Was geht 2012?

Die Welt unter? Oder was? Gute Vorsätze wie Bauch weg und Po knackiger? So sieht es gerade bei uns im Fitness-Studio aus. Rappelvoll. Bis März. Die guten Vorsätze lassen Verträge unterschreiben, die dann ein Jahr laufen – aber nach wenigen Wochen nicht mehr genutzt werden. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, heißt es. Hieß es früher – ich glaube, heute sagt man das nicht mehr.

Andere sagen, 2012 wäre das Jahr der Entscheidung, der Wende. Auf der Welt würde die männliche Dominanz auslaufen und die Frauen würden das Ruder übernehmen, was für einige dann wohl gleich einem Weltuntergang ist. Also ich denke, es läuft alles weiter wie bisher, außer das, was wir ändern. Alles andere ist doch eher Wunsch und Mythos. Denn woher soll es kommen, wenn wir es nicht selbst in die Hand nehmen? Von nix kommt nix. Da wird weder der Po knackiger noch das Bauchröllchen weniger. Und die Sache mit den Frauen? Die verdienen 2012 in gleicher beruflicher Position wie ein Mann immer noch weniger. Aus welchen Gründen auch immer. Und auch da ändert sich nichts, wenn… Eben. Action.

Und wie sieht es hier aus? Bei mir? Im fiftyfiftyblog? O.K. Da ist tatsächlich ein Bauchröllchen. An den Weltuntergang glaube ich nicht – zumindest nicht im Sinne von Armageddon und der biblischen Apokalypse. Das ist schleichender und auch hier fällt das nicht vom Himmel, sondern ist klar zuzuordnen. Wenn man Kernkraftwerke in Erdbeben- und Tsunamigebiete baut und sich Nationen gegenseitig mit Atomraketen in Schach halten, dann kann es passieren, dass da was ganz dumm läuft. Das ist dann aber nicht der Zorn Gottes, sondern die grenzenlose Doofheit von Menschen. Und das ist dann doch die eigentliche Frage immer und überall: Wie doof wollen wir eigentlich sein? Persönlich und in der Gemeinschaft?

Für mich selbst habe ich mir vorgenommen, das Bauchröllchen zu eliminieren, was bislang bis zum Sommer immer geklappt hat. Da bin ich einfach zu eitel. Mit Speckrolle am Strand ist so gar nicht mein Ding. Ergo: Weniger essen. Klarer Zusammenhang. Viel essen, zu viele Kalorien, Speckröllchen. Weniger essen, weniger Kalorien, Speckröllchen weg. Keine Brigitte-Diät, keine Eiweiß-Drink-Tricks, keine Idee aus den USA. Wenn ich etwas essen möchte, dann steh ich eben vor meinem Herd und koche mir etwas anständiges. Pragmatismus. Ziele.

Und sonst? Ich habe ein paar Dinge gebucht. Im Januar werde ich einen für mich neuen Lama meiner buddhistischen Linie kennenlernen. Ein Meditationswochenende. Ein Kurs. Das ist immer sehr belebend und inspirierend. Ende Februar bin ich dann in London und lerne fünf Tage Englisch. Mein Englisch hat dringend eine Politur nötig. Das scheppert erbärmlich. Den Kurs werden Buddhisten in London durchführen. In ihrem Zentrum und ich werde bei Buddhis in London wohnen. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Sprache und Spiritualität. Abends gibt es gemeinsame Meditationen, die immer besonders intensiv sind, wenn da alle sitzen und murmeln und Mantras sprechen. Hört sich schön an und tut gut.

Im Mai steht ein besonderes Klassik-Konzert an, für das ich gleich Karten buchen werde, wenn klar ist, wer mitkommt. Im Sommer geht es dann wieder nach Levanto. Es gibt also schon einige Dinge, auf die ich mich freue und über die ich hier dann auch berichten werde. Ihr seid also dabei. Dann gibt es noch einige angedachte Themen, die noch nicht konkret genug sind. Eines ist ein Schreibkurs zum Thema Veränderung. Hier in der Schule. Muss ich noch ausbauen die Idee – das gehört zu einem Konzept, zu dem ich einen Beitrag liefern soll. Eine Idee einer fiftyfiftyblog-Leserin…

Also gibt es wieder eine ganze Menge zu tun und ich habe bereits die Ärmel hochgekrempelt. Ich freue mich auf 2012 und das, was ich dazu beitragen kann. Konkret.

