Black Sabbath is BACK with 13

 gibson, 1972
gibson, 1972

Babes, folks, herhörn. Ohren anlegen. Heute betont der ansonsten kuschelige fiftyfiftyblog die andere Seite des Planeten. Die Seite, auf der die Lederjackenträger, Langbärte, Tätowierten und schwarz gekleidet grimmig Dreinschauenden hausen und ihre Häupter schütteln. Jetzt ist noch Gelegenheit, auszusteigen und den schönen Eindruck bis zum Ende aller Tage zu wahren. Wer jetzt weiterliest…

Heute gibt es hier das breite Brett. Black Sabbath. 13. Kürzlich fuhr ich als braver Papi samt Töchterchen durch die schöne Natur hier, um eine Heilpraktikerin mit übersinnlichen Fähigkeiten aufzusuchen. Da kam die Meldung im Radio. Black Sabbath. 13. Was? Ehrlich? Ich hatte vergessen, dass es Black Sabbath gibt. Und ich hätte euch auch keine einzige Platte geschweige denn einen Song nennen können. Dann lief erst PARANOID und dann kam Ozzy Ozbourne zu Wort.

Von wegen die Kacke mit dem Kokain und überhaupt. Mann. Was für eine Stimme. Neben dem ganzen weißen Pulver ist da auch eine Menge Whiskey den Hang runter gegangen. Auf jeden Fall, Kokain hin, Whiskey her, ich war angepikst. Da kamen Erinnerungen. Ich meine, das ist der Vorteil. Als die damals ab 70 unterwegs waren und den Hard Rock salonfähig gemacht haben, da war ich quasi dabei. Ich kann sagen: Hey Leute, ich bin vielleicht kein Digital Native, aber Hard Rock, yes, believe me, liegt mir in den Körperzellen. Auf tausend Partys in dunklen Kellern und muffigen Jugendzentren reingebrannt.

Wenn wir gegenseitig die Arme über die Schulter gelegt haben und im Kreis getanzt sind. Wenn wir auf dem Boden knieten und die Köpfe Richtung Erdboden schmissen. Das ich heute überhaupt noch höre, ist ein Wunder. Also kam ich Zuhause an und hab mir Child in Time reingepfiffen. Und dann. Echt ey, manchmal ist das Leben doch wirklich entgegenkommend. Fete am Samstag. Runder Geburtstag, runde Sache. Herr Schönlau dabei. Thema? ROCK. Fette Boxen, dicke Anlage, kühles Bier, breiter Sound. Und. JA!

Was glaubt ihr? Wir brauchten keine Luftgitarren. NO! Es gab Gummigitarren. Aufblasbar. What a feeling! Ozzy für einen Abend. Oh Mann. Die Nacht durch. Black Sabbath is back. Ich auch. Große Bühne, großes Kino, voller Sound. Bis 6 Uhr. Das ganze Programm. Köpfe geschmissen, Kerlsposen, keine Peinlichkeit ausgelassen.

Dann habe ich mir meine Gitarre geschnappt, die mir so ans Herz gewachsen war, dass ich wohl angenommen hatte, das sie meine ist. Zumindest lag sie nach dem Aufwachen neben mir. ROAARRR! Ich ging also raus aus dem Konzertsaal. Der Tag hatte begonnen, ich hatte meine Gibson geschultert, stieg die Treppe zur Schule herauf, öffnete die Tür, fand mein Bett und Ruhe. Ewige Ruhe. 13.

Irgendwann kam Herr Cooper, um mir zu verstehen zu geben, dass er damit nicht einverstanden sei. Von wegen ich muss mal raus und du pennst hier. Ich konnte nur sagen: „Ey, Alter, war ’ne geile Nacht.“ Da sah er mich an in seinen schwarzen Klamotten, schaute auf die Gitarre und lächelte. Da wusste ich: Seelenbrüder:)

Und jetzt ciao, die Regler rufen. Black Sabbath, 13, all night long. Und hier, weil es so schön ist: Black Sabbath Paranoid Live 1970

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