11:11 Uhr – jemand denkt an mich…

Kennt ihr dieses Spiel? Meine Kinder sind da Spezialisten. Jedes Mal, wenn sie eine gedoppelte digitale Uhrzeit sehen, rufen sie „Jemand denkt an mich!“.

Ganz ehrlich? Manchmal bin ich ein wenig neidisch, weil ich dann denke „Och, jetzt könnte auch jemand an mich denken!“ Aber ich bin meist selbst in Gedanken oder beschäftigt. Zum Beispiel mit Lenken, Schalten, Bremsen oder Gucken, was ich beim Autofahren neben Musikhören und Nachsinnen auch manchmal mache. Und beim Regen noch die Scheibenwischer bedienen, und wenn diese schon abgenutzt sind, dann geht der Regen von der Scheibe einfach nicht runter. Dann wird es Zeit, sich neue zu besorgen. Naja, im Auto geschieht es sehr häufig, dass Gedanken von außerhalb hereinfliegen: „14:14…“ Großes Hallo neben mir oder von der Rückbank. Die haben einen siebten Sinn.

Oder beim Kochen. Oder generell in der Küche. Da haben wir eine digitale Uhr am Backofen, die regelmäßig Gedankenverbindungen anzeigt. Leuchtdioden auf ON. Jim ist der Weltmeister in der Wahrnehmung der Jemand-denkt-an-mich-Uhrzeiten. Es ist ein wenig wie Sternschnuppen entdecken. Ein schönes Gefühl. Gestern und heute nun habe ich jeweils um 11:11 Uhr die Nachricht unten rechts auf meinem Bildschirm empfangen. Kindliche Freude. Jemand denkt an mich. Das ist doch schön. Und ich, ich denke zurück. Das ist Social Media ganz ohne Datenverkabelung durch die Tiefen der Erde oder per Funkmast. Undigital Wireless Human Messages (UWHM) – die Verbindung, über die sich sieben Milliarden Menschen an den Händen halten und in mehr oder weniger engem Kontakt stehen. 11:28 Uhr. Ich schicke eine Botschaft raus. Augen schließen, Antenne auf Senden, Konzentration, Bündeln und weg. Liebe und Lächeln sind unterwegs. Falls nicht angekommen, schaut mal in eurem Spameingang. Vielleicht habt ihr gedacht, es wäre Werbung oder Quatsch mit Soße.

Meine Mutter hat früher, als ich Kind war, oft von Gedankenübertragung gesprochen. Ich glaub, da ist was dran. Muss ja. Mama irrt nich…

2 Antworten auf „11:11 Uhr – jemand denkt an mich…“

  1. Hallo Jens,

    Hallo Jens,

    das ist ja schön, daß sich Deine Kinder daran begeistern können. Meinen Sohn bringe ich sonntagabends zum Zug. „Ich denke an Dich, wenn Du in der Wohngruppe ankommst.“ Denn ich kenne den Fahrplan. „Das bringt nichts, ich kann ja nicht in Deinen Kopf reingucken, Mama.“ Ja, ja, wissenschaftlich beweisbar ist das nicht. Kinder!

    LG
    Annegret

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