6 Antworten auf „Was geht 2012?“

  1. Guten Morgen Jens!

    Zunächst einmal dir und deinen Lieben ein frohes neues Jahr!

    Das mit den Vorsätzen habe ich nicht mehr, vielmehr konkrete Dinge, die ich dieses Jahr erledigen möchte. Projekte mit meiner Website, berufliche Dinge und eben auch Termine mit meiner Frau – Urlaub, Veranstaltungen und was wir gemeinsam schaffen wollen.

    Liebe Grüße, Raoul

  2. Hi Raoul,

    dir und deiner Faru auch ein wunderbares 2012!

    der Trick ist tatsächlich: Tun! Das ist auch gleichzeitig das Problem. Popo hoch bekommen. Da helfen nur Nägel mit Köpfen. Alles andere ist Schall und Rauch und ein Trick unseres Unterbewusstseins, alle Veränderung auf die lange Bank zu schieben und möglichst alles beim Alten zu lassen. das Leben schreit nach Veränderung, die wir dann doch nicht hinbekommen. Es sei denn, wir tun…

    Liebe Grüße

    Jens

  3. Guten Morgen, Jens,

    ein schönes Bild! Hast Du heute schon mit Deiner neuen Kamera gespielt?
    Nein, Vorsätze für das neue Jahr fasse ich schon lange nicht mehr. Wenn etwas getan werden muß, wird es in Angriff genommen. Schoki & Co. haben ihre Spuren hinterlassen und deshalb gibt es schon jetzt Obst statt Süßes, meistens. In diesem Jahr stehen bei uns Veränderungen an, die Konsequenzen nach sich ziehen. Wie wir das meistern, muß noch geschaut werden. Meine Tochter wird im Sommer mit der Ausbildung fertig und dann geht’s ins Anerkennungsjahr. Da bei uns ja erfahrungsgemäß öfter „Überraschungen“ anstehen, wird es nicht langweilig werden.
    Dir, Jens, wünsche ich viel Erfolg und Spaß bei Deinen Projekten.

    Viele Grüße

    nnegret

  4. Hi Annegret,

    meine Kamera hat eine Funktion, da werden aus den Fotos Zeichnungen. Das ist schon ziemlich verrückt. es gibt so viele Möglichkeiten – zum Beispiel auch, dass alles aussieht wie eine Märklin-Landschaft. T-Mobile hat mit solchen Fotos geworben. es wird also hier noch einige Experimente zu sehen geben – leider ist gerade draußen so gar kein Fotolicht.

    2012 – langweilig wird es nicht, dafür sorgen schon die Kinder. Jim fliegt für fünf Wochen mit einem Freund nach Kanada. Landwirtschaftspraktikum. Ob das alles gut geht? Papiere? Einreisekontrolle in Kanada? Bus bis zur Farm? Eijeijei.

    Das ist der Vorteil, wenn man Kinder hat: Langweilig ist es nie.

    Liebe Grüße

    Jens

  5. Ich glaub ja, daß die menschliche Doofheit noch immer nicht zum Weltuntergang geführt hat, liegt an der Geduld und Liebe Gottes. Ohne Ihn hätte man es schon längst hingekriegt mit dem Weltende.
    Für die schönen Dinge, die Du vorhast, wünsch ich viel Freude und Durchhaltevermögen. London ist wunderbar und ein bißchen überwältigend in seiner Größe (sage ich als Berlinerin).

  6. Hi Claudia,

    das Göttliche, was immer es ist, hat die Erde recht robust gebaut. Es ist enorm, wie groß die Selbstheilungskräfte sind. Wie hier zum Beispiel nach dem Sturm Kyrill die Flächen, wo die Bäume umgekippt waren, nachgewachsen sind. Ziemlich beeindruckend.

    Danke für die Wünsche! Auf London freue ich mich sehr, weil ich noch nie dort war. Auch nicht in England.

    Dir wünsche ich auch alles Gute

    Jens

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