr Schnee lag auf der Fahrbahn. Wir sind mal lieber langsam gefahren und haben zu allen reichlich Abstand gehalten. Deshalb dauerte die Fahrt dann ewig und wir sind kurz vor knapp angekommen.

Auf dem Schulhof lag dann so viel Schnee, dass ich den Wagen kaum einparken konnte. Wir sind gleich in die Halle und da war die Aufregung schon groß. Meine Schauspieltruppe hat dann eine super Vorführung hingelegt. Alle waren in ihren Figuren und total mutig. Nach vorne raus. Ich war wirklich beeindruckt, wie die das umgesetzt haben und wie viel Spaß sie hatten. Großer Applaus, große Freude. Schön. Der Dorfpfarrer hatte das Stück auf der Altenfeier gesehen und hat jetzt angefragt, ob die Truppe damit nicht in der Kirche auftreten möchte. Am 4. Advent.

Cooper und ich haben eben eine Schneewanderung gemacht. Wir mussten uns tatsächlich durchkämpfen auf die Höhe. Dort haben wir das Pferd getroffen, das so gerne kuschelt. Es ist neu und die anderen Pferde beißen es noch. Deshalb stand es alleine im Schnee und kam sofort an. Wir haben es ein wenig aufgebaut und dabei die dicke, knuffige Pferdenase fotografiert. Nach viel Aufregung, Feiern, Gefahre und Geräume am Wochenende, bin ich nun froh, wieder alleine und in Ruhe vor meinem Bildschirm zu sitzen. Nur die Buchstaben und ich. Meine Welt. Gemütlich mit Tee. Ein schöner Nikolaustag. Die Kinder haben schneefrei und werden sich gleich im Schnee tummeln.

Euch wünsche ich auch einen schönen Nikolaustag. Ich hoffe, in eurem Stiefel war was drin. Ansonsten beschenkt euch selbst:) Ciao.

10 Antworten auf „The real Nikolaus-Feeling!“

  1. Hallo Jens,

    tatsächlich wieder ein neues Foto, vom neuen Pferd. Ist ja fast ein virtueller Adventskalender bei Dir. Danke.

    Da war ja ordentlich was los bei euch am Wochenende: Goldene Hochzeit und Nikolausfeier und ganz, ganz viel Schnee. High life überall. Ruhe ist dann anschließend richtig angenehm.

    Bei uns im Ruhrpott ist es uselig. Nach Schnee und Regen matscht es nur noch. Dafür ist es nicht mehr so kalt. Und kein schneefrei. Der Nikolaus ist aber trotzdem unverhofft an unserer Tür vorbeigekommen und hat Schokoladiges (für unsere Schoko-Sucht) abgegeben. Wunderbar.

    Nikolausige Grüße und eine gute Woche

    Annegret

    1. Hi Annegret,

      im Augenblick ist tolles Fotowetter. Die Luft ist so klar und ich mag diese fast passtelligen Blautöne am Morgen sehr.

      So, da habt ihr also Schokolade bekommen. Ich nicht. Hat der Knecht Ruprecht da vielleicht ein Hühnchen mkt mir zu rupfen. Muss mal in mich gehen. Dafür bin ich heute Abend auf die Nikolausfeier eines Kunden in ein nettes Restraurant eingeladen. Da muss ich allerdings mit dem Auto nach Köln. Wenn’s nicht schneit.

      Liebe Grüße

      Jens

  2. Hallo Jens,

    sieht ziemlich dromedarig aus, das Kuschel-Knuddel-Pferd. Wollte dem Objektiv wohl einen – wie sagt man bei euch? – einen Nasenstüber (?) geben…

    Viele Grüße aus dem klirr-kalten Tirol, von dort wo die Schneekonfetti still aufgebahrt auf dem Boden liegen… Ein Memento-Mori-Gedicht? Das Bild jedenfalls machte mich schmunzeln. Und ich freu mich, dass ich dich doch hin und wieder auf ein lyrisches Lebenszeichen hin verführen kann… Muchas grazias dem nachdenklichen Texter…

    glg filo

    1. Hi filo,

      das verzerrte Aussehen kommt durch den Weitwinkel. Manchmal fotografiere ich aus Versehen Elas Nase so. Muss ich dann löschen. Wieseo eigentlich? Sieht doch süß aus. Cooper hat auch so eine schöne große Nase. Habe ich gerade hier Elas und Coopers Nase verglichen? Hey. Ne, also… Ach ja, das Gedicht. Memento-Mori ist gut. Allerdings will ich nicht gerade bis zum Äußersten gehen. Sagen wir, es handele sich darum, dass der schönen Sternenglanz gefriert. Der Augenblick des Scheins löst sich auf, geht über. In deinem Blog bin ich regelmäßig, schreiben und antworten und Gedichte hinterlassen mache ich, wenn es passt und mir eine Idee kommt.

      Liebe Grüße

      Jens

      1. Hallo Jens,

        ich kann Ela verstehen – das würd‘ ich auch nicht wollen! Meine Tochter fotografiert übrigens auch am liebsten im Knuddel-Nasen-Abstand. Scheint Youngsters-Mode zu sein. :-)

        Wie du siehst: ich lese deinen Blog auch regelmäßig. Und das erste Foto auf „Oh,ah, wunderbar…“ gefällt mir SEHR gut.

        LG und einen wintersonnigen Tag
        filo

        1. Hi filo,

          ich bin aber kein Youngster mehr:) Mental vielleicht noch wegen der üblichen männlichen Probleme mit dem fristgerechten Erwachsenwerden.

          Liebe Grüße

          Jens

          1. Hallo Jens,

            hi hi. So hätt‘ ich das nicht gesehen. Eher als eine kleine Anleihe von den Youngsters. Als ausgewachsener Multitasker. Das Frech-Spritzige übernehmen. Und dann hin und her jumpen. Zwischen seriösem Erwachsenenprofil und – ja, eben: Youngster.

            Jugendliche Grüße von einer auch nicht mehr ganz taufrischen Anleihen-Nehmerin…

            filo

          2. Hi filo,

            jetzt musste ich erst Mal in den Kontext schlüpfen. So viele Kommentare. Und gerade komme ich von einem Intensivbriefing mikt Rutschpartie-Anreise. Der Schädel brummt, zu viel Inhalt. Summ. Hin und her springen ist schon eine gute Sache. Mach ich auch. Oft mit den Kindern. So total ernst und erwachsen ist auf Dauer ja auch extrem unlustig. Ich werfe mal den Begriff Hybrid in den Raum – das klingt dann wenigstens nach was. Halbe-halbe.

            Liebe, liebe Grüße

            Jens

  3. Ein ereignisreiches und schönes Wochenende für dich und deine Familie. Trotz aller witterungsbedingter Wittrigkeiten kann ich den Spaß, den ich hattet, herauslesen. Und als krönenden Abschluss habt ihr noch dem Pferd zu den nötigen Streicheleinheiten verholfen. Klasse!

    1. Hi Raoul,

      eigentlich sollten zwei weiße Pferde gestern in dem Nikolausstück die Kutsche ziehen, mit der der Nikolaus kommt. Hat wegen des Schnees nicht geklappt. Nun hab ich doch noch mein weißes Pferd bekommen.

      Liebe Grüße

      Jens

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